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Arbeitskreis 5: Lyrik und Drama in musikalischer Interpretation durch die Zeiten

Leitung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Zeit/Ort (ACHTUNG! RAUMÄNDERUNG): Donnerstags 16.00 - 17.30 Uhr im Hörsaal XIII, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 19. Oktober 2017
Erläuterung: „Wozzeck“ irrt durch das Feld, Alban Berg schafft eine den Text aufsaugende musikalische Umsetzung in seiner Oper „Wozzeck“ nach dem Fragment „Woyzeck“ von Georg Büchner. In der zeitgenössischen Musik sind Dramen wesentliche „Vorlagen“ für die Libretti der Musiktheaterwerke, u.a. für „Lulu“ von Alban Berg, „Die Soldaten“ von B.A. Zimmermann; „Lear“ von Aribert Reimann, „Salome“ von Richard Strauss. Im 19. Jahrhundert sind die Verknüpfungen der Literatur mit der Musik oder der Musik mit der Literatur fast unüberschaubar. Die Lyrik Goethes, Heines und Eichendorffs findet sich in den Liedern Schuberts, Schumanns, Brahms, Mendelssohn. Der „Faust“ Goethes findet in der Faust-Sinfonie von Franz Liszt seine „Verklanglichung“, auch haben sich französische Komponisten dem Goetheschen Werk zugewandt, dem „Faust“ wie dem „Werther“. Schiller und Shakespeare inspirierten Giuseppe Verdi der sowohl „Don Carlos“ wie die „Räuber“ und „Othello“ in musikalische Szene setzte.
Wie haben die Komponisten die Texte, die Dramen, Romane und Gedichte durch Musik „interpretiert“? Welche Schwerpunkte setzten sie durch die Musik? Welche musikalischen Mittel verwendeten sie? Sind ihre Interpretationen andere als die der Literaturwissenschaft?
Das Seminar geht den Verbindungen der Literatur mit der Musik auf unterschiedlichen Wegen nach.