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Arbeitskreis 2: »chemins de lumière« - Das Motiv des Lichtes in den Künsten: Musik, bildende Kunst und Architektur

Leitung: Dr. Suzanne Josek
Zeit/Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr im Neuen Seminarraum des Musikwissenschaftlichen Instituts, 3. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 27. Oktober 2016
Erläuterung: „Nicht nur das Licht, das scheint, und das Licht, das erkennen macht, gehen Menschen von Grund auf an, sondern mehr noch das Licht, das lebt, das Licht das erheitert und heilt.“ (Peter Sloterdijk)
Was ist Licht? Wofür steht es und was bedeutet es uns? Von jeher machten (und machen) sich die Menschen Gedanken über Wesen und Funktion des Phänomens Licht und setzten es auf mannigfaltige Weise in Kunst und Brauchtum um. Die Welt der Kultur-, Kunst- und Musikgeschichte ist voll von Deutungen, Anspielungen, Metaphern, die sich um das Licht drehen: etwa als Symbol für Leben, Tod, Erkenntnis oder Ewigkeit. In diesem Arbeitskreis werden vielfältige Lichtkonzepte und -umsetzungen in der Kunst vor- und zur Diskussion gestellt. Zwei Exkursionen werden angeboten: 1. Besuch des Kolumba Kunstmuseums mit einem Schwerpunkt auf der Architektur Peter Zumthors, für den das Licht eine zentrale ästhetische Kategorie darstellt; 2. Besuch des Sinfoniekonzertes 03 des Gürzenich-Orchesters am 20., 21. oder 22. November 2016 mit einer Aufführung von György Ligetis „Lux aeterna“ (1966). Der Charakter dieses Arbeitskreises ist interdisziplinär, assoziativ, experimentell, und legt einen Schwerpunkt auf die eigene Wahrnehmung der Teilnehmer/innen.
„Während der letzten drei Jahrhunderte hat man die künstlerischen und religiösen Aspekte des Lichts streng von einer wissenschaftlichen Untersuchung getrennt. Ich glaube, es ist an der Zeit, sie wieder zu berücksichtigen, damit wir ein vollständigeres Bild vom Licht gewinnen, als es eine einzelne Disziplin zu liefern vermag.“ (Arthur Zajonc, Lichtfänger. Die gemeinsame Geschichte von Licht und Bewusstsein [Catching the Light: The Entwined History of Light and Mind, 1993], Stuttgart 2008, S. 18)