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Arbeitskreis 5: „Von Hildegard von Bingen bis Ingeborg Bachmann und Sofia Gubaidulina“ - Frauen in der Literatur und Musik

Leitung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Zeit/Ort:
Donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum B VI, Bibliotheksgebäude, Zugang über Kerpener Straße
Beginn: 17. Oktober 2019
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Es sind viele, sehr viele, und viele wissen es nicht! Wer ist Christine de Pizan, was wissen wir heute von Johanna Kinkel oder Caroline von Günderode? Eine Menge von Kenntnissen über Dichterinnen und Komponistinnen sind in den letzten Jahren von der Wissenschaft hervorgeholt worden. Hildegard von Bingen ist vielen ein Begriff, allein schon wegen ihrer heilpraktischen Rezepte, ihres Wissens um die Wirkung der Kräuter, wenige kennen ihre Musik. Die Italienerinnen Barbara Strozzi und Francesca Caccini waren zu ihrer Zeit berühmte Musikerinnen und Komponistinnen. Bettine von Arnim hat auch komponiert, Clara Schumann bat Annette von Droste Hülshoff um ein Libretto zur Komposition für ihren Ehemann. Die Schriftstellerin Fanny Lewald konnte sich mit ihren Erzählungen und Romanen selbst ernähren, Fanny Hensel komponierte in Berlin und leitete dort die „Sonntagsmusiken“ und führte damit einen bedeutenden musikalischen Salon im 19. Jahrhundert, von der damaligen künstlerischen Welt bewundert und besucht. Lili Boulanger war die erste Frau, die den „Prix de Rome“ in Frankreich erhielt, Elfriede Jelinek ist Nobelpreisträgerin, Ingeborg Bachmanns Verzweiflung an der Welt, liest sich aus jeder Zeile ihrer Dichtung. Zeitgenössische Klänge unterschiedlicher Gestalt sind bei den Uraufführungen der Komponistinnen Adriana Hölszky und Sofia Gubaidulina zu hören, hier mischen sich aktuelle künstlerische Fragen in Dichtung und Musik. Das Seminar will durch analytische Skizzen der dichterischen Texte der Schriftstellerinnen und der Musik der Komponistinnen Kenntnisse der Werke der künstlerischen Frauen in den Jahrhunderten und einen Eindruck ihrer Bedeutung vermitteln.