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Arbeitskreis 6: Geographie – Mehr als Stadt, Land, Fluss?

Leitung: Dr. Holger Kretschmer
Zeit/Ort: Donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Hörsaal VI, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 18. Oktober 2018
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Eine Abgrenzung des Fachs Geographie scheint gar nicht so leicht, denn selbst gestandene Geographinnen und Geographen flüchten sich gelegentlich in die Phrase „Geography is what Geographers do!“, um nicht allzu konkret werden zu müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Bild des Fachs in weiten Teilen der Bevölkerung ein eher „traditionelles“ ist, welches in weiten Teilen auf länderkundlichen Aspekten beruht. Am treffendsten hat dieses Bild wohl Antoine de Saint-Exupèry im kleinen Prinzen beschrieben in dem es heißt „Der Geograph ist ein Gelehrter, der weiß, wo sich Meere, Flüsse, Städte, Berge und Wüsten befinden.“.
Der Arbeitskreis möchte in einer Art „Einführung in die Geographie“ die vielfältigen Facetten der modernen Geographie aufzeigen. Ausgehend von der historischen Entwicklung des Fachs, werden vor allem die neueren geographischen Konzepte seit den späten 1960er Jahren erarbeitet. Dabei werden sowohl physisch-geographische Aspekte (die Gestalt der Erde) als auch humangeographische Konzepte (das Wirken des Menschen auf der Erde) behandelt, um die spezifische Denk- und Arbeitsweisen der Raumwissenschaft „Geographie“ zu veranschaulichen. Einzelne Konzepte und ihre räumliche Wirkung (z.B. Demographischer Wandel, Risikoforschung, etc.) werden an regionalen Bespielen veranschaulicht und im Rahmen einer abschließenden Exkursion einem Praxistest unterzogen. So entsteht im Verlauf des Seminars das Bild einer Wissenschaft, die die Mensch-Umwelt-Interaktion in den Blick nimmt und als Bindeglied zwischen Sozial- und Naturwissenschaften fungiert.