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Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE)

Referent: Dr. Steffen Roth
Zeit/Ort: Donnerstag, 13. Juli 2017, 17.30 Uhr, Hörsaal wird noch bekanntgegeben
Veranstalter: Institute für Wirtschaftspolitik
Erläuterung: Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist ein sozialpolitisches Finanztransferkonzept, nach dem jeder Bürger – unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage – eine gesetzlich festgelegte und für jeden gleiche, vom Staat ausgezahlte, finanzielle Zuwendung erhält,
ohne dafür eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Das BGE ist gegenwärtig in aller Munde. Vorschläge zu seiner Einführung werden von kommunistischen Basisplattformen und konservativen Ministerpräsidenten ebenso unterbreitet wie von Unternehmern, Künstlern und katholischen Sozialpolitikern. In der Schweiz wurde in 2016 über die flächendeckende Einführung eines solchen Systems abgestimmt, Finnland startete zum 1. Januar 2017 einen Pilotversuch. In Deutschland unterstützen laut Umfragen fast 75 Prozent grundsätzlich  die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens, 29 Prozent würden ohne Klärung weiterer Fragen für die Einführung eines BGE votieren. Das Instrument soll nach Ansicht der Protagonisten Arbeitsanreize stärken, Lohnabhängige emanzipieren, „Arbeit“ oder „Tätigkeit“ neu definieren helfen, als Auffangbecken für massenhafte Arbeitslosigkeit in der digitalisierten Wirtschaft dienen, Bürokratie einsparen und entwürdigende Sozialstaatsüberwachung obsolet werden lassen. Der Vortrag soll erläutern, worum es beim Bedingungslosen Grundeinkommen geht, die erhofften Segnungen eines solchen Bürgergeldes kritisch diskutieren und auf polit-ökonomische oder soziologische Gefahren aufmerksam machen, die mit der Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens verbunden sein könnten.