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Arbeitskreis 3: Einführung in die Filmgeschichte: Ein historischer Einblick in die Entwicklung des Bewegtbildmediums

Leitung: Mirjam Kappes
Zeit/Ort: Mittwochs, 16.00 - 17.30 im Hörsaal XIa, Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 18. Oktober 2017
Erläuterung: Vom frühen Stummfilm bis zum heutigen 3D-Kino: Die Filmgeschichte hat bereits einen langen Weg hinter sich. Dabei gibt es streng genommen nicht nur eine Geschichte des Films.
Die Geschichte, wie die „Bilder laufen lernen“, setzt bspw. schon weit im Vorfilmischen an, bei frühen Projektionsformen wie der Laterna magica oder dem Phenakistiskop, natürlich auch der Entwicklung der Fotografie, bildgebenden Verfahren also, die dann in technisch-apparativen Aufzeichnungs- und Abspielverfahren von Projektor und Kamera münden und Zelluloid als dominantes Trägermedium für Film etablieren. Dass sich hieraus narrative, ästhetische und formale Konsequenzen, aber auch neue Möglichkeiten für die filmische Inszenierung ergeben, trug dazu bei, dass sich der Film von anderen Darstellungsformen emanzipieren und so als autonome Kunstform behaupten konnte.
Häufig assoziieren wir „Film“ auch mit „Kino“. Dessen Vorformen wiederum sind bereits in ersten Jahrmarkt-Schaubuden zu finden, in denen Film noch als Faszinosum und Kuriosität präsentiert wurde, bis die Begeisterung für das Medium den Film vom Wandertheater in die Lichtspielhäuser und Filmpaläste trug. Heute stehen Programm- und Kommunalkinos neben Multiplex-Hallen, und auch diese müssen sich gegen zunehmende Konkurrenz behaupten: Denn spätestens seit dem Einzug des Fernsehens schauen wir Filme längst nicht mehr nur im Kinosaal, sondern auch daheim und unterwegs.
Filmgeschichte ließe sich ebenso gut als Personengeschichte erzählen, anhand ihrer Technikpioniere, einflussreichen Filmemacher*innen (d.h. allen Beteiligten rund um Regie, Drehbuch, Bühnenbild, Kamera, Ton, Schnitt etc.) oder Schauspieler*innen. Nicht umsonst haben sich bestimmte Stile, Gattungen und Genres der Filmgeschichte herausgebildet. Der uralte Wunsch, unsere Gedanken und Vorstellungen in anderen Welten, Situationen und Charakteren auszuleben, ließe sich an Einzelwerken der Filmgeschichte nachvollziehen. Gleichzeitig spiegeln sich in der Geschichte des Films stets auch zentrale politische, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen der Zeit wider.
Wir wollen uns der Filmgeschichte daher aus diesen unterschiedlichen Perspektiven nähern: Im Fokus stehen medientechnische Entwicklungen (Apparat, Bild, Ton), stil- und genrespezifische Darstellungsformen (Film noir, Western, Science-Fiction…) sowie verschiedene Aufführungs- und Rezeptionspraktiken (wie, wo und unter welchen Bedingungen schauen wir Film?). Anhand von ausgewählten Szenen sollen Praktiken der Filmanalyse erprobt werden.