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Arbeitskreis 6: Sklaven und Sklaverei in der griechisch-römischen Antike

Leitung: Prof. Dr. Elisabeth Herrmann-Otto
Zeit/Ort: Donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr im Hörsaal XVIII, Hauptgebäude,Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 27. April 2017
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Das scheinbar alte Thema der Sklaverei wird im 21. Jh. erneut aktuell vor dem Hintergrund des zunehmenden Menschenhandels, der Zwangsprostitution und der körperlichen Ausbeutung durch sklavenähnliche Arbeit. Mit der „Ware Mensch“ wird heute wieder das große Geschäft gemacht, obwohl seit mehr als 150 Jahren die Sklaverei und der Sklavenhandel offiziell abgeschafft sind und Sklaverei gegen die Menschenrechtskonvention verstößt. Die Ursprünge der Sklaverei liegen in der Antike. Sie soll in ihrer griechisch-römischen Epoche Gegenstand des Arbeitskreises sein. Wir wollen untersuchen: Welche Formen der Sklaverei die Griechen und Römer kannten; Wie man in die Sklaverei geraten konnte, und welche Chancen man als Sklave hatte auf Ausbildung, Beruf, Freikauf oder Freilassung. Auch die Stellung der Sklaven in Familie und Gesellschaft soll thematisiert, ihre Bedeutung für die antike Wirtschaft hinterfragt werden. Diese Themenkreise sollen auf der Grundlage antiker Texte (in deutscher Übersetzung) gemeinsam gelesen und diskutiert werden. Ergänzend werden auch archäologische Zeugnisse hinzugezogen. Dabei wird u.a. auch die Frage gestellt, wie Griechen und Römer selber die Sklaverei an sich, sowie ihre eigenen Sklaven bewertet haben.

Literatur: Werner Eck / Johannes Heinrichs (Hrsg.), Sklaven und Freigelassene in der Gesellschaft der römischen Kaiserzeit. Darmstadt 1993; Elisabeth Herrmann-Otto,
Sklaverei und Freilassung in der griechisch-römischen Welt. Hildesheim 2009; dies., Grundfragen der Antiken Sklaverei. Eine Institution zwischen Theorie und Praxis.
Hildesheim 2015.