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Das Konzept

Die Universität zu Köln hat ihr Studienangebot für Gasthörer*innen und Seniorenstudent*innen nicht in Form von speziellen Seniorenstudiengängen konzipiert. Es ist Teil eines wissenschaftlichen Weiterbildungsstudiums, das jedoch nicht auf einen akademischen Abschluss hin orientiert ist. Die Universität zu Köln hat damit das Experiment gewagt, ihr Lehrangebot – von wenigen Einschränkungen abgesehen – Gasthörer*innen und Seniorenstudent*innen zugänglich zu machen. Somit können Gasthörer*innen und Seniorenstudent*innen wie alle anderen Student*innen am normalen Studienbetrieb teilnehmen.

Gasthörerstudium und Seniorenstudium unterscheiden sich nur in den Begrifflichkeiten:  Seniorenstudent*innen sind als Gasthörende eingeschrieben. Da die überwiegende Mehrzahl der Gasthörenden über 50 Jahre alt ist, orientiert sich die Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit in ihrem Konzept, ihren Formaten und Angeboten an dieser Zielgruppe. Jüngere Gasthörer*innen sind aber ebenso angesprochen und willkommen!

Ein Gasthörerstudium unterscheidet sich jedoch in Zulassungsvoraussetzung und Aufbau des Studiums von einem regulären Studium. Wenn Sie daran interessiert sind, ein reguläres Studium aufzunehmen, lesen Sie hier weiter. Ein Gasthörerstudium ist, wie ein reguläres Studium auch, an wissenschaftlichen Ansprüchen orientiert. Ein formeller Studienabschluss kann nicht erworben werden, jedoch bietet Ihnen das Gasthörerstudium die Möglichkeit, Ihr Studium an persönlichen und vielfältigen Interessen auszurichten. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch die nicht berufsorientierte Beschäftigung mit den Wissenschaften auf dem Niveau der universitären Forschung und Lehre von der Universität als vollwertige Möglichkeit des akademischen Studiums anerkannt und – soweit die äußeren Zwänge der Überlast in der Erstausbildung dies zulassen – in der Lehre berücksichtigt wird.

Sie nehmen mit dem Gasthörerstudium niemandem einen Studienplatz weg! Eine Einschränkung der Studienmöglichkeiten jüngerer Studierender durch ein Gasthörerstudium braucht auch in zulassungsbeschränkten Fächern nicht befürchtet zu werden, da Studierende im Gasthörerstudium nicht auf die kapazitäre Auslastung der Universität angerechnet werden.

Dieses Kölner Konzept des Gasthörer- und Seniorenstudiums wurde und wird von der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit partizipativ, d.h. gemeinsam mit älteren Gasthörer*innen (weiter)entwickelt. Diese Vorgehensweise entspricht offenkundig den Wünschen der älteren Hörer*innen, da die Universität zu Köln bundesweit zu den beliebtesten Hochschulen bei älteren Erwachsenen gehört.

Um die Aufnahme und Durchführung eines Gasthörerstudiums zu erleichtern, dessen Zweck nicht in der Qualifikation für eine künftige Berufstätigkeit liegt, werden von der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit Orientierungshilfen speziell für Gasthörer*innen und Seniorenstudent*innen angeboten. Dazu zählt eine ausführliche persönliche Beratung, in der Sie mit den Mitarbeiter*innen gemäß Ihren individuellen Studienzielen Veranstaltungen auswählen und Ihr Semester planen können.

Des Weiteren gibt es an der Universität zu Köln Seminarveranstaltungen und Forschergruppen, die sich besonders an ältere Studierende richten: die Arbeitskreise und Citizen Science-Projektgruppen. Unterstützt wird das Gasthörer- und Seniorenstudium an der Universität zu Köln vom fgs, dem Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums.

Hier noch einige wichtige Informationen zum Gasthörer- und Seniorenstudium im Überblick:

· Das Gasthörerstudium schließt einen formellen Studienabschluss durch eine staatliche oder akademische Prüfung und auch den Erwerb von Leistungsnachweisen (Scheinen/ Credit Points) aus und unterliegt somit nicht den Bestimmungen der Prüfungs- und Studienordnungen.

· Gasthörer*innen können ihre Lehrveranstaltungen frei aus dem Vorlesungsverzeichnis auswählen

· Bei Überfüllung von Lehrveranstaltungen haben ordentlich Studierende Vorrang.

· Der gültige Gasthörerausweis ist auf Nachfrage der/dem Dozent*in vorzuweisen.