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Symposion "Ambivalenzen und biographische Übergänge"

6. Werkstattgespräch des Interdisziplinären Arbeitskreises Ambivalenz

Zeit: 14. bis 16. Februar 2018

Ort: Goethe Universität. Gebäude Casino, Nina-Rubenstein-Weg 1, 60323 Frankfurt am Main.

Übergangssituationen gehören zu unserem Leben. Ob Einschulung oder Berufsbeginn, Eheschließung oder Eintritt in den Ruhestand: Von der Geburt bis zum Tod markieren Übergänge nicht nur den institutionellen Lebenslauf sondern bestimmen auch die Lebenserfahrung des Menschen. Zugleich unterliegen sie aber dem gesellschaftlichen Wandel, demzufolge diese Passagen vielgestaltiger, paradoxer und widersprüchlicher werden und somit hohes Ambivalenzpotential erzeugen. Diese Verkomplizierungen der Übergangssituationen beeinflussen auch die biografischen Kontexte im Erleben von Altern. Von diesem vorläufigen Befund ausgehend, beschäftigt sich das 6.Werkstattgespräch des Interdisziplinären Arbeitskreises Ambivalenz mit dem Thema "Ambivalenzen: Altern und biographische Übergänge".

Erziehungswissenschaftliche, psychologische, soziologische und kulturwissenschaftliche Beiträge werden sich mit diesen Veränderungsprozessen beschäftigen und dabei die Tragfähigkeit des Ambivalenten als interdisziplinär brauchbares Konzept prüfen. So befasst sich ein Vortrag mit "Ambivalenzen im Kontext des 90.Geburtstags als subjektive Zäsur des Übergangs" (Dr. Andrea Friese), Frau Dr. Anamaria Depner vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg fragt nach dem ambivalenten Moment in technikbasierten Unterstützungssystemen bei Demenz und Thomas Wild, Systemtherapeut und Theologe am Inselspital in Bern, thematisiert Ambivalenz im Kontext von Übergangssituationen wie Gesundheitskrisen und Sterbeprozessen. - Aus kulturwissenschaftlicher Alterns-Perspektive fokussieren zwei Beiträge die Darstellungsmöglichkeiten von Ambivalenzerfahrungen: Die Medienwissenschaftlerin Vivian Martins Nogueira Napoles untersucht dazu die Spielfilme American Beauty  und Mensch Kotschie;  die Performance-Künstlerin und Tanzforscherin Susanne Martin zeigt am Eröffnungsabend des Symposiums am Mittwoch, den 14.2.2018 ihre Performance 'Dancing Age(ing)'. Das komplette Programm finden Sie hier zum download und auf der Webseite des FFIA: http://www.uni-frankfurt.de/52220650/FFIA?legacy_request=1

Ursprünglich als Veranstaltung für die Universität zu Köln im November 2016 geplant, wird das Symposium nun auf Einladung des "Frankfurter Forums für interdisziplinäre Alternsforschung" (www.uni-frankfurt.de/ffia) an der Goethe Universität stattfinden. Sie wird u.a. unterstützt von der U3L - Universität des 3.Lebensalters an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Interessierte Gasthörer*innen und Seniorstudierende sind zur Teilnahme auch einzelner Programmteile herzlich eingeladen!

Der Besuch des Symposiums ist kostenfrei. Anmeldungen sind formlos per Mail möglich bis zum 09.02.2018 an: ursula.pietsch-lindt(at)uni-koeln.de