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Arbeitskreis 4: „Weibliche“ Wege des Erinnerns - nach Frauen benannte Straßen in Köln

Leitung: Irene Franken
Zeit/Ort: Mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 223, Modulbau Weyertal, Weyertal 119a
Beginn: 17. Oktober 2018
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Straßennamen sind Teil der Erinnerungskultur und selbstverständlich evozieren sie immer wieder Debatten. Auch in Köln gab und gibt es umkämpfte (politisch konnotierte) Benennungen, sei es aus der Kolonialzeit oder dem Nationalsozialismus. Ein neuerer Aspekt dieser Wahrnehmung von Straßennamen als Instrument von Geschichtspolitik sind die nach den Geschlechtern ungleichgewichtig verteilten Benennungen der Straßen und Plätze. In verschiedenen Städten fordern vor allem ‚Stadtmütter‘ eine bevorzugte Berücksichtigung historischer Frauenbiografien ein. Diese Thematik werden wir im Seminar vertiefen. Beginnend mit dem Zustandekommen der ersten Straßennamen als Orientierungspraxis lesen wir anschließend Texte über Formen der topografischen Ehrung und Repräsentation, wir beschäftigen uns mit Aushandlungen zwischen verschiedenen Akteur(inn)en (u.a. der
Verwaltung) im Laufe der Kölner Stadtgeschichte und lernen umkämpfte Benennungen kennen. Auf der Agenda stehen sodann feministische Diskurse zur Einschreibung von Frauenwirken in die Stadtgeschichte und Kölner Straßen, die nach Frauen benannt sind. Hier stehen einzelne Biografien im Fokus. Erfreulich wäre, wenn einzelnen Teilnehmende Lust hätten, Wiki-Beiträge über Frauen auf Straßennamen zu verfassen. Es wird in diesem Kontext mindestens eine Exkursion (durch das Rheinauhafenviertel) angeboten.