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Arbeitskreis 4: Die deutsche Frage in den internationalen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert

Leitung: Dr. Rainer Behring
Zeit/Ort: Mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr im Hörsaal XVIIa, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 10. April 2019
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Die „deutsche Frage“ kennzeichnet das Problembündel der territorialen und nationalen Organisation sowie der politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und Verfassungs-Ordnung des mitteleuropäischen Siedlungsraumes der Deutschen und ihrer Stellung im internationalen System seit der Zeit um 1800. Gab es ein Recht der Deutschen auf einen Nationalstaat oder war im 19. Jahrhundert eine andere politisch-gesellschaftliche Ordnung Mitteleuropas denkbar? Welche Grenzen sollten ein deutsches Staatswesen umfassen? War das 1871 gegründete Deutsche Reich friedensfähig oder stellte seine potentielle wirtschaftliche und militärische Stärke jegliche europäische Ordnung in Frage? Wie versuchten die anderen Großmächte mit der von Deutschland ausgehenden Bedrohung umzugehen? Welche Perspektiven existierten für einen deutschen Nationalstaat nach der deutschen Teilung von 1949? Und: Gibt es heute noch eine deutsche Frage, oder ist sie endgültig beantwortet? Ausgehend von der Lektüre einiger einschlägiger Texte insbesondere des 1989 verstorbenen Kölner Historikers Andreas Hillgruber werden wir in dem Arbeitskreis diese Fragen erörtern und diskutieren.
Die Texte werden gegen eine Unkostenbeteiligung als Kopien zur Verfügung gestellt.
Literatur:
Wolf D. Gruner, Die deutsche Frage. Ein Problem der europäischen Geschichte seit 1800.
München 1985;
Andreas Hillgruber, Die gescheiterte Großmacht. Eine Skizze des Deutschen Reiches
1871-1945. Düsseldorf 1984;
Heinrich August Winkler, Der lange Weg nach Westen. 2 Bde. München 2000/2001 u. ö.