zum Inhalt springen

fgs - Literaturkreis

Leitung: Beatrix Becker-Jetzek
Zeit/Ort: Montags, 23. April, 14. Mai und 18. Juni 2018, jeweils 10:00 - 11:30 Uhr im Alten Seminarraum des Musikwissenschaftlichen Instituts, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Erläuterung: Der fgs-Literaturkreis ist ein Kooperationsprojekt des fgs mit dem Kölner Literaturhaus. Im Kölner Literaturhaus wird Literatur lebendig; Autorinnen und Autoren stellen in den Veranstaltungen ihre Werke vor. Zusätzlich wird interessierten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geboten, im Rahmen von Lesekreisen über Literatur zu sprechen.

Die Leiterin des fgs-Literaturkreises, Beatrix Becker-Jetzek, gibt die Lektüre vor. Dabei handelt es sich um Gegenwartsliteratur von Autorinnen und Autoren, die auch zu Gast im Literaturhaus sein werden. Häufig werden nicht die aktuellen Bücher gelesen, sondern frühere, die als Taschenbuch erhältlich sind. Bei den Treffen haben alle das jeweilige Buch schon gelesen. Im Literaturkreis werden Lektüreeindrücke ausgetauscht, Lesarten und Interpretationen debattiert – jeder/jede, der/die mag, kommt zu Wort. Zudem werden einige Grundkenntnisse der Literaturwissenschaft vermittelt. Im Zentrum steht immer das Buch.Gemeinsame Besuche der Veranstaltungen des Literaturhauses bieten die Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren, deren Bücher besprochen werden, kennenzulernen.

Klaus Modick: Konzert ohne Dichter (23.04.2018)
Modick, 1951 in Oldenburg geboren, ist seit 1984 als freier Schriftsteller und Übersetzer tätig. Er promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Für seinen 2015 erschienen Roman »Konzert ohne Dichter« erhielt er den Rheingau-Literaturpreis.
Denis Scheck lobte das Werk als „sein Meisterstück“:
„In diesem geistsprühenden Buch verhandelt er Fragen von Kunst und Ethik, Schöpfertum und Verantwortung. Sein Handlungspersonal: Paula Modersohn und Clara Westhoff...vor allem aber das Universalgenie Heinrich Vogeler, prägende Kraft des Jugendstils, und Rainer Maria Rilke. Worpswede zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird zur Bühne ihrer Freundschaft und zum Richtplatz ihrer Auseinandersetzung. Dieser Roman lässt seine Leser ungeschaute Bilder sehen, unerhörte Musik hören, ja er öffnet seinen Lesern die Augen und Ohren für die Wahrheiten von Kunst und Leben selbst“ (Druckfrisch/Ard/2015).
Klaus Modick stellt seinen neuen Roman „Keyserlings Geheimnisse“ voraussichtlich am 18. April im Literaturhaus vor.

Peter Stamm: Weit über das Land (14.05.2018)
Der 1963 geborene Schweizer wurde berühmt mit seinem 1998 preisgekrönten Romandebüt „Agnes“. Seitdem wurde er mehrfach ausgezeichnet. Für „Weit über das Land“ erhielt er 2016
den Johann-Friedrich-von-Cotta-Literaturpreis.
Thomas, Protagonist des Romans, kommt eines Tages nicht von der Arbeit zurück nach Hause. Seine Ehefrau Adele, die anfangs noch an ein Versehen glaubt, beruhigt die Kinder, versucht zu erklären. „Doch dann ist klar. Thomas ist abgehauen... In gewohnter Raffinesse porträtiert der Schweizer Schriftsteller den Versuch eines Mannes, eine unauffällige Rolle auf der Bühne der bürgerlichen Ordnung zu spielen.
Stamm ist ein Meister der leisen Dramatik. Er spürt das Scheitern seiner Protagonisten mit einer ruhigen Sprache auf, die in feinen Beobachtungen die Schwere des Alltags zu spiegeln versucht“ (Die Zeit 2016). Peter Stamm stellt seinen neuen Roman „Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt“ voraussichtlich am 28. Mai im Literaturhaus vor.

Margriet de Moor: Von Vögeln und Menschen (18.06.2018)
Die 1943 geborene Schriftstellerin gehört zu den bedeutendsten niederländischen Autorinnen und Autoren der Gegenwart. Bevor sie sich dem Schreiben zuwandte, studierte sie Klavier und Gesang. Bereits ihr erster Roman „Erst grau, dann weiß, dann blau“ (1993) wurde mit Preisen bedacht, in fast alle Weltsprachen übersetzt und so weltbekannt. 2016 war er das „Buch für die Stadt“ Köln. Über ihren in diesem Jahr in Deutschland neu erschienen Roman sagte sie 2016 auf der Frankfurter Buchmesse:
„Es geht um aggressive Themen wie Mord und Rache...Eine Frau gesteht einen Mord, den sie nicht begangen hat. Sie sieht sich als Täterin, bekennt sich dazu und wird verurteilt. Das ist der Kern des Romans... Es geht um das Wie: Wie ist ist möglich, das man etwas bekennt, das nicht wahr ist? Wie kann der andere mit dem Mord leben, den er begangen hat? Und außerdem. Wo bleibt die Rache?“.
Margriet de Moor präsentiert diesen Roman voraussichtlich am 13. Juni im Literaturhaus.