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Arbeitskreis 7: Natur und Landschaft auf der Leinwand: Aufbruch in die Moderne

Leitung: Dr. Martina Langel
Zeit/Ort: Freitags, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 26, Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz
Achtung! Änderung! Auf Grund der starken Nachfrage findet der Arbeitskreis ab 4. Mai in Hörsaal II im Hauptgebäude statt. Ausgenommen ist der letzte Termin im Semester am 20. Juli 2018.
Beginn: 27. April 2018 (Achtung: Die Sitzungen am 1. Juni und 22. Juni entfallen)
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Der Maler August Macke nennt seine Arbeiten von Natur und Landschaft auch „Gesang von der Schönheit der Dinge“. Seine Freunde und Kollegen, Franz Marc, Wassily Kandinsky und viele andere arbeiten in der Natur und nach der Natur. Fast zeitgleich geht Paula Modersohn-Becker im kleinen Torfort Worpswede bei Bremen auf die Felder und ins Moor, um Landschaft zu malen. Das Verlassen alter Strukturen in den Akademien und das Ausprobieren neuer Arbeitsorte sind um 1900 an vielen Orten zeitgleich zu beobachten. Mit neuen Bildauffassungen entstehen sehr unterschiedliche Arbeiten.
Der Arbeitskreis beschäftigt sich im Sommersemester mit der Landschaftsmalerei. Mit Blick auf den Beginn des 20. Jahrhunderts wird erarbeitet, welche Wurzeln dieses Genre im 19. Jahrhundert hat und welche Bedeutung die Landschaftsbilder der Vorgänger für die Arbeiten der beginnenden Moderne haben. Natur und Landschaft auf der Leinwand schillern im 19. Jahrhundert wie in einem Kaleidoskop. Landschaftsmalerei gilt als Abbild der Natur, als Spiegel der Seele, als Echo der Gefühle. In England knüpft sie an die niederländische Tradition des realistischen Landschaftsbildes an. Hier wird auch der große Schritt gewagt, das Atelier zu verlassen und in der Natur zu skizzieren. In Deutschland richtet sich das Interesse mehr auf allegorische Landschaften mit poetisch religiösem Hintergrund; u.a. Bilder von Philipp Otto Runge, Arnold Böcklin und Caspar David Friedrich. In Frankreich wird ebenfalls die Freilichtmalerei vorbereitet. Wie das wandernde Sonnenlicht in den Bildern der Impressionisten, wandert das Interesse der Maler zu immer neuen Schwerpunkten. Es sind die Lichtverhältnisse
oder die Farben, es sind mal die kubischen Formen der Berge oder es ist das Bedürfnis, die Schnelligkeit einer mobil werdenden Welt des 19. Jahrhunderts einzufangen. Im Laufe des Semesters werden die vielfältigen Aspekte der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert untersucht. Dazu gehören die verschiedenen Ausbildungsangebote an den Akademien und Malschulen, der Einfluss der Fotografie und auch die zeitgeschichtlichen Hintergründe, auf die die Malerinnen und Maler reagiert haben.
Es besteht die Möglichkeit, Referate zu übernehmen. Begleitend werden Exkursionen und eine Kurzstudienreise vom 15.-17. September 2018 in den Künstlerort Worpswede und nach Bremen angeboten.