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Arbeitskreis 3: Baukunst des Barock - Eine Annäherung

Leitung: Dr. Martina Langel
Zeit/Ort: Dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 11, Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 9. April 2019
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Dieser Arbeitskreis befasst sich mit der Baukunst, der Architektur des Barock. Es werden Gebäude untersucht, die für unterschiedliche Aufgaben beauftragt, geplant und gebaut wurden. Repräsentationsbauten im öffentlichen Raum, Schlossanlagen, Kirchen und Klöster gehören dazu. Der Blick richtet sich darüber hinaus auf Stadt- oder Landschaftsräume, die planmäßig angelegt wurden. Ziel des Arbeitskreises ist es einerseits, das kunsthistorische Grundwissen und Vokabular zu erwerben, das zu einer adäquaten Baubeschreibung und Erfassung der Bedeutung der Gebäude und ihrer Aussagen notwendig ist. Andererseits ist es auch ein Ziel, ein Grundverständnis für die künstlerische Sprache einer komplexen und auch widersprüchlichen Zeit zwischen 1580 und etwa 1770 zu erwerben. Es werden Fragen nach dem Weltbild und dem Weltverständnis, das der Formensprache zugrunde liegt oder Fragen nach dem Zusammenspiel verschiedener künstlerischer Ausdrucksweisen in den Bildenden Künsten, der Musik und der Baukunst gestellt. Die Antworten helfen, sich der Zeit anzunähern, die eine explosionsartige Erweiterung des Wissens, neue Formen der Informationsübermittlung und der Vervielfältigungen erlebt. Die häufigen Vorstellungen von „Barock“ als einem „Zuviel von allem“, können dann differenzierter gesehen werden.
Folgende Arbeitsweise ist vorgesehen: Die Architektur wird betrachtet, detailliert beschrieben und verglichen. Dazu stehen ausgewählte Bauten eines bestimmten Typs im Focus. Die einzelnen Bauelemente werden auf ihre Herkunft und Bedeutung in anderen Zusammenhängen hin befragt. Die der Baukunst des Barock wesentlich verbundenen Künste, u.a. der Bildhauerei, Malerei, Mathematik, Geometrie und der Musik, finden Berücksichtigung. Das Gebäude steht im Mittelpunkt und bietet die Möglichkeit, Facetten der Zeit zwischen Renaissance und Aufklärung wie in einem Prisma wahrzunehmen. Die genaue Analyse einiger Beispiele ist die Voraussetzung dafür. Eine nach Regionen oder Herrschern, Nationalitäten oder Konfessionen unterschiedlich ausgeprägte Art des Bauens, wird erst deutlich, wenn das subjektive, oft emotional geprägte Gefühl zum Thema Barock in den Hintergrund tritt.
Zur Vertiefung des Verständnisses sind zusätzlich zur Arbeit im Seminar Eigenarbeiten erwünscht. Neben Textlektüre kann dazu auch die Übernahme von Referaten gehören. Die Themenvergabe wird in der ersten Sitzung erfolgen. Ferner werden verschiedene Exkursionen in Köln, Bonn und Süddeutschland angeboten. Hierzu sind eigene Anmeldeformalitäten zu beachten.
Informationen und Termine:
- Köln, Freitag, 26. April 2019
- Bonn, Donnerstag, 11. Juli 2019
- Würzburg, Bayreuth, Augsburg, 28. Oktober. - 3. November 2019
Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums an der Universität zu Köln, fgs-uni-koeln.de und bei Dr. Martina Langel, m-langel.de