zum Inhalt springen

Arbeitskreis 1: „Wenn das ständige Suchen nach dem Schlüssel zur Krankheit wird…“ - Demenzen: Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapie und Prävention

Leitung: Dr. Ann-Kristin Folkerts
Zeit/Ort: Montags, 10.00 - 11.30 Uhr in Hörsaal V, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 14. Oktober 2019
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Demenzen sind stark altersassoziiert: Mehr als 98% der Krankheitsfälle fallen auf Personen über 65 Jahren. Daher ist im Zuge des demographischen Wandels mit einer wachsenden Anzahl an Menschen mit Demenz zu rechnen. Aktuell leben in Deutschland ca. 1,7 Millionen Betroffene; bis zum Jahr 2060 rechnen wir mit einer Verdopplung der Zahlen auf ca. 3,3 Millionen Demenzerkrankte. Trotz dieser individuellen und gesamtgesellschaftlichen Relevanz konnten Studien belegen, dass das Wissen über die Demenzerkrankungen und z.B. ihren Abgrenzungen gegenüber dem normalen, nicht-pathologische Alterungsprozess oder Präventionsmöglichkeiten in der Gesellschaft relativ gering ausgeprägt ist. Daher benötigen wir u.a. mehr Personen, die dieses Wissen weitergeben und zu einer Wissensverbreitung beitragen. Vor diesem Hintergrund möchten wir uns in diesem Seminar mit demenziellen Krankheitsbildern auseinandersetzen. Folgende Fragen sollen diskutiert und beantwortet werden:

  • Wie lässt sich der normale Alterungsprozess von einer demenziellen Symptomatik unterscheiden? Gibt es ein „Zwischenstadium“?
  • Welche Demenzformen gibt es? Sind „Demenz“ und „Alzheimer“ das Gleiche? Welche Symptome neben der Vergesslichkeit sind darüber hinaus typisch?
  • Wie können wir eine Demenz diagnostizieren? Welchen Stellenwert hat die Neuropsychologie? Was bedeutet es, eine Demenzdiagnose zu erhalten?
  • Kann eine Demenz geheilt werden? Welche Therapieoptionen gibt es aktuell? Wie wird die Wirksamkeit einer Therapie im wissenschaftlichen Kontext überprüft?
  • Welche Risiko- und Schutzfaktoren gibt es? Kann ich mein individuelles Demenzrisiko reduzieren? Gibt es Präventionsmöglichkeiten?
  • Wie gestaltet sich das Leben mit einer demenziellen Erkrankung für den Betroffenen und seine Angehörigen? Wie gehe ich am besten mit Menschen mit Demenz um? Welche Lebensformen und Partizipationsmöglichkeiten für Betroffene gibt es?