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Neues Format! Dialogwerkstatt: Was ist ein GUTES LEBEN? (Kompaktveranstaltung)

Leitung: Dr. Claudius Mandel
Termine: Donnerstag, 28. November 2019, 17.45 - 19.15 Uhr
                  Donnerstag, 6. Februar 2020, 14.00 - 18.00 Uhr
                  Freitag, 7. Februar 2020, 10.00 - 16.30 Uhr
                  Samstag, 8. Februar 2020, 10.00 - 16.00 Uhr
Ort: Seminarraum S 0.06, Gebäude 203, Gottfried-Keller-Str. 6
Anmeldung erforderlich: Schriftlich bei der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit, senioren-studium@uni-koeln.de; Anmeldeschluss ist der 27. November 2019.
Erläuterung: Epochenübergreifend bewegt die Menschen kaum eine andere Frage mehr als die, was man unter einem GUTEN LEBEN verstehen mag. Während das Thema beispielsweise in der griechischen Antike bei Aristippos von Kyrene und Epikur unter Lustaspekten (mit verschiedenem Ergebnis) behandelt wird, bestimmt Aristoteles in der Nikomachischen Ethik das gute Leben im Horizont vernunftgemäßer Tätigkeit der menschlichen Seele: Mit Blick auf das praktische Zusammenleben der Menschen müsse es um eine möglichst optimale Ausbildung ethischer Tugendpotentiale gehen. In der Neuzeit wird wiederum das gute Leben - spätestens durch die Thematisierung von Wachstumsbedürfnissen innerhalb der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow sowie auf Grund der durch Ronald Inglehart ausgelösten Postmaterialismusdebatte – als Selbstverwirklichung des Einzelnen nach individuellem Gusto verstanden. In Deutschland erfährt das Konzept der Lebenskunstphilosophie nach Wilhelm Schmid nachhaltige Beachtung. Erfahrungen aus der klientenzentrierten Gesprächstherapie verarbeitet wiederum der amerikanische Psychologe und Psychotherapeut Carl Rogers in seinem Ansatz zum Guten Leben. Gut leben in Deutschland - Dieser von der Bundesregierung im Jahr 2015 deutschlandweit durchgeführte Bürgerdialog setzt das Thema schließlich gegenwärtig an prominenter Stelle auf die politische Agenda. Die Veranstaltung möchte Perspektiven aus verschiedenen Fachrichtungen (Philosophie, Politikwissenschaft, Ökonomie, Psychologie) zur Leitfrage des Kompaktseminars beleuchten und sie zum Gegenstand eines dialogischen Austausches unter den Seminarteilnehmer*innen machen. Damit will sie zum einen Orientierung vermitteln und zum anderen die Seminarteilnehmer*innen zur Reflexion anregen und Ihre eigenen selbständigen Denkprozess kultivieren. Dadurch wird eine wissenschaftlich fundierte Teilnahme an diesem gesellschaftlich relevanten Diskussionsthema möglich. Die Teilnehmer*innen erwerben dabei - im Horizont des Themas - folgende Kompetenzen:

  • Wissenschaftlichkeit durch Kenntnis analytischer Methoden und Modelle
  • Orientierungskompetenz: Wissen über Zugänge zum Wissen
  • Urteilsfähigkeit: Interdisziplinäre und interkulturelle Versiertheit