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Archiv

Sommersemester 2016

Arbeitskreis 1: Stufe, Schwelle, Sprung, Passage. Theoretische Konzeptionen und literarische Erzählungen von biographischen Übergängen

Leitung: Dr. Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum BI, 4. Stock, Universitäts- und Stadtbibliothek, Kerpener Str. 20 (Aufzug vorhanden)

Beginn: 18. April 2016

Erläuterung: Übergänge, Statuspassagen, kritische Lebensereignisse, Transitionen, Entwicklungsaufgaben im Lebenslauf – es gibt eine Vielfalt wissenschaftlicher Konzeptionen aus unterschiedlichen Disziplinen, die das Phänomen von Krisen, Brüchen oder zumindest tiefgreifenden Veränderungen in Biographie und Lebenslauf theoretisch zu fassen und die Formen der biographischen Bewältigungs- und Umgangsweisen empirisch nachzuvollziehen suchen.
Übergänge beziehen sich auf mit dem jeweiligen Lebensalter verbundene Rollenerwartungen.
Gleichzeitig wird in postmodernen Gesellschaften einen Entgrenzung und Destandardisierung
des Lebenslaufs konstatiert: Mit dem Lebensalter verbundene normative Erwartungen verändern sich und verlieren zunehmend ihre Selbstverständlichkeit. Auf diese Weise vervielfältigen sich die Übergangssituationen und die Ansprüche an die subjektive Biographizität als die Fähigkeit, eigene Erfahrungen an neue gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen und die eigene Lebensgeschichte entsprechend zu erzählen.
Den kulturellen Deutungsmustern, den Topoi und Tropoi von biographischen Transitionsprozessen
gilt es, im Arbeitskreis nachzugehen.
In einem ersten Schritt werden zentrale wissenschaftliche Konzeptionen von biographischen
Übergängen analysiert. Im Anschluss daran werden die theoretischen Konzeptionen mit literarischen Erzählungen von biographischen Übergängen konfrontiert. Leitend sind dabei folgende Fragen: Wie werden biographische Übergangsprozesse erzählt? Welches Wissen über Übergänge findet sich in der zeitgenössischen Literatur? Werden die theoretischen Konzeptionen durch das literarische Wissen bestätigt oder erschließen literarische Erzählungen neue Perspektiven für die Übergangsforschung?
Literatur: Ein Reader mit den theoretischen Texten ist ab Vorlesungsbeginn im Copy-Shop Copy Star, Zülpicher Str. 184 erhältlich. Die Auswahl der literarischen Texte erfolgt gemeinsam mit den Teilnehmer/innen im Arbeitskreis.

 

Arbeitskreis 2: Gut leben bis ins hohe Alter – aber wie erfasst man Lebensqualität

Leitung: Anna Janhsen M.A., Dr. Roman Kaspar, Michael Neise M.A.

Zeit/Ort: montags, 16.00 - 17.30 Uhr in Hörsaal XVIIb, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 18. April 2016

Erläuterung: In Nordrhein-Westfalen sind knapp 1.000.000 Menschen älter als 80 Jahre. Der Anteil hochaltriger Menschen (80+) macht inzwischen die am schnellsten wachsende Altersgruppe unserer Gesellschaft aus.
Bisher fehlt es jedoch an grundlegenden Erkenntnissen zu Lebensqualität und Lebensumständen der Hochaltrigen, um ihre Bedürfnisse und den gesellschaftlichen Gestaltungsbedarf sinnvoll bestimmen zu können. Im Rahmen einer dreijährigen Studie (NRW80+) an der Universität zu Köln wird untersucht, unter welchen Umständen hochaltrige Menschen leben, welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen und wie sie leben möchten. Hierdurch soll ein wesentlicher Beitrag zu einer gemeinsamen, altersfreundlichen Kultur geleistet werden.
In diesem Arbeitskreis wird eine Einführung in die empirische Forschung zur Lebensqualität gegeben. Neben einer allgemeinen Einführung werden bestimmte Ausschnitte aus den Leben hochaltriger Menschen und Kennzeichen hoher Lebensqualität genauer unter die Lupe genommen, indem einzelne Instrumente diskutiert und ggf. gemeinsam weiterentwickelt werden. Ergebnisse dieses Arbeitskreises werden im Anschluss in der NRW80+ umgesetzt.

 

Arbeitskreis 3: Politisches Denken zwischen Revolutionen, Reformen und Restauration (ca. 1770 bis 1830)

Leitung: Dr. Rainer Behring

Zeit/Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr im Hörsaal V, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 19. April 2016

Erläuterung: Wesentliche, auf den Ideen der Aufklärung beruhende Grundlagen eines freiheitlichen, republikanischen politischen Denkens wurden im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts gelegt und zugleich im Zuge der Amerikanischen und der Französischen Revolutionen in der Praxis erprobt sowie in teilweise bis heute gültigen Rechteerklärungen und Verfassungen schriftlich fixiert. In Reaktion auf die revolutionären Erschütterungen entstanden wiederum politische Überlegungen, die die Ursprünge des Konservatismus markieren. Daneben und mit beiden Strömungen verbunden entwickelten sich gleichzeitig gedankliche und praktische Bemühungen um politische und gesellschaftliche Reformen, es verfestigten sich Ansätze liberalen Denken, und erste sozialistisch-kommunistische Forderungen wurden erhoben: Bis in die Gegenwart relevante Hauptströmungen des politischen Denkens lassen sich auf die spannende Zeit um 1770 bis 1830 zurückführen.
In dem Arbeitskreis werden einige Schlüsseltexte zu diesem Problemfeld gemeinsam lesen und erörtern. Zu Wort kommen dabei unter anderem Kaiser Joseph II. und König Friedrich II., Immanuel Kant und Abbé de Sieyès, Edmund Burke und François-Noël Babeuf, Freiherr vom Stein und Friedrich Gentz. Außerdem werden die amerikanischen und französischen Rechteerklärungen und Verfassungen besprochen. Die Texte werden jeweils in deutscher Sprache bzw. Übersetzung zur Verfügung gestellt.
Literatur: Henning Ottmann, Geschichte des politischen Denkens. Bd. 3: Die Neuzeit. 3 Teilbände Stuttgart 2006-2008; Hans Fenske u. a., Geschichte der politischen Ideen. Von der Antike bis zur Gegenwart. Aktualisierte Neuausgabe. 3. Aufl. Frankfurt am Main 2008; Hans-Joachim Lieber (Hrsg.), Politische Theorien von der Antike bis zur Gegenwart. 2. Aufl. Bonn 1993.

 

Arbeitskreis 4: Kriminologie und Strafvollzug

Leitung: M.A. Reha-Wiss. Sarah Fehrmann

Zeit/Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 215, C2-Philosophikum, 14-täglich

Beginn: 20. April 2016

Erläuterung: Im Arbeitskreis „Kriminologie und Strafvollzug“ geht es um die Grundlagen sowie aktuelle Fragen und Erkenntnisse der Kriminologie. Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Erscheinungsformen von Kriminalität, der „Polizeilichen Kriminalstatistik“ (PKS) und sogenannten „Dunkelfeldstudien“ sowie mit der Jugendkriminalität.
Im Anschluss steht die Pönologie, die Wissenschaft von Strafen und Sanktionen, im Mittelpunkt des Arbeitskreises. Im Rahmen der Gefängnisforschung werfen wir einen Blick hinter die Mauern: Dazu werden Studien herangezogen, die sich empirisch mit dem Leben im Gefängnis auseinandersetzen. Zudem beschäftigen wir uns mit der sogenannten „Gefangenenliteratur“, d.h. authentisch-subjektiven Erfahrungsberichten aus erster Hand.
Das Seminar findet 14-täglich statt. Mögliche zusätzliche Exkursionen werden in den Veranstaltungen abgesprochen.

 

Arbeitskreis 5: „Denn alles ist (neue) Musik...“: Transverbal von Michael Vetter

Leitung: Dr. Leopoldo Siano

Zeit/Ort: mittwochs, 16.00 - 17.30 Uhr im Neuen Seminarraum des Musikwissenschaftlichen Instituts, 3. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz (Nicht barrierefrei zu erreichen)

Beginn: 20. April 2016

Erläuterung: „Schläft ein Lied in allen Dingen, / die da träumen fort und fort, / und die Welt hebt an zu singen, / triffst du nur das Zauberwort“. Diese Verse des Joseph Freiherr von Eichendorff könnten als Motto des künstlerischen Schaffens von Michael Vetter (1943-2013) gelten, einer Persönlichkeit, die trotz seiner einflussreichen Wirkung noch relativ unbekannt bleibt.
Vetter machte sich zunächst einen Namen als Blockflötist in der Neue-Musik-Szene der 1960er und 1970er Jahre. Nach einem dreizehnjährigen Aufenthalt in einem japanischen Kloster als Zen-Mönch kehrte Vetter am Anfang der 1980er zurück nach Deutschland, gründete seine Schule der ‚Lebenskünste‛, und wurde zu einem der wichtigsten Verbreiter des Obertongesangs im Westen.
Michael Vetter war nicht nur Komponist, Sänger und Polyinstrumentist, sondern auch Maler, Fotograf, Schriftsteller. Jedenfalls verstand er sich auch im Umgang mit anderen Künsten als Musiker, oder besser: als ‚transverbalen Künstler‛. Sein Begriff ‚Transverbal‛ (der auf das ‚Jenseits der Verbalsprache‛ verweist) ist mit der Utopie eines ‚homo musicalis‛ verbunden, eines Menschen, der die Schöpfung und sich selbst (als Teil der Schöpfung) als Musik versteht.
Als Komponist war Michael Vetter ein überzeugter Nicht-Notenschreibender. Seine Text-Kompositionen enthalten strukturelle Konzepte, die als Grundlage für improvisatorische Entfaltung von musikalischen Verläufen gelten. Vetters avantgardistische Musik kann man als experimentell‛ bezeichnen, indem man das Wort ‚experimentell‛ im Sinne von ‚existentiell‛ begreift. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die ‚Seinserfahrung‛. Musik wurde von ihm als Natur verstanden: als Ausdruck der Bewegung in der Zeit.
In diesem Arbeitskreis werden wir uns anhand seiner Schriften und der zahlreichen Tonaufnahmen mit der poetischen Welt dieses außerordentlichen Grenzgängers bekannt machen.

 

Arbeitskreis 6: Alter(n) und Geschlecht – Zwei Konstruktionen und deren Überschneidungen im Diskurs

Leitung: Dipl. Päd. Katrin Alert

Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr Seminarraum BI, Universitäts- und Stadtbibliothek, Kerpener Str. 20 (Aufzug vorhanden)

Beginn: 21. April 2016

Erläuterung: Das Lebensalter und das Geschlecht sind in unserer Gesellschaft wesentliche Merkmale eines Menschen, die die Wahrnehmung und den Umgang mit einer Person maßgeblich beeinflussen. Bestimmte Bilder des Alter(n)s und von Geschlecht begegnen uns permanent im Alltag und in den Medien. Woher kommt z.B. das Bild der liebevollen Großmutter und warum werden ältere Männer entweder als kompetente Macher oder senile Tattergreise dargestellt? Nachdem sich der wissenschaftliche Blick in den letzten 30 Jahren eher auf ältere Frauen richtete, sollen in dem Arbeitskreis die Themen Alter(n) und Geschlecht etwas breiter aus gerontologischer Sicht als auch aus der Perspektive der Geschlechterforschung bearbeitet werden. Der Arbeitskreis behandelt ausgehend von der Annahme eines Strukturwandels in Richtung Feminisierung des Alterns (Tews 1993) unterschiedliche Fragen zum Thema Geschlecht und Alter(n). Zunehmend wird beispielsweise das Thema Alter(n) und Männlichkeit stärker diskutiert. Beginnend bei den verschiedenen geschlechtsspezifischen Altersbildern und deren Konstruktion über Grundbegriffe der Geschlechterforschung bis hin zu der Bearbeitung empirischen Materials wird hier ein weiter Bogen gespannt, um die Facetten und die Verstrickungen der beiden Kategorien abzubilden. Des Weiteren sollen die Grundzüge eines aktuellen Forschungsprojektes zum Thema „Kinderlos altern“ vorgestellt und mit den Teilnehmer/innen des Arbeitskreises diskutiert werden.

 

Arbeitskreis 7: Coaching und Mentoring – Beratungsansätze im Vergleich

Leitung: Dipl. Päd. Anne Löhr

Zeit/Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 in Seminarraum S11, Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 21. April 2016

Erläuterung: Coaching und Mentoring werden klassischer Weise als Instrumente der Personalentwicklung verstanden. Beide Formate dienen im betrieblichen Kontext dazu, (neue) Mitarbeiter/innen bei der persönlichen Entwicklungs- und Karriereplanung zu unterstützen sowie Kompetenzen und Fähigkeiten zu vermitteln, um den beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. An der Universität zu Köln werden Coaching und Mentoring als generationenübergreifende Tandems umgesetzt. Studierende erhalten die Möglichkeit, auf Seniorenstudierende als Coaches bzw. Mentor/innen zurückzugreifen, die ihre reiche und reflektierte berufliche Erfahrung zur Verfügung stellen. Zielsetzung beider Formate ist die Klärung beruflicher Ziele, die Entfaltung und Ausschöpfung der dafür notwendigen individuellen Kompetenzen und Potenziale sowie die Umsetzung erster Schritte in Richtung eines erfolgreichen Studienabschlusses und der Planung des weiteren Berufsweges.
Im Arbeitskreis werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Coaching- und Mentoringkonzepte diskutiert sowie eine Übersicht über die verschiedenen Beratungsansätze und den Aufbau eines Beratungsprozesses in einem Coaching/Mentoring erarbeitet. Da sich die Koordinierungsstelle Wissenschaft und Öffentlichkeit an der Themenwoche „Du machst den Unterschied“ des Prorektorats für Gleichstellung und Diversität beteiligt, wird der Arbeitskreis am 9. Juni 2016 für interessierte Besucher/innen geöffnet. An diesem Termin werden die bestehenden Coaching- und Mentoring-Projekte mit dem Professional Center und dem Zentrum für LehrerInnenbildung vorgestellt.

 

Arbeitskreis 8: „Es werde Licht“ – leuchtende Glasflächen an lichterfüllten Orten II

Leitung: Dr. Martina Langel

Zeit/Ort: freitags, 10.00 - 11.30 Uhr Hörsaal XXX, Gyrhofstraße 15, "Alte Botanik"

Beginn: 22. April 2016

Erläuterung: Glasmalerei der Gegenwart wird im Sommersemester Thema des Arbeitskreises sein. Damit bietet sich die Gelegenheit, die im vergangenen Semester erarbeiteten Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen. Bedeutende und sehr unterschiedliche Glasarbeiten in profanen und spirituellen Räumen, z.B. Kirchen aller Konfessionen und Synagogen, gehören dazu. Da einige Aspekte, auch Grundlagen der Techniken, aus dem Wintersemester wiederholt und erweitert werden, ist auch ein Neueinstieg in den Arbeitskreis gut möglich. Glasarbeiten der vergangenen zwei Jahrzehnte liegen der Auseinandersetzung und Diskussion mit folgenden Fragen zugrunde: Welche Ausgangssituationen kennzeichnen den Beginn der Planungen für diese Arbeiten? Welche Erfahrungen werden mit neuen Herstellungstechniken gemacht, wo sind Möglichkeiten und Grenzen? Wie ordnen sich Glasarbeiten in das Gesamtwerk eines Künstlers ein? Wie ist ihre Position im Raum zu beurteilen und welche Kriterien sind dafür relevant? Künstlerisch gearbeitete Solarprojekte werden vorgestellt. Ferner werden ausgewählte Fensterzyklen detailliert beschrieben, analysiert und eingeordnet. Dabei wird auch eine Gegenüberstellung mit ausgewählten Glasarbeiten des Mittelalters und der Renaissance hilfreich sein. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich Entwurfsprozesse unterscheiden und welche Auswirkungen dies auf die ausgeführten Arbeiten hat. Arbeiten von Johannes Schreiter, Thomas Kuzio, Anja Quaschinski, Tobias Kammerer, Jochem Poensgen, Hans Georg von Stockhausen u.a. werden in diesem AK betrachtet. Referate können übernommen werden, die Themenvergabe erfolgt in den ersten Sitzungen.

 

Arbeitskreis 9: Kultur-und Bildgeschichte des Christentums von den Anfängen bis zur Romanik

Leitung: Gabriele Huster M.A.

Zeit / Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 78, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 22. April 2016

Erläuterung: Die „Wiederkehr der Religion(en)“ in ihrer verstörenden Ambivalenz fordern zur Auseinandersetzung mit den Grundlagen christlichen Kultur heraus.
Der Arbeitskreis stellt bedeutende Kunstwerke aus dem ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung im historischen Kontext vor.
Wie fing es an? Wie entwickelte sich das Christentum ablesbar an seiner Bildsprache?
Ausgehend von der antiken Kunst und der Umdeutung heidnischer in christliche Motive entstand unter christlichen Herrschern eine erste Ikonografie im Zeichen des Glaubens. Nach römischen Anfängen entwickelte sie sich weiter an den Höfen in Ravenna und Aachen, in den Klöstern und Städten. Motiv- und stilgeschichtliche Vergleiche führen uns an die symbolhafte Vorstellungswelt des mittelalterlichen Menschen heran. Die tiefe Prägung abendländischer Kultur durch das Christentum kulminierte im Bau der Kathedralen. Dort kündigte sich in manchen Pfeilerfiguren bereits der Herbst des Mittelalters an.

 

 

 

Sommersemester 2015

Arbeitskreis 1: „Generation Y“, „heimliche Revolutionäre“ oder „schreckliche Kinder der Neuzeit“? Generationenbilder, Generationenbeziehungen und Generationenbildung im aktuellen Diskurs

Leitung: Dr. Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, in Raum 0.03 im neuen Gebäude des Physikalischen Instituts, Zülpicher Str. 77a

Beginn: 13. April 2015

Erläuterung: Nach der in den 1960er und 1970er Jahren geborenen sogenannten „Generation X“, die nach dem Titel des 1991 erschienenen Episodenromans des kanadischen Schriftstellers Douglas Coupland benannt wurde, ist im aktuellen Generationendiskurs eine neue soziale Figur aufgetaucht: Die „Generation Y“. Mit dieser Bezeichnung beschreibt die sozialwissenschaftliche Forschung die in den 1980er und 1990er Jahren geborenen gut ausgebildeten jüngeren Erwachsenen als eine Generation, die auf eine neue Weise die Frage nach dem ‚Warum‘ stellt. Als ihr verbindendes Merkmal gilt ein neues Idealbild von Arbeit: Sie wollen der Arbeit nicht ihr Privatleben unterordnen; eine sinnerfüllte Arbeit ist ihnen wichtiger als hoher Verdienst. Schon werden hinsichtlich des Generationenverhältnisses alarmierende Fragen laut: „Ist das trotz absehbarem Arbeitskräftemangel in der alternden Gesellschaft überhaupt zu realisieren? Bahnt sich ein Konflikt zwischen den Generationen an?“ Der Philosoph Peter Sloterdijk sieht in seinem neuen Buch ‚Die schrecklichen Kinder der Neuzeit‘ das Band zwischen den Generationen generell als gerissen an, wohingegen die empirische Sozialforschung eine weitgehende Solidarität zwischen den Generationen konstatiert.
Im Arbeitskreis werden aktuelle Generationenbilder und Darstellungen von Generationen-beziehungen im wissenschaftlichen Diskurs, aber auch in Literatur und Film untersucht und der Frage nachgegangen, welche Bedeutungen sie für die Gestaltung von pädagogischen Generationenbeziehungen haben.
Literatur: Ein Reader mit den zu lesenden theoretischen Texten wird ab dem 7. April 2015 im Copy-Shop ‚Copy Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein.
Klaus Hurrelmann, Erik Albrecht: Die heimlichen Revolutionäre – Wie die Generation Y unsere Welt verändert, Weinheim 2014.
Peter Sloterdijk: Die schrecklichen Kinder der Neuzeit. Über das anti-genealogische Experiment der Moderne, Berlin 2014.
Kevin Kuhn: Hikikomori, Berlin 2012.
Michele Serra: Die Liegenden, Zürich 2014.

 

Arbeitskreis 2: Sklaverei. Eine historische Betrachtung von der Antike bis zur Gegenwart

Leitung: Melina Teubner, M.A., Simon Lentzsch

Zeit/Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Achtung! Raumänderung: Ab sofort in Hörsaal XVIIa im Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 13. April 2015

Erläuterung: Verschiedene Formen von Sklaverei lassen sich in allen Epochen der Geschichte vorfinden. Umfang und Ausprägung der Sklaverei variieren dabei in beträchtlichem Maße – von der Verschleppung ganzer Bevölkerungsgruppen zur Schuldknechtschaft einzelner, von offen institutionalisierter Sklaverei hin zu zumindest oberflächlich verhüllten Formen von Abhängigkeit und unfreier Arbeit.
Sklaverei ist aber nicht allein ein historisches Phänomen. Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen lebten im Jahr 2014 weltweit fast 36 Millionen Menschen in verschiedenen Formen von Sklaverei – die Forscher fanden Sklaven auf jedem Kontinent der Erde. Es gibt also genügend Anlässe, sich mit dem Phänomen der Sklaverei auseinanderzusetzen. Im Arbeitskreis wollen wir die Geschichte der Sklaverei beleuchten, die bis in unsere Gegenwart reicht. Schwerpunkte werden dabei auf den antiken Gesellschaften des Mittelmeerraums (Mesopotamien, Ägypten, Griechenland, Rom) und dem transatlantischen Sklavenhandel der Neuzeit liegen, in dessen Verlauf ca. 13 Millionen Menschen von Afrika
auf den amerikanischen Kontinent verschleppt wurden. Darüber hinaus werden wir über aktuelle Formen von Sklaverei sprechen, auf die gerade in den letzten Jahren durch Medienberichte aufmerksam gemacht wurde. Zudem wollen wir einen Blick darauf werfen, welche Rolle die Geschichte der Sklaverei in der Geschichtskultur (Museen, Literatur,
Filme) verschiedener Länder einnimmt.
Im Rahmen des Arbeitskreises sollen dabei aktuelle Ansätze der Forschung vorgestellt werden. Der historische Vergleich eröffnet zudem die Möglichkeit, verschiedene Reflektionen zur Sklaverei gegenüberzustellen und herauszuarbeiten, welche Faktoren Sklaverei begünstigt haben und unter welchen Umständen und aus welchen Motiven sie überwunden werden konnte – ein Prozess, der leider noch nicht beendet ist.
Literatur: Ein Reader mit relevanten Texten für den Arbeitskreis wird ab dem 6. April 2015
im Copy-Shop ,CopyStar‘, Zülpicher Str. 184, erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 3: Es werde Licht... Physikalische, biologische und chemische Perspektiven und Experimente zum Thema ‚Licht‘

Leitung: Dipl.-Phys., Dipl.-Biol. Christine Tölzer, Dipl. Phys. Stefan Kunkemöller, Dr. Ralf Müller

Zeit/Ort: dienstags, 14.00 - 15.00 Uhr im Hörsaal 0.024 des Biozentrums, Zülpicher Str. 47b (Gebäude 304)

Beginn: 14. April 2015

Erläuterung: Wir drücken auf den Lichtschalter und schon ist das Zimmer erhellt. Zu Silvester gibt es Feuerwerk und jeder kennt den Laserpointer, aber wie entsteht das jeweilige Licht und welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es noch? Kann man die Umwelt durch Licht verschmutzen und ist in der Nacht wirklich alles dunkel?
Diese und weitere Fragen sollen anlässlich des von der UNESCO einberufenen Internationalen Jahr des Lichtes 2015 in diesem Arbeitskreis beleuchtet werden. Von der Natur über die Glühlampe bis hin zum Synchrotron werden die unterschiedlichsten Lichtquellen und ihre physikalischen Hintergründe in Vorträgen betrachtet und zum Teil durch Experimente veranschaulicht.
Dabei werden wir im Rahmen dieses Arbeitskreises auch auf Aspekte der modernen Forschung an der Universität zu Köln eingehen. Allerdings kommen ebenso die schönen, manchmal künstlerischen, wie auch die negativen und sicherheitsrelevanten Effekte des Lichtes nicht zu kurz. Dazu werden Vertreter aus den Bereichen der Physik, Biologie und Chemie die Thematik rund um das Licht aus verschiedenen Perspektiven erhellen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!

 

Arbeitskreis 4: Die Sowjetische Besatzungszone Deutschlands 1945 bis 1949

Leitung: Dr. Rainer Behring

Zeit / Ort: dienstags, 17.45 -19.15 Uhr in Hörsaal XXXI, Gyrhofstr. 15

Beginn: 14. April 2015

Erläuterung: Eine der Folgen des deutsch-sowjetischen Krieges bestand in der Ausdehnung der sowjetischen Herrschaft nach Westen in Richtung Ostmittel- und Südosteuropa, die sich seit 1944/45 abzeichnete und die in der Schaffung einer Reihe von Satellitenstaaten resultierte. Im Zentrum des alten Kontinents erstreckte sich die Herrschaft der Roten Armee auf eine Besatzungszone in Deutschland, das zunächst gemeinsam mit den westalliierten Siegermächten verwaltet und einer Neuordnung zugeführt werden sollte. Tatsächlich entwickelte sich unter strikter Abgrenzung vom Geschehen in den westlichen Besatzungsgebieten in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands schon unmittelbar mit dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Kollaboration mit deutschen Kommunisten und anderen politischen und gesellschaftlichen Kräften eine diktatorische Herrschaft sozialistischer Prägung, die 1949 in die Deutsche Demokratische Republik einmünden sollte: Der Raum zwischen Elbe und Oder wurde gleichsam direkt von der nationalsozialistischen in die kommunistische Diktatur hinübergeführt.
In dem Arbeitskreis werden wir uns anhand der gemeinsamen Lektüre und Diskussion von ausgewählten Quellen und Darstellungen vor Augen führen, wie diese Durchsetzung der kommunistischen Herrschaft in einem Teil Deutschlands herbeigeführt wurde: Die Maßnahmen und Entscheidungen von Organen der Roten Armee als Besatzungsmacht, die Ziele und Aktivitäten der deutschen Kommunisten und Sozialisten, aber auch von Repräsentanten der sogenannten bürgerlichen Parteien CDU und LDP, sowie die Sicht von Teilen der Bevölkerung und von Oppositionellen. Es wird die Rede sein vom Verhalten sowjetischer Soldaten, von politischer Irreführung und Indoktrination, von Betriebsbesetzungen und Enteignungen, vom Alltag im Elend der Nachkriegsjahre, schließlich von gelenkten Versammlungen und Parlamenten, von Volksentscheiden und Massenmobilisierungen bis zur Gründung der DDR. Darüber hinaus soll stets ein Blick auf die Entwicklung hin zu den anderen „Volksdemokratien“ in den nach dem Zweiten
Weltkrieg der Sowjetherrschaft unterworfenen Gebieten Europas vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Ost-West-Konflikts geworfen werden.
Literatur: Martin Broszat / Hermann Weber (Hrsg.), SBZ-Handbuch. Staatliche Verwaltungen, Parteien, gesellschaftliche Organisationen und ihre Führungskräfte in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands 1945-1949. München 1990.
Norman M. Naimark, Die Russen in Deutschland. Die Sowjetische Besatzungszone 1945 bis 1949. Berlin 1997.
Dietrich Staritz, Die Gründung der DDR. Von der sowjetischen Besatzungsherrschaft zum sozialistischen Staat. 3., überarbeitete und erweiterte Neuauflage. München 1995
Siegfried Suckut, Parteien in der SBZ/DDR 1945-1952. Bonn 2000.

 

Arbeitskreis 5: Vom Ready-made zum Multiple. Umgang mit neuen Kunstformen des 20. Jahrhunderts

Leitung: Linda Traut

Zeit/Ort: Mittwoch, 22. April 2015
Mittwoch, 29. April 2015
Mittwoch, 20. Mai 2015 (optional)
Mittwoch, 1. Juli 2015, jeweils 17.45 - 19.00 Uhr in Hörsaal XVIIb, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Zusätzlich werden zwei ganze Tage im Museum Ludwig in Köln an einem Wochenende im Juni 2015 als Blockveranstaltung angeboten.
Der Termin der Blockveranstaltung wird mit den Teilnehmer/innen im Arbeitskreis abgesprochen.

Beginn: 22. April 2015

Erläuterung: „Du siehst gar nichts. Du glotzt nur. Glotzen ist nicht sehen.“ (Brecht) Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts und spätestens seit den 1960er Jahren haben sich Kunstformen entwickelt, die jedem klassischen Kunstbegriff trotzen und auch ansonsten sperrig gegen jedes leichte Verständnis sind. Gerade ihre Verweigerung macht sie brisantund interessant: politisches Statement, Gesellschaftskritik, Ironisierung der Macht des Kunstmarkts und letztlich auch das Infragestellen der Kunst selbst. All das steckt in den Werken, vor denen man oft nur mit der Frage „Warum?“ steht.
Fragen stellen wollen wir auch in diesem Arbeitskreis. Über genaue Kunstbetrachtung, Entwicklung von präzisen Fragestellungen und selbstständige Recherche wird im Arbeitskreis gemeinsam nach Antworten gesucht, indem gemeinsam Methoden für den Umgang mit neuen Kunstformen gesucht und erprobt werden. Dabei ist Bereitschaft zum eigenständigen Arbeiten gefragt, um diejenigen Methoden zu erproben, die dann ein breites Feld der Kunst zugänglich machen.
Dazu treffen wir uns zunächst in den Räumen der Universität und zu einer intensiven Phase vor den Originalen im Museum Ludwig.

 

Arbeitskreis 6: Fotoalbum & Co: Sammelbehältnis für die Arbeit an der eigenen Biografie?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt, M.A.

Zeit/Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr im Seminarraum S 81, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 16. April 2015

Erläuterung: Zwischen zwei (Buch-)Deckeln bergen Fotoalbum, Poesiealbum, Notenalbum, Musikalbum, Gästebuch, Briefmarkenalbum etc. reichhaltiges Material zu gewissen Lebensabschnitten, zu Freundes- und Gesellschaftskreisen, Ereignissen und Hobbies und können auf diese Weise Aufschlüsse über Biografien geben. Abgesehen von diesem gemeinsamen Merkmal der Archivierung im weiteren Sinn, unterscheiden sich Alben in ihrer Materialienvielfalt sowie in den diesen zugehörigen Tätigkeiten des Sammelns, Dokumentierens, Schreibens, Erfindens, Steckens, Klebens und Zeichnens. Wo liegen die Anfänge dieser multiplen Praktiken und wie ist es um ihre Präsenz in digitalen Zeiten beschaffen? Eignen sie sich nach wie vor als Form der medialen Selbstdarstellung und welche Verfahren der Anordnung, der Montage samt ihren Umbrüchen lassen sich ausmachen? Und inwieweit lässt sich das vielfach in Bildungsprozessen forcierte Portfolio zur Dokumentation des eigenen Leistungsfortschritts als aktuelle Variante ansehen?
Nach einer Einführung in die kulturgeschichtliche Verfasstheit des Genres ALBUM werden wir an Beispielen prominenter Fotoalben (Peter Altenberg und Ludwig Wittgenstein) und Bild-Biographien das Verhältnis von Bild und Beschreibung analysieren sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu herkömmlichen Familienfotoalben herausarbeiten.
Literatur: Ein Reader mit den wichtigsten Texten wird ab 1. März 2015 im Copy-Shop ,Copy-Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 7: Köln und Umgebung in römischer Zeit II

Leitung: Marie-Hélène Grunwald, Sonja Dittebrandt

Zeit/Ort: freitags im zweiwöchien Turnus, 10.00 - ca. 13.00 Uhr in Raum 101 im Archäologischen Institut (Küpperstift), Kerpener Straße 30/Eingang Weyertal

Beginn: 17. April 2015, Voranmeldung für den Arbeitskreis per Mail an: mariehelenegrunwald@gmail.com oder sonja.dittebrandt@netcologne.de (max. 20 Teilnehmer)

Erläuterung: Ergänzend und vertiefend zu unseren Betrachtungen des letzten Semesters befassen wir in diesem Semester mit ausgesuchten Fragen zu sichtbaren und überlieferten archäologischen Zeugnissen in der römischen Provinz Germania inferior und ihrer Provinzhauptstadt Köln. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Provinz werden ausgesuchte Denkmäler und Fundstellen besucht und vor Ort diskutiert. Bei Interesse können die Teilnehmer/innen kurze Referate zu verschiedenen Denkmälern übernehmen.
Evtl. anfallende Eintrittsgelder werden vor Ort entrichtet, die Anreise erfolgt eigenverantwortlich.
Die erste Sitzung findet am 17. April 2015 um 10.00 Uhr statt. Zu diesem Termin erfolgen die Vorstellung des Exkursionsprogramms und die Vergabe von Referaten.
Die folgenden Sitzungen finden vierzehntägig statt und werden im Archäologischen Institut bzw. als Exkursionen in die Kölner Umgebung veranstaltet.
Literatur: T. Bechert, Germania Inferior. Eine Provinz an der Nordgrenze des römischen Reiches (Mainz 2007).
Th. Fischer -M. Trier, Das römische Köln. Der historische Stadtführer (Köln 2014).

 

Arbeitskreis 8: Renaissance im Rheinland

Leitung: Barbara Linz, M.A.

Zeit / Ort: freitags, 16.00 - 17.30 Uhr. Achtung! Raumänderung: Ab sofort in Raum S 73, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 17. April 2015

Erläuterung: Renaissance – ein Wort das klingt, als Inbegriff von Kunst im vielleicht kunstreichsten Land Europas: in Italien. Doch das, was wir als geistigen Aufbruch in eine neue Epoche nach dem Mittelalter verstehen, endet im Norden nicht an den Alpen. Getragen vom neuen Bewusstsein des Humanismus, gefördert von einer neuen Auftraggeberschicht im Bürgertum und aufgeladen durch den Ideenfluss über die verkürzten Handels- und Kommunikationswege, die schließlich sogar nach Übersee führen, finden die Künste auch im nördlichen Europa zu neuen Formen, Themen und  Techniken. Im Vergleich zu Italien sind besonders die Ausprägungen der Renaissance in den Niederlanden und England hervorzuheben; daneben aber auch die vielen kleineren Zentren, in denen der neue Geist eine besondere Blüte erfährt. Auf dem heterogenen Gebiet des deutschen Reiches entwickeln sich einige Städte und adelige Herrschaftsgebiete zu Zentren der Renaissance. Zu ihnen gehören Köln und die niederrheinischen Territorien des Herzogtums Jülich-Kleve-Berg. Dem Thema nähern wir uns in diesem Arbeitskreis über drei Abschnitte. Zunächst erfolgt für das Renaissance-Mutterland Italien eine Einführung in die geistesgeschichtlichen Hintergründe der Zeit. Wer sind die zentralen Protagonisten? Anhand bekannter italienischer Hauptwerke sollen die epochalen Inventionen in der bildenden Kunst erfasst werden. Dieser Abschnitt beinhaltet auch eine Einführung in die vergleichende Stilkunde.
In einem zweiten Abschnitt betrachten wir Ausformungen der Renaissance auf deutschem Reichsgebiet (ein „Deutschland“ gibt es ja zu dieser Zeit noch nicht). Dabei ist zu fragen, inwieweit sich die Epochenmerkmale auf die nordeuropäischen Hauptwerke übertragen lassen. Im dritten Kursabschnitt entdecken wir Spuren der Renaissance in Köln und der benachbarten Region des Rheinlandes. Auch hier stellt sich die Frage: Wie unterscheiden sich die hiesigen Werke von den italienischen? Mögliche Exkursionen werden mit den Teilnehmer/innen des Arbeitskreises abgesprochen.
Bei der Kölner Rathauslaube soll es in diesem Arbeitskreis nicht bleiben.
Literaturhinweis: Ausstellungskatalog „Renaissance am Rhein.“ LVR-LandesMuseum Bonn, September 2010 bis Februar 2011. Verlag Hatje Cantz, Ostfildern 2010.

 

Arbeitskreis 9: Robert Musil – Schriftsteller, Essayist, Psychologe

Leitung: Prof. Dr. Margret Kaiser-el-Safti

Zeit/Ort: freitags, 16.00 - 17.30 Uhr, Hörsaal B I, 4. OG, Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33

Beginn: 17. April 2015

Erläuterung: Robert Musil, der Autor des viel gerühmten Jahrhundert-Romans „Der Mann ohne Eigenschaften“ gilt als „schwieriger Autor“; Schriftstellerkollegen bezeichneten Musil sogar als „zu klug“ für eine Künstlerexistenz (so Gottfried Benn, Kurt Tucholsky und Walter Benjamin). Im Arbeitskreis werden Erzählungen, kurze Essays und ein Kapitel aus dem „Mann ohne Eigenschaften“ gelesen und der biographische wie geschichtliche Hintergrund von Werk und Person erarbeitet.
Hilfreich in diesem Licht ist, dass Musil zu Beginn des vorigen Jahrhunderts bei Carl Stumpf, dem Philosophen, Phänomenologen und Musik-Psychologen an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität (heute Humboldt-Universität) studierte und zum Dr. phil. promovierte. Die Musilforschung hat die Verbindung Robert Musils zu diesem Lehrer lange ignoriert, nichts mit Carl Stumpf anfangen können. Das hat sich in den letzten Jahren jedoch geändert und man gewinnt nochmals eine andere Perspektive auf Werk und Autor. Carl Stumpf soll sogar das Konterfei für eine wichtige Person im Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ abgegeben haben – für den General Stumm von Bordwehr. Der Band „Musiliana“ mit dem Titel „Robert Musils Drang nach Berlin“ nimmt mit mehreren Aufsätzen auf die Verbindung Musils zu Stumpf Bezug.
Die außerliterarischen Hintergründe sollen aber nur sporadisch als Wegweiser oder Stützen zum erzählerischen Werk dienen, dessen psychologischer Tiefgang mehr zum Selbstdenken als zum bloßen Konsumieren von Literatur anzuregen und „Schwierigkeiten“ zu überwinden vermag.
Literatur: Robert Musil: Frühe Prosa aus dem Nachlass zu Lebzeiten. Reinbek bei Hamburg 1988.
Herbert Kraft: Musil. Wien 2003.
Annette Daigger/Peter Henninger (Hrsg.): Robert Musils Drang nach Berlin. Musialiana, Band 8. Frankfurt /M. 2008.

 

 

Wintersemester 14/15

Arbeitskreis 1: Neue Musik und Transkulturalität

Leitung: Dr. Leopoldo Siano

Zeit/Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr im Neuen Seminarraum,
Musikwissenschaftliches Institut, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 16. Oktober 2014

Erläuterung: Im Aufsatz „Die transkulturelle Gesellschaft“ definierte der Philosoph Wolfgang Welsch die Transkulturalität in deutlicher Unterscheidung von der Multikulturalität (Nebeneinanderstellung verschiedener Kulturen wie in einer Collage) und der Interkulturalität (Versuch eines Dialogs zwischen verschiedenen Kulturen). Während die Multikulturalität und die Interkulturalität an einer Kugelgestaltung verhaftet bleiben (Kulturen als in sich geschlossene Welten beziehungsweise als Kugeln, die nur zusammenprallen können),
stellt die Transkulturalität ein Verflechtungsmodell dar. Konsequenzen der transkulturellen Begegnung sind die wechselseitige Durchdringung und durch die Überwindung der Grenzen eine schöpferische Transformation der beteiligten Kulturen.
Wie im philosophischen und soziologischen Diskurs scheint der Begriff ‚Transkulturalität? auch in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts der adäquateste, um sich mit der inneren Differenzierung und der Komplexität der kulturellen Phänomene in der heutigen Welt zu beschäftigen. Im 20. Jahrhundert ist der musikalische Exotismus obsolet geworden. Mehrere moderne Komponisten haben sich mit fremden Musikkulturen direkt auseinandergesetzt und sie als große Inspirationsquelle empfunden. Ihr Verhältnis zu dem ‚Anderen? bzw. dem Fremden unterscheidet sich grundsätzlich von jener der Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts. Bei Komponisten wie Claude Debussy, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen, Steve Reich, Giacinto Scelsi oder Jean-Claude Eloy wird man kein rêve exotique, also keine blosse und oberflächliche Anspielung auf ‚außereuropäische? Musiken im Sinne einer dekorativen Zutat, sondern den bewussten Versuch einer geistigen Assimilation und musiksprachlichen Integration in das eigene kompositorische Schaffen
finden.
Anhand paradigmatischer Musikwerke des 20. und 21. Jahrhunderts soll im Rahmen dieses Artbeitskreises die Problematik der musikalischen Transkulturalität diskutiert werden.
Literaturhinweise: Hartmut Krones (Hg.), Multikulturelle und internationale Konzepte in der Neuen Musik, (= Wiener Schriften zur Stilkunde und Aufführungspraxis), Band 4 der Sonderreihe „Symposien zu WIEN MODERN“, Wien [u.a.] 2008; Christian Utz, Neue Musik und Interkulturalität. Von John Cage bis Tan Dun, Stuttgart 2002; Wolfgang Welsch, Die transkulturelle Gesellschaft. „Jenseits des Gegensatzes von Eigenkultur und Fremdkultur“, in: Armin Pongs (Hg.), In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?, München 1999, S. 237-258.

 

Arbeitskreis 2: „Dehnungsfugen“. Zur Phänomenologie der Erschöpfung

Leitung: Dr. Miriam Haller

Zeit/Ort: montags 10.00 - 11.30 Uhr im Seminarraum S 12, Seminargebäude,
Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 13. Oktober 2014

Erläuterung: Die Rede über Erschöpfung ist allgegenwärtig. Wer oder was ist nicht erschöpft? Es wird vom „erschöpften Selbst“ (Ehrenberg), der „erschöpften Gesellschaft“ (Grünewald) oder gar vom „Zeitalter der Erschöpfung“ (Martynkewicz) gesprochen; die Ratgeberliteratur über Depression, Burn-out, Multitasking, Termin- und Leistungsdruck füllt die Regale der Buchhandlungen. „Work-Life-Balance“ ist nur eines der Zauberworte, das Linderung verspricht. „Wir brauchen in unserem Alltag wieder Dehnungsfugen“,
fordert der Kölner Psychologe Stephan Grünewald. Vereinzelt werden dem Phänomen der Erschöpfung aber auch gute Wirkungen zu gesprochen. Der Philosoph und Kulturwissenschaftler Byung-Chul Han zum Beispiel erkennt in der zum „Nicht-Tun“ inspirierenden „Erschöpfungsmüdigkeit“ eine „positive Potenz“.
Neben dem wissenschaftlichen Diskurs über Erschöpfung werden im Arbeitskreis auch literarische Texte analysiert. Um die jeweiligen Geltungsansprüche der Reden über die Erschöpfung einzuklammern und eine möglichst große Perspektivenvielfalt zu erreichen, wird im Arbeitskreis eine phänomenologische Herangehensweise gewählt. Der Arbeitskreis bietet also auch eine Einführung in die phänomenologische Methode.
Literatur: Ein Reader mit den zu lesenden theoretischen Texten wird ab dem 6. Oktober 2014 im Copy-Shop ‚Copy Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein.
Byung-Chul Han: Müdigkeitsgesellschaft, Berlin 2014.
Stephan Grünewald: Die erschöpfte Gesellschaft. Warum Deutschland neu träumen muss, Frankfurt am Main/New York 2013.
Alain Ehrenberg: Das erschöpfte Selbst. Depression und Gesellschaft in der Gegenwart, Frankfurt am Main 2004.

 

Arbeitskreis 3: Nationale Mythen. Europa im Bild.

Leitung: Gabriele Huster M.A.

Zeit / Ort: montags, 12.00-13.30 Uhr im Hörsaal XVII a, Uni-Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 13. Oktober 2014

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Die viel gepriesene kulturelle Vielfalt Europas ist eng gebunden an die Nationalgeschichte der Staaten. Welches Selbstbild pflegen einzelne Länder von sich, wie werden sie von den Nachbarn wahrgenommen? In welchem Verhältnis stehen Mythen, Projektionen und historische Wirklichkeit bei der Entstehung von kultureller Identität? Welche Rolle spielt die Kunst dabei?
Der Arbeitskreis greift exemplarische historische Situationen auf und stellt prototypische Bilder dazu vor. Er führt zum Beispiel in das England Elisabeths der Ersten, nach Frankreich zur Zeit Ludwig des XIV. und in die Ringstraßenära nach Wien. Allegorien, Porträts und Historienbilder machen Kristallisations-punkte der russischen, türkischen, deutschen und spanischen Geschichte kenntlich, erzählen von Goldenen, heroischen und weniger glorreichen Zeitaltern und fordern zur Reflexion zäher, auch liebgewonnener Klischees heraus.

 

Arbeitskreis 4: ZeugInnen der Zeit. Oral history als Methode der Geschichtswissenschaft

Leitung: Irene Franken

Zeit/Ort: dienstags, 10.00 - 11.30 Uhr im Hörsaal XXXI, Gyrhofstraße 15/Ecke
Weyertal

Beginn: 14. Oktober 2014

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Oral history ist ein vielschichtiger Begriff: Er umfasst die Hervorbringung von neuen Quellen, bezeichnet eine Methode der Geschichtsforschung sowie die darauf beruhende Darstellung von historiographischen Texten. Im Arbeitskreis werden wir uns zunächst mit Fragen der Zeitzeugenschaft und der Erinnerung beschäftigen und diskutieren, wie sie die Aussagenproduktion beeinflussen. Texte und ggf. Videoaufnahmen der Nürnberger (Ärzte-)Prozesse und der südafrikanischen Wahrheitskommissionen bilden die Grundlage für eine erste Annäherung an historisch relevante Befragungen.
Es werden sodann bedeutende Projekte der oral history-Forschung und ihre Verankerung in der Geschichtslandschaft erarbeitet. Anhand von zentralen Texten zur Methodologie werden die Anfänge des Konzeptes oral history in der sogenannten Geschichtsbewegung und die Weiterentwicklung hin zur weithin akzeptierten Methode besprochen. Zur Erprobung der Methode werden im Arbeitskreis bestehende Leitfäden der Interviewgestaltung genutzt, um selbst ein bis zwei Personen der Kölner Öffentlichkeit zu befragen und auf der Basis dieser Erfahrung die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des Ansatzes zu diskutieren.

 

Arbeitskreis 5: Konfliktraum Stadt? Vergangene und aktuelle städtebauliche Großprojekte in Köln und Bonn

Leitung: Dr. Pamela Hartmann (Geographin) und Benjamin Casper (Architekt)

Zeit/Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr im Hörsaal VI, Uni-Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz Übungsraum 5, 2.OG, Geographischen Institut (gegenüber der roten Mensa), Zülpicher Str. 49a.

Beginn: 17. Oktober 2014

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Städte befinden sich in einem fortlaufenden Entwicklungsprozess. Stadtplaner und Architekten folgten dabei Leitbildern wie Urbanität durch Dichte, autogerechte Stadt oder behutsamer Stadtumbau, um den gesellschaftlichen Wandel zeitgemäß zu begleiten. Städtebauliche Vorhaben, die in Block-, besonders aber in Quartiersstrukturen eingreifen und das Gefüge verändern, sind oft auch Anlass für bürgerlichen Protest.
Dahinter steht die Frage: Wem gehört die Stadt und wer plant sie? Wir werfen einen Blick auf prägnante städtebauliche Prozesse und möchten dabei einen Bogen von den vergangenen zu den aktuellen Formensprachen und Beteiligungsprozessen spannen. Ziel ist es, zu ausgewählten Fallbeispielen im Arbeitskreis gemeinsam Material zusammenzutragen, Orte zu erkunden und daraus einen Exkursionsführer zu erarbeiten. Die verwendeten Quellen umfassen wissenschaftliche Texte, Sekundärquellen und selbst erhobenes Material. Ein Reader mit Einführungstexten wird ab 6. Oktober 2014 im Copy-Shop Copy Star, Zülpicher Straße 184 erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 6: Köln und Umgebung in römischer Zeit

Leitung: Marie-Hélène Grunwald, Sonja Dittebrandt

Zeit/Ort: freitags im zweiwöchigen Turnus, 10.00 Uhr in Raum 116, Archäologisches Institut, Kerpener Straße 30/Eingang Weyertal

Beginn: 14. November 2014

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Im Arbeitskreis werden anhand heute sichtbarer archäologischer Spuren die Struktur und Geschichte der römischen Stadt Köln und ihrer Umgebung beleuchtet. Nach einer kurzen historischen Einführung werden zu diesem Zweck ausgewählte Denkmäler in der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) und in ihrem Umland vorgestellt und aus dem Blick der Archäologie näher betrachtet.
Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Denkmälergruppen erlaubt es gleichzeitig, verschiedene Ansätze der Archäologie zu thematisieren und ihre Möglichkeiten und Grenzen zu diskutieren.
Bei Interesse können Teilnehmer/innen des Arbeitskreises kurze Referate zu
verschiedenen Denkmälern übernehmen. Soweit wie möglich werden die Sitzungen bei den jeweiligen Denkmälern stattfinden, evtl. anfallende Eintritts-preise werden vor Ort entrichtet. Die Anreise erfolgt eigenverantwortlich.
Die erste Sitzung findet am 14. November 2014 um 10.00 Uhr statt. Zu diesem Termin erfolgen die Vorstellung des Exkursionsprogramms und die Vergabe von Referaten.
Die folgenden Sitzungen finden vierzehntägig statt und werden im Archäologischen Institut bzw. als Exkursionen in die Kölner Umgebung, z.B. Nettersheim, veranstaltet.
Literatur: Th. Fischer/M. Trier, Das römische Köln. Der historische Stadtführer, Köln 2014.

 

Arbeitskreis 7: Die Verantwortungsgesellschaft. Kommunitaristisches Denken als Versuch, individuelle Freiheit und gesellschaftliche Ordnungszwänge zu versöhnen

Leitung: Prof. Dr. Hartmut Meyer-Wolters

Zeit/Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen
Instituts I, Bauteil IV, 1.OG, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 15. Oktober 2014

Erläuterung: In Fortsetzung des Arbeitskreises vom Sommersemester 2014, der das Thema Verantwortung in philosophischer und anthropologischer Perspektive diskutiert hat, wenden wir uns im Wintersemester 2014/15 der Thematik in soziologischer Perspektive zu. Orientieren werden wir uns dabei an Amitai Etzioni. Der 1929 in Köln geborene Amitai Etzioni ist ein führender Vertreter des Kommunitarismus und seit 2009 Ehrendoktor der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Zur ersten Orientierung zum Kommunitarismus sei auf die Definition von Carina Seifert und Volker Braun verwiesen:
- Das kommunitarische Projekt ist der Versuch einer Wiederbelebung von Gemeinschaftsdenken unter den Bedingungen postmoderner Informations- und Dienstleistungsgesellschaften.
- Kommunitarisches Denken steht jenseits von “Links” oder “Rechts”. Ein dritter Sektor zivilgesellschaftlicher Elemente, wie NGO´s, Assoziationen, Verbände, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften und Vereine, soll gestärkt werden.
- Das kommunitarische Denken adressiert tiefer liegende gesellschaftliche Grundbedürfnisse. Antworten auf beschleunigte Modernisierungsprozesse, Globalisierungsdruck und Krisen der Moralvorstellungen sollen gefunden werden.
- Ziel des Kommunitarismus ist ein “dritter Weg”, eine Balance zwischen Individualismus und Kollektivismus.
- Die Gestaltung von “Ich- Wir- Beziehungen” sowie der Interaktion von Gemeinschaften durch moralische Dialoge steht im Mittelpunkt. (Vgl. http://www.soziologie.phil.uni-erlangen.de/archiv/files/lehre/Eingrenzun%20der%20Individualisierung%20-%20Kommunitarismus.
pdf)
Literatur: Amitai Etzioni: - Die Entdeckung des Gemeinwesens. Ansprüche, Verantwortlichkeiten und das Programm des Kommunitarismus, Stuttgart 1995 und ders.: Die Verantwortungsgesellschaft. Individualismus und Moral in der heutigen Demokratie, Frankfurt 1997.
Sowie kursorisch evtl. folgende Texte von Etzioni:
- Martin Buber und die kommunitarische Idee,
- Jeder nur sich selbst der Nächste?,
- Jenseits des Egoismus- Prinzips. Ein neues Bild von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.

 

Arbeitskreis 8: Wer versteht noch Kölsch? Eine Einführung in die empirische Sozialforschung am Beispiel einer Befragung zur Kölner Mundart

Dieser Arbeitskreis entfällt.

Leitung: Dipl.-Kfm. Franz Bauske

Zeit/Ort:donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr im Seminarraum S 205, Alte Mensa,
Universitätstr. 16b

Beginn: 16. Oktober 2014

Erläuterung: „Älter – Bunter – Kölner“ lautet das Motto des Kölner Wissenschaftsjahres 2015. Aus diesem Motto greifen wir das „Kölner“ auf und fragen uns, wie es der Kölner mit seiner Umgangssprache hält.Dieser Frage wollen wir empirisch nachgehen. Damit zumindest ein Ansatz zur Beantwortung
dieser Frage mit den gegebenen Ressourcen eines Arbeitskreises leistbar ist, soll das Thema mit einer reduzierten Fragestellung an gegangen werden. „Wird Kölsch noch gesprochen und verstanden?“ und „Wer praktiziert noch Umgangs-sprache in welchen Situationen?“. Dazu sollen die Teilnehmer/innen eine kurze Befragung konzipieren und selbst durchführen. Lernziel ist die Erkenntnis, dass es einer gewissen Kompetenz bedarf, wenn man eine Befragung durchführen möchte. Beginnen werden wir den Arbeitskreis damit, dass wir uns mit den Methoden und auch den institutioneller Einrichtungen, die der empirischen
Sozialforschung zur Verfügung stehen, vertraut machen.

 

Arbeitskreis 9: Russische Musik – Zwischen Internationalität und russischer Identität

Leitung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer

Zeit/Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr in BI, 4. Stock, Universitäts- und
Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33

Beginn: 16. Oktober 2014

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Sie komponierten Werke, die internationale Anerkennung erfuhren, die ihre Biographie, ihr inneres Erleben vor dem Hintergrund russischen Machtgefüges spiegelten. Sie wurden in der Heimat berühmt, sie gingen ins Exil, kehrten bewundert zurück, wurden als Aushängeschild benutzt, dann wieder verfemt und wieder bewundert. Das Schicksal russischer Komponisten ist vielfältig. Allen gemeinsam ist die Liebe zu ihrer russischen Heimat, zur Musik.
Mussorgski schrieb eine Oper über „Boris Godunow“ und machte russische Geschichte zum Thema, seine „Bilder einer Ausstellung“ eroberten die internationalen Konzertsäle; Tschaikowski machte seine Werke in Europa bekannt, vorwiegend seine Ballettmusik in Paris, sein „Eugen Onegin“ gilt als Beispiel tiefer lyrischer Opernkunst, seine „Pathétique“ eroberte das Publikum im Nu. Strawinsky wandte sich archaischen russischen Frühlingsbräuchen zu und schuf im Ballett: „Le Sacre du Printemps“ in Paris einen Skandal, später ließ er sich in den USA nieder, kehrte zwar kurz nach Russland zurück, nur um sofort wieder abzureisen. Prokofjew erzählte die Geschichte von „Peter und der Wolf“, eine Lieblingsgeschichte für Kinder und endete in Russland, wie Schostakowitsch bemerkte „als Huhn im Suppentopf“. Schostakowitsch gelang der Drahtseilakt des Überlebens unter Stalins Herrschaft. Seine Symphonien geben Auskunft. Rachmaninow verließ Russland und kehrte nie zurück. Glasunow, Skriabin, Borodin und auch die genannten Komponisten schufen musikalische spannende Geschichten zwischen russischem Empfinden und westlich-musikalischem Einfluss. Sofia Gubaidulina lebt in der Nähe von Hamburg. Ihr zweites Violinkonzert wurde bei den Luzerner Festwochen von Anne-Sophie Mutter und den Berliner Philharmonikern uraufgeführt und mit „standing ovations“ gefeiert. Der Arbeitskreis will mit den Biographien der Komponisten, ihrem jeweiligen historischen Kontext und der Vielfalt ihrer Musik bekannt machen.

 

Summer School

Hier finden Sie den Flyer mit allen wichtigen Informationen rund um die Summer School.

 

 

Sommersemester 2014

Arbeitskreis 1: Haben wir Verantwortung für die Folgen unserer Entscheidungen? Und wenn ja, wie weit reicht sie und können wir sie heute überhaupt noch übernehmen?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit/Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen Instituts I, Bauteil IV, 1.OG, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 16. April 2014
Erläuterung: Im Arbeitskreis werden wir uns bei der Diskussion der Frage nach der Reichweite der Verantwortung für unsere Entscheidungen an Kapitel 1 „Das veränderte Wesen der Verantwortung“ und Kapitel 4 „Das Gute, das Sollen und das Sein: Theorien der Verantwortung“ aus dem Buch „Das Prinzip Verantwortung“ von Hans Jonas orientieren. Im Anschluss an die Lektüre werden zunächst prinzipielle Fragen der Planbarkeit und Überblickbarkeit von Wirkungen und Nebenwirkungen menschlicher Handlungen in komplexen Umwelten diskutiert. Im zweiten Schritt konkretisieren wir die Fragen an den beiden Beispielen des politischen und des pädagogischen Handelns, die beide – wenn auch in unterschiedlicher Weise – versuchen, durch Handeln in der
Gegenwart Zukunft so zu gestalten, dass die intendierten Wirkungen eintreten und nicht beabsichtigte Wirkungen sowie ungeplante und unerwartete Auswirkungen in benachbarten oder sogar entfernten Bereichen verhindert werden.
Die Bereitschaft, zu Beginn einer Sitzung, Thesen für den Einstieg in die gemeinsame Diskussion zu formulieren, oder ein kurzes Impulsreferat zu halten wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitskreises erwartet.
Literatur: Hans Jonas: Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation, Frankfurt a.M. 1979, S. 15-58 und S. 153-242.
Eine Kopiervorlage liegt in der Bibliothek des Pädagogischen Instituts 1, Hauptgebäude Bauteil 4, 1. OG.

Arbeitskreis 2: „Schlimm also, wenn wir von jemandem sagen könnten, er sei mit sich identisch“? Sozial- und kulturwissenschaftliche Konzeptionen von Identität

Leitung: Miriam Haller
Zeit/Ort: montags, 10.00 – 11.30 Uhr in Seminarraum S 78 im Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 14. April 2014
Erläuterung: Seit den 1970er und 1980er Jahren lässt sich in human-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Diskursen, aber auch in der Alltagssprache eine zunehmend inflationäre Verwendung des Identitätsbegriffs erkennen. Die vielen dieser Konzeptionen inhärente Forderung, mit sich selbst und mit sozial zugewiesenen Identitätsansprüchen identisch zu sein oder zu werden, wird in neuerer Zeit jedoch zunehmend kritisch bewertet. Aus bildungstheoretischer Perspektive kommt Klaus Mollenhauer schon 1983 in seiner kritischen Auseinandersetzung mit dem Konzept der Identität zu dem Schluss: „Schlimm
also, wenn wir von jemandem sagen könnten, er sei mit sich identisch!“ Er deutet das Erreichen von Identität als Beendigung der Bildungsbewegung. Im Arbeitskreis wird die Entwicklung des Konzepts der Identität anhand zentraler identitätstheoretischer Texte nachgezeichnet, wobei ein Schwerpunkt auf die poststrukturalistische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Identität gelegt wird.
Vor diesem theoretischen Hintergrund kann dann die im Arbeitskreis „‘Talking about my generation‘. Narrative Muster in zeitgenössischen Generationenromanen“ im Wintersemester 2013/14 begonnene Auseinander-setzung mit narrativen Konstruktionen von Genererationen-identitäten fortgesetzt werden. Der Besuch des Arbeitskreises „Talking about my generation“ ist jedoch keine Bedingung für die Teilnahme: Neueinsteiger/innen sind herzlich willkommen!
Literatur: Ein Reader mit den zu lesenden Texten wird ab dem 7. April 2014 im Copy-Shop ‚Copy Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein. Eine Erweiterung der Lektüre um literarische Texte zum Thema ‚Identität‘ ist möglich. Die Auswahl literarischer Texte wird im Arbeitskreis in Absprache mit den Teilnehmer/innen vorgenommen.


Arbeitskreis 3: Der deutsch-sowjetische Krieg. Vorgeschichte, Verlauf, Folgen

Leitung: Rainer Behring
Zeit / Ort: dienstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 67, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 15. April 2014
Erläuterung: Im deutsch-sowjetischen Krieg kulminierte der Zweite Weltkrieg. Der deutsche Angriff am 22. Juni 1941 scheiterte innerhalb weniger Monate an der heftigen Gegenwehr der Roten Armee. Die Kämpfe der folgenden Jahre führten auf beiden Seiten zu ungeheuren Verlusten und demonstrierten drastisch die Unterlegenheit der deutschen Wehrmacht: Die militärische Niederlage des Deutschen Reiches und die Befreiung der Deutschen von der nationalsozialistischen Herrschaft waren in erster Linie ein Ergebnis des Krieges im Osten.
Der Arbeitskreis verfolgt den Weg, der zu diesem Krieg führte: von den deutschen Eroberungen in Rußland während des Ersten Weltkriegs über (nicht nur) Hitlers Ideen vom „Lebensraum im Osten“ bis zu den politischen und militärischen Vorbereitungen des Angriffs. Neben dem Kriegsverlauf selbst und seinem Zusammenhang mit den internationalen Beziehungen interessieren uns die deutsche Besatzungsherrschaft und die von deutscher Seite verübten Verbrechen an der einheimischen Bevölkerung, insbesondere die sofort mit dem Einmarsch beginnende systematische Ermordung der sowjetischen Juden. Außerdem wird ein Blick auf die gegenseitige Behandlung der Kriegsgefangenen zu werfen sein, auf den Partisanenkrieg sowie generell auf die sowjetische Seite des Geschehens. Schließlich werden die Folgen des Krieges im Hinblick auf die Expansion der Sowjetherrschaft über weite Teile Ost- und Mitteleuropas behandelt, die auch einen beträchtlichen Teil der deutschen Bevölkerung mit den Praktiken sowjetischer Besatzungsherrschaft konfrontierte.
In der gemeinsamen Lektüre und Erörterung ausgewählter Quellen und Darstellungstexte werden wir versuchen, einen Eindruck von den Ereignissen und ihren Zusammenhängen zu gewinnen, und uns fragen, mit welchen Lücken in der Überlieferung zu solchen schwierigen zeitgeschichtlichen Themen wir umzugehen haben.
Literatur: Christian Hartmann, Unternehmen Barbarossa. Der deutsche Krieg im Osten 1941-1945. 2. Aufl. München 2013.
Christian Hartmann/Johannes Hürter/Peter Lieb/Dieter Pohl, Der deutsche Krieg im Osten 1941-1944. Facetten einer Grenzüberschreitung. München 2009.
Catherine Merridale, Iwans Krieg. Die Rote Armee 1939 bis 1945. Dt. Übers. Frankfurt am Main 2006.
Rolf-Dieter Müller/Gerd R. Ueberschär, Hitlers Krieg im Osten 1941-1945. Ein
Forschungsbericht. Darmstadt 2000.

Arbeitskreis 4: Wie nah-fern ist uns der Islam? Eine Einführung in Geschichte und Gegenwart des Islam (II)

Leitung: Jussra Schröer
Zeit/Ort: dienstags, 14.00 – 15.30 Uhr in Hörsaal B I, 4. Obergeschoss der
Universitäts- und Stadtbibliothek, Universitätsstr. 33
Beginn: 15. April 2014
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Im Allgemeinen wird angenommen, dass der Islam erst im Zuge der Arbeitsmigration nach Deutschland gekommen sei und somit ein neues Phänomen darstelle. Das Bild vom Islam und den Muslimen in Deutschland setzt sich aber nicht ausschließlich aus den Erfahrungen oder Vorstellungen über die heute in Deutschland lebenden Menschen zusammen, sondern ist weitaus älter. Wann und wie sind islamisch geprägte geistige und künstlerische Elemente in den deutschsprachigen Raum eingewandert? Welche Bedeutung hat der Islam im Alltag? Welche Rolle spielt die islamische Religionspädagogik in Erziehung und Bildung und die aktuelle Islamdebatte in der Bildungspolitik? Und wie ist das Verhältnis von Islam, säkularem Rechtstaat und pluralistischer Gesellschaft? Um diese Fragen zu beantworten, werden wir in diesem Semester weiterhin den gegenwärtigen Islamdiskurs untersuchen und die Präsenz des Islam im gesellschaftlichen Alltag, insbesondere in Sozialisationsprozessen junger Menschen, aufzeigen.
Ziel der Veranstaltung ist es aber auch, einen praktischen Zugang zur Lebensvielfalt im Alltag zu erschließen: Im Rahmen von Exkursionen werden Glaubensgrundlagen sowie Glaubensfragen der islamischen Religion und das muslimische Alltagsleben in Köln näher kennengelernt. Der Arbeitskreis knüpft an den Arbeitskreis an, der im Wintersemester 2013/2014 zur Geschichte und Gegenwart des Islam angeboten wurde; Neueinsteiger/innen sind aber herzlich willkommen. Kenntnisse der islamischen Glaubenslehre werden nicht vorausgesetzt.
Literatur: Die im Arbeitskreis zu lesenden Texte werden im Laufe des Semesters als PDFDateien zum Download oder als Reader im Copystar, Zülpicher Straße 184 erhältlich sein.

Arbeitskreis 5: Fußball in Brasilien – Geschichte und Gegenwart

Leitung: Melina Teubner
Zeit/Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 58, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 16. April 2014
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Brasilien wird 2014 eines der größten Sportereignisse der Welt austragen: die
Fußballweltmeisterschaft der Herren. Die Vergabe der WM an Brasilien wurde im Land gefeiert und viele Brasilianer sehnen den ersten WM-Titel im eigenen Land herbei. Allerdings mehrten sich auch zahlreiche Proteste gegen überteuerten Stadionbau, Korruption und Zwangsräumungen.
Im ersten Teil des Semesters wird der Schwerpunkt auf der Geschichte und der Entwicklung des Fußballs in Brasilien liegen. Hier werden wir uns u.a. mit der Frage beschäftigen, wie der Fußball nach Brasilien kam und sich von einem elitären Sport zu einem Massensport entwickelte, der heute vor allem für arme Jugendliche als Chance gilt, aus schlechten sozialen Verhältnissen heraus zu gelangen. Um dieser und anderen Fragen nachgehen zu können, werden wir die gesellschaftliche und politische Geschichte Brasiliens von etwa 1880 bis in die Gegenwart beleuchten und Zusammenhänge zwischen Politik, Fußball und
Nationalidentität herausarbeiten.
Im Arbeitskreis werden wir aber auch die aktuellen Geschehnisse behandeln. Aspekte sind hierbei unter anderem die Themen „Fußball und Menschrechte“, „Fankultur in Brasilien“, „Arbeitsmigrationen auf Grund des Fußballs“.Anhand einer kulturgeschichtlichen Herangehensweise an das Themenfeld Fußball in Brasilien, soll das Gastland der Fußballweltmeisterschaft und ein Teil seiner Kultur kennengelernt werden. Hierbei werden wir unterschiedliche Teile des Landes betrachten, um große regionale Unterschiede zu erkennen.
Anhand wissenschaftlicher Texte über das Thema bietet der Arbeitskreis zugleich eine Einführung in den methodischen Umgang mit (historischen) Texten. Falls Interesse besteht, ist es möglich, kurze Impulsreferate zu halten. Fremdsprachenkenntnisse sind nicht erforderlich. Es werden ausschließlich deutsche Texte gelesen, die in einem Reader zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitskreis 6: Die faszinierende Welt der Symmetrie, mit Röntgen- und Neutronenstrahlung betrachtet

Leitung: Jonas Stein, Christine Tölzer, Stefan Kunkemöller, Ralf Müller
Zeit/Ort: mittwochs, 17.45 – 19.15 Uhr, Hörsaal 1 (Georg-Simon-Ohm Hörsaal) in den Physikalischen Instituten, Zülpicher Str. 77
Beginn: 16. April 2014
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Untersuchungen mittels Röntgenstrahlung sind den meisten von uns aus der Medizin wohlbekannt. Die besonderen physikalischen Eigenschaften dieser Strahlung ermöglichen es zum Beispiel, einen Knochenbruch zu erkennen. Aber auch in den Naturwissenschaften wie der Physik, Chemie und Biologie sind sie nicht mehr wegzudenken. Durch Röntgenlicht wird die Symmetrie und Struktur kristalliner Festkörper auf atomarer Ebene sichtbar. Dies erkannten Friedrich, Laue und Knipping schon vor 100 Jahren in eindrucksvoller Weise. Die innere Symmetrie von Kristallen lässt sofort Rückschlüsse auf die möglichen physikalischen Effekte zu. Diese Effekte begegnen uns jeden Tag etwa im “elektrischen Feuerzeug”, in einer Quarzuhr oder dem Bewegungsmelder. Anhand von Beispielen aus unserem Alltag und aus der aktuellen Forschung an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln sollen diese fundamentalen Methoden anschaulich erläutert werden.In begleitenden Experimenten werden im Arbeitskreis die physikalischen Zusammenhänge demonstriert. Dazu werden Vertreter/innen aus den Bereichen Physik, Biologie und Chemie die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich!
Die Veranstaltung bietet bei Bedarf auch Hilfestellungen zur allgemeinen thematischen Orientierung für ein Gasthörer- und Seniorenstudium an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Arbeitskreis 7: Gesichter schauen uns an – Menschen im Portrait

Leitung: Martina Langel
Zeit/Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Seminarraum S 67, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 17. April 2014
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Gesichter schauen uns an, sie blicken in unsere Zeit. Sie gestatten einen Blick in ihre Welt, sie spielen uns Fragen zu – Menschen aus vergangenen Zeiten! Portraits laden ein zum Dialog. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit einer der klassischen Bildgattungen innerhalb der Malerei: der Portraitmalerei. Seit dem 15. Jahrhundert wird es zunehmend üblich, individuelle Bildnisse von Herrschern und auch Privatpersonen zu schaffen, die dann nachfolgenden Generationen deren Individualität überliefern können. Der historische Kontext der Entstehung eines Portraits und seine Funktion, sowie die bildkünstlerische Vielfalt sind dabei zu analysieren. Im Arbeitskreis werden ausgewählte Arbeiten vom 15. bis
21. Jh. besprochen. Dazu gehören Künstlerselbstportraits, Herrscher- und Stifterbildnisse, Politiker- und Kinderportraits und Portraits Unbekannter.
Der Arbeitskreis geht von der Beobachtung aus, dass der Weg zum individuellen Bildnis zunächst bestimmt war durch die Hinwendung zu einer Beschreibung des Individuums und seiner Charakteristika. Die Suche nach der Identität wurde wichtig. Es wird zu fragen sein, inwieweit ein Portrait eindeutig die Wiedergabe eines Gesichtes in individueller Weise beschreibt. Welche Wahrheit kann hinter der Abbildung liegen, die zu erkennen Aufgabe des Betrachters ist? Die Beobachtung, dass in der medialen Welt heute eine Fülle fotografischer Selbstportraits erzeugt wird, wirft in besonderer Weise die Frage nach Grenzen und Chancen von gemalten Portraits auf. Es wird zu reflektieren sein, welche Bedeutung einem heute gemachten Portrait (Foto oder Gemälde) zukommen kann.

Arbeitskreis 8: „Im Anfang war der Klang“: Musik und Weltentstehung

Leitung: Leopoldo Siano
Zeit/Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr im Neuen Seminarrraum (1302a) des
Musikwissenschaftlichen Instituts, 3.OG, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 17. April 2014
Erläuterung: „En arch? ?n ho Lógos“: „Im Anfang war das Wort“. So wird traditionsgemäß das Incipit des Johannesevangeliums übersetzt. Im Goethes Faust (1. Teil, Studierzimmer) werden weitere mögliche Übersetzungen bzw. Interpretationen des Wortes „Lógos“ vorgeschlagen: „Sinn“, „Kraft“, „Tat“. Dieser Satz könnte doch auch folgendermaßen übersetzt werden: „Im Anfang war der Klang“. Denn der Klang spielt in zahlreichen kosmogonischen Mythen unterschiedlicher Kulturen eine entscheidende Rolle. Im Laufe der Musikgeschichte haben sich Komponisten mit dem Thema der Weltentstehung auf verschiedene Art und Weise auseinandergesetzt. Anhand ausgewählter Musikwerke aus verschiedenen Epochen – darunter Jean-Fery Rebels Les Éléments, Joseph Haydns Die Schöpfung, das Vorspiel von Richard Wagners Das Rheingold, Jean-Claude Eloys Kâmakalâ, Darius Milhauds La création du monde oder das gleichnamige elektroakustische Werk von Bernard Parmegiani etc.– soll in diesem Arbeitskreis eruiert werden, mit welchen musikalischen Mitteln die Komponisten im Laufe der Geschichte versucht haben, diesen Archetypus des menschlichen Bewusstseins akustisch wiederzugeben.
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf Musikwerken des 20. Jahrhunderts liegen.

Arbeitskreis 9: Ist Liebe ein Gefühl? Philosophische, psychologische und literaturwissenschaftliche Perspektiven

Leitung: Margret Kaiser-el-Safti
Zeit/Ort: freitags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 25. April 2014
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
„Ist Liebe ein Gefühl?“, fragt der Schriftsteller Robert Musil in seinem Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ und gibt die überraschende Antwort, dass „Gefühl“ „wahrhaftig das wenigste an der Liebe“ sei.
Im Arbeitskreis wird an die Frage „Ist Liebe ein Gefühl?“ aus verschiedenen Perspektiven – philosophischen, psychologischen und literaturkritischen – herangetreten, ohne den Anspruch zu erheben, sie auch oder gar restlos beantworten zu können. Es geht auch nicht um definitive Antworten oder Stellungnahmen, sondern um Schärfung der Aufmerksamkeit, Ausweitung der Vorstellungs- und Toleranzgrenze, Bereicherung durch überraschende Gesichtspunkte in Bezug auf ein Phänomen, das wie kein anderes Interesse erregt, aber auch mit Klischees aller Art besetzt ist. Zu Beginn des Semesters wird ein Raster zur Lektüre der jeweiligen Texte entwickelt, das als gemeinsame Diskussionsgrundlage dient.
Der Arbeitskreis setzt die Bereitschaft voraus, die unten angegebenen literarischen und theoretischen Texte zu lesen und selbstständig – respektive in Gruppen (je nach Anzahl der Teilnehmer/innen) – die Textinhalte vorzutragen, um sie sodann gemeinsam zu diskutieren.
Literatur:
Theoretische Texte:
Harry Frankfurter, Gründe der Liebe, Frankfurt/Main: Suhrkamp (wird wieder aufgelegt im Frühjahr 2014)
Erich Fromm, Die Kunst des Liebens, München: dtv (1995)
Platon, Phaidros
Adalbert Stifter, Vorrede zu „Bunte Steine“, Stuttgart: Reclam (2010)
Literarische Texte:
Henry Alain-Fournier, Der große Kamerad (auch unter dem Titel: Le grand Meaulnes)
Thomas Mann, Tod in Venedig
Robert Musil, Tonka (in Musil „Drei Frauen“)
Adalbert Stifter, Kalkstein (in „Bunte Steine“)
Alice Munro, Liebes Leben (eine noch auszuwählende Geschichte)

Wintersemester 2013/2014

Arbeitskreis 1: Die Frage nach dem Sinn des Lebens

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit/Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen
Instituts I, Bauteil IV, 1. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 23. Oktober 2013

Erläuterung: Das Thema eröffnet dem Arbeitskreis viele auch nicht-wissenschaftliche Perspektiven auf eine Frage, die die Menschheit bereits sehr lange begleitet, ohne endgültig beantwortet worden zu sein. Wir können uns der Fragestellung deshalb unter vielen verschiedenen Perspektiven nähern.
Im ersten Schritt werden wir uns einleitend die Problematik der Fragestellung verdeutlichen. Diese entsteht zum einen daraus, dass jeder der beiden kombinierten Begriffe Sinn und Leben vieldeutig ist. Zum anderen ist sie darin begründet, dass es das Gesuchte vielleicht gar nicht gibt. „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“(Günther Anders, Die Antiquiertheit des Menschen Band II, München 1980, S. 369) Bereits
zu Beginn unserer gemeinsamen Umschau wird damit deutlich, dass es schwierig ist, etwas zu suchen und zu finden, von dem man weder weiß, wie es genau aussieht, noch ob es überhaupt existiert.
Im zweiten Schritt werden wir diskutieren, weshalb die Sinnfrage, als Suche nach etwas, das es vielleicht gar nicht gibt, immer wieder gestellt wird. Hier können philosophische, ästhetische, alltagsweltliche, aber auch pathogenetische und salutogenetische Perspektiven berücksichtigt werden.
Im dritten Schritt nehmen wir alltagsweltliche Reaktionen auf die Sinnfrage bzw. den Verlust von Sinn und ihre theoretischen Auslegungen in den Blick, wie z.B. Verdrängung, Zynismus, Verzweiflung, Depression, Suizid, Lebensunfähigkeit, Lebensverweigerung, Anstrengung der Sinnproduktion, Bestehen von Grenzsituationen, Streben nach Macht, Besitz, Menschlichkeit sowie nach Weiterleben in Werken oder Nachkommen.
Im vierten Schritt studieren wir in Auswahl und nur kursorisch Antworten der Philosophie in Antike und Mittelalter, Neuzeit, Moderne und Gegenwart. Die Auswahl richtet sich nach den Vorkenntnissen und der Bereitschaft, Positionen in kurzen Referaten vorzustellen.
Im fünften Schritt studieren wir - wiederum in Auswahl und nur kursorisch - welche Antworten die Religionen Judentum, Christentum, Islam sowie Hinduismus und Buddhismus auf die Frage nach dem Sinn des Lebens geben. Auch hier richtet sich die Auswahl nach den Vorkenntnissen und der Bereitschaft, Positionen in kurzen Referaten vorzustellen.
Schließlich sollen auch humoristische Antworten auf die Frage nach den Sinn des Lebens nicht unberücksichtigt bleiben wie z.B. Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“oder „Der Sinn des Lebens“ der britischen Komikertruppe Monty Python.


Arbeitskreis 2: Gute Mutter – schlechte Mutter – alte Mutter? Zur (Wissenschafts-)Geschichte der Bindungstheorie und der Ambivalenzerfahrung einer ur-alten Beziehung

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit/Ort: montags, 12.00 - 13.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars, Bauteil IV, 1. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 21. Oktober 2013

Erläuterung: Der Begriff der Bindungstheorie ist eng geknüpft an den britischen
Psychiater John Bowlby (1907 – 1990), der damit in den 1940er Jahren einen Gegenentwurf zur damals vorherrschenden Auffassung der frühen Mutter-Kind-Beziehung positionierte: Die darin vorherrschende (psychoanalytische) Anschauung von der (Brust-)Nahrung als Basis der ‚Liebe‘ zur Mutter lehnte Bowlby als realitätsfern ab und setzte stattdessen auf das interaktive Geschehen zwischen Mutter und Säugling. Beeindruckt und beeinflusst von
der Verhaltensforschung, erarbeitete er zusammen mit seiner Fachkollegin Mary Ainsworth und im engen Austausch mit Verhaltensforschern in den späten 50er Jahren das Modell der Bindung und leitete daraus das Verfahren zur Klassifikation des Bindungsverhaltens ab. Welche Rolle dabei die berühmt-berüchtigten Versuche des Experimentalforschers Harry Harlow mit Rhesus-Äffchen und der sogenannten „Stellvertretermutter“ einnahmen, ist umstritten; kaum umstritten hingegen ist der Status des weltweit eingesetzten „Fremde
Situation-Tests“, bei dem die Art und Weise der Bindung 1-2jähriger Kinder in „sichere Bindungsmuster“ und drei „unsichere Bindungsmuster“ ( = unsicher-vermeidend, unsicherambivalent, unsicher-desorganisiert) unterschieden wird.
Im Arbeitskreis wollen wir die Reichweite dieser frühkindlichen Bindungsmuster und ihrer Kontinuität in weiteren Lebensspannen hinterfragen. Im Zentrum wird dabei die im Modell Bowlby/Ainsworth als „unsicher-ambivalent“ eingestufte Bindungsqualität stehen, die wir mit neueren Ansätzen zur Ambivalenzerfahrung und ihrer Thematisierung in autofiktionalen Texten diskutieren werden.
Literatur: Der Reader wird ab 1. Oktober 2013 im Copy-Star, Zülpicher Str. 184, vorliegen.


Arbeitskreis 3: Mozart. Und immer wieder Mozart. Zur Faszination von Mozarts Werk

Leitung: Ute Büchter-Römer

Zeit/Ort: mittwochs, 16.00 - 17.30 Uhr, Hörsaal 141, IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Str. 2

Beginn: 23. Oktober 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Was fasziniert an dieser Gestalt, an seiner Musik? Ist es das Genie, das im Armengrab verscharrt wurde trotz horrender Gagen z.B. für seinen „Don Giovanni“ in Prag? Ist es die Unbekümmertheit, die seine Briefe erahnen lassen, aber auch die Erlebnisse mit den Bedingungen seiner Zeit, die er ertragen musste? Was macht die Musik des „Figaro“, den „Don Giovanni“ und der „Zauberflöte“ so zeitlos? Weshalb berühren seine Konzerte, seine
Kammermusik, sein „Requiem“? Der Arbeitskreis sucht eine Antwort auf diese Fragen. Betrachtungen zu Mozarts Biographie, den Lebensbedingungen in der Aufklärung, in der Zeit vor und während der Französischem Revolution, der Bedeutung des Freimaurertums für Mozart stehen neben analytischen Skizzen zu seiner Musik. Kammermusik, Sinfonien, Konzerte für Violine und Orchester, für Klavier und Orchester, seine frühen Opern und „Figaros Hochzeit“, „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ und „Die Zauberflöte“ sind die zentralen Themen des Arbeitskreises.

Arbeitskreis 4: Klangkünstlerische Re- De- und Konstruktionen der eigenen (Hör)Biographie

Leitung: Ulrike Meier

Zeit/Ort: dienstags, 10.00 - 11.30 Uhr im Seminarraum der Kernphysik (Raum 111), Physikalische Institute, Zülpicher Straße 77

Beginn: 22. Oktober 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der gesamte akustische Lebensraum des Menschen – vor allem die Musik als affektiver Bedeutungsträger – ist in hohem Maße mit der Bildung der menschlichen Identität verknüpft. Daher eignen sich insbesondere biographisch bedeutsame Musik- und Klangerfahrungen, um einen Zugang zu biographischer Selbstreflexion zu eröffnen und autobiographische Kompetenzen zu erwerben. Neben einer Einführung in Biographiearbeit aus konstruktivistischer Perspektive bietet die Veranstaltung Raum, sich mit zeitgenössischer Klangkunst, mit Fragen auditiver Ästhetik und damit auch mit der Performativität von Klang auseinander zu setzen. Neben diesem theoretischen Zugang wollen wir zentrale Fragestellungen konkret in Bezug setzen zum individuell akustisch-biographischen „Material“ der Teilnehmer/innen, um es anschließend klangkünstlerisch aufzubereiten. Solche vielleicht ungewohnten, aber vielschichtigen Zugänge zur (musikalisch- akustischen) Sozialisation erschließen nicht nur neue kommunikative Möglichkeiten, sondern es werden auch differenzierende Hörerfahrungen angeregt und neue Zuhörkompetenzen gebahnt. „Nebenbei“ erwerben die Teilnehmer/innen grundlegende Kenntnisse in der Arbeit mit einem digitalen Audiobearbeitungsprogramm und lernen, Audiomaterial am Computer für unterschiedliche Ziele und Zwecke zu bearbeiten. Neben theoretischen Inputs und Reflexionen zu zentralen Fragestellungen des interdisziplinären Diskurses, soll jede/r Teilnehmer/in am Ende auch ein praktisches Ergebnis in Form eines eigenen MP3 Audiofiles in den Händen halten und nach Hause tragen können. Die Veranstaltung schließt ab mit einer gemeinsamen Präsentation der praktischen Ergebnisse.
Ein Reader mit einer Auswahl von Texten zu den einzelnen Themenschwerpunkten wird zur Verfügung gestellt, vertiefende Grundlagenliteratur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben. Die Zahl der Teilnehmer/innen ist auf 18 begrenzt.


Arbeitskreis 5: Kunstwissenschaftliche Bilderbefragungen. Die Funktion des Bildes im 21. Jahrhundert

Leitung: Nicole Vennemann

Zeit/Ort: freitags, 16.00 - 17.30 Uhr in S 24, Neues Seminargebäude, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 8. November 2013

Erläuterung: Unsere Gesellschaft wird zunehmend von einer großen Anzahl und Wirkung unterschiedlichster Bilder bestimmt. Insbesondere seit der Entstehung der Fotografie als technisch reproduzierbares Medium, spätestens aber seit dem Internet mit der Fülle von Werbung und Videoclips hat sich dieser Trend weitergeführt. Die Flut visueller Eindrücke lässt uns zunehmend anders wahrnehmen als über ein textbasiertes Umfeld. Dieser Entwicklung wird in der Kunstgeschichte spätestens seit den vielseitig ausgerufenen Wenden des „Iconic Turn“, „Pictoral Turn“, „Image Turn“ und dem „Visualistic Turn“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt, indem ihr eine eigenständige Forschungsrichtung
gewidmet wurde. Die Bildwissenschaft wendet sich dem Bild nicht nur als visuellem Eindruck zu, sondern sieht es als Informationsträger an, der abgrenzend zum Text seine eigenen interpretatorischen Vorgehensweisen auszubilden hat.
Dieser Arbeitskreis wird sich der Frage widmen: Was ist ein Bild beziehungsweise was ist dessen Funktion in unserer heutigen Zeit?
Um diese Frage zu beantworten, werden die unterschiedlichen funktionalen und
systemischen Zusammenhänge von Bildern anhand vieler Beispiele mit dem Fokus auf das Medium der Fotografie vorgeführt und besprochen. Im Mittelpunkt steht der kunsthistorische Ansatz, der in seiner klassischen Methode der ikonologischen und ikonografischen Betrachtung von Kunstwerken für die zeitgenössische Bildbetrachtung erweitert werden muss. Dabei werden neben der Philososophie auch disziplinfremde Ansätze aus Psychologie, Soziologie und Medienwissenschaft herangezogen und besprochen.


Literatur: Hans Belting, Bild-Anthropologie. Entwürfe für eine Bildwissenschaft.
München 2001.
Gottfried Boehm (Hrsg.), Was ist ein Bild?. München 1994.
Christa Maar, Hubert Burda (Hrsg.), Iconic Turn. Die neue Macht der
Bilder. Köln 2004.

Arbeitskreis 6: Krankheit als Stigma. Medizin-soziologische Überlegungen zum Stigmatisierungs-Erleben an Krebs erkrankter Menschen

Leitung: Tim Reuter

Zeit/Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum S 87, Philosophikum, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 24. Oktober 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Im Vergleich zur steigenden Häufigkeit nimmt die Sterblichkeit an Krebs erkrankter Frauen und Männer stetig ab. Krebserkrankungen zeichnen sich somit zunehmend durch einen chronischen Verlaufscharakter aus. Gleichzeitig ist das Thema Krebs vielerorts noch ein Tabuthema. Die Betroffenen weisen mit ihrer Erkrankung ein Merkmal auf, das eine geradezu stigmatisierende Wirkung zu haben scheint. Aus Sicht der medizinsoziologischen Versorgungsforschung ergeben sich demnach folgende grundsätzliche Fragen: Wie nehmen Betroffene ihre Krankheit wahr? Wie nimmt ihr Umfeld sie wahr und was bedeutet dies für den Umgang mit der Erkrankung? Sind an Krebs erkrankte Menschen Prozessen sozialer Stigmatisierung ausgesetzt und falls ja, welche Gefahren bergen diese Stigmatisierungsprozesse auf sozialer, psychischer und somatischer Ebene? Wir wollen uns anhand authentischer Berichte Betroffener mit der Thematik auseinandersetzen und dabei einen vertieften Blick in den Alltag moderner medizinischer Versorgungssysteme werfen. Beabsichtigt ist zudem ein Gastbeitrag der Forschergruppe „Genetische Diskriminierung in Deutschland“ sowie eine Exkursion zum „Haus Lebenswert“ auf dem Campus der Uniklinik Köln.

Literatur: Seminarbegleitend ist ab 1. Oktober 2013 ein Reader mit relevanten
Texten im Copy-Shop „Copy Star“ in der Zülpicher Str. 184 erhältlich.
Erving Goffman, Stigma. Über Techniken der Bewältigung beschädigter Identität. Frankfurt/Main 1967.
Matthias Hoffmann, Sterben? Am liebsten plötzlich und unerwartet. Die Angst vor dem sozialen Sterben. Wiesbaden 2010.
Volker Tschuschke. Psychoonkologie - Psychologische Aspekte der Entstehung und Bewältigung von Krebs. Stuttgart 2011

Arbeitskreis 7: „Talking about my generation“? Narrative Muster in zeitgenössischen Generationenromanen

Leitung: Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars, Bauteil IV, 1. Stock Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 21. Oktober 2013

Erläuterung: Die Gattungsbezeichnung ‚Generationenroman‘ ist in den Literaturwissenschaften umstritten. Ihr werden die Begriffe ‚Familienroman‘ sowie ,Väter‘- oder ‚Mütterliteratur‘ entgegengestellt, mit denen allerdings der Gegenstand auf die Familie als literarisches Motiv eingeengt wird. Unbestritten ist in den Literaturwissenschaften jedoch, dass die Gliederung von narrativen Texten in Generationenabfolgen und die sie prägenden Kontinuitäten und Brüche eine der Grundkonstanten in der Geschichte des Romans darstellt und dass in der zeitgenössischen Literatur geradezu ein ‚Boom‘ von Romanen zu konstatieren ist, die diesem narrativen Muster (Topos) folgen. Vor dem Hintergrund der Literaturgeschichte des Generationenromans seit den 1970er
Jahren ist es das Ziel des Arbeitskreises, die zentralen Topoi der aktuellen literarischen Textpraxis innerhalb dieses Genres herauszuarbeiten. Um auch das literarische Wissen über nicht-familiäre Generationenbeziehungen in den Blick zu nehmen, wird von einem weiten Generationenbegriff ausgegangen, der neben der Dimension des familialen Generationenbegriffs auch die sozio-kulturelle und pädagogische Dimension des Begriffes umfasst.
Der Arbeitskreis bietet auch eine Einführung in die Methoden der literaturwissenschaftlichen Erzähltextanalyse sowie der qualitativen sozialwissenschaftlichen Generationenforschung.

Literatur: u.a. Josef Bierbichler. Mittelreich. Roman. Frankfurt/M. 2011.
Eugen Ruge. In Zeiten des abnehmenden Lichts. Roman einer Familie. Frankfurt/M. 2011.
Ein Reader mit den zu lesenden theoretischen Texten wird ab 14. Oktober 2013 im Copy-Shop ‚Copy Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein.

Arbeitskreis 8: Wie nah-fern ist uns der Islam? Eine Einführung in Geschichte und Gegenwart des Islam

Leitung: Jussra Schröer

Zeit/Ort: dienstags, 14.00 – 15.30 Uhr im Seminarraum der theoretischen Physik (Raum 215), Physikalische Institute, Zülpicher Straße 77

Beginn: 22. Oktober 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Im Allgemeinen wird angenommen, dass der Islam erst im Zuge der Arbeitsmigration nach Deutschland gekommen sei und somit ein neues Phänomen darstelle. Das Bild vom Islam und den Muslimen in Deutschland setzt sich aber nicht ausschließlich aus den Erfahrungen oder Vorstellungen über die heute in Deutschland lebenden Menschen zusammen, sondern ist weitaus älter.
Wann und wie islamisch geprägte geistige und künstlerische Züge in den deutschen Raum eingewandert sind, welche Bedeutung der Islam im Alltag, insbesondere in Erziehung und Bildung hat um diese und weitere Fragen zu beantworten, werden wir uns auf eine Reise in die Vergangenheit begeben, um die Präsenz des Islam in Deutschland, insbesondere in Erziehung und Bildung aufzuzeigen. Der Arbeitskreis soll Einblicke in das muslimische Alltagsleben in Köln ermöglichen: Als Ausgangspunkt folgt eine Einführung als Basiswissen über den Islam weltweit, in Europa und in Deutschland. Anschließend werden Erfahrungen und Vorstellungen der Teilnehmer/innen zu dem Thema erörtert. Darauf folgen im Arbeitskreis Exkursionen. Dabei werden die Erfahrungen der Teilnehmer/innen aus den vielfältigen beruflichen Handlungsfeldern als Gesprächsgrundlage für eine anschließende gemeinsame Diskussion dienen.

Literatur: Die zu lesenden Textauszüge werden im Laufe des Semesters als PDF-Dateien zum Download oder als Reader im Copystar, Zülpicher Straße 184 erhältlich sein.

Arbeitskreis 9: Chinesische Einwanderung nach Europa

Leitung: Pamela Hartmann

Zeit/Ort: freitags, 10.00 - 11.30 Uhr, Geographisches Institut, Gebäude 310
(Geowissenschaften), Zülpicher Straße 49, Übungsraum Ü4Z

Beginn: 25. Oktober 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Unter dem Motto „Go out“ verfolgt die Volksrepublik China seit 1999 eine Strategie der Internationalisierung, die sich in vermehrter Investitionstätigkeit und Migration äußert. Der Arbeitskreis vermittelt einen Überblick über chinesische Einwanderung nach Europa aus dem Blickwinkel geographischer Migrationsforschung. Nach einer Einführung in chinesische Migrationsgeschichte werden anhand der Fallbeispiele Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland folgende Leitfragen aufgegriffen: Welche Antriebskräfte und Charakteristika zeichnen historische und rezente chinesische Migrationsprozesse aus? Wie sind Ausmaß und Verteilung chinesischer Migration? Welche Migrationszwecke dominieren? Welche Strukturen haben sich infolge chinesischer Migrationsprozesse in den betroffenen Regionen ausgeprägt? Wie gestalten chinesische Migranten/innen ihr Alltagsleben zwischen der Herkunfts- und der Aufnahmegesellschaft?


Literatur: Die verwendeten Quellen bestehen vorwiegend aus wissenschaftlichen Texten, Interviewmaterial einer studentischen Befragung aus dem Jahr 2012 sowie vereinzelten Medienberichten und Reportagen.
Ein Reader mit den zu lesenden Texten wird ab 1. September 2013 im
Copy-Shop ‚Copy Star‘, Zülpicher Straße 184 erhältlich sein.

Sommersemester 2013

Arbeitskreis 1: Was bin ich, und was ist das Menschengeschlecht?

Leitung:Hartmut Meyer-Wolters

Zeit/Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen

Instituts I, Bauteil IV, 1. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 17. April 2013

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird einige der im Egon-Schütz-Archiv veröffentlichten Schriften zu Grundfragen der Anthropologie, Bildungstheorie, Ethik und Ästhetik ins Zentrum der gemeinsamen Arbeit stellen. Der Titel weist so zwar thematisch die richtige Richtung, führt beim Autor aber in die Irre, weil er Pestalozzis Schrift „Meine Nachforschungen über den Gang der Natur in der Entwicklung des Menschengeschlechts“ entlehnt ist. Egon Schütz ist Schüler von Eugen Fink, der wiederum gemeinsam mit Martin Heidegger Schüler von Edmund Husserl war. Er entstammt damit einer einflussreichen und weit verzweigten phänomenologischen Schule. Egon Schütz hatte in den 1980er und 1990er Jahren den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik an der Universität zu Köln inne. Die im Egon-Schütz-Archiv veröffentlichten Schriften sind Vorlesungsmanuskripte und ausgearbeitete Seminarprotokolle aus seiner Kölner Lehr- und Forschungstätigkeit. Die phänomenologische Herkunft und Orientierung von Egon Schütz war auch in seinen Lehrveranstaltungen deutlich im Bestreben, nicht bereits abgesicherte Erkenntnisse zu präsentieren, sondern auch und vor allem in den Lehrveranstaltungen das Risiko einzugehen, gemeinsam eine Fragestellung zu durchdenken. Selbst die Manuskripte, die die Lehrveranstaltungen dokumentieren, fordern uns von ihrer ganzen Anlage her noch auf, Grundfragen der Anthropologie, Bildungstheorie, Ethik, Sprach- und Medienphilosophie sowie Ästhetik in gemeinsamer Selbstanfrage und Selbstbesinnung aktiv zu durchdenken. Egon Schütz behandelt diese Fragen nämlich nicht in den durch je eigene Gegenstände und Methoden voneinander abgegrenzten Perspektiven wissenschaftlicher Disziplinen, sondern als Herausforderungen eines unabschließbaren bildungsphilosophischen Denkens. Thematisch stehen drei Fragekomplexe im Zentrum des Denkens von Egon Schütz: „Macht und Ohnmacht der Bildung“, „Kunst und Wirklichkeit“ und „Humanismus und Humanismuskritik“ (so die Kapitelüberschriften eines Sammelbandes mit Schriften von Egon Schütz).

Die Manuskripte finden Sie als PDF-Dateien zum Download unter

http://www.egon-schuetz-archiv.uni-koeln.de/

Zu Beginn des Arbeitskreises entscheiden wir gemeinsam, welche Texte wir bearbeiten werden. Zur Vorbereitung sollten alle Interessierten die Texte bereits in der vorlesungsfreien Zeit wenigstens kursorisch durchsehen.

 

Arbeitskreis 2: "Narrative Psychologie" - eine Einführung

Leitung Ursula Pietsch-Lindt

Zeit/Ort: dienstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 92, Philosophikum,

Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 16. April 2013

Erläuterung: In seiner Beliebtheit ist der Begriff „Narrativ“ in den letzten Jahren auf dem besten Weg den des „Diskurses“ abzulösen: der Gebrauch dieses Terminus (sowohl adjektivisch ‚erzählend‘ als auch substantivierend als „Narrative“) in unterschiedlichen Disziplinen jenseits seiner Herkunft aus der Literaturwissenschaft, erscheint geradezu als wildwüchsig. Selbst die Eingrenzung auf ein Fachgebiet – wie hier auf das der Psychologie – bringt noch keine Klarheit. Die Bezeichnung narrative 23 – also ‚erzählende‘ Psychologie – verweist in ihrer grammatischen Unkorrektheit eher auf „Märchenstunde“ denn auf einen wissenschaftlichen Theorieansatz. Weiter führt der Verweis auf den Menschen als „homo narrator“ (= „Mensch als erzählendes Wesen“, E .E. Boesch, 2000), der durch seine (ICH-) Erzählungen seine Emotionen (wie Ärger, Glück, Trauer) zum Ausdruck bringt, sich selbst damit „verstehbar“ macht und im Austausch mit anderen ebenfalls wieder Emotionen erzeugt. Narrative Psychologie geht also, so Wolfgang Kraus, davon aus, „daß wir unser ganzes Leben und unsere Beziehung zur Welt als Narrationen gestalten“. Wir leben also mit und durch Geschichten, gestalten durch sie unsere Identität.

Die Erforschung dieser sogenannten „narrativen Identität“ ist in den letzten Jahren zum Schwerpunkt der „Narrativen Psychologie“ geworden.

Im Arbeitskreis wird es zum einen um grundlegende Begriffe gehen, zum anderen aber werden Forschungsfelder der Narrativen Psychologie in ihren Möglichkeiten und Grenzen angesprochen.

Literatur: Kraus, Wolfgang: Narrative Psychologie, in: Stefan Jordan & Gunna Wendt, Lexikon Psychologie. Hundert Grundbegriffe (S. 195-199). Stuttgart: Reclam 2005. Ein Reader wird zum 1. April 2013 im Copy-Shop „Copy Star“, Zülpicher Str. 184 vorliegen.

 

Arbeitskreis 3: Empirische Sozialforschung in Theorie und Praxis

Leitung: Franz Bauske

Zeit/Ort: mittwochs, 10.00 – 11.30 Uhr in Seminarraum S 11, Neues Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn:17. April 2013

Erläuterung:Umfragen begegnen uns inzwischen fast täglich. Ihre Ergebnisse werden uns durch die Medien in Form von Tabellen und Grafiken vermittelt. Neben Studien zu politischen Wahlen werden in großem Umfang Umfragen zum Konsumverhalten durchgeführt. Aufgrund der Häufigkeit solcher Umfragen kann man selber „Betroffener“ einer Befragung werden, indem man von einem Markt- oder Meinungsforschungsinstitut angesprochen wird. Was sollte man wissen, wenn man Umfrageergebnisse interpretiert? Thema dieser Veranstaltung ist zunächst: Welche Methoden zur Erforschung von Einstellungen und Verhalten von Menschen gibt es? Eine davon, die Befragung, werden wir auswählen, um selbst ein kleines „Forschungsprojekt“ umzusetzen: von der Konzeption über das Interviewen bis zur ersten Auswertung der erhobenen Daten. In dieser vornehmlich auf das eigene Tun ausgerichteten Übung werden wir auch einen Einblick in ein Computerprogramm gewinnen, das speziell auf die Auswertung von Befragungen ausgerichtet ist.

Einen Bericht über das von den Arbeitskreisteilnehmer/innen durchgeführte Forschungsprojekt finden Sie hier: Ergebnisse einer Forschungsübung im SoSe 2013

 

Arbeitskreis 4: Panorama der brasialianischen Literatur. Literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven

Leitung: Juri Jakob

Zeit/Ort: mittwochs, 17.45 – 19.15 Uhr in Seminarraum S 11,

Neues Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 17. April 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

In diesem Herbst wird Brasilien zum zweiten Mal Gastland der Buchmesse in Frankfurt sein. Seit der ersten Hommage 1994 werden die Nachrichten aus dem Schwellenland der BRIC-Gruppe durch positive Entwicklungen beherrscht: ausgezeichnete „Performance“ während der Finanzkrise, stabiler Bankensektor, Boom des „Agrobusiness“ wie der Hochtechnologie und vor allem der soziale Aufstieg von 20 Millionen Bürgern in die Mittelklasse. Wachsendes internationales Gewicht und ein gestiegenes Selbstbewusstsein spiegeln sich in der Außendarstellung des gewöhnlich eher bescheiden auftretenden, nun nicht mehr „schlafenden“ Riesen. So kündigt Brasilien für die Buchmesse die Anreise von 70 zeitgenössischen Autoren an. Bei deutschen Verlagen erscheinen aus diesem Anlass jedoch nicht nur neue Titel, sondern auch eine ganze Reihe von Neuauflagen lang vergriffener Klassiker der brasilianischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Der Arbeitskreis bietet ein Panorama dieser vergleichsweise früh selbständig gewordenen Nationalliteratur sowie eine Einführung in literatur- und kulturwissenschaftliche Methoden der Erzähltextanalyse.

Literatur:

Über die Verlagsprogramme und brasilienkundliche Literatur auch in

deutscher Sprache informiert die Fachbuchhandlung TFM -Centro do Livro, Teo Ferrer de Mesquita Große Seestr. 47, 60486 Frankfurt (Bockenheim), Tel. (069) 282647, info@tfmonline.de

Die im Arbeitskreis behandelten Textauszüge werden ab Mitte März als Reader im Copy Shop ‚Copy Star‘ in der Zülpicher Straße 184 erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 5: Der Blaue Reiter. Künstler - Gemälde - eine geistige Bewegung

Leitung: Martina Langel

Zeit/Ort: donnerstags 10.00 Uhr – 11.30 Uhr in Hörsaal BI,

Universitätsbibliothek, Universitätsstr. 33

Beginn: 18. April 2013

Erläuterung:Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Die Malerei des Expressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland ist bestimmt von Künstlerinnen und Künstlern unterschiedlicher Herkunft mit verschiedenen Intentionen. Neben dem Rheinischen und Norddeutschen Expressionismus werden besonders die Künstlervereinigung der „Brücke“ (1905 in München gegründet), die Neue Künstlervereinigung München und die Künstler des „Blauen Reiters“ für die Entwicklung der modernen Malerei wichtig.

Im Zentrum des Arbeitskreises stehen Gemälde u.a. von Franz Marc, August Macke, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter. Sie haben im Raum München in regem Austausch und räumlicher Nähe ab 1911 gearbeitet. Auf sehr unterschiedliche Weise haben sie nach Ausdrucksmöglichkeiten mit Farben, Formen und Inhalten gesucht. Aus ihrer Mitte ist ein Buch hervorgegangen, das den Titel „Der Blaue Reiter“ erhielt und unterschiedliche Beiträge von Musikern und Künstlern beinhaltet. Die Lektüre dieser Texte wird dem vertieften Verständnis der künstlerischen Intentionen dienen. Der Arbeitskreis thematisiert am Beispiel der geistigen Bewegung des Blauen Reiters, der entsprechenden Gemälde und der Biographien der beteiligten Künstler einen kleinen aber wesentlichen Bereich des Expressionismus und bietet gleichzeitig eine Einführung in die kunstgeschichtlichen Methoden (formalanalytisch, ikonographisch-ikonologisch), die eine begründete Interpretation der Kunstwerke ermöglichen.

Weitere Informationen:

• Es können kurze Referate übernommen werden (Themen und Literatur im Seminar)

• Es werden Originale im Museum betrachtet:

1. Wallraf-Richartz-Musum, Freitag, 3. Mai 2013, 10.00 Uhr, alternativ 12.00 Uhr

2. Museum Ludwig, Dienstag, 9. Juli 2013, 10.00 Uhr, alternativ 12.00 Uhr

Achtung: Die Exkursionen erfordern eine separate Anmeldung beim fgs, www.fgs.uni-koeln.de, 19. März 2013, ab 10.00 Uhr, Seminarraum des Pädagogischen Instituts im

Uni-Hauptgebäude.

 

Arbeitskreis 6: Biomedizin und Ethik

Leitung: Svenja Meuser

Zeit/Ort: montags, 16.00-17.30 Uhr, Hörsaal XVII a,

Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 15. April 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat der Fortschritt in den Bio- und Lebenswissenschaften eine Ausweitung biomedizinischer Handlungsoptionen ermöglicht, die mit weitreichenden sozialen, ethischen, politischen und rechtlichen Implikationen verbunden sind. Die neuen Entwicklungen werden höchst kontrovers diskutiert. Während einige Stimmen die alte Hoffnung der Menschheit auf die Befreiung von Krankheit und Leid bis hin zur Verbesserung, Optimierung und Perfektionierung des Menschen greifbar erscheinen lassen, besteht auf der anderen Seite ein erheblicher Widerstand gegen eine als solche deklarierte „Machbarkeitsutopie“.

Eines steht allerdings fest: die neuen Erkenntnisse und die mit ihnen verknüpften Interventionsmöglichkeiten werfen existenzielle, die Grundfeste menschlichen Daseins und Zusammenlebens betreffende Fragen auf und erfordern u.a. philosophisch- anthropologische Reflexionen zum Menschenbild, zum Würdebegriff oder zur Konzeption eines „guten Lebens“.

Der Arbeitskreis „Biomedizin und Ethik“ umreißt in einem einführenden Überblick

die Bio- und Lebenswissenschaften als „zugleich grundlagenwissenschaftliches und anwendungsorientiertes, multinationales und milliardenschweres Forschungsprogramm“ (Dederich 2009, 81). Hieran schließt die Erarbeitung theoretischer Grundlagen der so genannten „Bioethik“ an. Im weiteren Verlauf werden unterschiedliche Handlungsfelder im Bereich der Biowissenschaften thematisiert: die Untersuchung von in vitro gezeugten Embryonen auf spezifische genetische Dispositionen im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik, die nicht-therapeutische „Verbesserung“ des Menschen mit Mitteln und Methoden des so genannten Human Enhancement sowie die Kontroversen um Entscheidungen am Lebensende im Kontext der Sterbehilfe bilden die inhaltlichen Schwerpunkte. Der Arbeitskreis wird sich vor allen Dingen einer kritischen Reflexion der jeweiligen ethischen Problemkonstellationen widmen.

Literatur:

Dederich, Markus: Der Mensch als Projekt. Über die Verbesserung des

Menschen und die neuen Anthropotechniken. In: Markus Dederich/Heinrich Greving/ Christian Mürner et al. (Hg.): Menschen zwischen Medizin und Ökonomie – Heilpädagogik als Kulturwissenschaft. Giessen 2009, S. 81-101.

 

Arbeitskreis 7: Ambivalenzerfahrungen im Lebenslauf. Transdisziplinäre Perspektiven

Leitung: Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal XI b, Uni-Hauptgebäude,

Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 15. April 2013

Erläuterung: Der Begriff der Ambivalenz, der vor hundert Jahren von dem Psychiater Eugen Bleuler geprägt wurde, hat längst Einzug in die Alltagssprache gehalten. Doch auf welche Art von Erfahrungen, Gefühlen und Einstellungen beziehen wir uns eigentlich, wenn wir von Ambivalenz sprechen? Gibt es Ambivalenzerfahrungen, die in bestimmten Lebensphasen besonders zentral sind? Verändert sich die Erfahrung von Ambivalenz im Laufe des Lebens? Nach ersten Reflexion des Begriffsgebrauchs in der Alltagssprache, wird zu Beginn des Arbeitskreises die Geschichte des Begriffs der Ambivalenz nachge - zeichnet: Welche Neueinschreibungen hat er erfahren und wie wird er in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen verwendet?

Im zweiten Teil der Arbeitskreises werden wir uns mit literarischen Texten beschäftigen, die Ambivalenzerfahrungen thematisieren. Dabei leitet uns nicht nur die Frage nach dem literarischen Wissen über Ambivalenz, sondern auch die Frage, auf welche Weise literarische Texte Ambivalenz produzieren.

Am 13. Mai 2013 wird im Rahmen des Arbeitskreises ein Werkstattgespräch mit Professor Dr. Kurt Lüscher zum Thema ‚Das Ambivalente in Theorie und Praxis‘ stattfinden.

Literatur:

Der Reader mit den zu lesenden Texten wird ab 8. April 2013 im Copy-Shop

‚Copy Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich sein.

Eine Auswahl der Publikationen von Kurt Lüscher über Ambivalenz finden Sie unter http://www.kurtluescher.de/ambivalenzpubl.html.

 

Arbeitskreis 8: Der freie Wille. Freiheitsgefühl? Illusion? Wie Philosophen, Psychologen, Literaten und Gehirnforscher über "Freiheit" und über "den Willen" reden

Leitung: Margret Kaiser-el-Safti

Zeit/Ort: freitags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 67,

Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 19. April 2013

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Im Zentrum des Arbeitskreises steht die derzeit vieldiskutierte Frage nach dem freien Willen: Ist der freie Wille nur eine Illusion? Anhand einer Auswahl von Texten aus der Philosophie, der Psychologie, der Gehirnforschung und der Literatur werden unterschiedliche Positionen erörtert. Voraussetzung für die Teilnahme am Arbeitskreis, ist die Bereitschaft, über unterschiedliche Denkweisen in Bezug auf dieses wichtige Thema nachzudenken und mitzudiskutieren.

Literatur zur Vorbereitung auf den Arbeitskreis in der vorlesungsfreien Zeit:

Fjodor Dostojewski: Raskolnikow [Sowohl unter dem Titel : „Verbrechen und Strafe“ (neuere Übersetzung) als auch unter dem Titel „Schuld und Sühne“ veröffentlicht].

Peter Bieri: Das Handwerk der Freiheit, Taschenbuch.

Wintersemester 2012/2013

Selbstzeugenschaft trifft wissenschaftlich gesicherte Kenntnis – oder wenn Gerontologen reflexiv werden und über das eigene Altern sprechen

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 17. Oktober 2012

Erläuterung: Im Arbeitskreis werden zur Vorbereitung die Konzepte der Selbstzeugenschaft im Anschluss an Eugen Fink und der intersubjektiven Prüfbarkeit von Hypothesen vorgestellt. Daran anschließend soll diskutiert werden, weshalb es bezogen auf anthropologischen Gegenstände schwieriger ist, die Rolle eines wissenschaftlichen Prüfsubjekts durchzuhalten als bezogen auf andere Gegenstände der Forschung. D.h. wir fragen danach, ob und wie der Mensch sich selbst vollständig zum Objekt machen kann und was er dabei opfert. Nach dieser Vorbereitung studieren wir das Zusammentreffen von Selbstzeugenschaft und wissenschaftliche gesicherter Kenntnis exemplarisch am Beispiel von Texten, in denen der Gerontologe Erich Schützendorf über sein eigenes Altern und zugleich über die damit einhergehende Schwierigkeit, zugleich distanzierter Wissenschaftler und Betroffener zu sein, reflektiert.
Abschließend diskutieren wir, ob das Aufeinandertreffen von Selbstzeugenschaft und wissenschaftlich gesicherter Kenntnis Bedingung für Bildungsprozesse im Raum der Wissenschaft ist und damit zugleich die Frage, unter welchen Bedingungen das Studium der Wissenschaften bildet.
Statt weiterer Erläuterungen möchte ich die Fragestellung des Arbeitskreises durch ein Zitat aus der Einleitung zu Erich Schützendorfs Buch „In Ruhe alt werden können? Widerborstige Anmerkungen“ verdeutlichen:
„Seit gut dreißig Jahren beschäftige ich mich beruflich mich (!) dem Älterwerden,
dem Alter und der Altenpflege. Darüber bin ich, wie man sich leicht ausrechnen kann, selbst in die Jahre gekommen … Könnte es da nicht interessant sein, die Ansammlung gerontologischer Erkenntnisse und Erfahrungen mit dem eigenen Älterwerden abzugleichen und zu prüfen, ob die Erkenntnisse der Alternsforschung angesichts des eigenen Älterwerdens tatsächlich zutreffen?
Eigentlich, so sagen viele meiner Bekannten, sollte ich wohl keine Probleme mit dem Älterwerden haben. Klar, ich weiß, was auf mich zukommen kann, habe das Älterwerden bei vielen Menschen erforscht. Aber bei Lichte besehen stand ich doch dem Alter gegenüber wie ein rauchender Mediziner, der die Gefahren der Nikotinsucht ergründet, der auch gern vor Publikum über die Risiken des Rauchens aufklärt, dann aber nach dem Vortrag schnell eine Zigarette inhalieren muss. Ich habe mich lange geweigert, einen Gedanken an mein späteres Leben als alter Mann zu verschwenden oder einen meiner klugen Ratschläge zur Altersvorsorge zu befolgen – was ja wohl auch die gesündeste Einstellung in jungen Jahren ist. Es kommt wie es kommt, heißt eine meiner Lebensregeln. Und so kam es, dass ich kurz nach meinem 50. Geburtstag gebeten wurde, einen Vortrag über Behinderung und Alter zu halten. Aus einer Laune heraus … schlug ich dem Veranstalter vor, über mein Älterwerden als Gerontologe zu referieren. Er überlegte. Offenbar war ihm ein derartiges Thema bisher noch nicht in den Sinn gekommen, jedenfalls nicht in Bezug auf seine Tagung. Nun gut, warum nicht, ist mal ein anderes Thema, dachte er am Telefon laut nach. Begeisterung klingt anders, aber er willigte ein … Ich hielt den Vortrag und fand Gefallen daran, mich mit meinem eigenen Älterwerden
auseinanderzusetzen.“ (S. 7f)
Literatur:
Erich Schützendorf: In Ruhe alt werden können? Widerborstige Anmerkungen, Frankfurt a.M. 2006.
Erich Schützendorf: Das Alter als Nachspeise. Leicht bis schwer verdauliche Kost für Menschen, die in die Jahre kommen, Versen 2011.
Einen ersten Eindruck vom Erich Schützendorf bekommen Sie durch Videomitschnitte eines Vortrags, online auf You-Tube unter:
http://www.youtube.com/watch?v=0oWlduhZmGU&feature=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=5UY80PzcO7o&feature=relmfu

http://www.youtube.com/watch?v=oG67Df0QLq8&feature=relmfu

 

Arbeitskreis 2: Trauer_Zeit oder: Der Trauer ist (k)eine Frist gesetzt. Aktuelle soziologische und psychologische Trauerkonzepte auf dem Prüfstand

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: Raumänderung! donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 85, Seminarraum S 92, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 18. Oktober 2012

Erläuterung: Ob Trauerjahr oder ‚7–Tage-Trauer‘: Wie lange sich der Mensch in dem komplexen Gefühl der Trauer aufhalten darf, ohne als „krank“ zu gelten, wird nicht nur abhängig vom jeweiligen soziokulturellen Umfeld, sondern auch innerhalb der einschlägigen Fachdisziplinen unterschiedlich beurteilt. Dabei stellt die Bemessung der ‚Trauer- Zeit‘ nur ein Aussagesystem von vielen dar, die das Phänomen der Trauer im Trauerdiskurs seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bestimmen. „Trauer muss gelebt werden“, ist eine andere weit verbreitete normative Ansicht, die sich seit Sigmund Freuds Schrift „Trauer und Melancholie“ (1917) auf weitere renommierte Urheber berufen kann. Anlässlich des Todes von Margarete Mitscherlich im Juni 2012 wurde ihre Aufsatzsammlung „Von der Unfähigkeit zu trauern. Von den Grundlagen kollektiven Verhaltens“ (1967) in den Medien vielstimmig erinnert. Der Blick wurde so erneut auf die damals gesellschaftlich geforderte Trauerarbeit gelenkt. - In diesem Arbeitskreis wollen wir vorwiegend nach den Regularien der individuellen Trauer, wie sie in einschlägigen Konzeptionen (z.B. John Bowlby, Verena Kast, George A. Bonanno) niedergelegt sind,- fragen und ihre Auswirkungen ebenso wie die Grenzen ihrer Umsetzung gemeinsam diskutieren. Die Bereitschaft zur Textarbeit wird vorausgesetzt.
Literatur: Ein Reader ist ab 1. Oktober 2012 im Copy-Shop ‚Copy Star‘ in der Zülpicher Straße 184 erhältlich.

Arbeitskreis 3: Die Weimarer Republik. Die Chancen der ersten
deutschen Demokratie

Leitung: Rainer Behring
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum S 69, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 17. Oktober 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Die Weimarer Republik stellt bis in die Gegenwart ein bevorzugtes, vielfach behandeltes Thema der deutschen und auch der internationalen Geschichtswissenschaft dar. Dabei stehen nahezu alle einschlägigen Arbeiten unter dem Eindruck des Scheiterns der ersten deutschen Demokratie; sie spüren der Frage nach, wie es zur nationalsozialistischen Diktatur und ihren Folgen kommen konnte. Dieser herkömmlichen Perspektive ermangelt es an Sinn für die Offenheit der historischen Situation des Deutschen Reiches und der internationalen Beziehungen in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. In dem Arbeitskreis soll eine grundsätzlich andere Perspektive eingenommen werden. Es wird um die Chancen der Weimarer Republik gehen, ihrer Verfassung, ihrer partei-, sozial- und wirtschaftspolitischen Entwicklung, ihrer Einbettung in eine europäische Friedensordnung. Dabei sollen nicht die rückwärtsgewandten Kräfte der Weimarer Gesellschaft im Mittelpunkt stehen, sondern die aufrechten Demokraten und Republikaner aus verschiedenen politischen und kulturellen Lagern. Aus den Reden und Schriften dieser Träger der Weimarer Demokratie werden wir zeitgenössische Vorstellungen, Pläne und Zukunftsaussichten herausarbeiten, die Möglichkeiten zur dauerhaften Stabilisierung eines freiheitlichen und friedlichen Deutschen Reiches darlegen und die eben nicht auf Diktatur, Krieg und Vernichtung vorausweisen. Es wird deutlich werden, daß zumindest bis 1930 von einem unausweichlichen Scheitern der Weimarer Demokratie keine Rede sein kann. In die gemeinsame Lektüre und Erörterung einschlägiger Quellen und Darstellungen werden wir Reflexionen über den methodischen Umgang mit der Analyse und Interpretation von geschichtswissenschaftlich relevanten Texten einfließen lassen und uns Gedanken über unterschiedliche politische Systeme machen.

Literatur:

Ursula Büttner, Weimar. Die überforderte Republik 1918-1933. Leistung und Versagen in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Stuttgart 2008.
Eberhard Kolb, Die Weimarer Republik. 7. Aufl. München 2009.
Peter Krüger, Die Außenpolitik der Republik von Weimar. 2. Aufl. Darmstadt 1993.
Peter Krüger, Versailles. Deutsche Außenpolitik zwischen Revisionismus und Friedenssicherung. München 1986.
Gunther Mai, Die Weimarer Republik. München 2009.

 

Arbeitskreis 4: Romantik in der Literatur und Musik

 

Leitung: Ute Büchter-Römer
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum S 89, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 15. Oktober 2012

Aktuell:Die Sitzung am 12.11.2012 muss leider ausfallen. Sie wird am Ende des Semesters nachgeholt.

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Die Suche nach der „Blauen Blume“, Symbol nicht stillbarer Sehnsucht. „Und die Welt hebt an zu singen, triffst Du nur das Zauberwort“, dichtet Eichendorff. Unstillbare Sehnsucht nach etwas, was kaum benannt werden kann, nach fernen Ländern, nach Poetisierung des Alltags, nach Kunst, die zum Kult wird. Geistererscheinungen, irrationale Wahrnehmungen, die Entdeckung des Unbewussten im Symbol des Doppelgängers, ironische Brechung des „Gefühls“ – all das findet sich in der Epoche der Romantik. Gedichte, Romane, Erzählungen, Märchen, sie finden sich wieder in den vielfältigen Umsetzungen durch Komponisten und Komponistinnen der Romantik. Die „Mondnacht“, vertont von Robert Schumann, „Nachtgedanken“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, die „Wolfsschlucht“ im „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, die Sage vom „Fliegenden Holländer“ in der musikalischen Erzählung von Richard Wagner, „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann in „Hoffmanns Erzählungen“ von Jaques Offenbach, um nur einige wenige Musikwerke zu nennen, die untrennbar mit der literarischen Vorlage verbunden sind, Inhalte und musikalische Deutungen, sie werden in diesem Seminar gelesen, gehört und analysiert.

 

 

Arbeitskreis 5: Aktuelle Forschungsfragen der Sozialpsychologie II

 

Leitung: Daniel Ehlebracht

Zeit / Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr in Seminarraum S 89, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 18. Oktober 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Aufgrund der positiven Resonanz seitens der Studierenden bietet das Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie auch im Wintersemester 2012/13 einen Arbeitskreis zu aktuellen Forschungsfragen der Sozialpsychologie an. Im Sommersemester 2012 wurden vornehmlich wichtige Grundlagen im Bereich der evolutionären Psychologie, der Psychologie von Kognitionen und Bewusstsein, Emotionen, Motivation und Persönlichkeit sowie zur Psychologie des Entscheidens erarbeitet und diskutiert. Der Arbeitskreis im Wintersemester soll einige dieser Themen erneut aufnehmen und um wichtige Erkenntnisse u.a. in den Bereichen Lerntheorie, Geschlechterunterschiede, interkulturelle Psychologie, soziale Identität und soziale Normen erweitern. Weiterhin sollen praxisrelevante Methoden sowie aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse vorgestellt werden und gemeinsam diskutiert werden. Hierbei soll im weiteren Verlauf des Kurses vor allem die aktuelle Kölner Forschung zu Determinanten zwischenmenschlichen Vertrauens eine zentrale Rolle spielen. Der Arbeitskreis richtet sich sowohl an fortgeschrittene Teilnehmer aus dem Sommersemester 2012, als auch an interessierte Neueinsteiger, die nicht nur andere, sondern auch sich selbst besser verstehen wollen.
Literatur: Als Einstiegsliteratur für Neueinsteiger werden die Kapitel 1, 2, 3, 8 und 11 aus dem Lehrbuch „Psychologie“ von Prof. Detlef Fetchenhauer (Vahlen, 2011) empfohlen.

 

Arbeitskreis 6: KörperBilder in der Kunst ab Ende des 20. Jahrhunderts

 

Leitung: Stefanie Schrank

Zeit / Ort: mittwochs, 17.45 - 19.15 Uhr in Seminarraum S 58, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 17. Oktober 2012

Erläuterung: Der Körper des Menschen ist seine Hülle, der Schutz seines Innersten, ob es sich rein physisch um Organe, Blut und Knochen handelt, die er zusammenhält und einschließt oder um metaphysische Konzepte wie die Seele. Mittels seines Körpers erlebt der Mensch sich selbst in der Welt: „Der eigene Leib ist in der Welt, wie das Herz im Organismus.“ (Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung) Kein Wunder also, dass der menschliche Körper seit jeher und verstärkt seit den 1970er Jahren Untersuchungsgegenstand nicht nur der Medizin, sondern auch von Kulturwissenschaften und Kunst ist. Althergebrachte Körpervorstellungen werden zunehmend erschüttert: Neue Krankheiten und neue  körpermodifizierende Möglichkeiten (die sowohl medizinische wie kosmetische Eingriffe betreffen) spielen dabei eine ebenso große Rolle wie Körperabbildungen und deren Manipulation in Massenmedien und die Bedingungen des Körpers in einer technisierten Welt. Am und im Bild des menschlichen, oftmals des weiblichen Körpers können Fragen nach Identität, Repräsentation, Klischee, Erscheinung und Wirklichkeit und immer auch der Wahrnehmung des Betrachters verhandelt werden. Wir wollen uns – nach Möglichkeit gerne vor Originalen, Exkursionen in Köln und Umgebung sind geplant – ansehen, wie verschiedene zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler unterschiedlichen Körperkonzepten Gestalt verleihen und Körperdebatten, Theorien und Ideen aufnehmen, verarbeiten, weiterdenken und Gegenmodelle entwickeln. Begleitend sollen ausschlaggebende Texte gelesen und besprochen werden, die sich mit Körper und Selbst in der Welt und speziell in der bildenden Kunst auseinandersetzen. Begleitend sollen ausschlaggebende Texte (die im Laufe des Seminars gegen einen Unkostenbeitrag ausgeteilt werden) gelesen und besprochen werden, die sich mit Körper und Selbst in der Welt und speziell in der bildenden Kunst auseinandersetzen.

 

Arbeitskreis 7: „...sie sind verrückt oder er“. Literarische und
philosophische Perspektiven auf ‚Wahnsinn‘ und ‚Demenz‘

 

Leitung: Miriam Haller

Zeit /Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 23, Neues Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 15. Oktober 2012

Erläuterung: Michel Foucault zeigt in ‚Wahnsinn und Gesellschaft‘, dass die Geschichte des Wahnsinns nicht unabhängig von der Geschichte der Vernunft erzählt werden kann – und umgekehrt die Geschichte der Vernunft nicht ohne die Geschichte des Wahnsinns. Seine Untersuchung der Aussagemuster von ‚Vernunft‘ und ‚Wahnsinn‘ und ihren diskursiven Konjunkturen in der Geschichte vom 16. bis 18. Jahrhundert ist inzwischen zum Klassiker avanciert. In den letzten Jahren erfährt das Thema ‚Demenz‘ nicht nur in Presse, Funk und Fernsehen eine zunehmende Aufmerksamkeit, sondern auch in literarischen und philosophischen Texten. Welche Aussagemuster kennzeichnen die literarischen und philosophischen Texte zur Demenz und welche Menschenbilder werden durch sie geprägt? Wie lässt sich der heutige Demenzdiskurs aus Perspektive Foucaults lesen? Diese Fragestellungen leiten die gemeinsame Analyse der Texte. In methodischer Hinsicht bietet der Arbeitskreis eine Einführung in die Diskursanalyse.
Literatur: Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft. Eine Geschichte des Wahns im Zeitalter der Vernunft (1961), Frankfurt/M. 1973.
Irene Dische: Der Doktor braucht ein Heim, Frankfurt/M. 1990
Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil, München 2010.
Deutscher Ethikrat: Demenz und Selbstbestimmung, Stellungsnahme, Berlin 2012, online unter http://www.ethikrat.org/dateien/pdf/stellungnahme-demenz-und-selbstbestimmung.pdf
Zu Vorlesungsbeginn ist ein Reader mit einer Auswahl von Texten im Copy-Shop ‚Copy-Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Arbeitskreis 8: Einführung in die Evolutionsbiologie (mit historischen
Exkursen)

 

Leitung: Achim Trunk

Zeit / Ort: dienstags, 16.00 - 17.30 Uhr in Seminarraum S 56, Philosphikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 23. Oktober 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Als Charles Darwin 1859 sein Werk „Über die Entstehung der Arten“ veröffentlichte und die Wandelbarkeit und gemeinsame Abstammung aller Lebensformen – eine biologische Evolution also – postulierte, sah er sich heftiger Kritik von allen Seiten ausgesetzt. Doch seine Ideen setzten sich durch. Heute stellt die Evolutionstheorie die gemeinsame Grundlage und damit die Klammer aller lebenswissenschaftlichen Disziplinen dar. Der Genetiker Theodosius Dobzhansky spitzte dies auf die Formel zu: „Nichts in der Biologie ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Evolution betrachtet.“ Doch die Evolutionstheorie ist nicht nur eines der wichtigsten Konzepte in den Naturwissenschaften – sie wirkt auch über diese hinaus: Kaum ein anderes naturwissenschaftliches Konzept beeinflußt gesellschaftliche Diskurse so sehr wie sie. Und das Verständnis von „Evolution“, das ihre Rezipienten dabei entwickeln, prägt seinerseits häufig auch ihre Haltungen zu ethischen Fragen.
Dies sind Gründe genug, sich mit der Evolution von Organismen, mit theoretischen Versuchen, diese zu erklären sowie mit der Geschichte dieser Konzepte zu beschäftigen. Dementsprechend widmet sich der Arbeitskreis zunächst der „Tatsache Evolution“: Was heißt „Evolution“ überhaupt? Woraus folgern Biologen/innen, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Evolution der Lebensformen stattgefunden hat? Welches Bild vermittelt die Evolutionsbiologie heute von der Entwicklung der Organismen in der Erdgeschichte? Daraus ergeben sich ganz konkrete Fragen – etwa wo Leben auf der Erde entstanden ist, wie sich die ersten Tiere entwickelten, warum die Dinosaurier Millionen Jahre „über die Erde geherrscht“ haben, seit wann es Blumen gibt… Danach rückt die Theorie der Evolution im Mittelpunkt. Wie stellt man sich heute die Mechanismen der Evolution vor? Und was sind ihre molekularen und ökologischen Grundlagen? Schließlich wird einem Nebenaspekt der Evolution viel Aufmerksamkeit geschenkt – nämlich dem Menschen. Woher kommen wir, evolutionsbiologisch betrachtet? Wer sind unsere nächsten Verwandten? Und inwiefern nimmt der Mensch eine Sonderstellung in der Evolution ein? Bei alledem soll die geschichtliche Entwicklung der Evolutionsbiologie – von der Zeit vor Darwin bis zur molekularen Revolution des letzten Vierteljahrhunderts – im Auge behalten werden, denn aus der historisch-genetischen Perspektive lassen sich ihre Konzepte am leichtesten verstehen und am besten beurteilen.
Erste Literatur: Volker Storch, Ulrich Welsch u. Michael Wink, Evolutionsbiologie, Berlin u.a. (2001) 2007
Thomas Junker u. Uwe Hoßfeld, Die Entdeckung der Evolution, Darmstadt (2001) 2009

 

Sommersemester 2012

Arbeitskreis 1: Gutes Leben (auch) im Alter

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr im Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 11. April 2012

Erläuterung: Auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises im letzten Wintersemester soll der Arbeitskreis des Sommersemesters 2012 Themen im Umkreis der Frage behandeln, wie eine selbst- und mitverantwortliche Lebensführung im Alter (unter sehr unterschiedlichen Bedingungen) möglich ist. Zur Vorbereitung auf die Thematik lesen Sie bitte den Vortrag „Altersbilder in der Gesellschaft“, den Andreas Kruse am 17. Juni 2011 in Bonn gehalten hat. In diesem Vortrag stellt Andreas Kruse Grundfragen des 6. Altenberichts vor, indem er danach fragt, was „Gutes Leben im Alter“, „Menschliche Würde und Integrität im Alter“, „Selbstverantwortliches Leben im Alter“, „Mitverantwortliches Leben im Alter“ bedeutet und was damit von jedem einzelnen Menschen einerseits und von der Gesellschaft andererseits gefordert wird. Die Überlegungen kulminieren in der These, dass Gutes Leben sich im Zusammenleben von Menschen jeden Alters in einer „caring community“, in einem Sich-um-einander-kümmernden-Gemeinwesen verwirklicht.
Die von Andreas Kruse angesprochenen Themen werden wir im Arbeitskreis unter Hinzuziehung weiterer Literatur diskutieren und dabei die Vision einer „caring community“ bzw. eines „Sich-umeinander-kümmernden-Gemeinwesens“ als organisierenden Gedanken nutzen.
Textgrundlage:
Der oben angegebene Vortrag von Andreas Kruse ist nach Tonbandmitschnitt gekürzt veröffentlicht in: BAGSO Dokumentation ,,Der Sechste Altenbericht – Konsequenzen für die Praxis“ Fachtagung am 17. Juni 2011 in Bonn, S. 6-17.
Online unter:
www.bagso.de/fileadmin/Aktuell/Publikationen/Dokumentation_17._Juni2011_Fachtagung_einzelseiten.pdf
Sechster Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland „Altersbilder in der Gesellschaft“
Online zu finden durch Eingabe des Begriffs „6. Altenbericht pdf“ in einer Suchmaschine (z.B. google)

 

Arbeitskreis 2: Das Tagebuch: Ein alt_modisches Relikt?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 67, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 12. April 2012

Erläuterung: Regelmäßig in sozialen Netzwerken wie z. B. facebook die aktuelle Befindlichkeit „posten“; über Blogs die eigenen Gedanken zur Weltlage veröffentlichen: Die neuen Medien scheinen das herkömmliche Tagebuchschreiben in der alltäglichen Praxis außer Kraft gesetzt zu haben. Die wissenschaftliche Aktualität von Tagebüchern wiederum beschränkt sich vornehmlich auf deren Nutzung als historische Quellen. Aus ihnen versucht man authentische Aussagen von und zu Menschen mit besonderem Profil (z. B. Politiker, Schriftsteller) zu gewinnen, um Hintergründe zu Schaffensprozess und Wirkung zu durchleuchten. Ins Abseits geraten sind aber die Tagebücher als persönliche Protokolle von Entwicklung, wie sie in der psychologischen Forschung durch Siegfried Bernfeld (1892-1953) und Charlotte Bühler (1893-1974) genutzt und zum eigenen Forschungszweig wurden. Im ersten Teil des Arbeitskreises wird es um die Abgrenzung dieser „Selbstdarstellung“ von verwandten Gattungsformen (wie z. B. Briefe, Autobiografien) und ihrer Weiterentwicklung gehen; im zweiten Teil wollen wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten der Auswertung (und ihren Grenzen) von sowohl publizierten als auch von nicht veröffentlichten Tagebuchauszügen befassen.
Denkbar ist eine Exkursion in das Deutsche Tagebucharchiv in Memmingen:
www.tagebucharchiv.de.
Literatur: Alexander Kochinka: Psychisches Geschehen im Tagebuch. Kulturpsychologische Fallstudien, Weilerswist 2008.
Karin Q.: Wahnsinn, das ganze Leben ist Wahnsinn. Ein Tagebuch, hrsg. und kommentiert von Jürgen Zinnecker, Weinheim und München 1990.

Arbeitskreis 3: Historische Vorstellungen vom Neanderthaler. Das Bild einer prähistorischen Menschenform im Wandel der Zeiten

Leitung: Achim Trunk
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum S 92, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 16. April 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Der Arbeitskreis befasst sich mit der Geschichte der wissenschaftlichen und (populär-)kulturellen Deutungen einer als „Neanderthaler“ bekanntgewordenen prähistorischen Menschenform – von den ersten Knochenfunden im Tal der Düssel 1856 bis in die Gegenwart.
In den ersten Sitzungen des Arbeitskreises wird ein Überblick über den gegenwärtigen Kenntnisstand über die Neanderthaler erarbeitet.
Im Hauptteil des Semesters ist das Leitmotiv dann die These W.W. Howells, die Neanderthaler seien von Beginn an auch eine „Projektionsfläche für unsere eigenen Interpretationen von Geschichte“ gewesen. Diese These wird im Arbeitskreis geprüft, indem der geschichtliche Wandel der Neanderthaler-Bilder erfaßt und in den historischen Kontext eingeordnet wird.
Hierzu werden Beispiele aus drei Bereichen auf die jeweils zeittypisch vorherrschenden Sichtweisen hin untersucht. Diese Quellen – Texte, aber auch bildliche Darstellungen – stammen zum ersten aus der damaligen wissenschaftlichen Fachliteratur, zum zweiten aus populärwissenschaftlichen Darstellungen (Büchern, Fernsehdokumentationen oder Museen) und zum dritten aus dem populärkulturellen Bereich (Belletristik oder Unterhaltungsfilm).
Es geht dabei nicht in erster Linie darum, wie die Neanderthaler-Bilder im Laufe der Jahrzehnte „immer richtiger“ wurden, sondern vielmehr darum, wie und wodurch sie sich wandelten und vor allem, ob diese Vorstellungen etwas über die Gesellschaften aussagen, in denen sie hervorgebracht wurden.
Erste Literatur: Michael Bolus u. Ralf W. Schmitz: Der Neandertaler, Ostfildern 2006.

Friedmann Schrenk u. Stephanie Müller: Die Neanderthaler, München 2005.
Martin Kuckenburg: Der Neandertaler. Auf den Spuren des ersten Europäers, Stuttgart 2005.

 

 

Arbeitskreis 4: Alte Meister. Neue kunstgeschichtliche Perspektiven

Leitung: Gabriele Huster
Zeit / Ort: mittwochs, 16.00 - 17.30 Uhr in Seminarraum S 78, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 11. April 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Im Caravaggio-Jahr 2010 zeigte sich plötzlich, dass der Mythos vom kriminellen Genie revisionsbedürftig ist. Neue Publikationen haben einer veränderten Rezeption des Barockmalers den Weg gebahnt. Auch in anderen Fällen ermöglichen Forschungsergebnisse einen frischen Blick auf scheinbar vollkommen ausinterpretierte Meister der Kunstgeschichte. Ein Werk Pieter Breughels wurde jüngst aus dem Museumsschlaf gerissen durch den sehr eigenwilligen Film ‚Die Mühle und das Kreuz‘ (2011) von Lech Majewski. So wie diese beiden Altmeister entstaubt wurden und neu erfahren werden können, gilt dies auch für Rubens, Goya und Velasquez. Der Arbeitskreis stellt verschiedene Methoden der Interpretation vor: unter anderem Vergleichendes Sehen, Werk im Kontext, Formanalyse und Ikonografie.

 

 

Arbeitskreis 5: Aktuelle Forschungsfragen der Sozialpsychologie

Leitung: Daniel Ehlebracht

Zeit / Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 91, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 11. April 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. Während wir Sonden in den Weltraum schicken, um unsere Nachbarplaneten zu erforschen, mit Tauchrobotern die letzten Geheimnisse der Tiefsee lüften und gigantische Teilchenbeschleuniger bauen, um eines Tages das Mysterium der Entstehung des Universums zu verstehen, entzieht sich unser eigener Geist oftmals unserem willentlichen Zugriff.
Was spielt sich eigentlich ab, in diesem vergleichsweise kleinen Raum zwischen unserem linken und unserem rechten Ohr? Wie beeinflusst die Steinzeit unser Verhalten? Was ist Bewusstsein? Warum erleben wir negative Emotionen wie Trauer, Angst und Schuld? Was ist Persönlichkeit und wie entsteht sie? Warum unterscheiden sich Männer und Frauen in einigen Bereichen so sehr und in anderen kaum voneinander? Warum fällt es uns schwer, rationale Entscheidungen zu treffen? Wie nehmen wir unsere Umwelt und uns selbst wahr? Warum sind wir soziale Wesen?
Auf viele dieser Fragen gibt es bereits gute Antworten, welche in diesem Arbeitskreis vorgestellt und diskutiert werden sollen. Andere Fragen – zum Beispiel, wieso Menschen einander vertrauen, selbst wenn es keinen offensichtlichen Grund gibt dies zu tun, sind zur Zeit Gegenstand unserer Forschung. Auch diese aktuellen Forschungsfragen – und was wir hier in Köln tun, um sie eines Tages beantworten zu können – werden einen großen Raum im Arbeitskreis einnehmen. Ziel des Arbeitskreises ist es, einen ersten Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Sozialpsychologie zu geben und gleichzeitig auch in die Methoden der sozialpsychologischen Forschung einzuführen.

 

 

Arbeitskreis 6: Alles ganz global? Globalisierung ethnologisch erforschen

Leitung: Heike Heinemann-Bollig

Zeit / Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 92, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 13. April 2012

Erläuterung: Globale Prozesse haben uns spätestens seit dem 11. September 2001 gezeigt, dass nicht alles gut ist, was die Globalisierung bietet. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise zeigt auch in erschreckendem Maße, wie stark Staaten unterschiedlicher Kontinente miteinander vernetzt sind. Trotzdem gibt es auch Positives zu berichten, etwa in Sachen Menschenrechte und Umweltschutz. Globalisierung umfasst wirtschaftliche Verflechtungen ebenso wie globale Bewegungen und Klimawandel, beinhaltet aber auch immer wieder Versuche Globalisierung politisch zu gestalten.
In diesem Arbeitskreis befassen wir uns mit Fallbeispielen aus der ganzen Welt, z.B. Pakistan, Namibia, Kenia. Aber auch in Südamerika und Südostasien gibt es, allein weltwirtschaftlich gesehen, viele Beziehungen zu jedem Einzelnen zu uns durch die Produkte, die wir hier täglich kaufen können (Bsp. Kaffee oder Kleidung).
Zunächst werden wir mit einer kurzen Einführung in die Ethnologie und ihre zentralen Methoden beginnen. Dann wird die etwa 500-jährige Geschichte der Globalisierung zusammenfassend im Überblick betrachtet und der Begriff wissenschaftlich geklärt. Dabei wird klar, dass es sich um kulturelle, wirtschaftliche und soziale Einflüsse auf allen Gebieten handelt, wie etwa Warenhandel, Religion, Politik, Naturschutz, Kommunikation, Reisen oder Energiewirtschaft. Der Arbeitskreis soll sich aber nicht ausschließlich mit der Beschreibung von Globalisierungsphänomenen beschäftigen, sondern auch mit den vielfältigen Ansätzen, diese zu kontrollieren und konstruktiv zu gestalten.
Um die ethnologischen Methoden besser zu durchdringen, können (keine Verpflichtung) alle oder einige der Teilnehmer/innen eine angeleitete kleine Feldforschung vor Ort zum Thema Herkunft und Produktion von Waren durchführen und gerne ihre Ergebnisse der Gruppe vortragen. Recherchieren in der Institutsbibliothek und im Internet ist dabei genauso wichtig und wird ebenso angeleitet. Zudem bietet sich eine gute deutschsprachige Literaturlage, sodass auch für ausreichend Lesestoff gesorgt sein wird.

 

 

Arbeitskreis 7: Politisches Denken im 20. Jahrhundert. Ein Beispiel: Die deutsche Sozialdemokratie und „der Westen“

Leitung: Rainer Behring

Zeit /Ort: donnerstags, 12.00 - 13.30 Uhr in Hörsaal G, Hörsaalgebäude,
Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 12. April 2012

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird durch die finanzielle Unterstützung des fgs ermöglicht. „Der Westen“ ist ein schillernder Begriff, und Deutschlands Verhältnis zum „Westen“ seit dem 19. Jahrhundert umfasst vielfältige Facetten. Es geht dabei zum einen um den Einfluss, den der britische Parlamentarismus und die atlantischen Revolutionen in Amerika und Frankreich 1776 und 1789, deren politische Ideen und die daraus erwachsenen politischen Institutionen auf das Denken deutscher Politiker und Publizisten ausübten, zum anderen um die außenpolitische Orientierung eines deutschen Staatswesens insbesondere in bezug auf die westlichen Demokratien. Die Sozialdemokratie kann in Deutschland als die Partei des „Westens“ bezeichnet werden, die sich seinen Werten ebenso wie der westlichen Staatenwelt frühzeitig geöffnet hat. Doch handelte es sich bei der Orientierung der SPD am „Westen“ um einen komplizierten und keineswegs linearen Prozess, wie etwa der Weg mancher SPD-Politiker in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands oder die im Umkreis der Sozialdemokratie bis in die Gegenwart latent stets vorhandenen antikapitalistischen Ressentiments oder antiamerikanischen Strömungen erweisen.
Mit diesen Fragen und Problemen werden wir uns in dem Arbeitskreis durch die gemeinsame Lektüre und Erörterung einschlägiger Texte befassen. Es wird dabei vor allem um Quellen aus der Feder sozialdemokratischer Politiker seit dem Ersten Weltkrieg gehen. Einen Schwerpunkt bilden Überlegungen aus der Zeit des sozialdemokratischen Exils, die in Auseinandersetzung mit den Diktaturen Hitlers und Stalins in westlichen Fluchtstätten wie Prag, Paris, London oder New York entstanden sind. Gleichzeitig werden wir uns grundsätzliche Gedanken um den methodischen Umgang mit der Analyse und Interpretation historischer Quellentexte machen. Erste Literatur: Rainer Behring: Demokratische Außenpolitik für Deutschland. Die außenpolitischen Vorstellungen deutscher Sozialdemokraten im Exil 1933-1945, Düsseldorf 1999.
Rainer Behring: Option für den Westen. Rudolf Hilferding, Curt Geyer und der antitotalitäre Konsens, in: Mike Schmeitzner (Hrsg.), Totalitarismuskritik von links. Deutsche Diskurse im 20. Jahrhundert, Göttingen 2007, S. 135-160.
Ernst Fraenkel: Deutschland und die westlichen Demokratien, 9., erweiterte Aufl. Baden-Baden 2011.
Curt Geyer: Die Partei der Freiheit, in: Kurt Klotzbach (Hrsg.), Drei Schriften aus dem Exil, Berlin/Bonn-Bad Godesberg 1974, S. 299-356.
Dieter Groh/Peter Brandt: „Vaterlandslose Gesellen“. Sozialdemokratie und Nation 1860-1990, München 1992.
Werner Kremp: In Deutschland liegt unser Amerika. Das sozialdemokratische Amerikabild von der Anfängen der SPD bis zur Weimarer Republik, Münster 1993.
Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. 2 Bde. München 2000.

 

 

Oberseminar: Alter(n) und Bildung. Geragogische Konzeptionen und ästhetisch-biographische Narrationen

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr in Seminarraum S 26, Neues Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 16. April 2012

Erläuterung:Das Oberseminar gibt einen Überblick über zentrale Bildungskonzeptionen und ihr Verhältnis zu Alters(leit)bildern im geragogischen Diskurs und konfrontiert die wissenschaftlichen Konzeptionen mit (auto)biographischen und literarischen Narrationen vom alternden Selbst. Zur Diskussion steht das Verhältnis von wissenschaftlichen Konzeptionen und biographischen sowie literarischen Narrationen von Bildungsprozessen im Alter und die Frage nach der Relevanz des biographischen und literarischen Wissens für die Geragogik.
Um gemeinsam eine ‚Landkarte‘ der zentralen Topoi des Altersdiskurses skizzieren zu können, bietet das Seminar auch eine Einführung in die Methode der Diskursanalyse. Das Oberseminar richtet sich sowohl an Studierende im Masterfach Erwachsenenbildung als auch an Gasthörer- und Seniorstudierende.
Gern können die Teilnehmer/innen selbst literarische Texte, Interviews oder auch Filmsequenzen in das Oberseminar einbringen.
Zu Vorlesungsbeginn ist ein Reader mit den zu lesenden Texten im Copy-Shop ‚Copy-Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich.

Wintersemester 2011/2012

Arbeitskreis 1: Wohn_Raum-Analysen. Kultutanalytische Zugänge zum "Wohnzimmer".

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Seminarraum S 78, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 20. Oktober 2011

Erläuterung: Der ehemals „unbehauste Mensch“ (Holthusen 1951) hat scheinbar sein Zuhause gefunden: Einzig das ‚Wohnzimmer‘, ehemals der bürgerlichen Schicht vorbehalten, ist in den Richtlinien des (bundesdeutschen) Wohnungsbaus nach DIN 18011 heute in seiner Mindestgröße festgelegt und behauptet somit flächenmäßig den maximalen Anspruch in einer Wohnung. Der darin wohnende Mensch ist der Akteur, der 21 sich im Umfeld eines gegebenen, „natürlichen“ Raums seinen konkreten sozialen Raum organisiert und diesen seinen Wohn_Raum als ‚Wohnzimmer‘ im Spektrum zwischen „gemütlicher“ Einrichtung und gängigem „Wohlfühlambiente“ gestaltet. Im Arbeitskreis soll die laienpsychologische Vorstellung von „Sage mir wie Du wohnst, und ich sage dir, wer du bist“ auf den Prüfstand kommen. In der Auseinandersetzung mit konkreten Wohnzimmer-Szenarien sollen die Modalitäten des Selbst-Präsentierens und des Verbergens mittels der Beziehungen zu den Gegenständen / Einrichtungen erörtert und die Methodik eines „narrativen Wohnzimmers“ ausgelotet werden. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, Fotos von Wohnzimmern / Wohnräumen zur Analyse (ohne Personenabbildungen) in den Seminarsitzungen bereitzustellen. Ein Reader mit den im Seminarverlauf zu lesenden Texten wird ab 1.10. bei Copy-Star zur Verfügung stehen. Literatur zur Einführung: Gerte Selle, Jutta Boehe, Leben mit den schönen Dingen. Anpassung und Eigensinn im Alltag des Wohnens. Rowohlt 1986 Manuela Lutz, Imbke Behnken, Jürgen Zinnecker. Narrative Landkarten. Ein Verfahren zur Rekonstruktion aktueller und biografisch erinnerter Lebensräume. In: Friebertshäuser, B./Prengel, A., (Hrsg.): Handbuch qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Weinheim/München 1997, S. 414-435

Arbeitskreis 2: Lebenslehren, Menschenbilder, Bildungsideale und menschliche Selbstbestimmung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 19. Oktober 2011

Erläuterung: Die Diskussion des Zusammenhangs von Lebenslehren, Menschenbildern, Bildungsidealen und menschlicher Selbstbestimmung wird in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder auf die Dreideutigkeit des Phänomens ‚menschliche Selbstbestimmung‘ zurückkommen.
Dabei werden die drei Behauptungen
- der Mensch bestimmt sich als Individuum selbst,
- der Mensch bestimmt sich als Menschheit selbst,
- der Mensch soll sich in humaner Weise selbst bestimmen
im Horizont verschiedener Lebenslehren, Menschenbilder und Bildungsideale geprüft.
Die Bereitschaft, zu Beginn einer Sitzung, Thesen für den Einstieg in die gemeinsame Diskussion zu formulieren, wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitskreises erwartet.
Textgrundlage:
Eugen Fink: Grundphänomene des menschlichen Daseins, Freiburg/München 1972.
Eugen Fink: Traktat über die Gewalt des Menschen, Frankfurt/M.1974.
Anselm Böhmer (Hg.): Eugen Fink. Sozialphilosophie, Anthropologie, Kosmologie, Pädagogik, Methodik, Würzburg 2006. Teilweise im Internet veröffentlicht und zu finden bei books.google.de mit dem Suchbegriff `böhmer eugen fink`.

 

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Arbeitskreis 3: Richard Wagner und Giuseppe Verdi

Leitung: Ute Büchter-Römer
Zeit / Ort: mittwochs,14.00-15.30 Uhr in Seminarraum S 92 Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 12. April 2011

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Richard Wagner beabsichtigte, ein neues Kunstwerk entstehen zu lassen, ein musikalisches Kunstwerk, das die verschiedenen Künste, die auf der Bühne zur Realisation einer „Oper“ notwendig sind, zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt. Text, Musik, Regie, Bühnenbild, Kostüme und Gestik sollten sich der Idee des Werkes unterordnen. Wagner verfasste seine Libretti selbst, da er seine Ideen unmittelbar durch Text und Musik transportieren wollte. Auf dem Weg zum Musikdrama entstanden zunächst „Romantische Opern“ zu denen „Rienzi“; „Lohengrin“ und „Tannhäuser“ gehören. Musikdramen sind „Tristan und Isolde“, „Der Ring des Nibelungen“ und „Parzival“; das Spätwerk „Die Meistersinger von Nürnberg“ erinnert eher wieder an eine durchkomponierte Nummernoper. Den „Ideen-Dramen“ Wagners steht in Italien die „Gesangsoper“ gegenüber. Giuseppe Verdi zeichnet in seinen Opern tragische Helden, tragische Situationen und vertraut der Musik die Gefühle der Protagonisten an. Dadurch ziehen seine Opern die Menschen in ihren Bann, sie lauschen den „schönen“ Stimmen, dem musikalischen Ausdruck. Verdi schuf mit „Don Carlos“ nach dem Drama von Friedrich Schiller und „Othello“ nach dem Drama von Shakespeare italienische Musikdramen, in denen das gesungene Wort und die Emotionen der Figuren im Mittelpunkt des Stückes stehen. Der Arbeitskreis will mit den Werken der beiden Meister des 19. Jahrhunderts vertraut machen und der Frage nachgehen, was diese Werke auch weiterhin für das Publikum anziehend macht.

 

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Arbeitskreis 4: der Kölner Dom. Baugeschichte und Baukonstruktion aus kunsthistorischer Perspektive

Leitung: Martina Langel
Zeit / Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr in Raum 417, Humanwissenschaftliche Fakultät, Block C,  Gronewaldstr. 2
Beginn: 21. Oktober 2011

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der Kölner Dom steht im Mittelpunkt dieses kunsthistorisch ausgerichteten Arbeitskreises. Aus der Vielfalt der Perspektiven, aus denen man sich mit wissenschaftlichem Erkenntnisinteresse dem Kölner Dom nähern kann, konzentriert sich der Arbeitskreis auf folgende drei Blickwinkel: Baugeschichte und gotische Baukonstruktion bilden einen der thematischen Schwerpunkte, die erarbeitet werden. Die Architektur der gotischen Kathedrale soll betrachtet und beschrieben werden. Dazu bietet der Arbeitskreis zunächst eine Einführung in die Methoden der kunsthistorischen Architekturbetrachtung. Ziel ist es, die am Bau erkennbaren Spuren unmittelbar mit der Baugeschichte, den Bauunterbrechungen und den Bautechniken in Verbindung zu bringen.
Die Bedeutung des Domes im zeitgeschichtlichen Umfeld von der Pilgerkirche im Mittelalter bis zum Nationaldenkmal im 19. Jahrhundert bildet einen weiteren inhaltlichen Akzent. Drittens werden schließlich ausgewählte Beispiele der künstlerischen Ausgestaltung beschrieben und künstlerisch und zeitlich eingeordnet.
Alle Teilnehmenden sind eingeladen, mit Kurzbeiträgen das gemeinsame Arbeiten zu bereichern. Anleitungen zur Erarbeitung von Beschreibungen und eine Auswahl möglicher Themen und Texte werden bereitgehalten.
Der Besuch des Domes wird an zwei bis drei Terminen Teil des Arbeitskreises sein. Daten und Treffpunkte werden dann im Seminar bekannt gegeben.

 

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Arbeitskreis 5: Die Himba-Nomaden Nord-Namibias im Sucher - Bilder zwischen alter Tradition und Moderne

Leitung: Heike Heinemann-BolligZeit / Ort: freitags, 10.00 - 12.30 Uhr im Videoraum des Instituts für Ethnologie, Bauteil VI, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-PlatzBeginn: 21. Oktober 2011

Erläuterung: Die Himba leben ein noch recht unabhängiges Leben im abgeschiedenen Teil Nord-West-Namibias. Während andere Volksgruppen durch die lange Kolonialzeit (1884-1990) und die wirtschaftlichen und globalen Einflüsse der letzten Jahrzehnte stärker beeinflusst wurden, erhielten sich die Himba eine weitgehende wirtschaftliche Selbstständigkeit und kulturelle Autonomie: Die meisten tragen noch immer mit Stolz ihre traditionellen Frisuren und Bekleidung, bauen dem Klima angepasste Lehmhütten und leben hauptsächlich von ihren Herden.
In meinen Ausführungen möchte ich sowohl auf Traditionelles, als auch auf die modernen Bestandteile ihres Alltags und ihrer Kultur eingehen. Dabei fließen alte Bildquellen ebenso ein wie moderne Filme und Fotos, hauptsächlich aus der Zeit, in der ich selbst mit meiner Familie das Land bereist habe.
Wir werden aus ethnologischer Sicht die Lebensweise und Kultur der Himba betrachten und sie dem Bild in den Medien gegenüberstellen und diskutieren. Geplant ist auch ein Ausflug ins neue Rautenstrauch-Joest-Museum.
Ein Reader mit den zu lesenden Texten ist ab 1.10. im Copy-Star erhältlich.

 

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Arbeitskreis 6: Erzählte Kölner Frauengeschichte: Historische Romane - historische Quelle?

Leitung: Irene Franken

Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 85, Philosophikum,Albertus-Magnus-Platz

Beginn: 18. Oktober 2011

Erläuterung: Seit Aristoteles herrscht ‚Krieg‘ zwischen den ‚Geschichtsschreibern‘ und den ‚Dichtern‘. Kalliope, u.a. die Muse mit der schönen Stimme, und Klio, die Rühmende, tragen auch heute noch ihren symbolischen Kampf um das retrospektive Erzählen aus. HistorikerInnen ringen um Faktentreue und beziehen gegenüber den narrativen Deutungsschemata der Literatur eine skeptische Position; sie wollen beschreiben und erklären. DichterInnen dürfen beschreiben – und erfinden. Gemeinsam ist beiden Zugangsweisen zu geschichtlicher Erfahrung jedoch das Medium der Sprache.
Die Faszination der Leserschaft für historische Romane hat eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter erschienen historische Romane, die ihr Weltbild auf die Antike stülpten. Weniger bekannt ist der große Anteil, der gerade den Frauen als Verfasserinnen historischer Romane an der Etablierung der literarischen Gattung zukommt. Für das 18. Jahrhundert ist insbesondere Benedikte Naubert hervorzuheben, die Walter Scott zu seinen Romanen anregte und selbst historische Romane schrieb, die auch von Kölner Themen handeln – wie z.B. die Rettung der Stadt durch die Seherin Veleda oder den verliebten Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg.
Historische Romane erleben heute einen Boom wie zuletzt im 19. Jahrhundert. Ob auf Kreuzzügen, im Beginenhaus, als verfolgte „Hexe“ oder als Polizistin, -- in erstaunlich vielen dieser zeitgenössischen Bestseller stehen ‚emanzipierte‘ Frauengestalten im Mittelpunkt. Die historische ‚Wirklichkeit‘ bleibt dabei oft auf der Strecke; Identitätsstiftung scheint im Zentrum zu stehen. Aber müssen Romane real sein? Im Arbeitskreis werden historische Romane über Köln mit zeitgenössischen Quellen und analysierenden Texten aus der (Frauen-)Geschichtsforschung kontrastiert. Zur theoretischen Fundierung der gemeinsamen Arbeit am Text, werden literaturwissenschaftliche und historiographische Texttheorien herangezogen.

 

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Arbeitskreis 7: Zwischen Konflikt und Solidarität. Ambivalenz der Generationen, Generationsdialoge und intergenerationelles Lernen

Leitung: Miriam Haller

Zeit /Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr in Seminarraum S 94, Philosophikum, Achtung! Raum- und Zeitänderung: Dieser Arbeitskreis findet ab dem 24. Oktober 2011 jeweils montags, 10-11.30 Uhr in Seminarraum S 15 im Neuen Seminargebäude, Albertus-Magnus-Platz, statt.

Beginn: 17. Oktober 2011

Erläuterung: Der Arbeitskreis gibt einen Einblick in zentrale Konzepte der soziologischen, kulturwissenschaftlichen und erziehungswissenschaftlichen Generationenforschung. Dazu zählen einerseits die disziplinär unterschiedlichen Konzeptionen des Generationenbegriffs selbst und andererseits die verschiedenen wissenschaftlichen Theorien zum Verhältnis der Generationen: Unterscheiden lassen sich Theorien des Generationenkonflikts, der Generationensolidarität und der Ambivalenz der Generationen. Im weiteren Verlauf konzentriert sich der Arbeitskreis auf das Konzept der Ambivalenz und diskutiert dessen Implikationen für Konzeptionen des Generationendialogs und des intergenerationellen Lernens.
Die Teilnehmer/innen des Arbeitskreises sind herzlich eingeladen zur Teilnahme am Panel ‚Alter‘, das im Rahmen der Tagung „Inklusion und Diversität als Herausforderung an Erziehung, Schule und LehrerInnenbildung“ am 11. und 12. Oktober 2011, jeweils von 10.00 – 18.30 Uhr im Hauptgebäude der Humanwissenschaftlichen Fakultät (Gronewaldstr. 2) stattfindet. Nähere Informationen zur Tagung finden Sie unter www.hf.uni-koeln.de.
Literatur: Zu Vorlesungsbeginn ist ein Reader mit den zu lesenden Texten im Copy-Shop ‚Copy-Star‘, Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

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Arbeitskreis 8: Dokumentarische Fotografie: "Zeichenstift der Natur"? Kunsthistorische Perspektiven

Leitung: Jule Schaffer, Judith Schulte

Zeit / Ort: dienstags, 16.00 - 17.30 Uhr in Seminarraum S 89, Philosophikum, Albertus- Magnus-Platz

Beginn: 18. Oktober 2011

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.Ob als private Erinnerung, künstlerische Inszenierung, wissenschaftliche Aufzeichnung oder im Journalismus, zunächst kann jedes Foto als Dokument betrachtet werden. In diese Dokumente scheint die Realität sich selbst einzuschreiben – ein Umstand, der der Fotografie im 19. Jahrhundert den Namen „Zeichenstift der Natur“ eintrug. Seitdem prägt dieses Verhältnis von Fotografie und Realität die Bildproduktion ebenso wie die theoretische Diskussion über das Medium. Dabei stehen sich alltägliche Nutzung und kritische Reflektion oft konträr gegenüber. Der Glaube an die indexikalischeFähigkeit der Fotografie, das heißt ihrer Eigenschaft, eine Spur des Realen festzuhalten –von Roland Barthes als „es ist so gewesen“ formuliert–beeinflusst noch heute unseren Umgang mit Fotografien.Zugleich wird dieser fotografische Authentizitätsgedanke wiederholt in Frage gestellt und auf Möglichkeiten fotografischer Selektion, Manipulation und digitaler Nachbearbeitung hingewiesen. Ziel des Arbeitskreises ist es, in die verschiedenen Facetten der „dokumentarischen Fotografie“ einzuführen. Wir betrachten die unterschiedlichen Formen und Praxen der dokumentarischen Fotografie von ihrer Entstehung bis heute: Das Spektrum reicht von der sogenannten Street Photography und dem Fotojournalismus über künstlerische Typologien wie den Wassertürmen von Bernd und Hilla Becher bis hin zur Fotografie in den Naturwissenschaften. Außerdem soll anhand von Textlektüre der Begriff der „dokumentarischen Fotografie“ untersucht und kritisch beleuchtet werden. Kann man zwischen „dokumentarischer“ und „inszenierter“ Fotografie unterscheiden? Exkursionen in Ausstellungen in Köln und Umgebung sind geplant.

Sommersemster 2011

Arbeitskreis 1: Transgenerationale Weitergabe. Schweres Gepäck oder (Leichtbau-)Konstruktion einer Erfahrung?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Seminarraum S 67, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 14. April 2011
Erläuterung: Unter der Terminologie „Transgenerationale Weitergabe“ und / oder „Transmission“ versteht man die Annahme, dass Erfahrungen von einer Generation auf die nächste (nicht genetisch) weitergegeben werden können. Ob und was sich dabei verändert und welche Interaktionsdynamik zwischen den Generationen dabei eine Rolle spielt, ist (auch) ein Thema der aktuellen Familien-, Sozialisations- und Generationenforschung. Unter dieser Perspektive soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit eine „Kriegskindheit im mentalen Rucksack“ (Barbara Stambolis) auf das kollektive Gedächtnis der nachfolgenden Generation einwirkt. Im Fokus der Diskussion wird dabei die sogenannte „Generation der Kriegskinder“ stehen, die – so die Kritik – durch medial gesteuerte Praktiken der Erinnerung erst erzeugt wurde.
Grundlage der Arbeit im Arbeitskreis bildet die vor kurzem als Buch erschienene Dissertation des Münchner Soziologen Michael Heinlein „Die Erfindung der Erinnerung“. Die Einleitung in dieses Buch liegt ab sofort als Kopiervorlage im Fotokopierladen (Copy-Star, Zülpicher Straße 184) aus. Ein Reader mit weiterführenden Texten ist ab der ersten Sitzung ebendort erhältlich.
Weitere Literatur zur Vorbereitung:
Sigmund Freud, Der Mann Moses und die monotheistische Religion, in: S.F. Gesammelte Werke, Bd.XVI, Frankfurt/M. 1999.
Hartmut Radebold/ Werner Bohleber/Jürgen Zinnecker (Hrsg.), Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten: Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen, Weinheim 2009 (2.Auflage).
Insa Fooken/Jürgen Zinnecker (Hrsg.), Trauma und Resilienz, Weinheim 2009.

 

Arbeitskreis 2: Mythen in Vergangenheit und Gegenwart

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 13. April 2011
Erläuterung: „Mythen erklären Natur und Übernatürliches, berichten von HeldInnen, Gottheiten und Dämonen, vom Ursprung der Dinge und von den Regeln des Zusammenlebens in einer Gemeinschaft, kurz: Sie sind lebendiger Ausdruck einer bestimmten Lebenswelt und eines je spezifischen Weltbildes.“ (Elke Mader)
Eugen Fink geht über die Beschreibung von Mythen als Ausdruck einer Lebenswelt und eines Weltbildes noch hinaus, wenn er den Mythos als umfassende Lebenslehre bestimmt, in deren Horizont alle Lebensvollzüge zweckmäßig und symbolisch zugleich sind. D.h. für Fink sind Mythen nicht Ausdruck einer Lebenswelt, sondern mit dieser identisch. In der Innensicht mythisch verfasster Gemeinschaften sind die Grundphänomene der menschlichen Koexistenz wie Arbeit, Herrschaft, Liebe, Tod und Spiel für ihn nicht nur menschliche Lebensvollzüge, die das Überleben sichern, sondern zugleich und vor allem Mittel, um die Verfassung der Welt immer erneut zu vergegenwärtigen und zu beständigen.
Im Arbeitskreis werden nicht einzelne Mythen im Zentrum stehen, sondern theoretische Perspektiven und Interpretationsmodelle der kultur- und sozialanthropologischen Mythenforschung.
In Horizont der Mythenforschung werden deshalb zunächst
- Mythen von anderen Erzählungen abgegrenzt,
- die Anfänge der Mythenforschung skizziert,
- mythische Motive verglichen,
- der Zusammenhang von Mythen und Ritualen diskutiert,
- Mythen als Zeichensysteme und sprachliche Gefüge analysiert.
Danach werden Funktion und Leistung von Mythen für die Beheimatung des Menschen in Natur und Kosmos sowie für die Etablierung und Stabilisierung von sozio-kulturellen und gesellschaftlichen Gefügen in verschiedenen Perspektiven vorgestellt und diskutiert.
Abschließend werden neuere Forschungsfelder, wie Mythen und Alltag, Mythen und Film, Mythen und Gender, Mythen und Globalisierung an ausgewählten Beispielen skizziert.
Die Bereitschaft, wenigstens ein Impulsreferat als Einstieg in die gemeinsame Diskussion zu übernehmen, wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Arbeitskreises erwartet.
Textgrundlage:
Elke Mader: Anthropologie der Mythen, Wien 2008 (ISBN 978-3-7089-0019-3 // Preis neu 19,40 €).
Illustrierend können hinzugezogen werden: Philip Wilkinson: Mythologie kompakt und visuell, München 2008 sowie Sergius Golowin mit Beiträgen von Mircea Eliade und Joseph Campbell: Die grossen Mythen der Menschheit, München 2002.

 

Arbeitskreis 3: Kulinarisches Kino

Leitung: Christiane Boje
Zeit / Ort: dienstags, 10.00 - 11.30 Uhr in Hörsaal V im Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 12. April 2011
Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Das Phänomen Essen findet seit jeher zwischen biologischer Notwendigkeit und soziokultureller Codierung statt. Als Kulturthema hat es Eingang gefunden in die verschiedenen künstlerischen wie wissenschaftlichen Bereiche.
Unter den frühesten Produktionen des neuen Mediums Film findet sich ein 41-sekündiger Film der Gebrüder Lumière aus dem Jahre 1895 mit dem Titel LES REPAS (DE BÉBÉ). Er zeigt in einer einzigen halbnahen Einstellung ein Kleinkind, das von Vater und Mutter gefüttert wird. Gilt die Nahrungsaufnahme (der Muttermilch) nach der Geburt eines Kindes als dessen erster und primärer Zugang zur Welt, so kann an Hand des Beispiels ein Analogieschluss gezogen werden: Gleich dem Kind, das sich die Welt zunächst essend und trinkend aneignet, eignete sich auch der Film nach seiner ‘Geburt’, auf die sich die Filmwissenschaft für den 25. Dezember 1895 geeinigt hat, die Welt durch Darstellung des menschlichen Grundbedürfnisses nach Nahrung an.
Das Essen scheint nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis darzustellen, sondern gleichermaßen eines des Films, dessen Darstellung und Inszenierung ihn seit seiner Entstehung kontinuierlich begleitet. Die Thematik des Essens spielte zu jeder Zeit und bis zum heutigen Tage eine große Rolle in den filmischen Erzählungen, kaum ein Film verzichtet auf die Darstellung von Szenen, die ums Essen kreisen und die Figuren für Mahlzeiten um einen Tisch versammeln.
Das Essen selbst, so scheint es zumindest, stellt dabei lediglich eine sinnliche Folie am Rande der filmischen Inszenierung dar. Aber oftmals ist es erst der Blick auf die Speisen selbst, auf die dekorativen Gerichte, der eine Erzählung offenbart, die durch die Nahrung selbst mitgeteilt wird. Und ganz entsprechend der Bedeutung des Alimentären in der alltäglichen Lebenswirklichkeit handelt es sich stets um eine Geschichte, die bewusst inszeniert, aber unbewusst rezipiert wird.
Anhand ausgewählter Filmbeispiele sollen Inszenierungs-, Institutionalisierungs- und Bedeutungsformen des Kulturthemas Essen innerhalb des Mediums verortet sowie durch die Nutzbarmachung verschiedener filmtheoretischer, medienwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Ansätze erarbeitet und analysiert werden.

 

Arbeitskreis 4: Kirchenbau der Moderne

Leitung: Martina Langel
Zeit / Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr in S 13, Neues Seminargebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 15. April 2011
Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der Arbeitskreis gibt einen Überblick zum Kirchenbau der Moderne vom beginnenden 20. Jahrhundert bis zu heutigen Kirchenneubauten. Es werden Zugänge zum Verständnis moderner Kirchenarchitektur erarbeitet.
Es gilt zunächst das Umfeld zu erfassen, das die Voraussetzungen für den Kirchenbau der Moderne bot und ihn herausforderte. Im Mittelpunkt stehen dann sowohl die Kirchenbauten, die wegweisend in den 20er und 30er Jahren gebaut wurden, als auch die im Bauboom der Nachkriegszeit entstandenen Kirchen. Die Analyse von Entwürfen, Bauten und auch Schriften ausgewählter Architekten, der Vergleich unterschiedlicher Bauansätze und die Lektüre der liturgischen Vorschriften sind Teil der gemeinsamen Arbeit. Form, Gestalt und Material der Kirchen zeigen im 20. Jh. eine große Individualität. Es werden Einblicke in die Inventarisierung des Kirchbaus der Nachkriegszeit gegeben und Umgestaltungen von Innenräumen aus liturgischer und architektonischer Sicht vorgestellt. Vor diesem Hintergrund sind der Besuch ausgewählter Kirchen im Kölner Raum und die Betrachtung der künstlerischen Ausstattung und heutigen liturgischen Nutzung vorgesehen.
Ziel des Arbeitskreises ist es, das Interesse zu fördern, sich Kirchen der Moderne zuzuwenden und ihre Qualitäten zu erkennen. Darüber hinaus kann die aktuelle Diskussion zu Umgestaltungen oder Umnutzungen von Kirchen kenntnisreicher begleitet werden. Der Kirchenbau der Moderne ist schon heute ein Erbe, das zu kennen und zu bewahren sich lohnt.
Der Besuch einiger Kirchen im Raum Köln wird als Exkursion an zwei bis drei Terminen Teil des Seminars sein. Daten und Treffpunkte werden im Seminar bekannt gegeben.

 

Arbeitskreis 5: Wissenschaftsgeschichte. Eine Annäherung anhand von Beispielen aus der Biochemie

Leitung: Achim Trunk
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 in S 13, Neues Seminargebäude, Albertus- Magnus-Platz
Beginn: 11. April 2011
Erläuterung: Die Geschichtsschreibung der Naturwissenschaften verfolgt eine Reihe recht unterschiedlicher Ansätze. Im Zentrum traditioneller Darstellungen steht meist die Abfolge von Entdeckungen, die Entwicklung von Ideengebäuden oder der geniale Einzelwissenschaftler. Jüngere Ansätze dagegen verfolgen beispielsweise die Geschichte von Experimentalsystemen, oder sie dekonstruieren wissenschaftliche Diskurse. Wiederum andere Ansätze fragen nach den politischen und ökonomischen Interessen, die die Forschung leiteten. Last but not least wird Naturwissenschaft als per se sozialer Prozess betrachtet, und die historische Analyse nimmt ihre sozialen Strukturen und Interaktionen in den Blick.
Der Arbeitskreis will einen Eindruck von dieser Bandbreite an wissenschaftshistorischen Sichtweisen vermitteln und einen kritischen Zugang zu ihnen eröffnen. Dies kann nur exemplarisch erfolgen. Alle Beispiele, die erörtert werden, stammen aus der Geschichte der Biochemie. Einschlägige Kenntnisse in Biologie oder Chemie sind hilfreich, für eine Teilnahme aber nicht erforderlich.

 

Arbeitskreis 6: Erinnerungsorte der römischen Welt

Leitung: Simon Lentzsch
Zeit / Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr in Seminarraum S 76, Philosophikum,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 13. April 2011
Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Seit einigen Jahren haben die Forschungen zur Struktur- und Gesellschaftsgeschichte eine mentalitätsgeschichtliche Ergänzung erfahren. Die erweiterten Fragestellungen zielen unter anderem auf die Rekonstruktion von Vergangenheitsbildern, Vorstellungen von Geschichte und Tradition, Ursprüngen und Herkommen und überhaupt alle Formen von `intentionaler Geschichte’. Des Weiteren werden die verschiedenen Medien der Erinnerung bzw. die Speicher des Gedächtnisses und die Konstituierung von kollektiver Erinnerung in den Blick genommen.
Die Welt der römischen Antike ist für Fragestellungen zur Erinnerungskultur besonders fruchtbar. Denn zum einen hatte die Erinnerung an die eigene Vergangenheit für die Römer selbst ein sehr hohes Gewicht und war in verschiedenen Formen, in Ritualen und Prozessionen, in Dichtung und Geschichtsschreibung, in Monumenten und Legenden stets in vielfältiger Weise präsent. Gleichzeitig prägt die vielfach gebrochene und verform-te Erinnerung an die römische Welt Kunst, Kultur und Geschichtsverständnis bis heute.
Anhand von ausgewählten Beispielen wollen wir uns im Arbeitskreis auf die Reise zu einigen Erinnerungsorten der römischen Welt begeben. Vom Forum Romanum bis zu Augustus’ Rom aus Marmor, von Caesars Gallischem Krieg zu Vergils Aeneis, von den Niederlagen Roms gegen Hannibal bis zum römischen Triumph, von humanistischer Begeisterung für das antike Erbe bis hin zu dessen faschistischer Okkupation wird uns diese Reise keineswegs zu nostalgischer Beschwörung von klassischem Bildungsgut führen, sondern zur Neu- und Wiederentdeckung von eben nur vermeintlich Altbekanntem und damit zu einem neuen Blick auf das reichhaltige und wirkungsmächtige kulturelle und materielle Erbe, das Rom uns hinterlassen hat.
Literatur:
Elke Stein-Hölkeskamp, Karl-Joachim Hölkeskamp (Hrsg.), Erinnerungsorte der Antike. Die römische Welt, München 2006. [Ein Reader mit zu lesenden Texten wird zu Beginn des Semesters bereitstehen.]

 

Arbeitskreis 7: Indien zwischen Tradition und Moderne

Leitung: Veronika Selbach u.a.
Zeit / Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr, Übungsraum III, Geographie- Containergebäude, Greinstraße 8a
Beginn: 13. Oktober 2011
Erläuterung: Wohl kaum ein Land weltweit ist in den vergangenen Jahren – mit Ausnahme von China – wirtschaftlich schneller gewachsen als Indien. Seit der ökonomischen „Öffnung“ des Landes Anfang der 1990er Jahre durch den derzeitigen Ministerpräsidenten Manmohan Singh und der daraufhin beginnenden Transformation erlebt Indien nicht nur einen wirtschaftlichen sondern auch einen gesellschaftlichen Wandel, der das Land in ein Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne katapultiert hat. „Jeans und Minirock sind in den großen Metropolen des Landes heute genauso vertreten wie Kurta Pyjama und Sari.“
Gleichzeitig nehmen jedoch auch die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer weiter zu, zum einen zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung, zum anderen aber auch in den Städten selber: Gated Community und Slum liegen oft nur einen Steinwurf voneinander entfernt. „Nirgendwo auf der Welt prallen erste und fünfte Welt so extrem aufeinander wie in den Mega- und Großstädten des Landes.“
Außerdem stellen das nach wie vor präsente Kastenwesen, traditionelle Patron-Klient-Systeme, religiöse Differenzen, die in gewaltsamen Übergriffen gipfeln können, und maoistisch-separatistisch agierende Splittergruppen eine permanente Herausforderung für die größte Demokratie der Welt dar.
Ein Team von jungen Wissenschaftlern, die zu diesen Themen forschen bzw. geforscht haben, wird Ihnen das größte Land Südasiens näherbringen.

 

Oberseminar: Altersbilder – Bildung – Weiterbildung. Aktuelle geragogische Forschungsfragen und Forschungsansätze

Leitung: Miriam Haller
Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus- Platz
Beginn: 4. April 2011
Erläuterung: Im Juni 2010 ist der sechste Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland zum Thema „Altersbilder in der Gesellschaft“ erschienen. In dem Bericht der Sachverständigenkommission an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nimmt die Frage nach „Altersbildern in Bildung und Weiterbildung“ ebenso wie die Frage nach „individuellen Altersbildern im Lebenslauf“ einen zentralen Stellenwert ein. Anhand des sechsten Altenberichts wird im Seminar der aktuelle Forschungsstand der erziehungswissenschaftlichen Altersbild-, Lebenslaufs- und Biographieforschung nachvollzogen. Es gilt aber auch, die Forschungsansätze in methodologischer Hinsicht zu diskutieren. Eine kritische Perspektive auf die normativen Implikationen erziehungswissenschaftlicher Alter(n)sforschung ermöglichen die Age(ing) Studies, die sich allerdings im deutschsprachigen Wissenschaftsraum erst noch etablieren müssen.
Das Seminar wendet sich explizit auch an Gasthörer/innen und Seniorstudierende.
Literatur: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Sechster Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland. Altersbilder in der Gesellschaft. Bericht der Sachverständigenkommission an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Berlin 2010. Online verfügbar unter http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung3/Pdf-Anlagen/bt-drucksache-sechster-altenbericht,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

Wintersemester 2010/2011

Arbeitskreis 1: „Identität und Lebenszyklus“: Erik H. Eriksons Identitätskonzept – ein überholtes Harmoniemodell?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt M.A.
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und
Stadtbibliothek, Universtitätsstr. 33,
neuer Raum: S 67, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 21. Oktober 2010

Erläuterung: Vor rund 50 Jahren (1959) erschien in den USA der Band „Identity and the Life Cycle“ des jüdisch-deutsch-dänischen Psychoanalytikers Erik Homburger Erikson der psychosozialen Entwicklung“ beschreibt. Erst 10 Jahre später wurde diese Sammlung von Aufsätzen in eine deutschsprachige Ausgabe übertragen. Von diesem Zeitpunkt an bis in die 90er Jahre wurden seine zahlreichen Publikationen intensiv rezipiert und machten ihn – wenn nicht zum „Klassiker“ – , so in jedem Fall zu einem der meistgelesenen Autoren der Entwicklungspsychologie. Vor allem seine Vorstellungen und Theorieansätze von Persönlichkeitsentwicklung und Ich-Identität in ihrer Verschränkung zur Gesellschaft wurden immer wieder Ausgangspunkt von Adaption und Kritik.
Im Zentrum von Eriksons Identitätskonzeption steht der Begriff der Krise, die durch grundsätzliche Konfliktsituationen in jeder Entwicklungsstufe gekennzeichnet ist - wie z.B. „Urvertrauen vs. (versus) Misstrauen“. Die Lektürearbeit im Seminar möchte sich vor allem auf diese Alternativstruktur des VERSUS (= gegen, kontra) konzentrieren und ausloten, ob sich diese nur als Ergänzungsmodell lesen lässt, das auf Harmonisierung festgelegt ist oder ob sie eventuell doch auch lesbar ist als offene Struktur.

Literatur: Erik H. Erikson, Identität und Lebenszyklus. Frankfurt/M. 1973. ( Suhrkamp Tb Wissenschaft stw 16, 10,00 Euro). Der darin enthaltene Aufsatz „Wachstum und Krisen der gesunden Persönlichkeit“, mit dem wir beginnen, liegt im Kopierladen „Copy-Star“ als Kopiervorlage aus.

 

Arbeitskreis 2: Bollnows Konzept der Anthropologischen Betrachtungsweise

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 20. Oktober 2010

Erläuterung: Otto Friedrich Bollnow (1903-1991) war Ordinarius für Philosophie und Pädagogik an der Universität Tübingen. Er war einer der Hauptvertreter von Philosophischer Anthropologie und Anthropologischer Pädagogik nach dem 2. Weltkrieg. Nachdem sein Denken im Zuge der Kritik an der Philosophischen Anthropologie einige Jahre als obsolet galt, findet derzeit eine erneute Rezeption und Auseinandersetzung mit Bollnow statt.
Bollnows anthropologisches Denken ist dadurch gekennzeichnet, dass es „von einer zunächst beliebigen Erscheinung des menschlichen Lebens [ausgeht], die aus irgendwelchen Gründen ein besonderes Interesse erregt (der Angst, der Freude, der Scham, der Arbeit, dem Fest usw. aber auch dem aufrechten Gang, dem Gebrauch der Hand usw.), und versucht von ihr her ein Verständnis des Menschen im ganzen zu gewinnen, es gewissermassen so zu extrapolieren, dass die betrachtete Erscheinung darin eine notwendige und unentbehrliche Funktion gewinnt.“ Bollnow fragt also „Wie muss das Wesen des Menschen im ganzen beschaffen sein, damit sich diese besondere, in der Tatsache des Lebens gegebenen Erscheinung darin als sinnvolles und notwendiges Glied begreifen lässt?“ Er bezeichnet sein Vorgehen deshalb „als das Prinzip der anthropologischen Interpretation der Einzelphänomene des menschlichen Lebens.“ (O. F. Bollnow, Anthropologische Pädagogik, Bern + Stuttgart 1983, S.32f).
Inhaltlich können wir im Anschluss an Bollnow die Bedeutung von Stimmung und Atmosphäre für das Raum- und Zeiterleben, Phänomene wie Krise, Enttäuschung, Widerfahrnis, Begegnung als unstete Formen des Umgangs, aber auch Übung (im europäischen und japanischen Kontext) als Weg zur inneren Freiheit diskutieren.
Die Texte werden einerseits mit hermeneutischen und andererseits mit dekonstruktiven (antihermeneutischen) Methoden der Textanalyse erarbeitet.
Das Online-Archiv der Publikationen von Otto Friederich Bollnow finden Sie unter: http://www.otto-friedrich-bollnow.de/

 


Arbeitskreis 3: Geschichte des Musiktheaters

Leitung: Ute Büchter-Römer
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Raum S 69, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz, Achtung Raumänderung: ab 24.11.2010 findet der Arbeitskreis in Seminarraum S 100, IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Str. 2 statt!
Beginn: 20. Oktober 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Liebe, Hass, Schmerz und Sehnsucht, Wut, Trauer und Fröhlichkeit, Gefühle, die den Menschen bestimmen, ihn leiten, ihn zu Glück oder Verzweiflung treiben, all diese werden in der Oper besungen und halten dem Zuschauer einen Spiegel seiner eigenen Emotionalität vor oder lassen diese in ihm erahnen. Seit die Oper aus einem Irrtum im Florenz der Renaissance entstand – die Florentiner Camarata suchte das antike Drama zu beleben –, hat die Oper bis zum zeitgenössischen Musiktheater die Situationen, die Gedanken und die Gefühle in Musik und Text zum Ausdruck gebracht. Das Seminar wird anhand ausgewählter Opern die Geschichte der Gattung aufzeigen und die unterschiedlichen Formen und Inhalte verständlich darstellen. Zu den Werken, die vorgestellt werden, gehören Opern von Monteverdi, G.F. Händel, Chr. W. Gluck, W.A. Mozart, C.M. von Weber, R. Wagner, G. Verdi, G. Donizetti, G. Bizet, J. Offenbach, R. Strauss,  G. Puccini, A. Berg, B.A. Zimmermann, G. Ligeti und A. Hölszky.

 

Arbeitskreis 4: Der sich bewegende Mensch: Migration früher und heute

Leitung: Veronika Selbach
Zeit / Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr, Übungsraum 4, Geographisches Institut, Zülpicher Straße 49a
Beginn: 20. Oktober 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Seitdem vor Millionen Jahren die ersten (bekannten) Hominiden die Welt betraten, wandern Menschen – um neue Lebensräume zu erschließen, um Machtbereiche auszubauen oder auch um Ihre Lebenssituation zu verbessern. Nicht immer erfolgen Wanderungen jedoch freiwillig, auch politisch, ethnisch oder religiös motivierte Vertreibungen, Umweltkatastrophen, eine fehlende Existenzgrundlage, etc. führten und führen dazu, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.
Die Reichweite der Wanderungsbewegungen reicht dabei von innerregionalen, kleinräumigen Wanderungen über nationale bis hin zu interkontinentalen,  globalen Migrationsprozessen. Das Ausmaß variiert zwischen individuellen Einzelwanderungen bis hin zum Exodus ganzer Völker.
Die Themen des Arbeitskreises richten sich schwerpunktmäßig auf aktuelle Wanderungen und Migrationsprozesse der jüngeren Vergangenheit, wobei neben den Ursachen und Motiven für die Wanderungen sowohl die Folgen in den Zielregionen als auch den Herkunftsregionen vorgestellt werden. Ur- und frühgeschichtliche Migrationsprozesse werden randlich thematisiert.

 

Arbeitskreis 5: Geschichte der Malerei im 20. Jahrhundert

Leitung: Gabriele Huster
Zeit / Ort: freitags, 12.00 - 13.30 Uhr, Raum S 69, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. Oktober 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Die Geschichte der Malerei im 20. Jahrhundert bewegt sich im Spannungsfeld von Abstraktion und Figuration, Moderne und Postmoderne. Von heute aus betrachtet erweist sie sich als leidenschaftlich geführte Auseinandersetzung zwischen zwei ästhetischen Grundpositionen. Die Moderne vertritt den Anspruch auf radikale Autonomie der Kunst, postmoderne Künstler folgen dem Prinzip der „Ersatzverzauberung“ durch Kunstwerke, die zum Gegenstand zurückfinden und wieder mehr Sinnlichkeit liefern. Die Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts war bestimmt vom Ringen um den Königsweg der Malerei zwischen Utopiehoffnung und Farbigkeit im Hier und Jetzt. Heute steht der Kanon der Moderne ebenso auf dem Prüfstand wie das Erbe der Postmoderne. Angeheizt vom Kunstmarkt suchen Museen ihre Rolle zwischen Tradition und dem schnelllebigen Event. Ist der bürgerliche Bildungsbegriff noch gültig? Was leistet die zeitgenössische Kunst? Wer blickt noch durch im Dschungel des Kunstbetriebs?

 

Arbeitskreis 6: Einen Klassiker der Philosophie, Psychologie und Musikpsychologie wiederentdecken!

Leitung: Margret Kaiser-El-Safti
Zeit / Ort: freitags, 10.00 - 11.30 Uhr, Raum 417, C-Trakt, Gronewaldstr. 2
Beginn: 22. Oktober 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Carl Stumpf (1848 – 1936) gehört zu den bedeutendsten Psychologen der deutschen Wissenschaftsgeschichte des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Einen Namen machte er sich mit der ersten systematisch verfassten zweibändigen „Tonpsychologie“ als elementare Basis der Musikpsychologie. Dass man ihn derzeit im In- und Ausland wiederentdeckt, hat hauptsächlich mit Stumpfs fundamentalen Musikkenntnissen und einem auf breiter Basis gewachsenen Interesse für die musikalische Wahrnehmung zu tun. Aber Stumpfs Forschungsbereich war viel breiter gestreut, wie man unter anderem aus seinen philosophischen Reden und Vorträgen erfahren kann.
Ich möchte die zu einem Band zusammengefassten Reden und Vorträge, die neben Musikpsychologie ethische und ästhetische Fragen behandeln, in sehr moderner Weise auch über das Leib-Seele-Problem und über den Entwicklungsgedanken philosophieren, zur Grundlage des Arbeitskreises machen. Der Band ist unter dem Titel „Philosophische Reden und Vorträge“ 2006 als Taschenbuch zu einem erschwinglichen Preis bei Elibron Classics erschienen. Stumpf, in seinen Hauptschriften kein unmittelbar zugänglicher oder leicht zu lesender Autor, verwendet in seinen Reden und Vorträgen eine klare, gut verständliche Sprache; er behandelt jedoch seine Themen mit einer Gedankentiefe, die viel „Stoff“ für Gespräche liefert.

 

Arbeitskreis 7: Mahnmal-Erkundungen

Leitung: Irene Franken
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, S 76, Philiosophikum, Albertus-Magnus-Platz, neuer Raum: Hörsaal VIIb, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 18. Oktober 2010

Erläuterung: In den 1950er Jahren wurden erste Antikriegsmahnmale in Köln errichtet. Die „alternative“ Geschichtsbewegung begann Ende der 70er Jahre – im Prozess der Aneignung der verdrängten Geschichte des Nationalsozialismus – historische Schauplätze der nationalsozialistischen Machtausübung und spezifische Verfolgtengruppen ins Bewusstsein zu heben. Nur durch anhaltenden politischen Widerstand Einzelner (Sami Maedge, Kurt Holl u.a.) konnte die Kölner Gestapozentrale als Gedenkstätte erhalten werden. Im Stadtbild ließen KölnerInnen ehemalige politische und administrative Zentren markieren (z.B. Mozartstraße), Namen von Diskriminierten und Ermordeten in den Gehweg einschreiben (z.B. „verbrannte DichterInnen“ vor der früheren Universität, Stolpersteine) und verlangten Verfolgtengruppen die Setzung von Mahnmalen (Homosexuelle, Deserteure). Dadurch konstruierten sie ein kollektives kulturelles Gedächtnis. - Wir werden gemeinsam theoretische Texte zur Gedächtnispolitik lesen, die Intentionen hinter der Forderung nach Mahnmalen aufspüren und die lokale Erinnerungspraxis diskutieren. Wie sind die Mahnmale ästhetisch gestaltet, was können wir „lesen“? Welche „Gedenkstättenkultur“ finden wir vor? Welche wollen wir?
Im Wechsel werden Theoriestunden mit gemeinsamer Textlektüre und Referate der Teilnehmenden an den Erinnerungsorten abgehalten, dazu ggf. ExpertInnen zur Befragung eingeladen.

 

Oberseminar: Theorietradition und -diskurse der Erwachsenenbildung

Leitung: Miriam Haller
Zeit/Ort: montags, 10.00-11.30 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 18. Oktober 2010

Erläuterung: Das Oberseminar ist ein Angebot aus dem regulären Studium im Masterfach Erwachsenenbildung. Gasthörer/innen können, sofern die Sitzplatzsituation es zulässt, gern teilnehmen. Das Oberseminar bietet einen Überblick über die maßgeblichen Theorietraditionen und -diskurse der Erwachsenenbildung: Dazu werden in der gemeinsamen Seminararbeit zunächst zentrale Begriffe der Erwachsenenbildung/Weiterbildung geklärt, um auf dieser Folie die diskursive Entwicklung von historischen Konzepten der Erwachsenenbildung im aktuellen Theoriediskurs nachzeichnen zu können. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf diskursanalytischen und machttheoretischen Sichten auf die Erwachsenenbildung liegen, mit denen normative Leitvorstellungen der Erwachsenenbildung kritisch überprüft werden können. So bietet das Seminar auch eine Einführung in die Diskurs- und Gouvernementalitätstheorie von Michel Foucault.

Literatur: Sigrid Nolda: Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung, Darmstadt 2008. Ein Reader mit den zu lesenden Texten kann im Copy-Shop ‚Copy-Star‘, Zülpicher Str. 184 erworben werden.

 

Blockseminar: Altersbilder in Bewegung. Seniorenfiguren in Kinofilmen aus mediengeragogischer Perspektive

Leitung: Dr. Thomas Küpper
Zeit / Ort: Freitag, 5. November 2010, 14.00 - 18.00 Uhr;
Samstag, 06. November 2010, 10.00 - 15.00 Uhr;
Freitag, 12. November 2010, 14.00 - 18.00 Uhr;
Samstag, 13. November 2010, 10.00 - 15.00 Uhr,
jeweils in S 89 im Philosophikum

Erläuterung: Kino und Fernsehen zeigen buchstäblich „Altersbilder in Bewegung“: Die Rollen, die dem Alter zukommen, lassen sich nicht auf wenige Klischees reduzieren; vielmehr werden überkommene Ordnungsmuster experimentell zur Disposition gestellt und neue Spielräume erkundet. Ein Beispiel ist Andreas Dresens Film „Wolke 9“ (Deutschland 2008), der Aufsehen erregte, indem er Tabus in der Darstellung von Sexualität im Alter brach. Stereotype von Aktivität und Passivität, Kompetenz und so genannter Weltfremdheit, Attraktivität und vermeintlichen Makeln des Alters werden in den Kino- und Fernsehformaten verhandelt. Insofern korrespondieren populäre fiktionale Filme mit den gesellschaftlichen Debatten um „Junge Alte“, um den demographischen Wandel und um Alterskulturen. Eingefahrene Denkweisen über das Alter stehen zur Diskussion und werden mit Gegenbildern, mit imaginären Alternativen konfrontiert.
Besonders entscheidend wird es sein, das Thema im Dialog zwischen den Generationen zu behandeln: Jung und Alt sollen in die Diskussion darüber einbezogen werden. Um einen solchen Dialog herzustellen und nachhaltig zu fördern, wird das Thema in einer Lehrveranstaltung an der Universität zu Köln erarbeitet, die sowohl für junge Studierende der Pädagogik als auch für Senior-Studierende geöffnet ist. So wird mit dieser Lehrveranstaltung ein Modell für die intergenerationelle Debatte über das Thema erprobt.

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Sommersemester 2010

Arbeitskreis 1: Dinge im Lebenslauf oder das (Eigen)Leben der Dinge

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt M.A.
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Raum S 56, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. April 2010

Erläuterung: Vor etwa 6 Monaten waren sie zu Gast im W.R. Museum, die berühmten „Schuhe“ , die Vincent van Gogh 1886 malte und die nicht nur laut Pressetext des Kölner Museums zu „den meistdiskutierten Schuhen der Kunstgeschichte“ zählen. ‚Wem gehörten die Schuhe?‘‚ Handelt es sich überhaupt um ein PAAR Schuhe?‘ - ‚Ist es das einfache Leben, das in ihnen zum Ausdruck kommt?‘ - Das sind nur einige der Fragen, die immer wieder gestellt wurden. Die aktuelle Neubelebung dieses alten Interpretationsstreits um die malerische Darstellung der Fußbekleidung und ihrer Bedeutung soll den Ausgangspunkt des Arbeitskreises bilden. Der weitere Verlauf wird uns zur zentralen Frage nach einem möglichen Bewandtniszusammenhang der Dinge im Lebenslauf führen. Ob beispielsweise alte Schuhe, von denen man sich nicht trennen kann, ein Silberlöffel aus der Kindheit oder der erste eigene Plattenspieler: aus lebensweltlicher Perspektive soll die Aneignungssituation (dieser) beispielhaften Objekte, der Umgang damit und die Implementierung in den (eigenen) Lebenszusammenhang analysiert werden. Die damit gestellte Frage nach Beziehungssinn und „Eigensinn“ der Dinge wird sich methodisch an einer Verschränkung von Biographieforschung und kulturwissenschaftlicher Objektgeschichte orientieren.

Literatur: Geoffrey Batchen: Van Goghs Schuhe – Ein Streitgespräch, Berlin 2009.
Wolfgang Ruppert (Hg.): Fahrrad, Auto, Fernsehschrank. Zur Kulturgeschichte der Dinge, Frankfurt a.M. 1993 (vergr.)
Völter, Dausien, Lutz, Rosenthal (Hg.): Biographieforschung im Diskurs, Wiesbaden 2005.
Ein Reader mit Texten kann zu Beginn des Arbeitskreises im Kopierladen ´CopyStar´, Zülpicher Str. 184, erworben werden.

 

Arbeitskreis 2: "Ich habe einen Traum" - oder warum man mit Visionen nicht immer zum Arzt gehen sollte

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 21. Apri 2010

Erläuterung: Dass Ziele und Ideale, die auf die Humanisierung des Zusammenlebens gerichtet sind, im Hinblick auf Zukunft formuliert werden, braucht nicht eigens begründet zu werden. Auf Verwunderung stoßen dürfte dagegen die Vorstellung, dass ein diffuser Traum von der Menschlichkeit des Menschen gleichberechtigt neben den anderen Zukunftsbezügen stehen soll. Dass sich im Traum eine dritte ‚Konzeption‘ von Zukunft zeigt, wird nämlich immer nur vorübergehend zwischen der Herrschaft zweier einander ablösender Humanitätsideale deutlich, wenn unentschieden ist, was die Menschlichkeit des Menschen ausmacht und wie sie zu erreichen ist. Sobald der Streit entschieden ist, tritt die neue Bestimmung des Menschen selbst als positives, Beachtung forderndes Ideal auf. Erst in seiner verfestigten Form als Humanitätsideal scheint der Traum eine Konzeption von Zukunft zu sein. Es ist deshalb schwierig, ihn selbst als eigenständige Konzeption von Zukunft in den Blick zu nehmen.
Trotz der Schwierigkeit, das Träumen dingfest zu machen, ist es gerade der flüchtige Traum von der Menschlichkeit des Menschen, der – als untergründig virulente, jederzeit und immer wieder anders aktualisierbare endliche Vision – die menschliche Zukunft gegen ihre Beschränkung unter den Perspektiven von vergangenheitsorientiertem Realisierbarkeitsdiktat oder Geschichte stilllegenden definitiven Bestimmungen des Menschen offenhält. Erst die Dreiheit von realisierbaren Zielen, positiv formuliertem Humanitätsideal und Traum von den Möglichkeiten des Menschen eröffnet deshalb eine angemessene Vorstellung von einer humanen Zukunft.

Literatur: Hartmut Meyer-Wolters: „Ich habe einen Traum“. Die Differenz von Sinnentwurf und Planung als pädagogisches Problem. In: Wolfgang Nieke, Jan Masschelein, Jörg Ruhloff (Hg.): Bildung in der Zeit. Zeitlichkeit und Zukunft - pädagogisch kontrovers, Weinheim und Basel 2001, S. 191-212.Online unter: http://www.hf.uni-koeln.de/30694Dewey, J.: Demokratie und Erziehung. Eine Einleitung in die philosophische Pädagogik, Braunschweig u.a. 1964.Dewey, J.: Human Nature and Conduct, 1922. In: John Dewey: The Middle Works, 1899-1924, Volume 14, Southern Illinois University 1988.Eugen Fink: Grundfragen der systematischen Pädagogik, Freiburg 1978.Herder, J. G.: Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, in: Johann Gottfried Herder Werke in zehn Bänden, Band 6, Frankfurt am Main 1989.Herder, J. G.: Briefe zu Beförderung der Humanität., In: Johann Gottfried Heder Werke in zehn Bänden, Band 7, Frankfurt am Main 1991.Roth, H.: Pädagogische Anthropologie, Band I, Bildsamkeit und Bestimmung, Hannover u.a. 1966.Schütz, A.: Tiresias oder unser Wissen von zukünftigen Ereignissen. In: Alfred Schütz: Gesammelte Aufsätze 2, Studien zur soziologischen Theorie, Den Haag 1972, S. 259–278.Skinner, B. F.: Jenseits von Freiheit und Würde, Reinbek bei Hamburg 1973.

 

Arbeitskreis 3: Undoing Gender - die Macht der Geschlechternormen. Einführung in die Theorie Judith Butlers

Leitung: Miriam Haller
Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal XVII a, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 19. April 2010

Erläuterung: Judith Butler gilt als eine der renommiertesten Vertreterinnen poststrukturalistischer Theorie. Ihre Studie ‚Das Unbehagen der Geschlechter‘ hat die Entwicklung der Gender Studies maßgeblich beeinflusst. Inzwischen liegt ihr neues Buch ‚Undoing Gender‘ in deutscher Übersetzung unter dem Titel ‚Die Macht der Geschlechternormen‘ vor. In dieser Aufsatzsammlung entwickelt sie ihre Thesen bezüglich der Gestaltungsmöglichkeiten von Identität weiter.
Der Arbeitskreis konzentriert sich auf die Lektüre einzelner Aufsätze aus ‚Die Macht der Geschlechternomen‘. Darüber hinaus wird danach gefragt, inwieweit sich die von Butler entwickelten Konzepte zur Analyse von Identitätskonstruktionen im zeitgenössischen Film nutzen lassen. Die Auswahl der Filme wird im Arbeitskreis besprochen.

Literatur: Judith Butler: Die Macht der Geschlechternormen. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Karin Wördemann. Frankfurt a. M. 2008 (24,80 Euro)
Ein Reader mit den zu lesenden Texten kann zu Beginn des Semesters (ab 1. April 2010) im Copy-Shop ´Copy-Star´, Zülpicher Str. 184, erworben werden.

 

Arbeitskreis 4: Duchamp und die Avantgarden: „Hätte Marcel Duchamp nicht gelebt, wäre es notwendig, dass jemand genauso wie er gelebt hätte“ (John Cage)

Leitung: Charlotte Kraft
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Raum S 69, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 19. April 2010

Erläuterung: Für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts ist das rätselhafte Werk Marcel Duchamps in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Sein berühmt gewordenes Schweigen legt eine offene Sinngebung der Arbeiten an, die für vielfältige Denkanstöße in der ihn begleitenden wie nachfolgenden Kunst sorgte. Dazu zählen Surrealismus und Dadaismus sowie spätere Formen der Pop- und Konzept-Art, des Nouveau-Réalisme und Fluxus’. Ausgehend von der 1988 im Museum Ludwig, Köln, präsentierten Ausstellung zu Marcel Duchamp und seiner Nachfolge soll das Spektrum seines Werks in Beziehung zu unterschiedlichen Künstlern bis in die Gegenwart hinein gezogen und die rezeptionsästhetische Wirkung seiner Arbeiten herausgestellt werden.
Die Weigerung einer linearen Interpretationsweise hat Auswirkungen auf die kunsthistorische Methodik, die im Arbeitskreis neben Textarbeit und Diskussion anhand von Exkursionen anschaulich gemacht werden soll.

 

Arbeitskreis 5:  Nach dem Boom ist vor dem Boom. Die 1970er Jahre als Umbruchsjahrzehnt

Leitung: Hendrik Pletz
Zeit / Ort: dienstags, 16.00 - 17.30 Uhr, Raum S 67, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 20. April 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Die jüngste Zeitgeschichte wird oft mit dem Vorurteil konfrontiert, dass sie nichts Überraschendes und Unbekanntes beinhalten würde, ja könnte, man hätte es schließlich alles selbst erlebt. Dass dies ein Irrtum sein muss, zeigt die aktuell in der Geschichtswissenschaft heftig geführte Debatte zur Bewertung und Einordnung der 1970er Jahre: Es sei eine „Übergangsepoche“ bzw. eine „Scharnierzeit“ die das „Ende der Nachkriegszeit“ einläutete, einen „Strukturbruch“ vollzog und eine Ordnung herstellte, die von zwei prominenten Vertretern pointiert die Phase des „Nach dem Boom“ genannt wird. Und auch schon die Zeitgenossen jener Jahre erkannten einen Wandel, für den sie gerne und häufig das Präfix ‚Post-‘ bemühten. Man sprach von einem „Postmaterialismus“ (Inglehart), einer „postindustrielle Gesellschaft“ (Bell) und natürlich auch von der „Postmoderne“ (u.a. Lyotard).
Der Arbeitskreis hat zum Ziel, eine Einführung in die aktuelle Debatte zu bieten und daran anschließend gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Überlegungen zu entwickeln, wie und unter welchen Bedingungen die Geschichte der 1970er Jahre zu schreiben ist. Der Arbeitskreis versteht sich darüber hinaus als eine Einführung in die Methoden und Theorien der neueren Kulturgeschichte.

 

Arbeitskreis 6: Römisches und fränkisches Christentum an Rhein, Maas und Mosel

Leitung: Sebastian Ristow
Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Hörsaal XVIIb, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 20. April 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der Entstehung des Christentums in der Rheinregion zwischen Nijmegen und Straßburg und nach Westen bis Belgien und Luxemburg. Im Vordergrund stehen die archäologischen Funde und Befunde, aber auch die historische Überlieferung wird mit herangezogen. Spannende Fragen sind: Gibt es eine kontinuierliche Entwicklung zwischen dem „römischen“ und dem „fränkischen“ Christentum? Welche Aussagemöglichkeiten eröffnet die Interpretation der archäologischen Quellen? Wann kann eine archäologische Quelle überhaupt mit dem Christentum in Verbindung gebracht werden? Im Rahmen des Arbeitskreises sind eine oder zwei Exkursionen möglich, die zu Denkmälern des behandelten Themenfeldes in Köln unternommen werden können.
Jeweils vor diesem Arbeitskreis, also von 10.00 bis 11.30 Uhr, bietet der Dozent eine Vorlesung zum Thema „Zentren des frühen Christentums in den germanischen Provinzen und Ostgallien“ an. Die Vorlesung findet im großen Übungsraum des Archäologischen Instituts, Kerpener Straße 30, statt. Die Vorlesung gehört zum regulären Veranstaltungsangebot des Archäologischen Instituts. Gasthörer/innen und Seniorstudierende sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

 

Arbeitskreis 7: Wissen in der Medizin – Medizinische Informationen finden, verstehen, bewerten

Leitung: Christine Herbst, Kathrin Bauer
Zeit / Ort: donnerstags, 17.45-19.15 Uhr, Raum S 65, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. April 2010

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Fortschritte in der Medizin werden häufig gemeldet. Was steckt hinter solchen Ankündigungen? Sind sie überhaupt relevant? Was bedeuten die Ergebnisse klinischer Studien? Was ist die Basis für Entscheidungen in der Medizin?
Solche Fragen wollen wir für Menschen ohne medizinischen Hintergrund erarbeiten. Insbesondere geht es dabei um typische Fragestellungen in der Medizin und die Beurteilung der Quellen medizinischen Wissens. Dabei wird auch die Beurteilung der Qualität klinischer Studien oder Leitlinien besprochen. Zuletzt wird auch die Bedeutung klinischer Studien für das Handeln des Arztes oder die Wünsche der Patienten angesprochen.

 

Arbeitskreis 8: Eine Reise durch die Welt der Viren

Leitung: Miriam John von Freyend
Zeit/Ort: mittwochs, 17.00-18.30 Uhr, Mediathek, ZMMK-Forschungsgebäude,
Robert-Koch-Straße 21
Beginn: 19. Oktober 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Was genau sind Viren? Sie sind winzigklein, fallen aber ungebeten über den menschlichen Körper her. Viren sind überall, und die durch sie ausgelösten Infektionen zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Zum Glück ist nicht jedes Virus für uns so gefährlich. Die Erkältung ist z.B. eine der harmlosen Formen von Viruserkrankungen. Andere Viren haben in der Vergangenheit durch das Auslösen einer Pandemie viele Menschen sterben lassen und einige sind auch heute akut wie das HI-Virus, SARS oder Hepatits-B-Virus. An verschiedenen Beispielen wird besprochen und diskutiert, wie Viren entdeckt wurden, wie sie strukturiert sind und was sie von Bakterien unterscheidet. Im weiteren Verlauf wird besprochen, wie verschiedene Virus Erkrankungen verlaufen können und wie die Medizin nach neuen Impfstoffen forscht.

Literatur: Susanne Modrow/Dietrich Falke. Molekulare Virologie (Spektrum Akademischer Verlag).
Gholamreza Darai/Michaela Handermann/Hans-Günther Sonntag/Christian A. Tidona: Lexikon der Infektionskrankheiten des Menschen: Erreger, Symptome, Diagnose, Therapie und Prophylaxe (Springer, Berlin).
Karla Kirkegaard: Neue Epidemien: Virologische Szenarien (Suhrkamp Verlag).

 

Vorlesung: Hauptgestalten der Renaissance II. Literaten und Philosophen: u. a. Petrarca, Boccaccio, Poggio Bracciolini, Poliziano, Marsilio Ficino, Pico della Mirandola

Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: April 2010

Erläuterung: Die Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot richtet sich explizit auch an ältere Gasthörer/innen.

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Wintersemester 2009/2010

Arbeitskreis 1: "Den Tod zähmen...": Eltern sterben zur (un)rechten Zeit!?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt M.A.
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und
Stadtbibliothek
Beginn: 22. Oktober 2009

Erläuterung: Wann das Leben "genug" ist, wann der Tod als ein "vorzeitiges" Factum brutum oder als ein "rechtzeitiges" Ereignis angesehen wird, ist nicht nur eine Frage der persönlichen Trauer und der damit einhergehenden Interpretationsleistung, sondern wird auch bestimmt durch den gesellschaftlichen Diskurs über Lebenserwartung und Sterbehilfe. Einen besonderen Akzent erfährt diese Thematik aus intergenerativer Sicht, wenn es um den Umgang erwachsener Kinder mit den Entscheidungen der Eltern für einen selbstbestimmten Tod geht.
Zwei literarische Texte - Nicola Bardola "Schlemm" sowie Noelle Chatelets "Die letzte Lektion" - behandeln eben diesen Wunsch der Eltern nach dem "rechten Augenblick" des Aus-dem-Leben-Gehens.
Während "Die letzte Lektion" der hochbetagten, geistig regen, zwar gebrechlichen, aber nicht todkranken, nicht-pflegebedürftigen Mutter der Tochter und Autorin Noelle Chatelet beibringen soll, sich an ein Leben ohne Mutter zu gewöhnen, geht es in dem autobiographischen Roman von Nicola Bardola darum, die Beweggründe der krebskranken Eltern für einen assistierten Doppelsuizid der nachfolgenden Generation verständlich zu machen. Die Arbeit im AK kann und wird sich nicht auf die medizinrechtliche und moral-philosophische Behandlung des Themas "Sterbehilfe" erstrecken.
Die genannten Texte sollen in einem erstmals hypothetisch gesetzten Zusammenhang von Literatur und Ritual analysiert werden. Aus kulturanthropologischer Sicht soll geprüft werden, welche kulturelle Praktiken, welche Generationsmuster, welche Gefühlseinstellungen in der literarischen Behandlung einer existentiellen Grenzerfahrung von Lebenszeit reflektiert werden.

Literatur: Primärtexte: Nicola Bardola, Schlemm (Heyne Tb 81169, 2007), Noelle Chatelet, Die letzte Lektion, (KiWi Tb 1013, 2007)
Neumann, Gerhard/Sigrid Weigel (Hg): Lesbarkeit der Kultur. Literaturwissenschaften zwischen Kulturtechnik und Ethnographie. München 2000
Ein Reader mit theoretischen Textauszügen wird zu Beginn des Arbeitskreises im Kopierladen ´CopyStar´ vorliegen.

 

Arbeitskreis 2: "Es gibt Dinge, über die man sich einigen kann, und wichtige Dinge" (Max Planck zugeschrieben)

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30 Uhr, Arbeitsraum des Pädagogischen
Seminars I, Bauteil IV, 1. Stock, Uni-Hauptgebäude, Albertus-Magnus-
Platz
Beginn: 21. Oktober 2009

Erläuterung: Im Ausgang von Roland Reichenbachs Aufsatz "'Es gibt Dinge, über die man sich einigen kann, und wichtige Dinge' - Zur pädagogischen Bedeutung des Dissens" fragen wir nach den Bedingungen von wechselseitiger Achtung zwischen Menschen und den Voraussetzungen von gemeinsamen Handeln. Dabei werden wir die Fokussierung der Reichenbachschen Überlegungen auf erzieherische Zusammenhänge überschreiten. Eine entsprechende Erweiterung der Textbasis durch Referate von Kommilitoninnen und Kommilitonen ist erwünscht. Als Erweiterungs-Texte können die bei Roland Reichenbach zitierten Autorinnen und Autoren dienen.
Im Hintergrund von Reichenbachs Überlegungen steht die These vom ´Dilettantismus des Menschen´. Diese These geht auf Eugen Fink zurück, dessen Anthropologie wir deshalb ebenfalls in Grundzügen erarbeiten werden.
Die Texte werden einerseits mit hermeneutischen und andererseits mit dekonstruktiven (antihermeneutischen) Methoden der Textanalyse erarbeitet.
Durch Fink und Reichenbach wird die Selbstverständlichkeit relativiert, mit der wir einen breiten Konsens, der auf Partizipation und Mitbestimmung gründet, als unabdingbare Voraussetzung für ein gelingendes Zusammenleben ansehen.
Angesichts des ´Dilettantismus des Menschen´ wird die These zu prüfen sein, ob Achtung und gemeinsames Handeln trotz gescheiterter oder teilweise gescheiterter Diskurse, von Diskursen also, an deren Ende die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in wesentlichen Fragen im Dissens verbleiben, nicht die eigentlichen Herausforderungen unseres Zusammenlebens darstellen. Die Online-Publikationen von Roland Reichenbach finden Sie unter:
http://egora.uni-muenster.de/ew/persoenlich/reichenbach/q_onlinepublikationen.shtml

 

Arbeitskreis 3: Rosemarie Trockel. Ein Netzwerk der Kunst im Rheinland

Leitung: Charlotte Kraft
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Raum S 110, IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
Beginn: 21. Oktober 2009

Erläuterung: Mit Wollarbeiten, Zeichnungen und Objekten wurde Rosemarie Trockel in den 1980er Jahren durch erste Ausstellungen in Köln und Umgebung bekannt. Es zeigt sich, dass ihr Werk sowohl auf die unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten ihrer Zeit, darunter Polke, Kippenberger und Beuys, als auch auf den Kunstbetrieb in Museen und Galerien Bezug nimmt. Ausgehend von ihren Arbeiten soll nun das künstlerische Netz der Verknüpfung dargestellt und Trockels Werk wie auch das Kunstgeschehen der 70er und 80er Jahre im Rheinland beleuchtet werden. Die Untersuchung der Objekte wird Fragen der kunstwissenschaftlichen Methodik aufwerfen und darüber in Diskussionen einführen. Nach Absprache können Exkursionen unternommen werden.
Ein Reader ist zu Beginn des Semesters (ab 12. Oktober 2008) im Copy-Shop ´Copy-Star´, Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Arbeitskreis 4: Vielfalt der Religionen

Leitung: Robert Kötter
Zeit / Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30, Raum S 100, IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
Beginn: 29. Oktober 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Wir leben in einer religiös pluralen Welt. Plural bedeutet dabei, dass durch Immigration und Konversion immer mehr Deutsche in ´fremden´ Religionen engagiert sind und auch, dass sich die Religionen, allen voran das Christentum, als vielschichtig und in viele Richtungen aufgespalten erweisen. Diese Vielfalt werden wir gemeinsam erkunden. Zum Unterrichtsstoff gehören dabei zum einen differenzierte Kenntnisse der verschiedenen Traditionen, zum anderen die Diskussion um die gegenwärtige Lage in Köln und Nordrhein-Westfalen. Um diese Themen mit Leben zu füllen, werden einige Exkursionen zu Religionsgemeinschaften in Köln durchgeführt werden.

Literatur: Als Basis gilt Manfred Hutter: Die Weltreligionen, Beck. Zusätzlich lohnt sich der Blick in Hero, Krech, Zander (Hg.): Religiöse Vielfalt in Nordrhein-Westfalen, Schöningh.

 

Arbeitskreis 5:  Aktuelles zur Archäologie im Nordrhein-Westfalen

Leitung: Sebastian Ristow
Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Raum S 83, Philosophikum, Albertus-
Magnus-Platz
Beginn: 20. Oktober 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der Arbeitskreis stellt vorab bedeutende neue Ergebnisse aus der nordrhein-westfälischen Archäologie der letzten fünf Jahre vor. Grundlage sind die auf der ´Landesausstellung 2010´ gezeigten Grabungsergebnisse und Funde aus der Arbeit der Bodendenkmalpflegeämter und Museen. Der Bogen ist dabei weit gespannt und reicht von vorgeschichtlichen Epochen über die römische Zeit, Spätantike und Frühmittelalter bis in Hochmittelalter und Neuzeit. Der Arbeitskreis soll die Teilnehmenden anregen, später mit einem vertieften Grundwissen die Ausstellung zu besuchen. In diesem Zusammenhang schließt sich an das Semester - nach Eröffnung der Ausstellung Mitte März 2010 - für die Teilnehmenden eine Möglichkeit zur gemeinsamen Exkursion in das Römisch-Germanische Museum an.
Die große Vielfalt an Epochen, Fundgattungen und Befundsituationen soll im gemeinsamen Gespräch geklärt werden. Es besteht auch die Möglichkeit der Erarbeitung einzelner Themenausschnitte von Kurzreferaten durch die Teilnehmenden im Arbeitskreis, die wiederum Diskussionsgrundlage sein können.

Literatur: Die letzten Jahrgänge der Zeitschrift ´Archäologie im Rheinland´ und die Kataloge der vorangegangenen Landesausstellungen, bes. H. G. Horn u. a. (Hg.), Von Anfang an. Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Schriften zur Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen 8, Ausstellungskat. Köln (Mainz 2005).

 

Arbeitskreis 6:  Der Koran - Themen, Formen, Interpretationen

Leitung: Rebecca Sauer
Zeit / Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr, Raum S 54, Philosophikum, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. Oktober 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Dieser Arbeitskreis widmet sich der Offenbarungsschrift des Islams, dem Koran. Zunächst sollen einzelne Themenbereiche besprochen werden, die im Koran Erwähnung finden, wie zum Beispiel Glaube, Gottesbegriff oder Alltagsvorschriften für Muslime. Daneben setzt sich der Arbeitskreis mit der Rezeptionsgeschichte des Korantextes auseinander. Dabei soll ein Einblick sowohl in islamwissenschaftliche Forschungsansätze zum Koran als auch in theologische Interpretationen einzelner Textstellen ermöglicht werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Teilnehmer des Arbeitskreises ´Einführung in die islamische Geschichte und Grundlagen der Islamwissenschaft´ im Sommersemester 2009 können diesen Kurs jedoch als Vertiefung nutzen.
Vor Beginn des Semesters (ab der ersten Oktoberwoche) wird ein Reader mit zu lesenden Texten im Copyshop ´Copystar´, Zülpicher Straße 184, hinterlegt sein.

 

Arbeitskreis 7: Medizin im Nationalsozialismus am Beispiel der Kölner Universitäts-Frauenklinik

Leitung: Irene Franken
Zeit / Ort: freitags, 14.00 - 15.30 Uhr, Raum S 54, Philosophikum, Albertus-
Magnus-Platz
Beginn: 23. Oktober 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
In der Universitäts-Frauenklinik wurden in der NS-Zeit Patientinnen - seien es Gebärende oder gynäkologisch Erkrankte - danach unterschieden, ob sie als Jüdinnen, "Arierinnen" oder Zwangsarbeiterinnen in die Klinik kamen. Mehr als 1.200 zwangsweise eingewiesene Patientinnen wurden hier sterilisiert, Jüdinnen ab 1938 ausgesperrt. In dem Arbeitskreis werden Quellen, die im Alltag der Universitäts-Frauenklinik entstanden, gemeinsam daraufhin untersucht, welchen Einblick sie in die Motive der behandelnden Akteure geben. Ihnen werden Biographien und Texte der verantwortlichen Ärzte gegenüber gestellt. Bevölkerungspolitische und medizingeschichtliche Überblickstexte dienen zur Abrundung des Bildes. Der Arbeitskreis spiegelt die kleinteilige Arbeit der historischen Wissenschaft und soll zu einem eigenen Urteil über NS-Täterschaft führen. Er beinhaltet Exkursionen ins NS-Dokumentationszentrum, ins Universitätsarchiv und zur Universitäts-Frauenklinik.

 

Oberseminar: Einführung in die Geragogik. Zum Verhältnis von (Alters-)Bildungstheorie und geragogischer Praxis

Leitung: Miriam Haller
Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Raum S 67, Philosophikum, Albertus-
Magnus-Platz
Beginn: 19. Oktober 2009

Erläuterung: Ziel des Oberseminars ist es, das Verhältnis von (Alters-)Bildungstheorie und geragogischer Praxis in den Blick zu nehmen. In der Veranstaltung erarbeiten wir uns deshalb zunächst einen Überblick über unterschiedliche (alters-)bildungstheoretische Ansätze. Vor diesem theoretischen Hintergrund schließt sich die Analyse und Diskussion exemplarisch ausgewählter Konzeptionen von Altersbildungsangeboten an.
Das Oberseminar ist ein intergeneratives Lehrangebot: Zur Teilnahme eingeladen sind deshalb nicht nur Studierende der Erziehungswissenschaft, sondern ausdrücklich auch Gasthörer- und Seniorstudierende.

Literatur: Andreas Dörpinghaus, Andreas Poenitsch, Lothar Wigger (Hg.): Einführung in die Theorie der Bildung. Darmstadt 2008
Ab dem 12 . Oktober 2009 ist ein Reader mit den zu lesenden Texten im Copyshop ´Copy Star´, Zülpicher Str. 184, erhältlich.

 

Vorlesung: Hauptgestalten der Renaissance I. Historiker und Politiker: u.a. Salutati, Bruni, Medici, Machiavelli, Guicciardini

Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 21. Oktober 2009

Erläuterung: Die Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot richtet sich explizit auch an ältere Gasthörer/innen.

[nach oben]

Sommersemester 2009

Arbeitskreis 1: Haut_Nah - Historisch-anthropologische Annäherung an eine naheliegende Oberfläche

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt M.A.
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und
Stadtbibliothek
Beginn: 23. April 2009

Erläuterung: Mit der warmen Jahreszeit werden sie wieder in großem Maße sichtbar: die Tattoos, Narben und Muttermale etc., die auch abseits ihrer materiellen Auffälligkeit die Haut als (Spiel-)"Fläche zwischen Selbst und Welt"(Michel Serres) bloß legen. Noch nie erschienen die Möglichkeiten des Umgangs mit der Haut so unbegrenzt: eingecremt, gebräunt und geliftet; dekoriert, tätowiert und gepierct wird die Haut zu einem wesentlichen Gestaltungsmedium der Körper-Inszenierung.

Am Leitfaden von Claudia Benthiens Schrift "Haut. Literaturgeschichte - Körperbilder - Grenzdiskurse" (1999) sollen (auszugsweise) im Arbeitskreis Fragen nach der (historischkulturell) unterschiedlichen Bedeutung dieser oben erwähnten Körperpraktiken und ihrer Veränderungen gestellt werden. In einem zweiten Schritt soll (zum Beispiel am Tattoo) die Haut im Spannungsfeld von Grenzerfahrung für das Erlebnis des eigenen Körpers (Plessner) und sozialer Identität thematisiert werden.

Einen aktuellen Sitzungsplan finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Aktueller Hinweis: Themenabend "Schön hässlich oder hässlich schön?", am 12.05.2009 ab 21.00 auf dem Fernsehsender "ARTE" (Wiederholung: 15.05.2009 um 09:55)

Literatur: Claudia Benthien, Haut. Literaturgeschichte ? Körperbilder ? Grenzdiskurse. (Reinbek 1999, rororo enzyklopädie 55626). Ein Reader mit weiteren Texten wird zu Vorlesungsbeginn (14. April) im Copy-Shop ?Copy-Star?, Zülpicher Str. 184, vorliegen.

 

Arbeitskreis 2: Humboldts "Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen"

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30 Uhr in S 69 im Philosophikum
Beginn: 22. April 2009

Erläuterung: Im Arbeitskreis werden die Grundbegriffe und Grundbeziehungen der Humboldtschen Staatslehre im Kontext seiner Anthropologie und Bildungstheorie behandelt. Dazu werden wir uns den Texten Humboldts einerseits mit hermeneutischen und andererseits mit dekonstruktiven (antihermeneutischen) Methoden der Textanalyse zuwenden.

Thematisch stehen die Aufgaben des Staates und ihr Spannungsverhältnis zu Individualität und Menschenbildung im Zentrum des Interesses. In diesem Zusammenhang werden wir in der zweiten Semesterhälfte prüfen, ob und in welchem Umfang das liberale Konzept Humboldts in der gegenwärtigen Kritik am Neoliberalismus, insbesondere in der sogenannten Gouvernementalitätsdebatte präsent ist bzw. von dieser Kritik ebenfalls betroffen wird. Ziel der Arbeit im Arbeitskreis ist es damit einerseits, das liberale Humboldtsche Konzept von Staat, Individualität und Menschenbildung sowie die gegenwärtige Kritik an neoliberalistischen Konzepten inhaltlich zu diskutieren, und andererseits, ausdrücklich die hermeneutische und die dekonstruktive (antihermeneutische) Methode der Textanalyse in ihren jeweiligen Stärken und Schwächen kennen und anwenden zu lernen.

Literatur zur Einführung: Der Text "Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen" ist bei Reclam für 5,60 Euro erhältlich: Wilhelm von Humboldt "Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen", 2002 (ISBN: 3150019915).Außerdem werden unterschiedliche Ausgaben im Internet zum freien Download angeboten unter:http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1285&kapitel=1#gb_found23 http://www.dreigliederung.de/gliederung/humboldtsideen.html Schließlich gibt es den Text auch als Hörbuch zum kostenlosen Download unter: http://www.archive.org/details/ideen_grenzen_staats_0806_librivox

 

Arbeitskreis 3: Wasser - vom immer verfügbaren Gut zur kostbaren Ressource

Leitung: Veronika Selbach
Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Raum 100, IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
Beginn: 21. April 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Der Arbeitskreis beginnt mit einer allgemeinen Einführung in die Thematik, indem zunächst ein Überblick zur globalen Wasserverteilung und -verfügbarkeit (klimatischhydrologische Grundlagen) gegeben wird. Des Weiteren soll der in den vergangenen rund 250 Jahren permanent und teilweise exponentiell gestiegenen Wasserbedarf und -verbrauch mit den resultierenden globalen Disparitäten dargestellt werden. Anschließend richtet sich das Hauptaugenmerk zunächst auf die Herausstellung einzelner Fallbeispiele sowohl internationaler politischer Konflikte um Wasser (Nil, Jordan, Euphrat und Tigris) und ihren "Lösungen", als auch nationaler Krisen, bei denen i.d.R. Nutzungskonflikte zwischen Landwirtschaft - Tourismus - Industrie und Privathaushalten im Mittelpunkt stehen (u.a. Tamil Nadu, Indien; Nevada, USA; Mallorca, Spanien). Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den gesellschaftlichen und ökologischen Folgen, zum einen bei Wassermangel (z.B. Dürren und Desertifikation in Afrika) und zum anderen bei einer inadäquaten Wassernutzung, sei es durch Zerstörung von Feuchtgebieten (z.B. wetlands , Lesotho), durch Verschmutzung von Gewässern durch nicht sachgemäß geklärte Abwässer (z.B. Bodensee 1960er/ 70er Jahre) oder durch Großprojekte, die mittel- oder unmittelbar zu Problemen führen (z.B. Verlandung des Aralsees, Drei-Schluchten-Staudamm in China). In einem letzten Block soll kurz die Bedeutung von Wasser als erneuerbarer Energieträger früher und heute thematisiert werden (u.a. Paläoindustrie im Rheinischen Schiefergebirge und die Schweiz als ?Land der Wasserkraftwerke?).
Es ist geplant zwei Exkursionen zum Thema Wasser und Trinkwasserversorgung durchzuführen: zum einen eine 1-2stündige Führung durch das Wasserwerk Köln-Weiler und zum anderen eine Tages- oder Halbtagesexkursion zur Bigge-, Möhne- oder Rurtalsperre.

 

Arbeitskreis 4: Porträt und Alltagsschilderung

Leitung: Gabriele Huster
Zeit / Ort: mittwochs, 12.00-13.30, Hörsaal F im Hörsaalgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. April 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis widmet sich zwei Gattungen der Malerei, in deren Zentrum Bilder des Menschen und seiner Lebensführung stehen. Die Bildniskunst beeindruckt durch die subtile Fähigkeit, in Gesichtern zu lesen und Charaktere zu schildern. Die Genremalerei lenkt den Blick auf den menschlichen Alltag und gewinnt ihm poetische und lebenswahre Seiten ab. Wir verfolgen die Geschichte dieser beiden Bildgattungen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart anhand epochenrepräsentativer Schlüsselwerke und fragen nach der Intention bei ihrer Herstellung ebenso wie nach ihrer Funktion im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext.
Die Porträtmalerei fasziniert mit der Vielfältigkeit und Wandlungsfähigkeit der menschlichen Erscheinung. Sie verschafft Ansehen im Wortsinn. Meisterwerke der Bildniskunst fesseln durch ihre Unmittelbarkeit und die Intensität des Ausdrucks. Worauf beruht die "Magie" dieser Kunst? Welchen Kriterien gehorcht, welchen Wandlungen unterlag sie? Mit vergleichender Analyse von Einzel- und Gruppenbildnissen, Porträts von Männern und Frauen, Kindern und Greisen, Herrschern und Hofnarren gehen wir diesen Fragen nach. Mit dem Begriff Genremalerei verbindet man Deftiges und Beschauliches. Sie erfreut mit dem Blick in vergangene Alltagswelten und lädt zur Einfühlung in zwischenmenschliche Situationen ein. Nach ihrer Emanzipation aus religiösen Bildzusammenhängen erlebte sie ihren ästhetischen Höhepunkt in der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts und weitere glanzvolle Stationen im höfischen Rokoko und im bürgerlichen Biedermeier. Wir verfolgen ihren Funktionswandel und beleuchten die Gründe für ihren Niedergang. Auf welche Betrachterbedürfnisse antwortete die Alltagsschilderung? Haben diese sich erledigt oder werden sie heute auf andere Weise befriedigt?

 

Arbeitskreis 5:  Einführung in die islamische Geschichte und Grundlagen der Islamwissenschaft

Leitung: Rebecca Sauer
Zeit / Ort: dienstags, 16.00 ? 17.30 Uhr, Seminarraum 100, IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
Beginn: 21. april 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Diese Veranstaltung soll eine Einführung in die islamische Geschichte bieten sowie die Grundlagen der Islamwissenschaft vermitteln. Dabei werden auch Diskurse thematisiert, die innerhalb dieser Disziplin stattfinden.
Den Teilnehmern/Teilnehmerinnen soll somit ein Einblick in Inhalt und Methodik der Islamwissenschaft vermittelt werden.
Ein Reader wird von der Dozentin erstellt und eine Woche vor Semesterbeginn im Copy Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184, als Kopiervorlage hinterlegt. Alle weiteren Unterrichtsmaterialien werden den Teilnehmern/Teilnehmerinnen von der Dozentin zur Verfügung gestellt.

 

Arbeitskreis 6:  Können Kinder einsam sein? Kindliche Einsamkeit als Einstieg in die biographische Einsamkeitsforschung über die Lebensspanne

Leitung: Thorsten Herbst
Zeit / Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr, Hörsaal XI a, Uni-Hauptgebäude,
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 23. April 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Das Thema Einsamkeit als gesellschaftliches Phänomen soll an Hand der Frage, ob auch Kinder Einsamkeit erleben können und in welcher Form diese auftreten könnte, behandelt und den Teilnehmern zugänglich gemacht werden. Wie können frühe Einsamkeitserfahrungen beschreibbar gemacht werden, und welche Auswirkungen haben sie auf den weiteren Lebenslauf. Gibt es eine posititve und eine negative Einsamkeit? Hierbei sollen autobiographisch-selbstreflexive Techniken ebenso zu Anwendung kommen wie herkömmliche Lern- und Kommunikationsmittel, die im Rahmen des humanwissenschaftlichen Studiums üblich sind. Der Arbeitskreis bietet auch eine Einführung in die Methoden der erziehungswissenschaftlichen Kindheits- und Biographieforschung.

 

Arbeitskreis 7: Regulation der Gefühle und Erweiterung der Gefühle durch die Phantasie

Leitung: Margret Kaiser-El-Safti
Zeit / Ort: freitags, 14.00 - 15.30 Uhr, Hörsaal 254, IBW-Gebäude,
Herbert-Lewin-Str. 2
Beginn: 24. April 2009

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit der aktuellsten psychologischen Publikation zum Thema ?Entwicklung und Regulation der Gefühle? von Manfred Holodynski, ergänzt diesen Ansatz jedoch durch den bisher unterbelichteten Aspekt ästhetischer Gefühle, welcher an der Reaktion auf Musikbeispiele deutlich gemacht werden soll. Für letzteren Aspekt ist nicht - oder eher weniger - Musikwissen, als vielmehr ein sich Einlassen auf die Phantasie- und Gefühlswelt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwünscht bis erforderlich. Der Arbeitskreis bietet auch eine Einführung in die Methoden der psychologischen Emotionsforschung.

Literatur: Zur Vorbereitung und Einführung in das weite Feld derzeitiger Emotionsforschung werden zwei Bändchen neueren Datums zu empfehlen, die beide bei Reclam erschienen sind: Eva Maria Engelen, "Gefühle", 2007 und Heiner Hastedt, "Gefühle", 2005.

 

Oberseminar: Altersbilder. Geragogik und erziehungswissenschaftliche Biographieforschung

Leitung: Miriam Haller
Zeit/Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, !!Achtung!! Raumänderung: ab sofort in Hörsaal XII im Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 20. April 2009

Erläuterung: Ziel des Oberseminars ist es, ein Verständnis für die Bedeutung von Altersbildern für die Geragogik zu entwickeln. Die Veranstaltung bietet deshalb zunächst einen Überblick über die unterschiedlichen Bereiche der Geragogik. Im Zentrum steht dann aber die Analyse von Selbst- und Fremdbildern des Alter(n)s in subjektiven Theorien des Alter(n)s mit Hilfe von Methoden der erziehungswissenschaftlichen Biographieforschung. Das Oberseminar ist ein intergeneratives Lehrangebot: Zur Teilnahme eingeladen sind deshalb nicht nur regulär Studierende der Erziehungswissenschaft, sondern ausdrücklich auch Gasthörer- und Seniorstudierende.

Literatur: Sylvia Kade: Altern und Bildung. Eine Einführung. Bielefeld 2007.
Zu Beginn der Vorlesungszeit (14. April 2009) ist ein Reader mit den Texten, die im Seminar behandelt werden, im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Vorlesung: Der wahre Adel in der Diskussion der Renaissance
Cristoforo Landino, De vera nobilitate

Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude
Albertus-Magnus-Platz
Beginn: 22. April 2009

Erläuterung: Die Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot richtet sich explizit auch an ältere Gasthörer/innen.

[nach oben]

Wintersemester 2008/2009

Arbeitskreis 1: Faktizität/Fiktion. Autobiografie als Gattung

Leitung: Miriam Haller
Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Raum 254, IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Straße 2
Beginn: 20. Oktober 2008

Erläuterung: Die Gattung der Autobiografie wird durch ihr Grenzgängertum zwischen Faktizität und Fiktion, zwischen Geschichte und Literatur bestimmt. Doch ist die Demarkationslinie dieser Differenz immer wieder aufs Neue und bisweilen sogar juristisch autobiografischem Material beschäftigen, wird die Grenze sehr unterschiedlich gezogen. Im Arbeitskreis geht es darum, den unterschiedlichen und letztlich disziplinär entschiedenen Grenzziehungen nachzugehen. Nach der Lektüre maßgeblicher Theorien zur Gattung der Autobiografie wenden wir die dort gewonnenen Beschreibungs- und Analysekategorien in der gemeinsamen Analyse zeitgenössischer autobiografischer Texte an, um schließlich in literaturwissenschaftlicher Perspektive die unterschiedlichen Formen der Herstellung von Effekten der Faktizität in autobiografischen Texten zu untersuchen.

Literatur: u.a. Silvia Bovenschen: Älter werden. Frankfurt/M. 2006.
Zu Beginn des Semesters (13. Oktober 2008) ist ein Reader mit den zu lesenden theoretischen Texten im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.
Zur Vorbereitung empfohlen: Michaela Holdenried: Autobiographie. Stuttgart 2000 (Reclam); Martina Wagner-Egelhaaf: Autobiographie. Stuttgart 2005 (Sammlung Metzler).

 

Arbeitskreis 2: Welche Farbe hat der Schmerz?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
Beginn: 23. Oktober 2008

Erläuterung: In dem Roman "Tod eines Bienenzüchters" von Lars Gustafsson fragt sich der unter Krebsverdacht lebende Protagonist, warum es möglich sei, "dass zwei Menschen dieselbe Farbe sehen können, dass aber zwei Menschen unmöglich denselben Schmerz empfinden können".
Der in diesem Zitat angesprochenen These von der Unteilbarkeit der körperlichen Schmerzerfahrung im Zustand der Krankheit und ihrer vielfach daraus abgeleiteten Unsagbarkeit, stehen vielfältige Ausdrucksformen von Schmerz in Literatur und Kunst gegenüber. Diese Diskrepanz soll Ausgangspunkt für die Frage nach einem kulturanthropologischen Verständnis von Schmerz sein. An ausgewählten literarischen und bildkünstlerischen Beispielen sollen einerseits kulturgeschichtliche Deutungen der körperlichen Schmerzbeschreibung und ihre Metaphorik analysiert werden, andererseits die grundsätzliche Frage nach der Möglichkeit eines Schmerzausdrucks und einem Schmerzverständnis nicht vernachlässigt werden.

Literatur zur Einführung: David B. Morris: Geschichte des Schmerzes. Frankfurt/M. 1996, Suhrkamp Tb 2529; Hans Georg Gadamer: Schmerz. Heidelberg 2003 (Universitätsverlag Winter); Susan Sontag: Krankheit als Metapher. München 2003 (Hanser Verlag); Poetik des Schmerzes. Physiologie und Literatur von Brockes bis Büchner. Paderborn 2007 (Wilhelm-Fink-Verlag)
Schmerz, Kunst + Wissenschaft. Katalog und Begleitbuch zur Ausstellung der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof - Museum der Gegenwart und des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité. DuMont Literatur und Kunst Verlag 2007
Primärtexte, die im Lauf des Semesters behandelt werden:
Lars Gustafsson: Tod eines Bienenzüchters (1978) SZ-Bibliothek 2007; Verena Stefan: Fremdschläfer, München 2007 (Amman-Verlag); Robert Gernhardt: Die K-Gedichte, Frankfurt/M. 2004 (S.Fischer Verlag).
Ein Reader wird ab 13. Oktober 2008 im Copy-Shop, Zülpicher Str. 184, erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 3: Zeitzeugenberichte und geschichtliche "Wahrheit"

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00-15.30, Seminarraum S 82, Philosophikum
Beginn: 22. Oktober 2008

Erläuterung: Aus der Sicht des Zeitzeugen scheinen Historiker vielfach blind für die Wahrheit zu sein, weil ein Zeitzeuge durch Schilderung des eigenen Erlebens die methodisch abgesicherte Rekonstruktion von Vergangenheit zerstören kann. Ohne jede Anstrengung und Absicherung genügt scheinbar seine Aussage "Ich war damals dabei. Es war anders, als Sie sagen", um Aussagen der Geschichtswissenschaft ins Wanken oder sogar zum Einsturz zu bringen.
Aus der Sicht des Historikers sind Zeitzeugen keine Quellen, die belegen, wie etwas gewesen ist. Im Zeitzeugenbericht berichtet ein Zeitgenosse, wie er von heute aus ein Ereignis der Vergangenheit wahrnimmt. Zeitzeugen erinnern sich in der Sicht des Historikers also immer an eine gedeutete Vergangenheit, auch wenn sie selbst überzeugt sind, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu berichten. Für die Geschichtswissenschaft sind Zeitzeugenberichte deshalb keine neutralen Informationen, sondern subjektive Erfahrungsberichte, die entscheidend vom Verlauf der persönlichen Lebensgeschichte und dem Bemühen geprägt sind, das eigene Leben als sinnvolle Einheit zu verstehen.
Nachdem sich diese beiden Positionen zunächst unvermittelt gegenüberstanden, kommt es heute vermehrt zu einem Austausch zwischen Geschichtswissenschaft und Zeitzeugen, wird die mündlich überlieferte Geschichte als neue Dimension in die Forschung einbezogen.
Im Arbeitskreis werden wir versuchen zu verstehen, worin sich der Zugang zur Vergangenheit durch Zeitzeugenschaft und durch Geschichtswissenschaft unterscheidet und wie Zeitzeugenberichte und Geschichtswissenschaft einander bei der Rekonstruktion und dem Verständnis vergangener Ereignisse ergänzen.
Die eigene Arbeit wird durch Vorträge von Vertretern der Neueren Geschichte und von Mitgliedern von Zeitzeugenprojekten ergänzt. Eigene Zeitzeugenberichte sind ebenfalls erwünscht.

 

Arbeitskreis 4: Die Anfänge der Baugeschichte der ältesten Kölner Kirchen

Leitung: Sebastian Ristow
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S73, Philosophikum
Beginn: 20. Oktober 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Verschiedene Kölner Kirchen, namentlich der Dom, St. Ursula, St. Gereon und St. Severin besitzen frühchristliche Ursprünge. In den letzten Jahren sind die größtenteils älteren Ausgrabungen unter ihnen Gegenstand von aktuellen archäologischen und bauhistorischen Bearbeitungen geworden. Dabei haben sich in allen Fällen gravierende Veränderungen der Chronologie und auch der Funktionsbestimmung der älteren Architekturreste ergeben. Verschiedene weitere Kirchen, wie z. B. St. Pantaleon, St. Kunibert, St. Caecilien und St. Maria im Kapitol besitzen Traditionen bis in das 7./8. Jh. Anhand der gut zugänglichen Literatur soll der aktuelle Forschungsstand zu den entsprechenden Grabungen nachvollzogen werden. Der Besuch von zwei Kirchen/Grabungen ist im Rahmen von Exkursionen geplant.

Einführende Literatur: Sebastian Ristow, Frühes Christentum im Rheinland. Die Zeugnisse der archäologischen und historischen Quellen an Rhein, Maas und Mosel. Jahrbuch 2006 des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Köln 2007) bes. S. 102?150.

 

Arbeitskreis 5:  "Wie Musik im Kopf entsteht und wirkt". Neuropsychologie der Musik in der Diskussion

Leitung: Margret Kaiser-El-Safti
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 69, Philosophikum
Beginn: 22. Oktober 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Seit etwa zwanzig Jahren beschäftigt sich die Neurologie und Neuropsychologie zunehmend mit dem Phänomen der Musikwahrnehmung und Musikproduktion. Dieses Interesse ist relativ unabhängig von musikwissenschaftlicher Detail-Forschung und erlaubt, sich dem heute universell verbreiteten Phänomen der Musik auf anregende Weise zu nähren. Autoren wie Robert Jourdain ("Das wohltemperierte Gehirn", 1998,) und Oliver Sacks ("Der einarmige Pianist?2 2008) befassen sich auf breiter Basis mit der Bedeutung der Musik selbstverständlich nicht nur aus der Perspektive gehirnanatomischer und gehirnphysiologischer (pathologischer) Veränderungen. Sie forschen nach dem "Geheimnis der Musik" und ihrer Einflussnahme (vorwiegend wird die sogenannte klassische oder E-Musik herangezogen) auf unser Welt- und Selbstverständnis, nach dem rationalen Verstehensprozess und dem psychologischen Gefühlswert der Musik. Zur mentalen Einstimmung empfehle ich das kleine edition-Bändchen "Hirnforschung und Meditation", 2008, von Wolf Singer und Matthieu Ricard.

 

Arbeitskreis 6:  Sprachvarietäten in der Region Köln

Leitung: Leonie Teubler
Zeit / Ort: montags, 16.00 - 17.30 Uhr, Seminarraum S 83, Philosophikum
Beginn: 20. Oktober 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
In diesem Arbeitskreis soll zunächst geklärt werden, was man in der Sprachwissenschaft überhaupt unter einer "Varietät" versteht. Davon ausgehend sollen vor allem Varietäten des Deutschen näher untersucht werden, wobei ein Schwerpunkt auf dem Kölschen Sprachgebrauch liegen wird. Darüber hinaus sollen aber neben Dialekten auch alters- und gruppenspezifische Varietäten (Jugendsprache) oder geschlechtsspezifische Sprechweisen thematisiert werden.

 

Arbeitskreis 7: Gerhard Richter. Eine Bestandsaufnahme seiner Arbeiten

Leitung: Sebastian Neusser
Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 in Raum 254, IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Str. 2 Raumänderung: Hörsaal E im Hörsaalgebäude
Beginn: 21. Oktober  2008

Erläuterung: Anlässlich der Kölner Ausstellung "Gerhard Richter. Abstrakte Bilder", die das Museum Ludwig von Oktober 2008 bis Februar 2009 zeigt, unternimmt der Arbeitskreis einen kunstwissenschaftlichen Rückblick auf das Gesamtwerk des Künstlers. Die Arbeit im Seminarraum soll durch Ausstellungsbesuch und ausstellungsbegleitende Vorträge ergänzt werden und thematische Anregung erhalten. Neben der aktiven Diskussionsbeteiligung sind Kurzreferate der Teilnehmer/innen ausdrücklich erwünscht, die uns auch zu methodischen Fragestellungen der Kunstwissenschaft führen.
Literatur: Zu Beginn des Semesters (ab 13. Oktober 2008) ist ein Reader im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Arbeitskreis 8: Megastädte

Leitung: Veronika Selbach
Zeit / Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr, Seminarraum S 65, Philosophikum
Beginn: 22. Oktober 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.Das bevölkerungs- und flächenmäßige Wachstum der Städte, das mit der Industrialisierung begann und seit 60 Jahren in immer schnellerem und größerem Ausmaß die Welt erfasst, hat die Wissenschaft in den 1980er Jahren veranlasst eine neue Größenkategorie in ihrer Klassifikation von Städten einzuführen: die Megastädte. Doch nicht nur die hohen Einwohnerzahlen und die Ausdehnung der urbanisierten Gebiete um die ehemalige Kernstadt herum machen die Megastädte zu einem besonderen Phänomen. Die mit der Dynamik des Wachstums verbundenen Folgen einer hohen baulichen Fragmentierung, das Aufeinandertreffen von erster und fünfter Welt auf engem Raum und die damit verbundenen sozioökonomische Ungleichheiten lassen die Megastädte gegenüber anderen Städten als ein besonderes Phänomen hervortreten. Insbesondere in den Megastädten der Entwicklungs- und Schwellenländer führen überlastete Verkehrsnetze, eine mangelnde infrastrukturelle Versorgung der Haushalte mit Wasser und Strom sowie eine fehlende Entsorgung der Abwässer und von Müll zu gravierenden Umwelt- und Gesundheitsschäden, wie die Beispiele Lagos, Sao Paulo, Mexico City, Delhi und Bombay/ Mumbai zeigen. Während einige Megastädte innerhalb ihres Landes oder sogar global eine besondere Funktion erfüllen - sei es als Hauptstadt (London, Moskau) oder Weltstadt (New York, Los Angeles, Chicago), sind andere dagegen vom Namen her weitgehend unbekannt wie bspw. Chongqing in der VR China, dem Land mit den meisten Megastädten, zu denen auch Shanghai zählt. Schließlich soll die spannende Frage, ob es bereits in der Geschichte Megastädte gab, am Beispiel der Metropolen der Antike, Athen und Rom, diskutiert werden.

 

Seminar: VHS-Angebote 50+

Leitung: Astrid Costard / Katrin Hülsmann
Zeit/Ort: mittwochs, 18.00-19.30 Uhr, Arbeitsraum Pädagogisches Seminar, Bauteil IV, Uni-Hauptgebäude

Erläuterung: Das Seminar aus dem regulären Vorlesungsangebot richtet sich explizit auch an ältere Gasthörer/innen.

 

Vorlesung: Der Medea-Mythos in der europäischen Literatur von Euripides bis Christa Wolf

Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude
Beginn: 22. Oktober 2008

Erläuterung: Die Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot richtet sich explizit auch an ältere Gasthörer/innen.

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Sommersemester 2008

Arbeitskreis 1: Über die Wirklichkeit der Lüge

Leitung: Bodo Günther
Zeit / Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr, Hörsaal D, Hörsaalgebäude
Beginn: 17. April 2008

Erläuterung: "Du sollst doch nicht lügen!" Wahrscheinlich erinnert sich jeder von uns an Situationen, in denen wir uns so schamvoll ertappt fühlten. Doch was ist dieses vielschichtige Phänomen der Lüge eigentlich?
Können wir es hinreichend begreifen, wenn wir es nur in dem Konzept, dass wir die Wahrheit sagen sollen, denken?
Liefert die moralisierende Dimensionierung dieses Tuns ein angemessenes Verständnis über die Wirklichkeit der Lüge?
Oder: Ist vielleicht die "scheinbare Welt" die einzige und die "wahre" Welt nur hinzugelogen? - um mit Nietzsche zu sprechen.
In welchen oft selbst getarnten Erscheinungsformen lässt sich die Wirklichkeit der Lüge entdecken?
Warum haben wir überhaupt in unserer Existenz im Alltäglichen wie auch in fundamentalen Selbstanfragen mit diesem Phänomen zu jonglieren bzw. zu kämpfen?
Durchzieht die Spannung zwischen Wahrheit und Lüge nur unser menschliches Leben bzw. die tradierte Denkgeschichte dieser Erfahrungen?
Oder verweist die tiefgreifende Wirksamkeit dieser Spannung auf wesentlich grundlegende Zusammenhänge des Lebendigen auf unserem Planeten?
Wir werden versuchen, in variationsreichen Gesprächen unsere Erfahrungen mit diesem Phänomen auszutauschen und sie mit wissenschaftlichen Sichtweisen bzw. Erkenntnissen in Beziehung zu setzen - wenn möglich, ohne uns dabei übermäßig zu belügen.

Literatur: U. a. Jeremy Campbell: Die Lust an der Lüge. Gustav LübbeVerlag, 2003

 

Arbeitskreis 2: Was ist Postmoderne?

Leitung: Miriam Haller
Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal XIII,  Hauptgebäude
Beginn: 14. April 2008

Erläuterung: Der Begriff "Postmoderne" ist schillernd und vielleicht gerade deshalb zu einem der Schlüsselbegriffe für das Verständnis unserer Kultur und Gesellschaft geworden. Hinter dem Begriff verbergen sich zum Teil sehr unterschiedliche Konzepte. Im Arbeitskreis geht es darum, die unterschiedlichen Konzepte voneinander zu unterscheiden, um sie im Hinblick auf ihre Reichweite einordnen zu können. Wir werden uns aber auch mit Ansätzen beschäftigen, die sich kritisch mit den Theorien der "Postmoderne" auseinandersetzen und am "Projekt der Moderne" (Habermas) festhalten möchten. Ein weiterer Schwerpunkt des Arbeitskreises ist die Beschäftigung mit "postmoderner" Literatur, insbesondere mit dem Roman der "Postmoderne".

Literatur: u.a. Christoph Ransmayr: Die letzte Welt, 1988
Zu Beginn des Semesters (ab 7. April 2008) ist ein Reader mit den zu lesenden
Texten im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Arbeitskreis 3: "Mehrgenerationenhäuser" in der
Gegenwartsliteratur

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
Beginn: 17. April 2008

Erläuterung: Trotz (oder gerade wegen ?) der aktuellen Veränderungen familialer Strukturen bildet das Verhältnis der Generationen in vielen literarischen Neuerscheinungen den Focus des Erzählens. In diesem Arbeitskreis werden wir uns damit beschäftigen, inwieweit bestimmte historische Umbruchsituationen das Entstehen auto(biografischer) Texte begünstigen. In einem zweiten Schritt soll es um die Verschränkung von Selbst- und Fremdbiographie in den Generationserzählungen gehen, d.h. darum, wie aus und in der Beschreibung des eigenen Lebens das Leben der vorausgehenden oder der folgenden Generation er-schrieben wird. In einem dritten Zugriff werden wir uns dafür interessieren, welche Veränderungen in der Darstellung der genealogischen Beziehungsstrukturen
erprobt werden.

Textvorschläge: (können in der 1. Sitzung ergänzt werden)
Arno Geiger: Es geht uns gut (2005) / John von Düffel: Houwelandt (2004) / Irene Dische: Großmama packt aus (2005). Ein Reader mit theoretischen
Texten wird ab 1. April 2008 im Copy-Shop erhältlich sein.

 

Arbeitskreis 4: Altersbilder in Geschichte und Gegenwart

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S82, Philosophikum
Beginn: 16. April 2008

Erläuterung: Altern beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod. Soweit gibt es einen die Wissenschaften und das Alltagsverständnis übergreifenden trivialen Konsens. Spricht man dagegen eingeschränkter von der Lebensphase Alter bzw. dem Altern in Unterscheidung von den Lebensphasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter, so besteht bereits kein Konsens mehr: Die Auffassungen über das Alter oder kürzer die Altersbilder, an denen wir uns orientieren, sind einerseits subjektiv, andererseits aber immer auch Ausdruck von gesellschaftlichen Strukturen, vorherrschenden Deutungsmustern sowie kulturellen Überlieferungen und Selbstverständlichkeiten. Vor diesem Hintergrund sollen im Arbeitskreis subjektive und objektive Altersbilder in Vergangenheit und Gegenwartanalysiert und bezüglich ihrer Wirkungen analysiert werden. Suchen werden wir die Bilder vom Alter und vom Altern ebenso in Kunst und Literatur, wie in theoretischen, philosophischen, religiösen Texten, wie auch in Werbung, Film, Fernsehen, Rundfunk, Zeitungen und Zeitschriften.
Außerdem werden wir -wenn dies gewünscht wird - auch die Skribble-Technik lernen, die es ermöglicht, die subjektiven Bilder vom Alter und vom Altern bei uns selbst und anderen zu erfragen und kontrastierend zu den "objektiven" Bildern zu formulieren.
Weitere Angaben und Literaturempfehlungen finden Sie im Internet unter

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/paedsem/meyer-wolters


Arbeitskreis 5:  Generationen-Frage(n) im Spannungsfeld von Biologie, Ethik und Alltag

Leitung: Anne Klein
Zeit / Ort: dienstags, 16.00-17.30 Uhr, Seminarraum S 89, Philosophikum
Beginn: 15. April 2008

Erläuterung: Mit dem Aufstieg der Wissenschaften und der staatlichen Sozialpolitik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die sozialen Kategorien des Zusammenleben neu definiert. Ein klinischer Blick auf den Menschen und politische Rationalisierungsprozesse legten die nun gültigen Vorstellungen von "Normalität" fest. Galt beispielsweise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Physiognomik als entscheidendes Definitionskriterium, so wurde im Nationalsozialismus unter rassenbiologischen Vorzeichen eine "Vernichtungsmoral" etabliert, die unter juristischen und medizinischen Prämissen die Selektion "unwerten" Lebens legitimierte. Im Alltag reagierten die Menschen auf diese Vorgaben in vielfältiger Weise: sie wurden entweder übernommen und weiter entwickelt oder aber verändert oder sogar verweigert.
Gegenwärtig wirft die Maxime des "genetischen Codes" und deren Anwendung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen neue ethische Fragestellungen auf, deren Beantwortung nicht allein Experten überlassen werden kann. Unser Menschenbild verändert sich ebenso wie unsere Vorstellungen von der Generationenfolge und generell von den existentiellen Fragen des Lebens. Wie die Entwicklung weiter geht, ist offen. So beanspruchen die Menschen gerade in Belangen, die ihr ganz persönliches Leben betreffen, das Recht mitzuentscheiden, und die Erfordernisse deliberativer Demokratie erfordern die Mitbestimmung und Verantwortungsübernahme eines jeden Einzelnen.
Im Sommersemester 2008 sollen Aspekte der populärwissenschaftlichen "Erbgesundheitslehre" vorgestellt und erarbeitet werden; im Wintersemester 2008/09 kann der Arbeitskreis fortgesetzt werden. Dann geht es um die Entwicklung des "genetischen Codes" seit 1945 und aktuelle Probleme der Gen- und Reproduktionstechnologien.
Ein Besuch des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln im Sommersemester 2008 ist geplant. Es wird einen Seminarreader geben.

 

Arbeitskreis 6:  Kunst und Musik - Vielfalt der Wechselbeziehungen

Leitung: Ute Büchter-Römer
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 73, Philosophikum
Beginn: 14. April 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Klang wird Bild und Bild wird Klang! Die Fuge in den Noten - wie Bach sie komponiert - wird zum Bild der Bewegung, viele Maler haben sich mit dem Werk Bachs auseinandergesetzt und seine Strukturen in die Ihrigen umgesetzt, Improvisation wird Farbe - musikalische Integration in Werken des "Blauen Reiter". Kandinsky und Schönberg tauschten ihre Gedanken aus, bildhafte Notationsformen von John Cage, Schnebel oder Stockhausen formen sich in Klang. Rhythmus in der Musik, Rhythmus in der Kunst, Perspektive und Raum - das Thema ?Kunst und Musik? bietet eine Vielfalt an Annäherungen und Überraschungen. Dazu kommt die Darstellung der Musik in der Kunst. Was malen die Maler? Kann gehört werden, was sie malten? Können wir zu Klang malen? Was malen wir? Eindrücke, Strukturen, Erinnerungen?
Das Seminar will Musik und Malerei aufeinander beziehen und den Modellcharakter ihrer Strukturen herausarbeiten, sehend und hörend.

 

Arbeitskreis 7: Orientierung im Raum. Grundlagen, Geschichte und moderne Formen der räumlichen Orientierung

Leitung: Dorothea Wiktorin
Zeit / Ort: donnerstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Übungsraum 3, Südbau des geographischen Instituts, Otto-Fischer-Strasse 4
Beginn: 17. April 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.
Wie orientieren sich Menschen im Raum? Wie finden wir unseren weiteren Weg? Wie haben sich die Menschen vor Hunderten von Jahren orientiert, als es noch keine Satelliten oder Flugzeuge gab, die ein Bild der Erde von oben vermittelten? Wie halten wir unsere Erde im Bild der Karten fest? All diese Fragen und viele mehr werden Gegenstand des Arbeitskreises im nächsten Sommersemester sein. Der Arbeitskreis gliedert sich grundsätzlich in drei Schwerpunkte: Zunächst werden Grundlagen der räumlichen Orientierung behandelt. Darunter fallen u.a. folgende Themen: Gradnetz der Erde, Nordrichtungen, geographische und geodätische Koordinaten sowie deren Bestimmung etc.. Im zweiten Schwerpunkt steht die Erde im Bild der Karten im Vordergrund. Nach einem Überblick über die Geschichte der Kartographie geht es um die Entstehung von und den Umgang mit topographischen Karten. In diesem Zusammenhang ist eine Exkursion zum Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen geplant. Im dritten Teil des Arbeitskreises geht es um moderne Formen der räumlichen Orientierung. Wir werden lernen, wie ein GPS-Gerät (Global-Positioning-System) funktioniert, wie Satellitenbilder entstehen, welche Möglichkeiten Geographische Informationssysteme bieten und welche Möglichkeiten es gibt, die räumliche Orientierung in Stadt und Land zu erleichtern.

 

Arbeitskreis 8: Indische Philosophie zwischen Vergangenheit und Zukunft: Was sagen uns die "Upanishaden" und "Bhagavad Gita"?

Leitung: A. Ronald Sequeira ? Prabhu
Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 69, Philosophikum
Beginn: 16. April 2008

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.Die Vorlesungen Dr. Sequeiras über die Philosophien Indiens fanden seit dem Jahr 1998 im Rahmen des Instituts für Indologie statt und wurden sowohl von Gasthörer/innen als auch von Studierenden im regulären Studium gern besucht. Im Sommersemester 2008 wird es nun einen Arbeitskreis von ihm im Rahmen der besonderen Angebote für ältere Studierende geben, der sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Die Gesamtperspektive wird dennoch anders sein. Im Arbeitskreis wird die Frage gestellt, welche Relevanz die indischen Philosophien noch heute haben. Dienen sie dem künftigen Dialog der Kulturen, der noch im Entstehen ist? Sind die bekannten Werke indischer Weisheit (Veden, Upanishaden, die Bhagavad Gita) auch für den Menschen des 21. Jahrhunderts eine Quelle für eine Antwort auf die z.B. von Immanuel Kant gestellte Frage: Was ist der Mensch? Zur Thematisierung dieser Fragen sollen sowohl Zeugnisse abendländischer Denkrichtungen als auch Vertreter anderer östlicher Traditionen (z.B. die chinesische) herangezogen werden. Die Teilnehmer/innen des Arbeitskreises werden aufgefordert, auch eigene Überzeugungen und Erfahrungen einzubringen und die Arbeit im Arbeitskreis aktiv mitzugestalten.Literaturangaben während der Sitzungen.

 

Vorlesung: Grundlinien der Florentiner Renaissance: Philosophie, Literatur, Kunst

Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude
Beginn: 16. April 2008

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Wintersemester 2007/2008

Arbeitskreis 1: Über den Ursprung eines existentiellen "Drahtseilaktes" - den Neid (Fortsetzung)

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 69 (Achtung Raumänderung!), Philosophikum

Beginn: 25. Oktober 2007

Erläuterung: Neidisch ? "Ich? Nein - ich doch nicht!". So reden viele von uns. Aber: Ist das wirklich so? Wir haben im letzten Semester beschlossen, nicht neidisch zu sein auf die Arbeitskreise, die sich wieder einem neuen Thema widmen. Es stellte sich im Laufe des kurzen Sommersemesters heraus, dass wir hier ein so vielfältiges und grundlegendes Phänomen bearbeiten, das sich lohnt, weiterhin zu verfolgen, besonders mit Medien wie Film und bildender Kunst. Hiermit wollen wir u.a. die Fragen des letzten Semesters vertiefen: Was ist das für ein tief- und abgründiges Gefühl,

- das uns so vielfältig bewegt,

- das wir so vielzüngig von uns weisen,

- das so oft unsere Biografiebahnen deutlich, wenn auch oft maskiert, mitbestimmt,

- das wahrscheinlich unsere praktische Kulturentwicklung und unsere Ideengeschichte weitaus mehr beeinflusst als alle  freiheitlich-kreativen Planungsvorstellungen?

Wie äußert sich dieses Phänomen, direkt oder indirekt, in der menschlichen Existenz? Und nicht zuletzt: Warum "tanzen" wir überhaupt auf diesem Drahtseil? Was ist das für eine (nur menschliche?) Natur?

Sehr spannende Fragen, die wir weiterhin im gemeinsamen Gespräch erfahrungsdeckend, kulturgeschichtlich und biotisch ergründen wollen. Neueinsteiger/innen sind herzlich willkommen. Die Teilnahme am Sommersemester wird nicht vorausgesetzt.

Literatur: U. a. Rolf Haubel, Neidisch sind immer nur die anderen. Über die Unfähigkeit, zufrieden zu sein - C.H. Beck-Verlag, München, 2001

 

 

Arbeitskreis 2: Warum lesen? Erfahrungen, Theorien und literarische Texte zu Wirkungen von Literatur

Leitung: Miriam Haller 

Zeit / Ort: montags, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal XI b,  Hauptgebäude

Beginn: 22. Oktober 2007

Erläuterung: Man kann das Leben nicht nur lesen, oder doch? Welche literarischen Texte lesen wir, und warum lesen wir sie? Wie lesen wir sie, und wie wirken sie auf uns? Immer ausgehend von unseren eigenen Leseerfahrungen werden wir uns im Arbeitskreis diesen Fragen anhand von unterschiedlichen literaturwissenschaftlichen Ansätzen wie der Rezeptionsästhetik, der Semiotik, der empirischen Literaturwissenschaft und den "Cultural Studies" zuwenden. Parallel dazu lesen und analysieren wir aber auch literarische Texte über das Lesen.

In der Literaturwissenschaft ist die Rezeptions- und Wirkungsästhetik, die die "Konstanzer Schule" in den 1970er Jahren entwickelte, nach wie vor eine maßgebliche Theorie - ein Indiz sowohl für die Wirkungsmacht dieses Ansatzes, als auch für eine bisher ausgebliebene Erneuerung. Bereits in den 1970er Jahren wurde jedoch auch Kritik an den textorientierten Rezeptionstheorien vorgebracht, und die Forderung nach einer empirisch ausgerichteten Literaturwissenschaft wurde lauter. Zu fragen ist, welche Position wir als Leser/innen einnehmen und welches "Wissen" über das Lesen in literarischen Texten selbst vermittelt wird.

Literatur: Carlos M. Dominguez (2004): Das Papierhaus. (Eichborn Verlag.); Italo Calvino: Wenn ein Reisender in einer Winternacht. (SZ-Bibliothek, Bd. 50).

Zu Beginn des Semesters (15. Oktober 2007) ist ein Reader mit den zu lesenden Texten im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

 

Arbeitskreis 3: "Happy Birthday!" - Annäherungen an ein Ritual aus kulturwissenschaftlicher Perspektive

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 25. Oktober 2007

Erläuterung: Auch wenn viele Menschen ihr kalendarisches Alter verschweigen (oder verändern) und damit das "gefühlte" Alter subjektiv wichtiger wird: Daten und Jubiläen stellen innerhalb der Kalendergeschichte wichtige soziale Ordnungspunkte dar. Innerhalb dieser "Matrix des kulturellen Erinnerns" (Thomas Macho) finden auch die Eintragungen der individuellen Geburtstage ihren Ort. Im Arbeitskreis wird das Augenmerk eben diesen besonderen Tagen gelten. Es soll geprüft werden, welche sozialhistorische und kulturpsychologische Bedeutung ihnen zukam, wie sie sich verändert hat und welche Auswirkungen dies für den Lebenslauf und seine ?Institutionalisierung" (Martin Kohli 1985) hatte. Den Leitfaden zu dieser Betrachtung (und damit auch die vorläufige geographische und zeitliche Eingrenzung) werden die Selbstportraits des Malers Lovis Corinth (1858 - 1925) bilden, der sich über viele Jahre hinweg aus Anlass seines Geburtstages vor die Staffelei setzte, um sich seiner selbst im Bild malerisch zu vergewissern. (Angedacht ist auch eine Exkursion zur Ausstellung "Lovis Corinth und die Geburt der Moderne", die 2008 in Paris, Leipzig und Regensburg stattfinden wird).

Zur Vorbereitung in die Kulturgeschichte des Kalenders lohnt sich die Beschäftigung mit der URL:

http://www.culture.hu-berlin.de/projekte/kalender/

Inhaltsverzeichnis READER

Sitzungsplan

Geburtstagsbeschreibungen

Literatur: Thomas Macho, Das zeremonielle Tier. Rituale - Feste - Zeiten zwischen den Zeiten. - Styria Verlag, 2004

Ein Reader mit weiteren Texten wird ab der 1. Sitzung im Copy-Shop zur Verfügung stehen.

 

 

Arbeitskreis 4: Ratschläge für ein gelingendes Altern im Spannungsfeld von wissenschaftlichen Studien und authentischem Erleben

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 12.00 - 13.30 Uhr, Seminarraum S73, Philosophikum

Beginn: 22. Oktober 2007

Erläuterung: Inzwischen gibt es eine kaum noch zu überschauende Flut unterschiedlichster Ratschläge fürs Alter(n). Sie werden in Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, sie sind implizit oder explizit in literarischen Werken und wissenschaftlichen Veröffentlichungen enthalten, sie tönen Selbstzeugnisse, (Auto-) Biographien und Blogs, sie werden in vielen öffentlichen und privaten Diskursen verbreitet. Schließlich gibt es sie auch in Form von ausdrücklicher Ratgeberliteratur zum Thema Alter(n).

In den Ratschlägen werden überlieferte Bilder des Alter(n)s ebenso gepflegt wie neue Vorstellungen normativ gesetzt. Häufig transportieren die Ratgeber und Ratschläge eine schwer zu entwirrende Mischung aus traditionellen und "modernen" Vorstellungen.

Im Arbeitskreis werden wir unsere eigenen Vorstellungen von einem gelungenen Altern in Auseinandersetzung mit der Ratgeberliteratur formulieren. Dabei werden die Analyse der Ratgeberliteratur und kleine eigene Geschichten vom Altern zur Klärung unseres Verständnisses genutzt. Der Arbeitskreis baut auf Vorarbeiten aus einem Arbeitskreis des Sommersemesters 2007 auf, möchte aber viele neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewinnen. Die Erstellung eines eigenen Wikis zur Diskussion unserer Ergebnisse und Anregungen im Internet ist inzwischen abgeschlossen. Das Wiki "Geschichten vom Altern" ist online:

http://wiki.uni-koeln.de/ksgss/index.php/Geschichten_vom_Altern

 

 

Arbeitskreis 5: Komponistinnen im 18. und 19. Jahrhundert und ihre Werke

Leitung: Ute Büchter - Römer

Zeit / Ort: montags, 14.00-15.30 Uhr, Seminarraum S 76, Philosophikum

Beginn: 22. Oktober 2007

Erläuterung: Inzwischen sind Clara Schumann und Fanny Hensel, geb.Mendelssohn Bartholdy bekannt geworden. Ihre Werke erscheinen in Konzerten, in Rundfunksendungen, sind aber in der Erinnerung noch nicht präsent. Wilhelmine von Bayreuth oder Anna Amalia, Prinzessin von Preussen oder auch Anna Amalia von Sachsen Weimar sind in dieser Funktion nur wenigen Hörern als Komponistinnen begegnet, dennoch haben sie über den Dilettantenstatus hinaus komponiert und auch Anerkennung erfahren. Italienische Komponistinnen des Frühbarock, in ihrer Zeit hochgeehrt und bekannt, wie Francesca Caccini und Barbara Strozzi haben Kammermusik und Opern geschrieben, im 19. Jahrhundert gehören Louise Farrenc, Josephine Lang, Johanna Kinkel, Celine Chaminade, Pauline Viardot-Garcia, Allma Mahler-Werfel zu den Frauen, die als Komponistinnen hervorgetreten sind. Auch Anette von Droste Hülshoff und Bettine von Brentano haben kammermusikalische Werke geschrieben und sich auf diese Weise mit der Musik befasst. In diesem Arbeitskreis sollen verschiedene Werke der Komponistinnen analysiert und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen - die sehr unterschiedlich waren - reflektiert werden. Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

 

 

Arbeitskreis 6: Von Goya bis Picasso. Aufbruch in die Moderne

Leitung: Gabriele Huster

Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 69, Philosophikum

Beginn: 24. Oktober 2007

Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Erläuterung: Im 19. Jahrhundert "verlernt" die Kunst das bis zum Barock gültige Bildvokabular und verabschiedet die Hierarchie der Bildgattungen. So finden wir jetzt literarische, mythologische, sozialkritische und fantastische Sujets; romantische Weltflucht ebenso wie bäuerliche Alltags- und mondäne Großstadtszenen. Salonkunst steht neben malerischen Befreiungsakten.

In jedem einzelnen Fall wäre zu fragen, worin die Modernität eigentlich besteht.

Francisco Goya und Caspar David Friedrich bringen um 1800 mit romantischem Absolutheitsanspruch und strikter Subjektivität das Prinzip der Naturnachahmung ins Wanken. Das Bild dient seither nicht mehr der Vorstellung einer harmonisch geordneten Welt, sondern drückt das Bewusstsein der Krise aus. Die Künstler befreien sich von der Tradition, verlassen die Akademien und erfinden eigene expressive Symbole. Ein derartiger Anspruch auf Autonomie wird zum Wesenszug der folgenden Avantgarde-Bewegungen.

Mit dem Realismus beginnt der Siegeszug der ISMEN. Gustave Courbet erneuert die Malerei durch "hässliche" Themen und die Betonung des Malvorgangs. Der Impressionismus läutet die Herrschaft von Licht und Farbe ein. Der Symbolismus wendet sich gleichzeitig mit gewollt mysteriöser Bildsprache gegen den positivistischen Geist der Epoche. Expressionismus, Kubismus und Surrealismus greifen auf und radikalisieren, was die Väter der Moderne - malerisch, konstruktiv, romantisch - zuvor entwickelt hatten.

Der Arbeitskreis geht mit vergleichender Bildbetrachtung der kunstgeschichtlichen Entwicklung bis zur klassischen Moderne nach. Gibt es einen roten Faden, der die scheinbar so weit von einander entfernt liegenden Positionen verbindet?

 

 

Arbeitskreis 7: Vom Kohlenpott bis zum Freizeitpark. Das Ruhrgebiet zwischen gestern und heute

Leitung: Dorothea Wiktorin

Zeit / Ort: dienstags, 16.00 - 17.30 Uhr, Übungsraum VI, Südbau des geographischen Instituts, Otto-Fischer-Strasse 4, sowie an drei Freitagen im Semester von 10.00 bis 16.00 Uhr

Beginn: 21. Oktober 2007

Erläuterung: Der vom fgs finanzierte Arbeitskreis gliedert sich in sechs Sitzungen, die im Geographischen Institut stattfinden. In ihnen wird ein Überblick über die Entwicklung des Ruhrgebiets gegeben. Begleitend dazu finden an drei Freitagen im Semester Exkursionen ins Ruhrgebiet statt im Zeitrahmen von 10.00 bis 16.00 Uhr. Die Exkursionen werden voraussichtlich als Busexkursionen stattfinden, was einen Unkostenbeitrag der Teilnehmer/innen notwendig macht, der je nach Anzahl der Teilnehmer/innen variiert.

23.10.: Einführungssitzung - Überblick über die Themen

30.10.: Zentren der Frühindustrialisierung
Seminarstunde zur Geschichte der frühen Industrialisierung in der Region Rhein-Ruhr und ihrer räumlichen Ausprägung

09.11.: Exkursion zur Frühindustrialisierung
Schwerpunkte sind Energiegewinnung, Lebens- und Arbeitsbedingungen

20.11.: Die Region formiert sich
Seminarstunde zu den Anfängen des Steinkohlebergbaus

04.12.: Die Region auf dem Gipfel
Seminarstunde zur Hochphase der Industrialisierung und ihren räumlichen Implikationen

14.12.: Exkursion ins Ruhrgebiet I
Schwerpunkte sind Steinkohlebergbau, Industrie und Wohnen

15.01.: Der Strukturwandel im Ruhrgebiet

Seminarstunde zum Strukturwandel seit den 1950er Jahren bis heute

01.02.: Exkursion ins Ruhrgebiet I:Schwerpunkte sind Tertiärisierung, verschiedene Projekte der IBA-Emscher und der  
Imagewandel der Region allgemein

12.02.: Abschlusssitzung

 

 

Vorlesung: Politik und Kultur in der Florentiner Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 24. Oktober 2007

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Sommersemester 2007

Arbeitskreis 1: Über den Ursprung eines existentiellen "Drahtseilaktes"  - den Neid

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 14.00 - 15.30 Uhr, Hörsaal VII a, Hauptgebäude

Beginn: 12. April 2007

Erläuterung: Neidisch ? "Ich? Nein - ich doch nicht!?". So reden viele von uns. Aber: Ist das wirklich so? Was ist das für ein tief- und abgründiges Gefühl, - das uns so vielfältig bewegt, - das wir so vielzüngig von uns weisen, - das so oft unsere Biografiebahnen deutlich, wenn auch oft maskiert, mitbestimmt, - das wahrscheinlich unsere praktische Kulturentwicklung und unsere Ideengeschichte weitaus mehr beeinflusst, als alle freiheitlich-kreativen Planungsvorstellungen? Wie äußert sich dieses Phänomen, direkt oder indirekt, in der menschlichen Existenz? Und nicht zuletzt: Warum "tanzen" wir überhaupt auf diesem Drahtseil? Was ist das für eine "menschliche" Natur? Sehr spannende Fragen, die wir im gemeinsamen Gespräch erfahrungsdeckend, kulturgeschichtlich und biotisch ergründen wollen.

Literatur: U. a. Rolf Haubel, Neidisch sind immer nur die anderen. Über die Unfähigkeit, zufrieden zu sein - C.H. Beck-Verlag, München, 2001

 
Arbeitskreis 2: Die Macht des Glücks. Nachdenken über das Glück im Spannungsfeld von Theorien zur "Gouvernementalität" und "Lebenskunst"

Leitung: Miriam Haller 

Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 89, Philosophikum

Beginn: 16. April 2007

Erläuterung: "Daß sich das Denken mit dem Glück schwertut, spricht nicht gegen das Glück und auch nicht gegen das Nachdenken darüber." (Dieter Thomä, 2003). Das Nachdenken über das Streben nach Glück verfolgt im aktuellen theoretischen Diskurs unterschiedliche Strategien: Einerseits boomt die Philosophie der Lebenskunst mit Vorschlägen für unterschiedliche `Technologien des Selbst´, die dem sich selbst stilisierenden Individuum auf der Suche nach Lebensglück dienen sollen. Nach Foucault ermöglichen `Technologien des Selbst´ es Individuen, ?mit eigenen Mitteln bestimmte Operationen mit ihrem Körper, mit ihren eigenen Seelen, mit ihrer eigenen Lebensführung zu vollziehen, und zwar so, dass sie sich selber transformieren, sich selber modifizieren und einen bestimmten Zustand von Vollkommenheit, Glück, Reinheit, übernatürlicher Kraft erlangen? (Foucault 1984). Andererseits impliziert das Nachdenken über das Glück eine Kritik der Vorstellung, dass `jeder seines Glückes Schmied´ sei, hinsichtlich ihrer politischen und ökonomischen Instrumentalisierungen. Der Arbeitskreis thematisiert die Frage des Glücks anhand von zeitgenössischen theoretischen und literarischen Texten.

Literatur: Marguerite Duras: Im Park. Frankfurt/M. 1987. Sibylle Berg: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot. Leipzig 1997. Katharina Hacker: Die Habenichtse. Frankfurt/M. 2006.

 
Arbeitskreis 3: Nicht nur Form und Funktion: Das BAUHAUS als Lebensform

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 12. April 2007

Erläuterung: Strenge Form und Dominanz der Funktion gelten im alltäglichen Vorverständnis als Kennzeichen für den `Bauhaus-Stil´. Hinter diesen gestalterischen Prinzipien der künstlerischen Ausbildungsstätte `Bauhaus´(1919-1933) standen so manche idealistische, religiöse, ja sogar ideologische Bestrebungen, wie sie z.B. in den Zuschreibungen des `Bauhauses´zur `Kathedrale des Sozialismus´oder zur `Ikone der klassischen Moderne´ zum Ausdruck kamen. Wie sich anlässlich der Medienresonanz zum 80. Geburtstag des Bauhausgebäudes in Dessau im Dezember 2006 zeigte, sorgen nach wie vor sehr unterschiedliche Einschätzungen für regen Diskussionsstoff. Von dieser Aktualität ausgehend, soll im Arbeitskreis die Bauhauskultur - z.B. ihre asketische Praxis einerseits und die rauschenden Feste andererseits - nach ihren lebensreformerischen Aspekten befragt werden und diese im Kontext von anderen Reformbewegungen (wie z.B. Arts & Crafts, Hellerau bei Dresden, Monte Verità) des 20. Jahrhunderts kritisch gesichtet werden.

Literatur: u.a. Konrad Wünsche, Bauhaus: Versuche, das Leben zu ordnen. Berlin 1989 (Wagenbachs Kleine Kulturwissenschaftliche Bibliothek). Bauhaus und Bauhäusler, Hg. Von Neumann Eckhard, Dumont 1985.

 
Arbeitskreis 4: Keine Panik. Es gibt Ratgeber für ein gelingendes Alter(n)

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal VII a, Hauptgebäude

Beginn: 11. April 2007

Erläuterung: Inzwischen gibt es eine kaum noch zu überschauende Menge unterschiedlichster Ratschläge fürs Alter(n). Sie werden in Rundfunk und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, sie sind implizit oder explizit in literarischen Werken und wissenschaftlichen Veröffentlichungen enthalten, sie tönen Selbstzeugnisse (Auto-) Biographien und Blogs, sie werden in vielen öffentlichen und privaten Diskursen verbreitet. Schließlich gibt es sie auch in Form von ausdrücklicher Ratgeberliteratur zum Thema Alter(n). Die Ratschläge beziehen sich auf die Gesundheit ebenso wie auf die Finanzen und Steuern, auf die Zufriedenheit ebenso wie eine glückliche Partnerschaft, das Verhältnis zu Kindern und Enkeln ebenso wie zu alten und neuen Freunden und Bekannten, auf Engagement und Disengagement, Reisen, Heim und Garten, Essen, Feste und Rituale, Haltungen und Einstellungen und vieles andere mehr. Auffällig ist die Zunahme von Witzsammlungen zum Thema Alter(n). Heute sollte es also heute kein Problem mehr sein, erfolgreich oder zufrieden oder gut zu altern. Beraten wird man jedenfalls sehr umfangreich. In den Ratschlägen werden überlieferte Bilder des Alter(n)s ebenso gepflegt wie neue Vorstellungen normativ gesetzt. Häufig transportieren die Ratgeber und Ratschläge eine schwer zu entwirrende Mischung aus traditionellen und ?modernen? Vorstellungen. Die Vorstellung und Durchsprache von Ratschlägen fürs Alter(n) wird am Anfang der gemeinsamen Arbeit des Arbeitskreises stehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen deshalb zur Vorbereitung auf das erste Treffen eine persönliche Bestenliste der Altersratgeber (Sprüche, Witze, kurze Texte, Bücher - eben alles, was die eigene Lage beschreibt bzw. was Sie geeignet finden zur Einschätzung und Orientierung ihrer eigenen Situation) zusammenstellen. Im ersten Schritt der gemeinsamen Arbeit werden die Bestenlisten vorgestellt und die Auswahl kurz begründet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Einschätzung des Alter(n)s und der darauf gerichteten Ratschläge deutlich werden zu lassen. Im zweiten Schritt werden wir dann die vorgestellten Ratschläge auf die in ihnen enthaltenen oder von ihnen empfohlenen Altersbilder untersuchen. Im dritten Schritt werden wir versuchen, Bausteine für ein gelungenes Leben im Alter zusammenzutragen, die gelebt werden können, weil sie vor einem authentischen Erfahrungshintergrund formuliert bzw. geprüft worden sind. Die anfangs vorgestellten Ratgeber und Ratschläge werden wir deshalb gemeinsam kommentieren, verändern, ergänzen und schließlich selbst einige Bausteine für ein gelungenes Alter(n) formulieren. Ziel des dritten Schrittes ist es, ein Stück Deutungshoheit über das eigene Alter(n) zurückzuerlangen. Der Anspruch, selbst die Deutungshoheit über die Maßstäbe für ein gelungenes Alter(n) zu erlangen, soll im vierten Schritt auch öffentlich sichtbar gemacht werden. Hierzu werden die individuell und / oder gemeinsam formulierten Bausteine für ein gelungenes Alter(n) als Teil des Projekts "99 Altersbilder - Mein Alter(n) ist anders" (Arbeitstitel) zur Anregung einer über den Arbeitskreis hinausgehenden Diskussion im Internet veröffentlicht werden.

 
Arbeitskreis 5: Ernährung und Bewusst-Sein

Leitung: Antonie Danz

Zeit / Ort: montags, 12.00-13.30 Uhr, Seminarraum S 58, Philosophikum

Beginn: 16. April 2007

Erläuterung: Individuelle und gesellschaftliche Faktoren beeinflussen unser Ernährungsverhalten. Und umgekehrt hat das Ernährungsverhalten Einfluss auf das (Bewusst-)Sein - physiologisch, psycho-sozial, ökonomisch, ökologisch... - des Einzelnen, als auch auf das der Gesellschaft. Die Betrachtung dieser Wechselwirkungen wird Gegenstand des Seminars sein. Körperliche wie geistige Aspekte werden hierbei gleichermaßen berücksichtigt. Grundlage für diese Betrachtungen wird insbesondere die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sein. Vorkenntnisse über die TCM sind für die Teilnahme an dem Seminar nicht erforderlich.

 
Arbeitskreis 6: Psychologie der Gefühle, konkretisiert an dem paradoxen Phänomen der "Lust am Trauerspiel"

Leitung: Margret Kaiser-El-Safti

Zeit / Ort: mittwochs, 14.00 - 15.30 Uhr, Seminarraum S 55, Philosophikum

Beginn: 11. April 2007

Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Erläuterung: Die Psychologie der Gefühle ist von unterschiedlichen Forschungsansätzen betrieben worden und spielt heute eine bedeutende Rolle in der modernen Gehirnforschung. Diese Ansätze sollen im Wechsel von Vortrag und Diskussion erarbeitet werden. (1. Teil der Veranstaltung) Die Vermittlung psychologischer Forschungsergebnisse über Phänomene wie Gefühle, die im Alltag brennend interessieren, weil sie ihn weitgehend beherrschen, erweist sich in wissenschaftlicher Perspektive häufig trockener als erwartet. Um jedoch auf der einen Seite die Exaktheit wissenschaftlichen Denkens zu wahren, auf der anderen Seite dem wie rätselhaften Phänomenen der menschlichen Gefühle in der Lebenswelt gerecht zu werden, befasst sich der 2. Teil mit dem Unterschied alltäglicher Gefühle und Gefühlen, die wir im Theater (im Drama, in der Tragödie) erleben. Dazu haben sich bedeutende Psychologen wie Franz Brentano, Carl Stumpf, Sigmund Freud und Lew Wygotski geäußert. Sollten die Kölner Bühnen eine sehenswerte Aufführung anbieten, ist ein Besuch mit anschließender Diskussion geplant.

 
Arbeitskreis 7: Das Heilige Köln - Kölner Malerei und Kunsthandwerk als Ausdruck spätmittelalterlicher Frömmigkeit

Leitung: Thomas Blisniewski

Zeit / Ort: dienstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Hörsaal B V, Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 10. April 2007

Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert.

Erläuterung: Im späten Mittelalter war Köln mit seinen rund 50.000 Einwohnern eine der größten und bedeutendsten Städte der Welt, und etwa die Hälfte der Kölner Bevölkerung lebte in Klöstern, Stiften und anderen religiösen Einrichtungen. Da Köln von Stadtbränden und Bilderstürmen verschont geblieben war, hatte sich bis zur Säkularisation ein großer Teil der mittelalterlichen Kunstproduktion erhalten, die dann von etlichen engagierten Sammlern aufgekauft wurde und sich heute vor allem in Köln selbst sowie der Alten Pinakothek in München befindet. Diese Werke sind Ausdruck eines tiefen religiösen Empfindens und haben vielfältige Funktionen innerhalb der mittelalterlichen Frömmigkeitspraktiken. Die Funktion der Objekte wirkt sich auf deren Themenwahl und Gestaltung ganz unmittelbar aus. Ziel der Veranstaltung ist es, diese Werke, die aus ganz verschiedenen Gattungen stammen können (wobei die Malerei allerdings im Zentrum stehen wird) kunst- und kulturhistorisch einzuordnen und ihre Funktionszusammenhänge im privaten, öffentlichen und sakralen Raum darzulegen. Zusätzlich zu den Sitzungen im Bibliotheksgebäude sind Besuche des Wallraf-Richartz-Museums geplant.

Literatur: Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter. 2. Aufl. Darmstadt 2000

Budde, Rainer: Köln und seine Maler 1300-1500. Köln 1986

Corley, Brigitte: Painting and Patronage in Cologne 1300-1500. Turnhout 2000

Legner, Anton: Kölner Heilige und Heiligtümer. Ein Jahrtausend europäischer Reliquienkultur. Köln 2002

Zehnder, Frank Günter: Katalog der Altkölner Malerei. Bestandskatalog des Wallraf-Richartz-Museums Köln. Köln 1990 (mit Bibliographie der gesamten älteren Lit.)

Zehnder, Fank Günter (Hg.): Stefan Lochner - Maler zu Köln. Herkunft, Werke, Wirkung. Ausst.-Kat. Köln 1993/ 94

 
Seminar: Kunsterleben und Selbsterfahrung

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.00 - 13.30 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 12. April 2007

Erläuterung: Seminar aus dem regulären Vorlesungsangebot, das sich explizit auch an ältere Studierende richtet.

 
Vorlesung: Boccaccio

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs, 10.00 - 11.30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 11. April 2007

Erläuterung: Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot, die sich explizit auch an ältere Studierende richtet. Boccaccio, der durch sein Decameron allgemein bekannt geworden ist, war einer der bedeutendsten, ingeniösesten und anspruchvollsten Literaten des 14. Jahrhunderts. Die Vorlesung soll ihn in seinen kulturellen Bemühungen, dem Verhältnis zu antiken Vorbildern, seiner Beziehung zu Petrarca und insgesamt seiner humanistischen Gelehrsamkeit schildern. Behandelt werden soll die ganze Breite seiner literarischen Unternehmungen: neben dem Decameron u.a. vor allem der Filostrato, seine bukolische Dichtung, De claris mulieribus und die berühmte Genealogia deorum gentilium.

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Wintersemester 2006/2007

Arbeitskreis 1: Zur Anthropologie von "männlich" - "weiblich" (Fortsetzung)

Leitung: Bodo Günther
Zeit / Ort: donnerstags, 17.15 - 18.45 Uhr, Hörsaal VII b, Hauptgebäude
Beginn: 26. Oktober 2006
Erläuterung: Mit dem Thema des Arbeitskreises sind zwei Kategorien angesprochen, die sich zunächst scheinbar weniger in einem anthropologischen Verstehenshorizont bewegen. Unsere existentiellen Betroffenheiten verstricken in der Regel diese Phänomene mit kulturellen Vorstellungen von Mann und Frau. Wie sieht es aber aus mit diesen Vorstellungen? Worin sind sie (be)gründbar? Eine lange Traditionslinie versucht in diesem Zusammenhang mit vermeintlichen Feststellungen über die Natur zu argumentieren. Da diese Vorstellungen meistens nicht nur beschreibender Art sind, sondern auch "vor-schreibende" Konsequenzen zur Folge haben, kommt einer wissenschaftlichen Analyse hier eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe zu: Vorurteile von Urteilen zu scheiden. Genau dies wollen wir in einem gemeinsamen Gespräch versuchen, indem wir der Frage nachgehen, wie und wodurch dieses Phänomen auf unseren Planeten zu diesem Eigenschaftskomplex geworden ist, mit dem wir uns in vielfältiger Weise konfrontiert sehen.
Literatur: U. a. Volker Sommer: Von Menschen und anderen Tieren. Essays zur Evolutionsbiologie, Edition Universitas, Hirzel, Stuttgart. Achtung: Eine kurzfristige Termin- und Raumänderung ist möglich



Arbeitskreis 2: Ich denke, also (was) bin ich? Subjekttheorien und literarische Textpraxis
Leitung:
Miriam Haller
Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude
Beginn: 23. Oktober 2006
Erläuterung: Das Konzept des Individuums als ein weitgehend autonom handelndes, sein Leben selbst bestimmendes, sich seiner selbst bewusstes Subjekt ist seit seiner Erfindung ebenso wirkungsmächtig wie umstritten. Im Arbeitskreis sollen die Krisen des aufklärerischen Subjektdenkens anhand von exemplarisch ausgewählten theoretischen und literarischen Texten untersucht werden. Am Beispiel von Romanen, die in der Tradition des sogenannten Bildungsromans stehen, wird der Wandel der narrativen Konstruktionen des Subjekts bis hin zu Konstruktionen (post-)moderner (Anti-)Subjektivität nachgezeichnet.
Literatur: u.a. Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre; Thomas Bernhard: Frost. Zu Beginn des Semesters (16. Oktober 2006) ist ein Reader mit den theoretischen Texten im Copy-Shop "Copy-Star", Zülpicher Str. 184 erhältlich.

 

Arbeitskreis 3: "Alte Meister" und "Junge Wilde". Künstler des 14.-18. Jahrhunderts und die "Neuen Wilden" der 80er Jahre
Leitung: Ursula Pietsch-Lindt
Zeit / Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal B I der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
Beginn: 26. Oktober 2006
Erläuterung: Die im Titel des Arbeitskreises angesprochene Gegenüberstellung markiert Einschätzungen malerischer Bildwerke auf einer kunsthistorischen Entwicklungslinie. Sie verleitet zu der Frage, ob denn die Alten Meister in ihrer Jugend auch "wilde Kerle" waren? Und in Fortführung entsteht daraus die weitere Frage, ob aus der "wilden" Kunst der Jungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die abgeklärte Meisterschaft der alten Künstler entstehe. Ausgehend von dieser Fragestellung, wird sich der Arbeitskreis mit den unterschiedlichen Aspekten des künstlerischen Alterswerks befassen. Sie begegnen uns in Auffassungen, in denen die Kreativität der Künstler im Alter als Steigerung oder Reduktion; Kontinuität oder Abbruch gesehen wird. Dieser Entgegensetzung entspricht dann auch die Vorstellung vom Alterswerk als Opus Finitum einerseits und dem Fragment andererseits. An Bild-Beispielen von alter Kunst (z. B. Tintoretto 16. Jh.), Kunst des 20.Jhs. (z.B. Lovis Corinth) und gegenwärtiger Kunst, (z.B. Roman Opalka) wollen wir herausfinden, in welchen Diskurs die Einschätzung des jeweiligen Alterswerks eingebettet ist.
Literatur: Gottfried Benn, Altern als Problem für Künstler. Alexander Verlag 2006 / Thomas Bernhard, Alte Meister. Frankfurt/M. 1985 (Suhrkamp TB 1553) / Ein Reader mit weiteren Texten wird ab 16. 10. 2006 im Copy-Shop "Copy Star" erhältlich sein. Die Bildbeispiele werden nach Absprache als Farbkopien gegen Entgelt zur Verfügung gestellt.

 

Arbeitskreis 4: Die Frage nach dem Sinn des Lebens
Leitung: Hartmut Meyer-Wolters
Zeit / Ort: montags, 14.00 - 15.30 Uhr, Hörsaal VII a, Hauptgebäude
Beginn: 23. Oktober 2006
Erläuterung: Im Arbeitskreis "Die Frage nach dem Sinn des Lebens" werden wir gemeinsam Auszüge aus den Sammelband "Der Sinn des Lebens", herausgegeben von Christoph Fehige, Georg Meggle und Ulla Wessels, lesen und diskutieren. Nach Selbsteinschätzung der Herausgeber wendet sich das Buch "an alle Nachdenklichen, vom Laien, der nie oder kaum mit der Philosophie Kontakt hatte, über den Halb-Profi, zum Beispiel den Studierenden der Philosophie, bis zum Berufsphilosophen." (S. 13) Es hat "einen Kern und eine Schale. Im Kern ringen analytische Philosophen ausdrücklich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Ihr Ringen ist einigermaßen umfassend und ausgewogen repräsentiert ... Die Schale ist bunt: Bilder, Biographisches, Credos, Gedichte, Geschichte, Gesellschaft, Glück, Götter, Hilfe, Himmel, Hölle, Kosmos, Krisen, Leiden, Liebe, Menschen, Moral, Mythos, Psyche, Tod und mehr. Hier, anders als im Kern, war die Auswahl ungeniert subjektiv, das Ziel ein existentielles Sammelsurium: Auf dass uns beim Philosophieren über das Leben das Leben nicht aus den Augen gerate." (S. 13) Ob sich Lektüre und Diskussionen eher auf den Kern oder eher auf die Schale beziehen, wird zu Beginn des Arbeitskreises gemeinsam festgelegt. Eine (auszugsweise) Lektüre des Textes während der vorlesungsfreien Zeit wäre dafür hilfreich.
Literatur: Der Sinn des Lebens, Hrsg. von Christoph Fehige, Georg Meggle, Ulla Wessels, München 2000 (Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-30744-7, Euro 24,50) Vgl. auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Sinn_des_Lebens 

 

Arbeitskreis 5: Facetten der Stadtentwicklung Kölns
Leitung: Dorothea Wiktorin
Zeit / Ort: dienstags, 14.15 - 15.45 Uhr, Übungsraum 4, Geographisches Institut, Südbau
Beginn: 24. Oktober 2006
Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Anfang der 1960er Jahre galt der Wiederaufbau der so dramatisch zerstörten Domstadt als abgeschlossen. Was folgte waren jedoch keine Jahre der Stagnation ? die Stadtentwicklung Kölns seit den frühen 1960er Jahren bis heute spiegelt vielmehr verschiedene politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umbrüche wider. Der Arbeitskreis wird anhand der Leitthemen Wirtschaft, Wohnen, Versorgung, Erholung, Verkehr und Kultur verschiedene Aspekte der Kölner Stadtentwicklung seit Ende des Wiederaufbaus beleuchten und immer wieder auch Rückgriffe auf vorangegangene Stadtentwicklungsepochen vornehmen. Die Arbeitskreissitzungen werden zur Hälfte im Seminarraum, zur anderen Hälfte als Kurzexkursionen an interessanten Schauplätzen im Stadtgebiet stattfinden. Zu einzelnen Themen werden auch externe Experten eingeladen.

 

Arbeitskreis 6: "Ich erinnere mich an diesen Deutschen ganz genau..." Nachkriegsjustiz und die Deportation der Juden aus Frankreich
Leitung: Anne Klein
Zeit / Ort: mittwochs, 13.00 - 14.30 Uhr, S 90, Philosophikum
Beginn: 25. Oktober 2006
Erläuterung: Was wusste man Ende der 70er Jahre über die nationalsozialistischen Verbrechen während der Vichy-Zeit in Frankreich? Was ist tatsächlich damals geschehen? Und wie sprach man in Frankreich und Deutschland nach dem Krieg über den Holocaust? Drei Fragen, auf die in diesem Seminar Antworten gesucht werden sollen. Ausgangspunkt ist folgendes Ereignis im Oktober 1979. Vor dem Kölner Landgericht begann der Prozess gegen drei SS-Männer, die die Deportation der Juden aus Frankreich in die Vernichtungslager organisiert hatten. Aus Paris reisten ehemalige Résistance-Kämpfer und Überlebende mit ihren Kindern an, um öffentlich die Anerkennung des jüdischen Schicksals einzufordern. Gleichzeitig löste der Film ?Holocaust? eine Wende in der bundesrepublikanischen Erinnerungskultur aus. Auch in Frankreich hatte der NS-Prozess Folgen: In den 1980er und 1990 Jahren standen dort französische Kollaborateure vor Gericht.
Ziel des Gesprächskreises ist zum einen die Intensivierung der Erinnerung durch die Auseinandersetzung mit einem konkreten Ereignis in Köln. Ausgehend von dem Prozess vor dem Kölner Landgericht 1979 sollen persönliche Erinnerungen reflektiert und Gespräche mit Zeitzeugen geführt werden. Zum anderen geht es darum, die verschiedenen Perspektiven von Tätern, Opfern und Zuschauern nach zu vollziehen. Ähnlich den Mustern einer gerichtlichen Rede wurde auch in der Öffentlichkeit die NS-Geschichte immer wieder neu verhandelt. Im Gesprächskreis werden die Muster juristischer und moralischer Urteilsbildung nachvollzogen sowie zentrale Aspekte der jüdisch-nichtjüdischen Beziehungsgeschichte und der europäischen Erinnerungskultur erarbeitet mit den Schwerpunkten Landeskunde und Nachkriegjustiz.



Seminar: Helden - Führer - Götter
Leitung: Linde Salber
Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 ? 13.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)
Beginn: 26. Oktober 2006
Erläuterung: Seminar aus dem regulären Vorlesungsangebot, das sich explizit auch an ältere Studierende richtet.   

 

Vorlesung: Leon Battista Alberti: Künstler - Literat - Architekt
Leitung: Clemens Zintzen
Zeit / Ort: mittwochs und donnerstags, 10.15 ? 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude
Beginn: 25. Oktober 2006
Erläuterung: Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot, die sich explizit auch an ältere Studierende richtet. 

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Sommersemester 2006

Arbeitskreis 1: Zur Anthropologie von "männlich" - "weiblich"

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: freitags, 11.15 - 12.45 Uhr, Seminarraum S 85, Philosophikum

Beginn: 21. April 2006

Erläuterung: Mit dem Thema des Arbeitskreises sind zwei Kategorien angesprochen, die sich zunächst scheinbar weniger in einem anthropologischen Verstehenshorizont bewegen. Unsere existentiellen Betroffenheiten verstricken in der Regel diese Phänomene mit kulturellen Vorstellungen von Mann und Frau. Wie sieht es aber aus mit diesen Vorstellungen? Worin sind sie (be)gründbar? Eine lange Traditionslinie versucht in diesem Zusammenhang mit vermeintlichen Feststellungen über die Natur zu argumentieren. Da diese Vorstellungen meistens nicht nur beschreibender Art sind, sondern auch ?vor-schreibende? Konsequenzen zur Folge haben, kommt einer wissenschaftlichen Analyse hier eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe zu: Vorurteile von Urteilen zu scheiden. Genau dies wollen wir in einem gemeinsamen Gespräch versuchen, indem wir der Frage nachgehen, wie und wodurch dieses Phänomen auf unseren Planeten zu diesem Eigenschaftskomplex geworden ist, mit dem wir uns in vielfältiger Weise konfrontiert sehen. Literatur: U. a. Volker Sommer: Von Menschen und anderen Tieren. Essays zur Evolutionsbiologie, Edition Universitas, Hirzel, Stuttgart.

 

 
Arbeitskreis 2: Scheitern. Das "große Tabu der Moderne"?

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal VIIb, Hauptgebäude

Beginn: 10. April 2006

Erläuterung: Ist das Scheitern das "große Tabu der Moderne" (Richard Sennett) oder ist nicht vielmehr "das Recht auf ein gescheitertes Leben unantastbar" (Die fabelhafte Welt der Amélie)? Im Arbeitskreis soll die Kulturtechnik des Scheiterns aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und literarischen Blickwinkeln untersucht werden. Der Diskurs über das Scheitern vermittelt einen Überblick über den kulturellen Wandel biografischer Konzepte wie gesellschaftlicher Normierungen, die auf jeweils unterschiedlichen Vorstellungen von Glück und Unglück, Erfolg und Misserfolg, Schicksal und Willensfreiheit beruhen. Scheitern ist demnach keine anthropologische Konstante, sondern historisch und kulturell, geschlechts- und altersspezifisch konstruiert. Anhand von theoretischen und literarischen Texten sowie ausgewählten Filmen sollen die unterschiedlichen Repräsentationen und Konstruktionen des Scheiterns analysiert werden. Literatur: Michael Kumpfmüller: Hampels Fluchten (Fischer Taschenbuch); Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän (Suhrkamp Taschenbuch); Joseph Conrad: Jugend. (Bibliothek Suhrkamp). Zu Beginn des Semesters ist ein Reader mit den theoretischen Texten im erhältlich.

 

 
Arbeitskreis 3: 'Das Gedächtnis der Tapeten'. Autobiographisches Erinnern

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 13. April 2006

Erläuterung: Während einerseits der Erinnerungsdiskurs in der Öffentlichkeit vielstimmig beschworen wird, mehren sich die Zweifel an der Authentizität des autobiographischen Gedächtnisses. So wird dieses als Interpretationsanstalt angesehen, in der je nach Bedürfnislage die je eigene Konstruktion der vergangenen Erlebnisse erfolgt. Wenn also - so das Zitat -"selbst Tapeten ein besseres Gedächtnis haben als Menschen" (G. Grass), warum ist ein Tapetenmuster aus früher Kindheit noch so präsent? Oder ist in diesem plakativen, `unstatthaften´ Vergleich eventuell ein strukturelles Moment angesprochen, das der Erinnerungsfähigkeit `überlegen´ scheint und auf die Differenz zwischen Erinnerung und Gedächtnis hinweist? Der Arbeitskreis möchte diese Gegenüberstellung herausarbeiten, indem die aktuellen Positionen der Gedächtnisforschung vorgestellt und an exemplarischen Beispielen der künstlerischen Erinnerungspraxis der Literatur und der bildenden Kunst (Christian Boltanski) diskutiert werden sollen. Literatur: Erika Runge, Bottroper Protokolle, Frankfurt/M. 1968 (Suhrkamp Tb 271; nur mehr antiquarisch erhältlich). Die Auswahl weiterer (literarischer) autobiografischer Texte erfolgt nach Absprache mit den TeilnehmerInnen in der 1. Sitzung. H. J. Markowitsch & H. Welzer (Hrsg.), Das autobiographische Gedächtnis, Stuttgart 2005 (Klett-Cotta) Kotre, John: Weiße Handschuhe. Wie das Gedächtnis Lebensgeschichten schreibt. München 1996. Ein Reader mit Textauszügen der wissenschaftlichen Literatur wird zum 20.4..2006 im Copy-Shop vorliegen.

 

 
Arbeitskreis 4: Ernährung und Ernährungsverhalten im höheren Lebensalter

Leitung: Antonie Danz

Zeit / Ort: donnerstags, 16.00 - 17.30 Uhr, S 94, Philosophikum

Beginn: 20. April 2006

Erläuterung: Ernährungsverhalten wird von verschiedenen Faktoren biologischer, psycho-sozialer, sozio-kultureller, ökonomischer und ökologischer Genese beeinflusst. Ebenso wirkt sich Ernährung auf unterschiedlichen Ebenen auf die Gesundheit aus. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das Thema ?Ernährung und Ernährungsverhalten im höheren Lebensalter? unter einer ganzheitlichen, fächerübergreifenden Perspektive zu betrachten. Gegenstand des Seminars wird daher nicht nur der ernährungsphysiologische Aspekt der Ernährung im Alter sein. Vielmehr werden weitere Einflussgrößen des Ernährungsverhaltens und deren Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden im Alter beleuchtet. Literatur: Bei der ersten Veranstaltung erhalten die Teilnehmer/innen ein ausführliches Literaturverzeichnis und, begleitend zum Seminar Materialien ausgehändigt, die zur Vor- und Nachbereitung geeignet sind.

 


Arbeitskreis 5: Der Wiederaufbau Kölns nach dem Untergang. Zerstörung, Aufbaurealität und städtebauliche Konzepte zwischen 1942 und 1960

Leitung: Dorothea Wiktorin

Zeit / Ort: dienstags, 13.00 - 14.30 Uhr, S 85, Philosophikum

Beginn: 11. April 2006

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wurde vom fgs finanziert. In Anbetracht des modernen Köln scheinen Bilder der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg seltsam irreal. Dennoch - geht man offenen Auges durch die Stadt - findet man allenthalben Spuren von Zerstörung und Wiederaufbau, Zeugnisse einer bewegten und bewegenden Zeit. In dem angebotenen Seminar stehen Themen im Zusammenhang mit Zerstörung und Wiederaufbau der Domstadt nach 1945 im Vordergrund. Die Seminarsitzungen finden abwechselnd in der Universität und an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet - als Kurzexkursionen - statt. Bevor in den Sitzungen im Seminarraum jeweils Hintergründe und Zusammenhänge verschiedener Themen erläutert werden, gehen wir gemeinsam vor Ort auf Spurensuche. Im Einzelnen widmen wir uns Themen zur Stadtplanung während des Krieges, zur Zerstörung im Bombenhagel, der Trümmerräumung und den ersten Wiederaufbaujahren sowie der Leitplanung und der Aufbaurealität in Köln.

 


Arbeitskreis 6: Bildung fürs Alter(n)?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 14.15 - 15.45 Uhr in XVIIa, Hauptgebäude

Beginn: 10. April 2006

Erläuterung: Der Lebensabschnitt des Erwachsenenalters dauert hier und heute 40-50 Jahre. Kindheit / Jugend / frühes Erwachsenenalter (= 15-25 Jahre) dienen u. a. der Vorbereitung auf den Lebensabschnitt des Erwachsenenalters. Ein Zeitraum im Umfang von knapp einem Drittel bis der Hälfte des Erwachsenenalters wird damit in die Vorbereitung auf das Erwachsenenalter investiert. Die fernere Lebenserwartung der 60-jährigen beträgt heute bereits durchschnittlich 20 Jahre. Die Chance, diese 20 Jahre überwiegend mit nur geringen (Leistungs)-Einschränkungen zu leben, ist groß. Deutlich einschränkende Morbidität ist erst im letzten Lebensabschnitt wahrscheinlich. Trotzdem gibt es nur wenige optionale Angebote zur Vorbereitung auf 20 Lebensjahre, die zudem gesellschaftlich nur noch wenig vorstrukturiert sind. Würde man das am Beginn des Lebens veranschlagte Mindestmaß an Vorbereitung zugestehen, so müsste als Vorbereitung auf nur 15 Jahre Alter eine Vorbereitungszeit von 3-4 Jahren angeboten werden. Da eine solche Vorbereitung mit Kosten verbunden wäre, stellt sich die Frage, wie ein Return of Invest gesichert werden könnte und was überhaupt darunter zu verstehen ist. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen wird danach gefragt, wie eine Grundbildung fürs Alter(n) aussehen und wie sie organisiert werden könnte.

 

 

Diskussionsveranstaltung und Projektpräsentation: "Die Suche nach Demokratie im Schatten der Gewalt. Entwürfe von Familie und friedfertiger Gesellschaft zwischen Weltkriegsende und beginnendem 21. Jahrhundert"

Leitung: Till van Rahden

Zeit / Ort: Montag, 8. Mai 2006, 12.15 - 13.45 Uhr Seminarraum S 81, Philosophikum

Erläuterung: Die Geschichte Europas im 20. Jahrhundert bewegt sich zwischen den beiden Extremen von Absturz in Krieg und Völkermord auf der einen, Rückkehr zu Frieden und Demokratie auf der anderen Seite. Dabei hat die Forschung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor allem die Frage verfolgt, wie die Deutschen den Nationalsozialismus ins Werk setzten. Dagegen wissen wir nur wenig darüber, wie es ihnen gelang, aus dieser Gewaltgeschichte wieder herauszukommen. Gerade wenn man die deutsche Geschichte nach 1945 als eine Epoche nach dem `Zivilisationsbruch´ begreift, muß die Frage gestellt werden, wie sich im Schatten der Gewalt eine demokratische Gesellschaft herausbilden konnte. Ein von Daniel Fulda und Till van Rahden geleitetes Projekt verfolgt die Ausbildung von Diskursmustern einer friedfertigen Gesellschaft am Beispiel der bundesdeutschen Suche nach Demokratie im Schatten der Teilhabe an Vernichtungskrieg und Völkermord. Einzelthemen, die als Stationen dieses Prozesses behandelt werden, sind die Sprache der Niederlage, die aus dem Gewaltschock und der unmittelbaren Begegnung zwischen Siegern und Besiegten nach Kriegsende entstand, die Verschiebung von Familienleitbildern vom `patriarchalischen´ zum `partnerschaftlichen´ Vater, die Bedeutung von Sexualdebatten als Teil der Vergangenheitspolitik sowie die von den Kindern der Kriegsgeneration unternommene memoriale Reflexion auf ihren Lebensweg durch alle diese Veränderungen hindurch. Historisch schlägt das vom Land NRW geförderte Projekt einen Bogen von der ersten Nachkriegszeit bis zur Gegenwart mit ihrer Welle von autobiographischen Erinnerungen. Methodisch richtet es einen zweifachen Blick auf die Quellen, der sie sowohl als zeithistorische Zeugnisse wie auch als geschichtspolitische Äußerungen wahrnimmt, die in ihrer narrativen Struktur analysiert werden müssen.

 

 

Seminar: Die Mütter

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 13. April 2006

 

 

Vorlesung: Petrarca. Philosophie und Geistesgeschichte

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs und donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 12. April 2006

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Wintersemester 2005/2006

Arbeitskreis 1: Zur Natur von Maßlosigkeit

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.15 ? 14.45 Uhr, Hörsaal V, Hauptgebäude

Beginn: 27. Oktober 2005

Erläuterung: "...wie die Heuschrecken...". Unabhängig davon, ob man einer solchen Vorstellung spontan zustimmt oder sie grundsätzlich verwirft, lohnt es sich über dieses biotische Phänomen nachzudenken. Denn es reicht weiter in unser existentielles Wirken hinein, als wir vielleicht meinen. Verschiedenartigste zwischenmenschliche Spannungsbezüge werden durch diesen "Keim" genährt. Doch was ist das für ein Keim? Wie ist er in unsere Existenz "gepflanzt"? Welche Maskierungen dieses Grundzuges lassen sich entdecken? Wir werden im gemeinsamen Gespräch diesen Fragen nachgehen und dabei bis zu einer außerordentlich ambivalenten Problematik vorstoßen: Von der Maßlosigkeit des Maßhaltens.

Literatur: U. a. Karl Marx und Friedrich Engels: "Manifest der kommunistischen Partei", 1848, MEW Bd. 4, Seite 465-468. 

 

 
Arbeitskreis 2: Komplott, Krieg oder Dialog? Zur Rhetorik der Debatte über das zukünftige Generationenverhältnis

Leitung: Miriam Haller 

Zeit / Ort: montags, 9.30 - 11.00 Uhr, Hörsaal VIIa, Hauptgebäude

Beginn: 24. Oktober 2005   

Erläuterung: Angesichts des demographischen Wandels liegt die Frage nach Formen des zukünftigen Miteinanders der Generationen nah: Die Generationen-Thematik fordert nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs heraus, sondern findet auch in der populärwissenschaftlichen Sachbuch-Literatur große Beachtung. Die unterschiedlichsten Zukunftsszenarien bezüglich des Generationenverhältnisses und seiner sozio-kulturellen Konsequenzen werden entworfen und stürmen sogar die Bestsellerlisten. Analysiert werden soll, welcher Generationenbegriff, welche narrativen Strukturen und welche Rhetorik den (populär-)wissenschaftlichen Diskurs über das Generationenverhältnis bestimmen.

Literatur: u.a. Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott. München 2004. Weitere Texte werden in einem Reader bereitgestellt, den sich die Teilnehmer/innen zum Selbstkostenpreis im Copy-Shop CopyStar (Zülpicher Str.) zu Beginn des Semesters kaufen können. 

 

 
Arbeitskreis 3: Universitäten als Zentren der geistigen Auseinandersetzung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 12.15 - 13.45 Uhr, Seminarraum S 57, Philosophikum

Beginn: 24. Oktober 2005

Erläuterung: Im Arbeitskreis wird vor dem Hintergrund der Geschichte der Universitäten in Deutschland, Europa und Amerika nach ihren heutigen Aufgaben gefragt. Daß sich die Aufgabenbestimmung im Laufe der Geschichte mehrfach gewandelt hat, soll also nicht nur nachgezeichnet werden, sondern als Hintergrund für die Diskussion der Frage dienen, welche Aufgaben Universitäten heute übernehmen können und übernehmen müssen. Dabei wird insbesondere zu prüfen sein, ob Universitäten ihren Aufgaben bereits gerecht werden, wenn sie (1) wissenschaftliche Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung erbringen, (2) anwendungsbezogene Forschungsergebnisse anbieten und (3) kostengünstig und arbeitsmarktorientiert ausbilden - ob sie sich (4) nicht auch eigenständig in den Disput über aktuelle Zeitfragen einschalten und gesellschaftliche Zukunftsthemen in die öffentlichen Diskussion hineintragen müssen.

Literatur: Kopiervorlagen werden erstellt. Sie können ab Anfang Oktober in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars und in der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit, Kerpener Str. 15 zum Kopieren ausgeliehen werden.  

 

 
Arbeitskreis 4: Erde - Feuer - Wasser -- Luft. Nekropolis heute: Bestattung und kulturelles Gedächtnis

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal B I, Gebäude der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 27. Oktober 2005

Erläuterung: "Du musst ihn begraben, verbrennen, ins Meer kippen, meinetwegen frier ihn ein, oder setz ihn in eine Rakete, was sie sich heute so alles einfallen lassen..." (Liane Dirks, Vier Arten meinen Vater zu beerdigen, Köln 2002). Anonyme Urnenhaine, Wegkreuze, Soldatenfriedhöfe und der virtuelle Friedhof im Internet: Zwar gilt der klassische Friedhof vielen Menschen noch immer als traditioneller Erinnerungsort für das Totengedenken, gleichwohl sind heute zahlreiche andere Bestattungsformen zu beobachten und neue Nekropolen im Entstehen. Der Arbeitskreis wird sich sowohl mit den hier genannten unterschiedlichen Verortungen von Trauer befassen als auch jene Visionen zu Wort kommen lassen, die den Friedhof der Zukunft als multifunktionalen sozialen Begegnungsort sehen.

Literatur: Norbert Fischer / Markwart Herzog (Hrsg.): Nekropolis. Der Friedhof als Ort der Toten und der Lebenden (= Irseer Dialoge, Bd.10). Stuttgart 2005.



Arbeitskreis 5: Christentum und Islam (Teil II)

Leitung: Hermann-Josef Scheidgen

Zeit / Ort: mittwochs, 17.15 - 18.45 Uhr, Raum S 75, Philosophikum

Beginn: 26. Oktober 2005

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Bei der Lehrveranstaltung handelt es sich um die Fortsetzung des entsprechenden Arbeitskreises aus dem Wintersemester 2004/2005. Während im ersten Teil insbesondere historische, theologische, religionsgeschichtliche und philosophische Fragen im Vordergrund standen, hat die Evaluierung dieses Seminars die wichtigsten Themen für den zweiten Teil bereits vorgegeben, die insbesondere gesellschafts- und sozialpolitische Fragen tangieren, wie z.B.

- Die "Rückkehr der Religion" und ihre Bedeutung für das Christentum und den Islam

- Toleranz und Fundamentalismus im Christentum und im Islam

- Möglichkeiten und Grenzen des interreligiösen Dialogs

- Christentum und Islam im säkularen Staat

- Modelle sozialer Integration muslimischer MitbürgerInnen in Deutschland

- interkultureller Dialog versus Parallelgesellschaft

- Konkrete Begegnungsformen zwischen Christen und Muslime in Köln.

Wenn diese Veranstaltung auch als Fortsetzung des ersten Seminars gilt, so steht sie grundsätzlich auch neuen Interessierten offen.

Literatur: Bei der ersten Veranstaltung erhalten die Teilnehmer/innen ein ausführliches Literaturverzeichnis und darüber hinaus begleitend zum Seminar Materialien ausgehändigt, die zur Vor- und Nachbereitung geeignet sind.

 

 

Arbeitskreis 6: Grundlagen des Staatsrechts

Leitung: Steffen Augsberg

Zeit / Ort: mittwochs, 17.15-18.45 Uhr in den Räumlichkeiten des Instituts für Staatsrecht (Uni-Hauptgebäude, Bauteil 7, 2. OG).

Beginn: 26. Oktober 2005

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Der Arbeitskreis soll anhand "klassischer" Texte insbesondere der deutschen Staatsrechtslehre des 19. und 20. Jahrhunderts in ausgewählte rechtsphilosophische und rechtstheoretische Problemkreise einführen. Die Veranstaltung soll im Kolloquiumsstil abgehalten werden: Geplant ist ein Lektüreseminar, in dem die Texte gemeinsam erörtert werden. Es geht um Themenbereiche wie Geltung des Rechts, Rechtsanwendung und Rechtsschöpfung, Verhältnis Staat und Recht, Recht und Politik, Wissenschaftlichkeit der Jurisprudenz. Ziel des Ganzen ist nicht, die Probleme erschöpfend und umfassend zu erörtern, sondern über die Beschäftigung mit einem breiten Spektrum von Fragestellungen einen ersten Zugang zur (Staats-)Rechtswissenschaft zu ermöglichen. Besondere Vorkenntnisse sind deshalb nicht erforderlich.

Literatur: Ende September werden die Texte als Kopiervorlagen im Institut für Staatsrecht und in der Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit, Kerpener Str. 15 zur Verfügung stehen.

 


Arbeitskreis 7: Physik, Geschichte und Philosophie von Raum und Zeit im Einsteinjahr

Leitung: Christian Heinicke

Zeit / Ort: mittwochs, 15.15 - 16.45 Uhr, Seminarraum S 90, Philosophikum

Beginn: 26. Oktober 2005

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis soll zunächst die Grundideen von Einsteins spezieller und allgemeiner Relativitätstheorie vermitteln, ein Vorhaben, das sich ohne komplizierte Mathematik erreichen läßt. Ferner soll eine Vorstellung vermittelt werden, welches die historischen Voraussetzungen waren, warum damals wie heute, die Theorie als so revolutionär gilt und welche Stellung sie in der gegenwärtigen Physik einnimmt. Schließlich soll auch der sehr beträchtliche (und durchaus gegenseitige) Einfluss der Relativitätstheorie(en) auf die Philosophie zur Sprache kommen. Details und eine genaue Gewichtung dieser Themen werden in der ersten Sitzung besprochen.

Literatur: Einstein, Albert: Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie, Braunschweig: Vieweg 1917. (In zahlreichen Nachdrucken erhältlich, etwa Springer, Berlin, 2002.)

 

 
Arbeitskreis 8: Wetter und Klima

Leitung: Andreas Krüger / Tim Brücher

Zeit / Ort: freitags, 14.30-16.00 Uhr, Seminarraum des meteorologischen Instituts, Kerpener Str. 13

Beginn: 28. Oktober 2005

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Der Arbeitskreis bietet eine Einführung in die Methoden der Klima- und Wetterforschung. Erläutert werden Themen wie Extremereignisse (z.B. Dürre oder Hochwasser), Klimavorhersagen und Klimaszenarien.

Literatur: Einen ersten Einblick in die Thematik vermittelt die kurze Online-Broschüre "Klima im Wandel": http://www.meteo.uni-koeln.de/meteo.php?show=De_Fo_Kl  

 

 

Seminar: Der biographische Film

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 27. Oktober 2005

Erläuterung: Seminar aus dem regulären Vorlesungsangebot, das sich explizit auch an ältere Studierende richtet. 

 

 
Vorlesung: Machiavelli und Guicciardini. Der Beginn moderner Historiographie im 16. Jahrhundert

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 26. Oktober 2005 

Erläuterung: Vorlesung aus dem regulären Vorlesungsangebot, die sich explizit auch an ältere Studierende richtet.

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Sommersemester 2005

Arbeitskreis 1: Auf der Suche nach dem verlorenen (?) Ich. Zwischen Hirnforschung, Philosophie und Alltagserfahrung

 

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.15 - 14.45 Uhr, Hörsaal XII b, Hauptgebäude

Beginn: 21. April 2005

Erläuterung: Ein denkbar merkwürdiger Titel, der aber auf ein anthropologisches Zentralproblem aufmerksam machen will: Wie selbstverständlich ist unser ?Ich? eigentlich? Was meinen wir, wenn wir ' Ich ' sagen? Welche Denkvoraussetzungen gehen in diese Vorstellung ein? Auch wenn diese Themen denkgeschichtlich immer wieder verhandelt werden, erscheinen sie oft verworren oder gar weltfremd. Wir werden der Notwendigkeit dieser Gedanken im gemeinsamen Gespräch nachgehen. Dabei werden wir bemerken, dass sie zwangsläufig verstrickt sind mit den bedeutungsvollen - aber vorurteilsgeladenen - Vorstellungen über Bewusstsein, die Möglichkeit von Entscheidungsfreiheit und Verantwortung.

Literatur: Hirnforschung und Willensfreiheit. Hg. v. Christian Geyer, Frankfurt/M 2004 (Suhrkamp); Detlef Linke: Das Gehirn. München 1999 (Beck Verlag); Antonio R. Damasio: Ich fühle, also bin ich. München 2000 (List Verlag).

 

 
Arbeitskreis 2: "Alles bleibt anders" - Narrative Fiktionen und Theorien kulturellen Wandels

Leitung: Miriam Haller 

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude

Beginn: 18. April 2005

Erläuterung: Am Beispiel von sogenannten ' Wenderomanen' sollen narrative Strukturen und rhetorische Figuren der Beschreibung kulturellen Wandels untersucht werden. Die literaturkritische Diskussion nach dem Mauerfall thematisierte nicht nur die Frage einer adäquaten ästhetischen Darstellung von politischen, sozialen und kulturellen Veränderungsprozessen, sondern auch die Rolle der Literatur in diesem Prozess: Die Literatur wurde mit der Forderung konfrontiert, ein kulturelles Gedächtnis der ' Wende' von 1989 herzustellen. Im Arbeitskreis wird die Dynamik dieser Forderung nach Gedächtnisorganisation betrachtet, und es sollen die narrativen Strukturen analysiert werden, die unterschiedlichen fiktionalen Schreibweisen kulturellen Wandels zugrunde liegen. Inwieweit auch theoretische Texte zum Thema "Werte und Wandel'" auf eben diese narrativen Strukturen zurückzuführen sind, soll zum Ende des Semesters überprüft werden. Literatur: u.a. Thomas Hettche: NOX. Frankfurt/M. 1996. Ingo Schulze: Simple Storys. Berlin 1998. Die theoretischen Texte werden in einem Reader bereitgestellt, den sich die Teilnehmer/innen zum Selbstkostenpreis im Copy-Shop zu Beginn des Semesters kaufen können.

 

 
Arbeitskreis 3: "sine ira et studio." Übungen zum wissenschaftlichen Lesen von Texten

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 14.15 - 15.45 Uhr, Vortragsraum der USB, Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 18. April 2005

Erläuterung: Im Arbeitskreis "sine ira et studio" soll das Lesen, Visualisieren und freie Referieren geübt werden. Als Lektüre dienen Texten aus der Zeitschrift "Forschung & Lehre. Alles was die Wissenschaft bewegt". Diese Zeitschrift wird vom Deutschen Hochschulverband herausgegeben. Ihre Artikel wenden sich nicht von Fachwissenschaftler an Fachwissenschaftler, sondern aus verschiedenen Fachperspektiven an Kollegen aller Fächer in den Hochschulen. Themen sind in nationaler und international-vergleichender Perspektive u. a. Entwicklungen in Forschung und Lehre, Gesellschaft, Technik, sowie Politik, insbes. Bildungs-, Forschungs- und Hochschulpolitik. Der Arbeitskreis bietet Gelegenheit, sich im wissenschaftlichen Argumentieren zu üben und zugleich die aktuelle Diskussion an den deutschen Hochschulen kursorisch zu verfolgen. Die Texte werden als Kopiervorlage und als Datei zur Verfügung gestellt.

 

 
Arbeitskreis 4: Köln in römischer Zeit II (Ringveranstaltung)

Leitung: Henner von Hesberg (Gesamtleitung)

1. Treffen: Mittwoch, 20. April 2005, 17.15 - 18.45 Uhr, Raum S 58, Philosophikum.

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Anschließend an das Seminar des Wintersemesters beschäftigt sich dieser Arbeitskreis mit den archäologischen Zeugnissen der römischen Bürgerkolonie und Provinzhauptstadt Köln - Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA). Neben einer Vertiefung bereits bekannter Themenfelder (z. B. Handel und Handwerk, Götterverehrung und Grabbrauch sowie die frühchristliche Topographie Kölns) wird in diesem Semester auch das weitere Umland der colonia in das Seminar mit einbezogen.

Literatur: H. G. Horn (Hrsg.), Die Römer in Nordrhein-Westfalen (Stuttgart 1987) bes. 459-521; R. Thomas, Bodendenkmäler in Köln. Kölner Jahrb. 32, 1999, 917-965. 

 

 
Arbeitskreis 5: HEIMAT 3- Chronik einer Zeitenwende. Ein Filmepos von Edgar Reitz

Leitung: Sandra Karlowski

Zeit/Ort: freitags, 13.15 - 14.45 Uhr, Raum S 76, Philosophikum

Beginn: 22. April 2005

Erläuterung: "In unseren Zeiten bekommt das Wort Heimat eine vollkommen neue Dimension. Es ist kein romantisches altertümliches Wort für vergangene Idyllen, sondern es erinnert uns ganz aktuell an menschliche Erfahrungen. Heimat ist ein Begriff im Wandel", sagt Edgar Reitz. Mit seinem Filmepos Heimat 3 schließt Edgar Reitz die Filmtrilogie Heimat ab. Heimat 3-Chronik einer Zeitenwende- beginnt mit dem Mauerfall am 9.November 1989 und endet zehn Jahre später mit der Jahrtausendwende. Anhand dieses ca. 10,5 stündigen Filmwerks soll vor allem Edgar Reitz' künstlerisch-kritische Auseinandersetzung mit dem Heimatbegriff untersucht werden. Damit verknüpft wird auch die spezifische Erzählweise dieser Filmchronik einen Aspekt des Arbeitskreises bilden. Wie erzählt Edgar Reitz über und von dieser Zeit deutscher Geschichte? D.h. welche filmischen Mittel setzt er ein, um Zeitgeschichte darzustellen? Und welche Wirkung hat sein Erzählstil auf die Rezeption? Anhand von ausgewählten Szenen soll die Filmsprache, das heißt das Zusammenspiel von Schauspiel, Kameraführung, Licht, Musik, Dialogen und Schnittrhythmus entschlüsselt werden und zur Beantwortung der oben gestellten Fragen dienen.

Heimat 3 ist in ungekürzter Fassung bei Arthaus auf DVD erschienen. Um eine gemeinsame Basis für den Arbeitskreis zu erhalten, wird das Anschauen der Filme empfohlen.

 

 
Arbeitskreis 6: Zwischen Integration und Ausgrenzung. Juden in Deutschland 1871-1933

Leitung: Nicola Wenge

Zeit/Ort: dienstags, 18.15 - 19.45 Uhr, Hörsaal B V, Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 19. April 2005

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Die Lehrveranstaltung bietet einen Überblick über das politische, soziokulturelle und alltagsgeschichtliche Leben der Juden im Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Die jüdische Geschichte wird dabei nicht isoliert betrachtet: Einen deutlichen Schwerpunkt bildet das Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden. Beispiele aus der Kölner Stadtgeschichte ergänzen die makrohistorische Perspektive, um lokale Besonderheiten und allgemeine Entwicklungslinien herauszuarbeiten. Exkursionen sind geplant.

Literatur: Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit, hrg. im Auftr. des Leo-Baeck-Instituts von Michael A. Meyer u.a., Bd. 3: Umstrittene Integration 1871-1918, München 1996, Bd. 4: Aufbruch und Zerstörung 1918-1945, München 1997; Cornelia Hecht, Deutsche Juden und Antisemitismus in der Weimarer Republik, Bonn 2003; Shulamit Volkov, Die Juden in Deutschland 1870-1918, München 1994; Moshe Zimmermann, Die deutschen Juden 1914-1945, München 1997.

 

 
Arbeitskreis 7: Evolution: Von der Ursuppe zum Homo sapiens. Mechanismen und Methoden der Evolutionsbiologie

Leitung: Daniel C. Dreesmann

Zeit / Ort: freitags, 14.15 - 15.45 Uhr, Raum 225, Erziehungswissenschaftliche Fakultät, Gronewaldstr. 2

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Wie war es möglich, dass sich innerhalb von 3-4 Milliarden Jahren aus ersten Zellen komplexe Lebewesen entwickeln konnten und welche Mechanismen liegen diesem faszinierenden Prozess zugrunde? In diesem Arbeitskreis soll anhand ausgewählter Beispiele die Entstehung des Lebens auf der Erde besprochen werden. Darüber hinaus wird auch die "Evolution" der Evolutionstheorie von Lamarck über Darwin bis hin zu Vertretern moderner evolutionsbiologischer Forschung vorgestellt. Im letzten Teil der Veranstaltung soll dann das Thema Evolution im Zusammenhang mit dem so genannten Kreationismus, d.h. mit der Ablehnung von Evolution durch fundamentalistisch-religiöse Gruppierungen, behandelt werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können gerne berücksichtigt werden.

Die Veranstaltung findet freitags von 14.15 bis 15.45 Uhr in Raum 225 der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät (Gronewaldstr. 2) statt. Weitere Details am ersten Treffen, das am Mittwoch 20. April 15.15 - 16.45 Uhr im Hörsaal XVIIa, Hauptgebäude stattfindet.

 

 
Arbeitskreis 8: "Tischlein deck' dich!' - Zum Motiv des Tisches in der Kunst- und Kulturgeschichte

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Vortragsraum der USB

Beginn: 21. April 2005

Erläuterung: Die Vorstellung, mit einem Ausruf die Fülle des Lebens herbeiwünschen zu können, ist nicht nur Motiv des gleichnamigen Märchens, sondern läßt sich auch in unterschiedlichen kunsthistorischen Entwürfen zum gedeckten Tisch nach verfolgen. Der Fülle und Überfluss des gedeckten Tisches gegenüber steht die lapidare und minimalistische Behauptung aus Peter Bichsels ?Kindergeschichten' ?Ein Tisch ist ein Tisch...' Diesen beiden Polen der Reduktion und der Abundanz in den Tisch-Geschichten nachzugehen und sie auf ihren elementaren Gehalt zu überprüfen ist Thema des Arbeitskreises. Von Leonardo da Vincis ?Abendmahl', Breughels Hochzeitstafel bei der Bauernhochzeit , den diversen Tableaux der Stillleben des 16. und 17. Jahrhunderts, über Matisses ' Gedeckte Tische', den inszenierten Tischen der Gabriele Henkel bis hin zu Judy Chicagos ' dinner party' , und Joseph Beuys ' Tisch mit Aggregat' wird sich der Bogen spannen, dem wir kunsthistorisch/ikonographisch und kulturpsychologisch nachspüren wollen. Dabei soll - so die Arbeitshypothese - das mögliche Elementare des Tisches und seine Implikationen in Bild und Text herausgearbeitet werden.

Literatur: Ein Reader mit Texten zum Thema ist ab 1. April 2005 im Copy-Shop erhältlich.

 

 
Seminar: Entwürfe, Projekte, Utopien

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Raum S 67, Philosophikum

Beginn: 21. April 2005

 

 
Vorlesung: Das Bild vom Menschen in Antike und Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 20. April 2005

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Wintersemester 2004/2005

Arbeitskreis 1:  Zukunftsforschung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit/Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Raum S 55, Philosophikum

Beginn: 18. Oktober 2004

Erläuterung: Der Arbeitskreis wird den Begriff Zukunftsforschung in einem weiten Sinne auslegen und alle (auch die nicht wissenschaftlichen) Formen  der Erforschung von Zukunft in den Blick nehmen. Dabei wird einerseits zu fragen sein, aus welchen Gründen Menschen ihre oder die Zukunft kennen möchten, und andererseits, welche Möglichkeiten es gibt, zukünftige Ereignisse und Prozesse vorweg wissen und evtl. fördernd oder hindernd beeinflussen zu können.

 

 
Arbeitskreis 2: Zur Anthropologie von Gewalt

Leitung: Bodo Günther

Zeit/Ort: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr, Hörsaal XXIII, Hauptgebäude

Beginn:  21. Oktober 2004

Erläuterung: "Kein Tag, an dem wir nicht von der Presse und keine Nacht, in der wir nicht vom Fernsehen unsere tägliche Dosis Brutalität verabreicht bekommen. Die Brutalisierung der modernen Welt hat ungeheure Ausmaße angenommen. Niemand weiß, ob sie ihn persönlich nicht heute oder morgen zum Opfer macht: zufällig, unausweichlich, unschuldig." (Friedrich Hacker) Hochaktuelle Worte, geschrieben allerdings schon 1971. Wir wollen die existenziellen Ursprünge dieses in verschiedensten Schattierungen auftretenden Machtphänomens gemeinsam aufdecken. Dies auch in praktischer Perspektive: nämlich beliebte gewaltprovozierende Einzel- wie Gruppenverhaltensweisen deutlich zu brandmarken. Literatur: u.a. Friedrich Hacker: Aggression. Wien 1971. / Konrad Lorenz: Das sogenannte Böse. Wien 1963.    

 

 
Arbeitskreis 3: Freundschaft in der individualisierten Gesellschaft

Leitung: Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal B I, Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 18. Oktober 2004

Erläuterung: "Oh meine Freunde, Freunde gibt es nicht." Dieses Zitat, das schon Aristoteles zitierte, zieht sich durch die Geschichte der Philosophie. Von Montaigne, über Nietzsche bis zu Derrida dient es der Reflexion eines in der Theorie sehr schwer zu fassenden Phänomens. "Freundschaft" entzieht sich der Festlegung, schwankend zwischen Nähe und Distanz, Selbstlosigkeit und Eigeninteresse, privatem und öffentlichem Raum, Regellosigkeit und Institutionalisierung. Was bedeutet ' Freundschaft' unter den Bedingungen einer postmodernen Gesellschaft? Dient 'Freundschaft' als Idee einer neuen Netzwerk-Kultur, die sich gegen eine bloß rationalistische und individu-alistische Organisation der Gesellschaft wendet? Ist `Freundschaft' institutionalisierbar? Warum wurden in Philosophie und Literatur Frauenfreundschaften margi-nalisiert? Standen im letzten Semester philosophie-geschichtliche Texte zur Freundschaft im Zentrum, so  ist in diesem Semester das Studium von zeitge-nössischen theoretischen und literarischen Texten Grundlage des Arbeitskreises. Neueinsteiger/innen sind herzlich willkommen! Literatur: Die Texte werden in einem Reader bereitgestellt, den sich die Teilnehmer/innen zum Selbstkostenpreis im Copy-Shop kaufen können.

 

 

Arbeitskreis 4: Begründung und Entstehung von Verfassungen - USA und EU

Leitung: Johannes Clessienne

Zeit/Ort: montags, 18.30 ? 20.00 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude

Beginn: 18. Oktober 2004

Erläuterung: Der Verfassungstext der EU ist jüngst vom Europäischen Rat verabschiedet worden und die Verfassung wird nach der Ratifizierung durch die Mitgliedstaaten in Kraft treten. Doch welchen Zielen dient diese Verfassung? Und wie ist sie entstanden? Da in Deutschland das Volk an der Ratifizierung nicht unmittelbar beteiligt ist, wird die öffentliche Auseinandersetzung mit der EU-Verfassung voraussichtlich nur oberflächlich stattfinden. Deshalb ist es umso lohnenswerter den Verfassungstext und seine Begründung genauer unter die Lupe zu nehmen. Als Folie soll dabei die Verfassung der USA und ihre Begründung dienen, die das Paradigma für den modernen Verfassungsstaat darstellt. Vor dem Hintergrund der US-Verfassung werden die Besonderheiten der EU-Verfassung besonders deutlich erkennbar.

Literatur: Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika (Auszüge); Hamilton, Madison, Jay: Die Ferderalist-Artikel (Auszüge);  Verfassungsentwurf der EU (Auszüge)- u.a. Die Texte werden in einem Reader bereitgestellt, der an die Teilnehmer/innen zum Selbstkostenpreis im Arbeitskreis abgegeben wird.

 

 
Arbeitskreis 5: ' Schenken, Erben, Stiften' als kulturelle Praxis

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit/Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Vortrags-raum der USB

Beginn:           21. Oktober 2004

Erläuterung: "Alles, was er hinterließ, war ein Notizbuch..." Solche oder ähnliche Sätze bilden oftmals den Schlusspunkt einer Biographie; im Arbeitskreis könnte er der Ausgangspunkt sein. Die (Un-)Lust am Schenken, die Pflicht und ihre Verweigerung des Ver-Erbens, das (An-)Stiften als Anlass zur öffentlichen Erinnerung: alle drei Umgangsweisen mit Besitz sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Wird einerseits damit die konservative Seite der Kultur im Hinblick auf Tradition bestätigt, so ist andererseits aber Schenken, Erben, Stiften immer auch Ausdruck unserer sozialen Beziehungen. In dem Arbeitskreis wird es vorwiegend darum gehen, den Bedeutungszusammenhang geschenkter (oder vererbter) Dinge in seinen unter-schiedlichen Kontexten von Objektwelt (Gebrauch der Dinge), Lebensläufen, Selbst- und Familiendarstellung zu analysieren, um damit Einblick in den komplexen Vorgang des Symbolisierens zu gewinnen. Als Ausgangspunkt soll der ' fremde' Blick des Ethnologen helfen, den Vorgang des Gebens in seiner Struktur zu entschlüsseln.

Literatur: Marcel Mauss, Die Gabe. Frankfurt 1990 (Suhrkamp TB). / Ulrike Langbein, Geerbte Dinge. Köln 2002. Weitere Texte werden in einem Reader bereit-gestellt, den sich die Teilnehmer/innen zum Selbstkostenpreis im Copy-Shop kaufen können. 

 

 
Arbeitskreis 6: Gentechnik und Lebensmittel

Leitung: Daniel C. Dreesmann

Zeit/Ort: mittwochs, 12.00 - 13.30 Uhr, Raum S 85, Philosophikum

Beginn: 20. Oktober 2004

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Verein KölnPUB - Publikum und Biotechnologie - durchgeführt. Die so genannte "Gentomate", die länger haltbar ist und deshalb von ihren Kritikern auch als "Anti-Matschtomate" bezeichnet wurde, ist zum Synonym für den Einsatz gentechnischer Verfahren in der Landwirtschaft geworden und hat - zusammen mit plakativen Aktionen von Seiten der Gentechnik-Gegner -  zur Verunsicherung vieler Verbraucher geführt. Was will die "Grüne Gentechnik", was kann sie derzeit und zukünftig und welche Chancen und Risiken sind mit ihr verbunden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Arbeitskreises, wobei die thematischen Wünsche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer berücksichtigt werden sollen. Ausgehend von den molekular-genetischen Grundlagen werden verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt und, wo immer dies möglich ist, auch in Bezug auf ökologische und sozioökonomische Aspekte diskutiert. Falls Interesse besteht, sind Laborbesichtigungen und/oder das Durchführen eigener grundlegender molekularbio-logischer Forschungsmethoden möglich. Vorwissen ist nicht erforderlich, Interesse und Diskussionsbereitschaft hingegen erwünscht!

Literatur: Angaben zur Begleitlektüre werden in der ersten Veranstaltung gemacht.

 

 
Arbeitskreis 7: Christentum und Islam

Leitung: Hermann-Josef Scheidgen

Zeit/Ort: freitags, 12.15 - 13.45 Uhr, Raum S 83, Philosophikum

Beginn: 22. Oktober 2004

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Die Lehrveranstaltung setzt sich zum Ziel, die Begegnungen und Konfrontationen zwischen Christentum und Islam im Mittelalter und in der Neuzeit zu analysieren. Mittels Fragestellungen aus den Geschichtswissenschaften, der Philosophie und der Theologie soll das Thema untersucht werden. Außerdem sind die Interdependenzen zwischen den entsprechenden Kulturkreisen herauszustellen. Im letzten Teil werden aktuelle Positionen des Religionsdialogs zur Diskussion gestellt. Aufgrund dieser umfangreichen Thematik sollen in Absprache mit den Teilnehmer/innen Schwerpunkte festgelegt werden. Literatur: u.a. Albert, Reiner (Hrsg.): Im Schatten der Politik. Einwirkungen auf das christlich-muslimische Gespräch (Religionswissenschaftliche Studien 52). Altenberge 2002.

 

 
Arbeitskreis 8: Köln in römischer Zeit (Ringveranstaltung)

Leitung: Henner von Hesberg (Gesamtleitung)

Zeit/Ort: donnerstags, 8.30 - 10.00 Uhr, Hörsaal F, Hörsaalgebäude

Beginn: 21. Oktober 2004

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Als römische Bürgerkolonie und Provinzhauptstadt gehörte die Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) zu den bedeutendsten Städten im Norden des römischen Reiches. Die kontinuierliche Besiedlung der Stadt von der Antike bis Heute hat dazu geführt, dass mit Ausnahme der Stadtmauer die meisten Zeugnisse der Römerzeit bereits im Frühmittelalter abgetragen oder verschüttet wurden. Mit Hilfe der Archäologie lassen sich die antike Topographie der Stadt, das Lebensumfeld und der Alltag ihrer Bewohner  zumindest in Teilen wieder rekonstruieren. Im Rahmen des Arbeitskreises sollen anhand der antiken Denkmäler Kölns die verschiedenen Methoden und Ansätze vorgestellt werden, die es der archäologischen Forschung ermöglichen, Aussagen zur Struktur und Geschichte der CCAA zu treffen. Soweit möglich, wird die Veranstaltung vor Ort, d. h. bei den jeweiligen Denkmälern stattfinden. Die Leitung der Ringveranstaltung wird den Themen entsprechend wechseln.

Literatur: H. G. Horn (Hrsg.), Die Römer in Nordrhein-Westfalen (Stuttgart 1987) bes. S. 459-521; R. Thomas, Bodendenkmäler in Köln. Kölner Jahrb. 32, 1999, S. 917-965.

 

 
Seminar: Arbeit als Selbstverwirklichung?

Leitung: Linde Salber

Zeit/Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 21. Oktober 2004

 

 
Vorlesung: Poliziano und Botticelli. Ein Dichter und ein Maler im Florenz des 15. Jahrhunderts

Leitung:  Clemens Zintzen

Zeit/Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 20. Oktober 2004

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Sommersemester 2004

Arbeitskreis 1:  Erfahrung weitergeben

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit/Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB)

Beginn: 26. April 2003

Erläuterung: Wie kommen Wissen, Gefühle, Bilder und Konzepte von einem Kopf in einen anderen Kopf? Im Arbeitskreis soll vor dem Hintergrund verschiedener theoretischer Vorannahmen danach gefragt werden, was eigentlich gemeint sein kann, wenn wir davon sprechen, dass wir unsere Erfahrung, unser Können oder unser Wissen an jemanden weitergeben, dass wir jemandem Verantwortung übertragen, dass wir jemanden begeistern, motivieren oder überzeugen, dass wir jemanden verstehen, dass wir zusammen über etwas nachdenken. In den Voraussetzungserkundungen soll immer auch die Perspektive gewechselt und danach gefragt werden, was es bedeutet, dass uns jemand überzeugt hat, dass jemand sein Wissen mit uns geteilt hat etc.

Literatur: Eine Kopiervorlage wird Anfang des Semesters in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars und in der Koordinierungsstelle für das Gasthörer- und Seniorenstudium zur Verfügung gestellt.

 


Arbeitskreis 2:  Zur natürlichen Natur der Kultur

Leitung: Bodo Günther

Zeit/Ort: donnerstags, 13.30 ? 15.00 Uhr, Hörsaal XVIII, Hauptgebäude

Beginn:  29. April 2004

Erläuterung: Fortführung der Thematik des letzten Semesters. Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

Literatur: Susan Blackmore: "Die Macht der Meme" oder die Evolution von Kultur und Geist, Heidelberg 2000.

 


Arbeitskreis 3: Philosophie der Freundschaft

Leitung: Miriam Haller

Zeit/Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal XVIIb, Hauptgebäude

Beginn: 26. April 2004

Erläuterung: "Wo die Gesellschaft zweifelhaft geworden, taucht mit dem Wunschbild Einsamkeit das der Freundschaft auf: nicht als Flucht, sondern als Ersatz der Gesellschaft." (Ernst Bloch) Was bedeutet ' Freundschaft' heute? Dient sie als Idee einer neuen Kultur der Geselligkeit, die sich gegen eine bloß rationalistische und individualistische Organisation der Gesellschaft wendet? Wenn weder Familienzusammenhänge noch Arbeitsverträge mehr auf Dauer angelegt sind, sucht der Einzelne nach den Anderen, die ihm Anerkennung entgegenbringen und doch auch Freiheit lassen. Die Veranstaltung soll Einblick in die literarische Textpraxis zum Thema ' Freundschaft' und einen historischen Überblick über die ' Philosophie der Freundschaft' geben.

Literatur: Philosophie der Freundschaft. Hg. v. Klaus-Dieter Eichler. Leipzig 1999. (Reclam); Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft. Frankfurt/M. 1987.

 


Arbeitskreis 4: "Dies Bildnis ist bezaubernd schön..." Formen und Funktionen des Porträts

Leitung: Johanna Dahm

Zeit/Ort: montags, 15.15 ? 16.45 Uhr, Seminarraum S 92, Philosophikum

Beginn: 26. April 2004

Erläuterung: Ob idealisierende Darstellung oder Ähnlichkeit intendierend, zu repräsentativen Zwecken oder eher schnell hingeworfene Skizze - von der frühen Neuzeit bis in die aktuelle Kunstproduktion haben Porträts eine Wirkmacht, welche diejenige anderer Sujets übersteigt. In gemeinsamer kunsthistorischer Annäherung sollen Interpretationen dieser Bildnisse versucht und eine Entwicklungsgeschichte des Porträts entworfen werden. Museums- oder Galeriebesuche sowie ein Künstlergespräch sind in Planung.

Literatur: Zur Einführung empfohlen: Norbert Schneider, Geschichte des Porträts; Gottfried Boehm, Bildnis und Individuum.
 

 

Arbeitskreis 5: BLAU - auch eine Lebensgeschichte

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit/Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Vortragsraum der USB

Beginn: 29. April 2004

Erläuterung: Vom blauen Mantel der Madonna über die ' Blaue Blume der Romantik' bis zur Blauen Stunde: die in dieser Reihung angesprochenen religiösen, ästhetischen und sozialen Dimensionen der Farbe Blau ließen sich noch unendlich fortsetzen. Und tatsächlich wurde noch über keine Einzelfarbe in allen Sparten der Kultur soviel geschrieben, wie über das BLAU. Ausgehend vom Gastspiel der Sammlung des Blauen Reiters aus dem Lenbachhaus in München im Museum Ludwig (13.3. - 26.6.2004) - und daran orientiert - , sollen einleitend die kunstwissenschaftliche Aspekte der Farbe Blau erörtert werden. In der Weiterführung soll dann im Vordergrund die Frage nach dem Zusammenhang von der Wahrnehmung einer Farbe mit dem individuellen Erleben und der sozialen Stimmung und Gestimmtheit stehen.

Literatur: Literaturangaben und ein Reader mit theoretischen Texten liegen ab dem 15. März in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars und in der Koordinierungsstelle für das Gasthörer- und Seniorenstudium aus.

Referat!

 

 
Arbeitskreis 6: Das Bild des Arztes in der französischen Literatur

Leitung: Daniel Schäfer, Monika Frank

Zeit/Ort: dienstags, 14.15 - 15.45 Uhr, außer 4.5. und 1.6.2004, Seminarraum des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str. 9, Gebäude 29, 1. OG

Beginn: 27. April 2004

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs - Verein zu Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums finanziert. Literatur, sei es Prosa, Dichtung oder Drama, liefert neben repräsentativen Darstellungen der zeitgenössische Heilkunde immer auch eigenständige Interpretationen medizinischen Handelns im kulturhistorischen Spannungsfeld. Dieses doppelte Phänomen wollen wir am Beispiel von drei französischen Romanen (alle in deutscher Übersetzung leicht zu lesen!) näher untersuchen, nämlich ' Der Landarzt ' (1833) von Honore de Balzac, ' Doktor Pascal' (1893) von Émile Zola und ' Leib und Seele'  (1943) von Maxence de la Meersch. Alle drei Romane sind derzeit im Buchhandel nicht oder nur innerhalb großer Editionen erhältlich, so dass wir auf (zahlreich vorhandene) antiquarische Ausgaben verweisen müssen (entweder aus Antiquariaten oder im Internet über www.ebay.de, www.zvab.com, www.abebooks.de, www.amazon.de o.ä.). Wer mit der Beschaffung große Schwierigkeiten hat, kann sich (möglichst frühzeitig) an das Institut (0221/478-5266) wenden.

 

 
Arbeitskreis 7:  "Lost in dust". Eine Einführung in die Forschung im Archiv und in die Arbeit mit Archivquellen

Leitung: Andreas Freitäger

Zeit/Ort: freitags, 10.15 - 11.45 Uhr, Seminarraum des Universitätsarchivs R. 407, Verwaltungstrakt der Universitäts- und Stadtbibliothek, 4. OG

Beginn: 30. April 2004

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs finanziert. Geschichte - egal ob die eigene Familiengeschichte oder die Geschichte der Wiedervereinigung - muss (bisweilen mühsam) aus den Quellen erarbeitet werden, vom Suchen und Finden bis zu deren Auswertung. Der Arbeits- und Gesprächskreis möchte Interessierten Hilfestellung bei der Vorbereitung und Durchführung eines Archivbesuchs liefern: Was ist ein Archiv? Wie und wo finde ich die für meine Forschung wichtigen Unterlagen? Wie gehe ich damit um? Neben praktischen Übungen an Unterlagen des Kölner Universitätsarchivs sind Besuche im Historischen Archiv der Stadt Köln, dem Historischen Archiv des Erzbistums Köln und dem Landesarchiv NRW / Personenstandsarchiv Brühl geplant.

Literatur: R. C. van Canegem / F. L. Ganshof: Kurze Quellenkunde des Westeuropäischen Mittelalters. Eine typologische, historische und bibliographische Einführung. Göttingen 1964. S. 134-143 (Kapitel "Archive").

Arnold Esch: Überlieferungs-Chance und Überlieferungs-Zufall als methodisches Problem des Historikers. In: Ders.: Zeitalter und Menschenalter. Der Historiker und die Erfahrung vergangener Gegenwart. München 1994. S. 39 - 69. Kopiervorlagen liegen im Sonderlesesaal Historische Sammlungen (Foyer der Universitäts- und Stadtbibliothek) gegen Hinterlegung eines Ausweises bei der Aufsicht bereit.

 

 
Seminar: Sich einrichten (in Haus und Leben)

Leitung: Linde Salber

Zeit/Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Raum S 67, Philosophikum

Beginn: 29. April 2004

Erläuterung: Seminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 


Vorlesung: Hauptgestalten der italienischen Renaissance im Tre- und Quattrocento.

Teil II: Historiker und Politiker (u.a. Salutati, Bruni, die Medici, Poggio, Machiavelli)

Leitung:  Clemens Zintzen

Zeit/Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 28. April 2004

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Wintersemester 2003/2004

Arbeitskreis 1: Grundphänomene des menschlichen Daseins

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Hörsaal D, Hörsaalgebäude

Beginn: 20. Oktober 2003

Erläuterung: Besprochen werden im Anschluß an Eugen Fink folgende Grundphänomene: Tod, Arbeit, Herrschaft, Liebe und Spiel. Der gleichnamige Text von Eugen Fink (Eugen Fink: Grundphänomene des menschlichen Daseins, Freiburg u.a. 1979) kann für besonders Interessierte den Hintergrund bilden. Besprochen werden eine Reihe von thematisch einschlägigen Radiovorträgen sowie Aufsätze Eugen Finks. Kopiervorlagen liegen ab Sept. in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars.

 

 
Arbeitskreis 2: Über die Ursprünge des Konfliktes zwischen Tradition und Veränderung

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr, Hörsaal XII, Hauptgebäude

Beginn: 23. Oktober 2003

 

 
Arbeitskreis 3: "Nu - so - magst Du mir vergebens, Daß ich dich nicht loben kann; Du verhinderst mich ja dran."

Arbeit und Faulheit in kulturwissenschaftlicher Perspektive

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Seminarraum S 55, Philosophikum

Beginn: 20. Oktober 2003

Literatur: Iwan A. Gontscharow: Oblomow. Ab 15. September liegt eine Kopiervorlage der theoretischen Texte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

 

 
Arbeitskreis 4: Alltagsvorstellungen von Kriminalität. Zur Macht der Medien und dem Einfluss auf die Kriminalpolitik

Leitung: Yvonne Wilms

Zeit/Ort: montags, 11.15 - 12.45 Uhr, Bibliothek des Instituts für Kriminologie, Raum 6.0120, Hauptgebäude

Beginn: 20. Oktober 2003

Erläuterung: Der Arbeitskreis soll einen Eindruck vermitteln, welche Diskrepanz zwischen der medialen Darstellung von Kriminalität und der ?Kriminalitätswirklichkeit? herrscht und welche Auswirkungen dieses verzerrte Kriminalitätsbild auf die Vorstellungen der Menschen, z.B. in Form von Kriminalitätsfurcht oder Sanktionsvorstellungen und damit nicht zuletzt auf die Kriminalpolitik hat.

 

 
Arbeitskreis 5: "Jeder Mensch von Natur aus ein Dichter?".

Autobiographisches Schreiben zwischen literarischer Wertung und individueller Schreibpraxis

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr, Vortragsraum der USB

Beginn: 23. Oktober 2003

Erläuterung: Der Einschätzung F. Schlegels über das jedem Menschen innewohnende ästhetische Vermögen folgend, werden im Arbeitskreis Fragen zu Kreativität, Fiktionalität und Authentizität in den Gattungen Autobiographie, Brief und Tagebuch erörtert.

Literatur: Literaturangaben und ein Reader mit theoretischen Texten liegen ab dem 15. September in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

 

 
Arbeitskreis 6: Stadt und Gesundheit in Geschichte und Gegenwart - das Beispiel Köln (mit Exkursionen)

Leitung: Daniel Schäfer / Monika Frank

Zeit / Ort: dienstags, 14.15 - 15.45 Uhr, Seminarraum des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str. 9, Gebäude 29, 1. OG

Beginn: 21. Oktober 2003

Erläuterung: Dieser Arbeitskreis wird vom fgs ' Verein zu Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums ' finanziert. Ein Reader kann ab 1.10.03 im Sekretariat des Instituts abgeholt werden.

 

 
Seminar: Entwicklung und Geschichtlichkeit

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Raum S 89 im Philosophikum

Beginn: 23. Oktober 2003

Erläuterung: Seminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Hauptgestalten der italienischen Renaissance im Tre- und Quattrocento. Teil I: Literaten und Philosophen

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 22. Oktober 2003

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Sommersemester 2003

Arbeitskreis 1: Tugenden und Werte in der Risikogesellschaft

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Hörsaal VI, Hauptgebäude

Beginn: 28. April 2003

Literatur: Beck, Ulrich: Auf dem Weg in eine andere Moderne, Ffm.1986, (Ed. Suhrkamp NF 365, (ab Mai ? 9,--);  Andre Comte-Sponville, Ermutigung zum unzeitgemäßen Leben. Ein kleines Brevier der Tugenden und Werte. Reinbek 96; rororo -Tb ? 8,90    

 

 
Arbeitskreis 2: Soziobiologie ? zwischen Ideologie und Anthropologie

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.30 ? 15.00 Uhr, Hörsaal XVII b, Hauptgebäude

Beginn: 24. April 2003

Literatur: u.a. : J. + M. Gribbin: Wie wenig uns vom Affen trennt. Ffm. 1995. Dawkins, Richard: Das egoistische Gen. München 1995.

Erläuterung: Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

 

 
Arbeitskreis 3: Text als Kultur ? Kultur als Text? Literarische Praxis und kulturwissenschaftliche Theoriemodelle    

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal B I (USB), 4. Stock

Beginn: 28. April 2003

Literatur: Ab 1. April liegt eine Kopiervorlage der Texte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

 

 
Arbeitskreis 4: Krankheit Alter? Der alternde Mensch in Medizin und Literatur

Leitung: Daniel Schäfer

Zeit: dienstags, 14.15 ? 15.45 Uhr

Ort: Seminarraum des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str. 9, Gebäude 29, 1. OG

Beginn: 29. April 2003

Erläuterung: "Was ist das eigentlich, das Alter?" Auf diese poetische und zugleich existentielle Frage geben Medizin und Literatur, Geriatrie und Gerontologie in Geschichte und Gegenwart naturgemäß verschiedene Antworten. In einem Streifzug durch die abendländische Kultur-, Ideen- und Sozialgeschichte wollen wir anhand exemplarischer Texte einige dieser Antworten genauer studieren und ihre Relevanz für die gegenwärtige Praxis des Alterns erörtern.

Literatur: Ein Reader mit Texten wird vorbereitet und kann ab 1. April im Sekretariat des Institutes oder in den ersten Sitzungen zum Selbstkostenpreis erworben werden. Als Einführung eignet sich außerdem: Axel Karenberg, Christian Leitz (Hrsg.), Heilkunde und Hochkultur II. 'Magie und Medizin' und 'Der alte Mensch in den antiken Zivilisationen des Mittelmeerraums?. Münster, Lit-Verlag, 2002.

 


Arbeitskreis 5: Einsamkeit als Phänomen der Lebenswelt. Von der ?schaurigen Alleinität? zur ?splendid isolation?,  Teil II.

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: dienstags, 17.00 ? 18. 30 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 29. April 2003

Erläuterung: Nach der Arbeit an der ?Archäologie der literarischen Kommunikation? zur Einsamkeit soll die Fortführung des Themas das Einsamkeitserleben aus (sozial)psychologischer Forschungssicht fokussieren.

Literatur: Ab 1. April liegt eine Kopiervorlage der Texte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars sowie in der Koordinierungsstelle aus.

 

 
Seminar: Heimat

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 ? 13.45 Uhr, Raum S 89 im Philosophikum

Beginn: 8. Mai 2003

Erläuterung: Seminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Kunst und Kunsttheorie in der Renaissance des 15. Jahrhunderts (Leon Battista Alberti und Marsilio Ficino)

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 ? 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 30. April 2003

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Wintersemester 2002/2003

Arbeitskreis 1: Krankheit als Metapher. Von Fracastoros 'Syphilis' über Manns 'Zauberberg' zu Camus ' Pest' 

Leitung: Daniel Schäfer

Zeit / 0rt: dienstags, 14.15 - 15.45 Uhr, Seminarraum des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str. 9, Gebäude 29, 1. OG

Beginn: 22. Oktober 2002

Erläuterung: Medizin und Literatur beschreiben ganz verschiedene Aspekte von Gesundheit und Krankheit. So kann die Literatur mit der Metapher Krankheit aktuelle gesellschaftliche Zustände hinterfragen.  

Literatur: Thomas Mann: Der Zauberberg. (Fischer tb 9433); Susan Sontag: Krankheit als Metapher (Fischer tb 3823)

 

 
Arbeitskreis 2: Das Studium der Wissenschaften und die Bildung des Menschen - oder: was nützt das Studium der Wissenschaften dem Menschen?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Hörsaal VII b im Hauptgebäude

Beginn: 21. Oktober 2002

Literatur: wird in einem Handapparat in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars bereitgestellt. 

 

 
Arbeitskreis 3: Von der ' schaurigen Alleinität'  zur ' splendid isolation ' . Texte zur Archäologie der Einsamkeit

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10. 15 - 11. 45 Uhr,  Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 24. Oktober 2002

Literatur: Die Bandbreite der zitierten Zustands-Zuschreibungen soll auf der Grundlage ausgewählter Kapitel des Bandes Einsamkeit. Hg. v. Aleida und Jan Assmann. München 2000, erörtert werden. Ab 1. August wird eine Kopiervorlage der theoretischen Grundlagentexte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars ausliegen.

 

 
Arbeitskreis 4: Anthropologie von Macht und Ohnmacht II

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr, Hörsaal XVIII im Hauptgebäude

Beginn: 24. Oktober 2002

Erläuterung: Neueinsteiger sind herzlich willkommen.

 


Arbeitskreis 5: 'Ageing trouble'. Gender und Alter in Texttheorie und - praxis.

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Hörsaal B VI (USB), 3. Stock

Beginn: 21. Oktober 2002. Ein Vorbereitungstreffen findet am 09.09.02, 10.15 Uhr in S 58 (Philosophikum) statt.

Literatur: Ab 1. Oktober des Semesters liegt eine Kopiervorlage der theoretischen Texte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

Referate!

 

 
Seminar: Literatur und Bildung

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Raum S 89 im Philosophikum

Beginn: 24. Oktober 2002

Erläuterung: Seminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 


Vorlesung: Platon, Symposion und Ficino, de amore. Griechische Philosophie und ihre Adaption in der Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 23. Oktober 2002

Erläuterung: Vorlesung aus dem normalen Studienangebot, die sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

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Sommersemester 2002

Arbeitskreis 1: Auf den Spuren des Hippokrates II. Eine Einführung in die Ethik der Medizin  

Leitung: Daniel Schäfer

Zeit / Ort: donnerstags, 14.15 - 15.45 Uhr, Seminarraum des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str. 9, Gebäude 29, 1. OG

Beginn: 25. April 2002

Erläuterung: Angesichts unserer hochkomplexen Medizin spielt in einer mündigen Gesellschaft die öffentliche Diskussion ethische Fragen eine immer bedeutendere Rolle. Der Arbeitskreis will nicht nur die wichtigsten Brennpunkte am Anfang und Ende des Lebens erörtern, sondern auch die historischen Wurzeln moderner Probleme und Lösungsansätze verdeutlichen.

Literatur: Ethik in der Medizin. Ein Reader. Hg. von Urban Wiesing. Stuttgart 2000 (Reclam18069), - 8,10

 

 
Arbeitskreis 2: Anthropologie von Macht und Ohnmacht

Leitung: Bodo Günther

Zeit / Ort: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr, Seminarraum S 56 im Philosophikum

Beginn: 25. April 2002

 

 
Arbeitskreis 3: Gender trouble. Weiblichkeit und Männlichkeit in (post-)moderner Texttheorie und - praxis.

Leitung: Miriam Haller

Zeit / Ort: montags, 10.15 - 11.45 Uhr, Seminarraum B VI im Gebäude der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 22. April 2002

Literatur: Ingeborg Bachmann: Malina. Dieter Wellershoff: Der Liebeswunsch. Thomas Meinecke: Tomboy. Zu Beginn des Semesters liegt eine Kopiervorlage der theoretischen Texte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

 

 
Arbeitskreis 4: Wissenschaftliche Grundorientierungen. Was macht Aussagen zu wissenschaftlichen Aussagen?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit / Ort: montags, 15.15 - 16.45 Uhr, Hörsaal XXI im Hauptgebäude

Beginn: 22. April 2002

Literatur: wird in einem Handapparat in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars bereitgestellt. 

 

 

Arbeitskreis 5: "Ich bin innerlich voll Figur". Zum Menschenbild des Bauhauskünstlers Oskar Schlemmer

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit / Ort: donnerstags, 10. 30 - 12. 00 Uhr, Seminarraum S 82 im Philosophikum

Beginn: 25. April 2002

Literatur: Zu Beginn des Semesters wird eine Kopiervorlage der theoretischen Grundlagentexte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars ausliegen.

 

 
Seminar: Identität und Kleidung

Leitung: Linde Salber

Zeit / Ort: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr, Seminarraum S 57, Philosophikum

Beginn: 25. April 2002

Erläuterung: Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 


Vorlesung: Der Kindermord. Der Medea-Mythos in Antike und Moderne

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit / Ort: mittwochs + donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr, Hörsaal G, Hörsaalgebäude

Beginn: 24. April 2002

Erläuterung: Vorlesung aus dem normalen Studienangebot, die sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Ringveranstaltung: Alt - Jung. Jung - Alt. Ein intergeneratives Seminar zu Altersfragen für Studierende jeden Alters

Lehrangebot in Kooperation von der Koordinierungsstelle für das Gasthörer- und Seniorenstudium und der Heilpädagogischen Fakultät der Universität (Veranstaltungsnr. 9517)

Zeit: dienstags, 16.00 - 18.00 Uhr, Raum 118 / H 1, Heilpädagogische Fakultät

Scheinerwerb: Erstellen einer Gesamtdokumentation des Seminars in einer Arbeitsgruppe und darauf basierendes Resümee in der letzten Sitzung.

(D, Haupt- und Grundstudium)

 

Sitzungsplan:

23. April: Einführung und Systematik: Gerontologie als Wissenschaft (Helmut Berghaus, Marcella Knipschild)

30. April: ' Kampf der Generationen'  oder ' Generationen im Dialog '? (Heike Bermond, Marcella Knipschild)

07. Mai: Kippfiguren: Eltern werden Kinder. Philip Roths Roman ' Mein Leben als Sohn' und Yashusi Inoue ' Meine Mutter'  (Ursula Pietsch-Lindt)

28. Mai: Performativität des Alters im literarischen Text: Gabriele Wohmanns Kurzgeschichte ' Little Artist '    (Miriam Haller)

04. Juni: Sexualität und Partnerschaft im Alter (Johannes Wickert) entfallen!

11. Juni: Neues Wohnen im Alter (Helmut Berghaus, Frau Rodekirchen, Neues Wohnen im Alter e.V.)

18. Juni: Alternde Gesellschaften. Kulturvergleichende Perspektiven  (Frank Schulz-Nieswandt)

25. Juni: Das Konzept der 'Inclusion' und Menschen im Alter (Walther Dreher)

02. Juli: Hochbetagte und Altersdemenz (Ute Schumacher)

09. Juli: Alter(n) als Aufgabe (Hartmut Meyer-Wolters)

16. Juli: Generationen im Gespräch: Offene Diskussion der einzelnen Arbeitsgruppen

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Wintersemester 2001/2002

Arbeitskreis 1: Auf den Spuren des Hippokrates. Eine Einführung in die Geschichte und Ethik der Medizin

Leitung: Daniel Schäfer

Zeit: donnerstags, 14.15 - 15.45 Uhr

Ort: Seminarraum des Instituts für Geschichte und

Ethik der Medizin, Joseph-Stelzmann-Str.9, Gebäude 29,

Beginn: 25. Oktober 2001 

 

 
Arbeitskreis 2: Evolution und Kultur

Leitung: Bodo Günther

Zeit: donnerstags, 10. 15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum B I in der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 25. Oktober 2001

 

 
Arbeitskreis 3: Ästhetische Theorien der Moderne

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags, 10.15

Ort: Seminarraum S 57 im Philosophikum

Beginn: 22. Oktober 2001

 

 
Arbeitskreis 4: Das Undenkbare denken. Zur wissenschaftlichen, berufs- und lebenspraktischen Bedeutung der Einbildungskraft

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags, 15.15 - 16. 45 Uhr

Ort: Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 25. Oktober 2001

 

 
Arbeitskreis 5: Einhändig, beidhändig, linkshändig, vierhändig. Kulturanthropologische Variationen zum Thema ' Hand '

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10.00 - 11.30 Uhr

Ort: Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 25. Oktober 2001

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Sommersemester 2001

Arbeitskreis 1: Köln im Spätmittelalter                                           

Leitung:   Peter Glasner

Zeit: mittwochs, 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Raum B I im Gebäude der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 25. April 2001

Literatur: Hermann Kellenbenz: Zwei Jahrtausende Kölner Wirtschaft, Bd.1, Köln 1975; Eberhard Isenmann: Die deutsche Stadt im Spätmittelalter, Stuttgart 1988.

 

  

Arbeitskreis 2: Gefühle als Berater?

Leitung:   Bodo Günther

Zeit: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr

Ort: Seminarraum S 56 im Philosophikum

Beginn: 26. April 2001

Literatur: Konrad Lorenz: Vom Abbau des Menschlichen. (Serie Piper).

 

 
Arbeitskreis 3: Dramatische Feste - Festliche Dramen. Schreibweisen des Festes im modernen Drama

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum S 73 im Philosophikum

Beginn: 23. April 2001

Literatur: Bert Brecht: Die Kleinbürgerhochzeit; Friederike Roth: Das Ganze ein Stück; Botho Strauß: Ithaka. Peter Handke: Über die Dörfer. Zu Beginn des Semesters wird eine Kopiervorlage der theoretischen Grundlagentexte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars ausliegen.

 

 
Arbeitskreis 4: Unternehmen Universität - Wissenschaftsverwaltung zwischen Bürokratie und Gestaltung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters und Referenten aus der Universitätsverwaltung

Zeit: montags, 15.15-16.45 Uhr

Ort: Hörsaal XXIII im WiSo-Gebäude

Beginn: 23. April 2001

 

           

Arbeitskreis 5: Das ewige Kind

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek

Beginn: 26. April 2001

Erläuterung: Die Fortführung des Themas ' MYTHOS Kindheit' - aus dem Wintersemester konzentriert sich auf Überlegungen zu einzelnen Phasenmodellen in der Entwicklungspsychologie. Ein Neueinstieg ist möglich.

Literatur: Erik H. Erikson: Identität und Lebenszyklus; STW 16. Peter Weiss: Abschied von den Eltern; e.s. 85. Thomas Bernhard: Die Ursache; dtv 1299. Franz Innerhofer: Schöne Tage;  dtv 11739.

 

 
Seminar: Die Entdeckung der Jugend

Leitung: Linde Salber

Zeit: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars Im Hauptgebäude, Bauteil 4, 1. OG

Beginn: 26. April 2001

Erläuterung: Proseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Die Diskussion über den wahren Adel in der Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit: mittwochs und donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Beginn: 25. April 2001

Erläuterung: Prof. Dr. Clemens Zintzen lädt ausdrücklich auch ältere Studierende zum Besuch seiner Vorlesung ein.

 


Vorträge für (ältere) Gasthörer im Sommersemester 2001

Im Sommersemester 2001 werden an der Universität zu Köln drei Vortragsveranstaltungen speziell für Gasthörer und ältere Studierende angeboten.

Prof. Dr. med. Walter Doerfler hält drei Vorträge zu aktuellen Themen aus dem Bereich der Medizinischen Genetik.

 

 
Vortrag 1: Menschliches Genom

Vortrag und Gesprächsleitung: Walter Doerfler

Zeit: Samstag, 12. Mai 2001, 10.00 - 12.00 Uhr

Ort: Hörsaal des Instituts für Genetik, Weyertal 121

 


Vortrag 2: Neue Viruserkrankungen

Vortrag und Gesprächsleitung: Walter Doerfler

Zeit: Samstag, 16. Juni 2001, 10.00 - 12.00 Uhr

Ort: Hörsaal des Instituts für Genetik, Weyertal 121

 


Vortrag 3: Vererbbare Krankheiten

Vortrag und Gesprächsleitung: Walter Doerfler

Zeit: Samstag, 7. Juli 2001, 10.00 - 12.00 Uhr

Ort: Hörsaal des Instituts für Genetik, Weyertal 121

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Wintersemester 2000/2001

Arbeitskreis 1: Biotechnik und Bioethik

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs, 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Erläuterung: Die Chancen und Gefahren gentechnischer Veränderungen pflanzlicher, tierischer und menschlicher Erbsubstanz sollen in anthropologischer und ethischer Perspektive erörtert werden.

Literatur: Jeremy Rifkin: Das biotechnische Zeitalter. Bertelsmann 1998. (Der Titel soll ab Oktober als Taschenbuch vorliegen.)

 

 
Arbeitskreis 2: Vertrieben aus dem Paradies?

Leitung: Bodo Günther

Zeit: donnerstags, 13.30 - 15.00 Uhr

Ort: Hörsaal XVII a im Hauptgebäude

Literatur: u.a. Jean-Jacques Rousseau: Emile oder über die Erziehung. (Reclam). Es wird um weitere eigene Literaturumschau gebeten.

 

 
Arbeitskreis 3: ?Zärtliche Väter, tugendhafte Töchter". Figurationen des Bürgerlichen Trauerspiels

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum S 56 im Philosophikum

Literatur: u.a. Lessing: Emilia Galotti; Ders.: Miß Sara Sampson; Schiller: Kabale und Liebe. Zu Beginn des Semesters wird eine Kopiervorlage der theoretischen Grundlagentexte in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars ausliegen.

 

 
Arbeitskreis 4: Mensch und Computer. Eine invertierte Imitation?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags, 15.15-16.45 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Erläuterung: Günter Anders hat in seinem Werk Die Antiquiertheit des Menschen' (1987) durch das Phänomen der invertierten Inversion die Wirkung der modernen Massenmedien gekennzeichnet. Invertierte Inversion meint dabei, daß das Abbild zum Vorbild für das ursprüngliche Original wird. Ziel ist es, der Philosophie` der neuen Informationstechnologien auf die Spur zu kommen, die es dem Original Mensch` nahelegt, bestimmte computerkonforme` Perspektiven, Leistungen, Einstellungen und Neigungen zu kultivieren und andere zu vernachlässigen.

 

 
Arbeitskreis 5: Mythos Kindheit?

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum S 56 im Philosophikum

Erläuterung: Thema des Arbeitskreises ist jener erste Abschnitt der Biografie, dessen Verschwinden einerseits und dessen Festschreibung ("Dauerinfantilisierung") andererseits konstatiert wird, der aber in jedem Fall erst aus der Erwachsenenperspektive konstituiert wird. Auf der Textgrundlage von Christa Wolfs ,Kindheitsmuster` wollen wir uns mit den Möglichkeiten und Grenzen der Erinnerungsarbeit beschäftigen.

Literatur: Christa Wolf: Kindheitsmuster. dtv-Taschenbuch 11927.

 

 
Seminar: Kindheit aus der Retrospektive

Leitung: Linde Salber

Zeit: donnerstags, 12.15 - 13.45 Uhr

Ort: Seminarraum S 76 im Philosophikum

Erläuterung: Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Zum Menschenbild in Antike und Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit: mittwochs und donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Prof. Dr. Clemens Zintzen lädt ausdrücklich auch ältere Studierende zum Besuch seiner Vorlesung ein.

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Sommersemester 2000

Arbeitskreis 1: Geselligkeit und Kunst. Konzepte kollektiver Autorschaft (Teil II): Literarische Praxis im romantischen Salon und im Internet

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum 06 / Computerpool 27 im Rechenzentrum der Universität, Berrenrather Str. 139, Erdgeschoß

Beginn: 17. April 2000

Literatur: Karl August Varnhagen von Ense, Wilhelm Neumann, August Ferdinand Bernhardi, Friedrich de la Motte Fouque: Die Versuche und Hindernisse Karls. H. Bahr, G. Falke, F. Hollaender, G. Reuter, E. von Wolzogen u.a.: Der Roman der Zwölf. Frankfurt/M, Leipzig 1992. (Die beiden Bücher sind vergriffen. Eine Kopiervorlage findet sich im Ordner in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars.)

Erläuterung: Auch Interessierte, die im letzten Semester nicht teilgenommen haben, sind herzlich willkommen.

Referate!

 


Arbeitskreis 2: Was ist Leben?

Leitung: Bodo Günther

Zeit: donnerstags, 13.15 - 14.45 Uhr

Ort: Hörsaal F im Hörsaalgebäude

Beginn: 20. April 2000

Literatur: zum Einstieg: Carsten Bresch, Zwischenstufe Leben. (Kopiervorlagen wird im Arbeitskreis ausgegeben.)

 

 
Arbeitskreis 3: Voraussetzungserkundungen zu Zentralbegriffen unseres Selbst- und Weltverständnisses

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags, 15.15-16.45 Uhr

Ort: Raum XVIII im Hauptgebäude

Beginn: 17. April 2000

 


Arbeitskreis 4: Nähe und Distanz: Gabriele Münter und Wassily Kandinsky.

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum S 82 im Philosophikum

Beginn: 20. April 2000

Literatur: Kandinsky, Über das Geistige in der Kunst. Bern 1952; Der blaue Reiter. Hrsg. Klaus Lankheit, München 1984, Serie Piper 300, DM 26,90.

 

 
Arbeitskreis 5: Existenzialismus. Albert Camus

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs, 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Raum S 80 im Philosophikum

Beginn: 12. April 2000

Literatur: A. Camus: Der Mythos von Sisyphos. / Der Mensch in der Revolte. /Der erste Mensch (alle Titel im Rowohlt-Verlag)

Erläuterung: Neben den Fragen "Was ist Existenzialismus?" und "Was ist Existenz?" wollen wir versuchen, Camus' Konzepte des Absurden und der Revolte als Antworten auf die Fragen nach der Vernunft des Denkens und des Lebens zu klären.

 

 
Seminar: Wandlungen der Lebensgeschichte

Leitung: Linde Salber

Zeit: dienstags, 15.00 - 16.45 Uhr

Ort: Raum S 58 im Philosophikum

Beginn: 18. April 2000

Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Kunst und Philosophie bei Marsilio Ficino

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit: mittwochs und donnerstags, 10.15 - 11.00 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Beginn: 26. April 2000

Prof. Dr. Clemens Zintzen lädt ausdrücklich auch ältere Studierende zum Besuch seiner Vorlesung ein.

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Wintersemester 1999/2000

Arbeitskreis 1: Egoismus -- Privileg des Menschen?

Leitung: Bodo Günther

Zeit: mittwochs, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum XII im Hauptgebäude

Beginn: 20. Oktober 1999

Literatur: u. a. Wolfgang Wickler: Die Biologie der zehn Gebote (Serie Piper)

 

 
Arbeitskreis 2: Geselligkeit und Kunst. Konzepte kollektiver Autorschaft

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum VIII im Hauptgebäude

Beginn: 18. Oktober 1999

Literatur: Eine Kopiervorlage der zu lesenden Texte liegt in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars aus.

Referate!

 

 
Arbeitskreis 3: Vom Nutzen des 'Dialogs' für das Zusammenleben

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags, 15.15-16.45 Uhr

Ort: Raum VI im Hauptgebäude

Beginn: 18. Oktober 1999

Literatur: David Bohm: Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen. Stuttgart 1998. (Klett-Cotta). DM 38,-

 

 
Arbeitskreis 4: "Bitte nicht sterben". Alter und Tod der Eltern in der Gegenwartsliteratur.

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10. 15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum VIIb im Hauptgebäude

Beginn: 21. Oktober 1998

Erläuterung: An nachstehend aufgeführten autobiographischen Texten soll die unterschiedliche literarische Annäherung an die existentielle Erfahrung dieses Abschieds erarbeitet werden: Peter Handke, Wunschloses Unglück (Suhrkamp Tb, DM 10,80), Simone de Beauvoir, Ein sanfter Tod, (roro Tb, DM 7,90), Gabriele Wohmann, Bitte nicht sterben (Serie Piper, DM 18,90), Philip Roth, Mein Leben als Sohn (dtv Tb, DM 14,90), Yashusi Inoue, Meine Mutter (Suhrkamp Tb, DM 14,80), Verena Stefan (Fischer TB, DM 14,90).

 

 
Arbeitskreis 5: Vernunft und Vernunftkritik im Denken der Moderne

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs, 17.15 - 18.45

Ort: Raum D im Hörsaalgebäude

Beginn: 20. Oktober 1999

Erläuterung: In diesem Semester sollen Positionen des abendländischen Denkens von Descartes bis Foucault thematisiert werden, die die Rationalität des Menschen untersuchen, begründen oder kritisieren. Wie vernünftig man über Vernunft, Unvernunft und Vernunftkritik sprechen kann, soll sich im Gespräch zeigen.

Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschaft. (Suhrkamp Tb)

 

 
Seminar: Die Puppe als Doppelgänger

Leitung: Linde Salber

Zeit: dienstags, 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Raum S 58 im Philosophikum, EG

Beginn: 19. Oktober 1998

Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 


Vorlesung: Dichtungstheorien und Dichtung in der Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit: mittwochs und donnerstags von 10.15-11.00 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Prof. Dr. Clemens Zintzen lädt ausdrücklich auch ältere Studierende zum Besuch seiner Vorlesung ein.

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Sommersemester 1999

Arbeitskreis 1: Die Verantwortungsgesellschaft.

Kommunitaristisches Denken als Versuch, individuelle Freiheit und gesellschaftliche Ordnungszwänge zu versöhnen.

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Beginn: 12. April 1999

Literatur: Amitai Etzioni, Die Verantwortungsgesellschaft. Individualismus und Moral in der heutigen Demokratie. Frankfurt 1997

 

 
Arbeitskreis 2: Biologie der zehn Gebote

Leitung: Bodo Günther

Zeit: mittwochs von 10.15-11.45

Ort: Hörsaal D im Hörsaalgebäude

Beginn: 14. April 1999

Literatur: Wolfgang Wickler, Biologie der zehn Gebote, München 1971, Serie Piper 1361, DM 14,80

 

 
Arbeitskreis 3:  "...der Ort, wo das Denken seinen Körper finden soll." Moderne Dramen und Dramentheorie

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Hörsaal XII im Hauptgebäude

Beginn: 12. April 1999

 

 
Arbeitskreis 4: Der künstliche Garten. Zum Verhältnis von Natur und Kunst

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Raum 091 im Philosophikum

Beginn: 15. April 1999

 


Arbeitskreis 5: Michel Foucault. Geschichte des Wahnsinns

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs 17.15 - 18.45 Uhr

Ort: Hörsaal D im Hörsaalgebäude

Beginn: 21. April 1999

Literatur: Michel Foucault, Wahnsinn und Gesellschaft, Suhrkamp TB Wissenschaft 39, DM 29,80

 

 
Arbeitskreis 6: Lyrik neu entdecken

Leitung: Wolfgang Werner

Zeit: montags 13.30 - 15.00 Uhr

Ort: Vortragsraum der Universitäts- und Stadtbibliothek 12. April 1999

 

 
Seminar: Kultivierung des Essens, Teil I

Leitung: Linde Salber

Zeit: dienstags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars

Beginn: 13. April 1999

Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Vorlesung: Giovanni Pico della Mirandola. Anthropologie und Philosophie am Ende des 15. Jh.

Leitung: Prof. Dr. Clemens Zintzen

Zeit: mittwochs und donnerstags von 10.15 - 11.00 Uhr

Ort: Hörsaal G im Hörsaalgebäude

Vorlesung aus dem normalen Studienangebot, die sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 
Ringvorlesung aus Anlaß des 10-jährigen Bestehens des Gasthörer- und Seniorenstudiums an der Universität zu Köln:

Ein Jahrzehnt Entwicklung der Wissenschaften - Bestandsaufnahme und Perspektiven.

·           Freitag, 30. April: 14.00 Uhr. Aula, Hauptgebäude
Offizielle Feierstunde aus Anlaß des 10-jährigen Bestehens des Gasthörer- und Seniorenstudiums an der Universität zu Köln
15.15 - 16.00 Uhr: Soziologie - von der Gesellschaft zum sozialen Handeln und zurück". Prof. Dr. H. Meulemann (WiSo-Fakultät)
 

·            Donnerstag, 06. Mai: 11.15 - 12.45 Uhr Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Tumorerkrankungen als Spätfolgen von Virusinfektonen. Prof. Dr. H. Pfister (Medizinische Fakultät)


·            Donnerstag, 20. Mai: 11.15 - 12.45 Uhr, Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Universitas - Reflexionen über Seniorenstudium und Heilpädagogik. Prof. Dr. W. Dreher (Heilpädagogische Fakultät)


·            Donnerstag, 10. Juni: 11.15 - 12.45 Uhr, Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Ursache von Eiszeiten: Hinweise aus der Tiefseeforschung. Prof. Dr. W. Ricken (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät)


·            Donnerstag, 17. Juni: 11.15 - 12.45 Uhr Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Älterwerden aus psychologischer Sicht. Prof. Dr. J. Wickert (Erziehungswissenschaftliche Fakultät)


·            Donnerstag, 24. Juni: 11.15 - 12.45 Uhr Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Senioren als Arbeitnehmer. Prof. Dr. P. Hanau (Rechtswissenschaftliche Fakultät)


·            Donnerstag, 1. Juli: 11.15 - 12.45 Uhr, Hörsaal XXI, Hauptgebäude

Prof. Dr. B. König (Philosophische Fakultät). Titel der Vorlesung wird noch bekannt gegeben.

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Wintersemester 1998/1999

Arbeitskreis 1: Immanuel Kants Geschichtsphilosophie

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum 097 (Philosophikum, EG)

Beginn: 19. Oktober 1998

Literatur: Immanuel Kant, Schriften zur Geschichtsphilosophie, Reclam 9694, DM 10.

 

 

  

Proseminar aus dem normalen Studienangebot (speziell auch für Gasthörer) bei Dr. Andreas Dörpinghaus (Vertretung für Prof. Meyer - Wolters): Phänomenologische Anthropologie in der Pädagogik

Zeit: donnerstags, 12.00 - 14.00 Uhr

Ort: Hörsaal XXI (Hauptgebäude)

Erläuterung: Eine zentrale Frage der phänomenologischen Anthropologie ist die nach der Leiblichkeit des Menschen. Mit der Theorie des französischen Phänomenologen Merleau - Ponty soll die bedeutende Rolle, die die Leiblichkeit bei Kognitions- Kommunikations- und Lernprozessen spielt, deutlicher werden.

 

 

 
Arbeitskreis 2: Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Seminarraum 081 (Philosophikum, EG)

Beginn:22 . Oktober 1998

Literatur: G. J. W. Herder, Abhandlung über den Ursprung der Sprache, hrsg. v. H. D. Irmscher, Reclam 8729, DM 7.

 

 

 
Arbeitskreis 3: Dostojewski: Christentum und Nihilismus, oder: Ist Gott tot?

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: donnerstags 18.15-19.45 Uhr

Ort: Seminarraum 092 (Philosophikum, EG)

Beginn: 22. Oktober 1998

Literatur: F. Dostojewski, Die Brüder Karamasoff; Der Großinquisitor

 

 

 
Seminar: Kultivierung des Essens, Teil II

Leitung: H.-J. Freichels

Zeit: dienstags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Seminarraum 082 (Philosophikum, EG)

Beginn: 20. Oktober 1998

Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

 

 


Vorlesung: Vom wahren Adel: Eine Diskussion in Antike, Mittelalter und Renaissance

Leitung: Clemens Zintzen

Zeit/Ort: mittwochs und donnerstags von 10.15-11.00 Uhr in Hörsaal G (Hörsaalgebäude)

Prof. Dr. Clemens Zintzen lädt ausdrücklich auch ältere Studierende zum Besuch seiner Vorlesung ein.

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Sommersemester 1998

Arbeitskreis1: Das Böse als elementare menschliche Erfahrung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Vortragsraum im Bibliotheksgebäude

Beginn: 20. April 1998

Literatur: Rüdiger Safranski, Das Böse oder das Drama der Freiheit. München 1997,Verlag Hanser, DM 45,-.

 

 
Arbeitskreis 2: Ökologie und Ethik

Leitung: Bodo Günter

Zeit: donnerstags 13.30 - 15.00 Uhr

Ort: Seminarraum 056 (Philosophikum, EG)

Beginn: 23. April 1998

Literatur: Ökologie und Ethik, hrsg. v. Dieter Birnbacher Leipzig 1980 (Reclam-Ausgabe).

 

 
Arbeitskreis 3: Fest und Alltag

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags 10.30 - 12.00 Uhr

Ort: Seminarraum 0112 (Philosophikum, EG)

Beginn: 20. April 1998

Literatur: Eine Textzusammenstellung ist ab Semesterbeginn in der Bibliothek des Pädagogischen Seminars einsehbar.

 

 
Arbeitskreis 4: Avanti Dilettanti: Über Laienkunst, Kunstvereine und Hobbykünstler

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Vortragsraum im Bibliotheksgebäude

Beginn: 23. April 1998

Literatur: W.v.Humboldt, Kunstvereinsberichte, in: W. v. Humboldts Werke, hrsg. v. A. Leitzmann, Bd.VI; Walter Benjamin, Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, edition suhrkamp Nr.28, DM 12,80.

 

 
Arbeitskreis 5: Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinne

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Seminarraum 0112 (Hörsaalgebäude)

Beginn: 22. April 1998

Literatur: Friedrich Nietzsche: Die Geburt der Tragödie, Unzeitgemäße Betrachtungen 1-IV, Nachgelassene Schriften 1870-73, Kritische Studienausgabe (dtv/de Gruyter); DM 29.80.

Erläuterung: Im Mittelpunkt der Lektüre steht die Auseinandersetzung des jungen Nietzsche mit dem Phänomen der Wahrheit im Zusammenhang mit Wissenschaft und Kunst.

 

 
Seminar: Literatur und Psychologie

Leitung: Linde Salber

Zeit: dienstags 15.15-16.45 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars 21. April 1998

Hauptseminar aus dem normalen Studienangebot, das sich speziell auch an (ältere) Gasthörer wendet.

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Wintersemester 1997/1998

Arbeitskreis 1: Schillers Briefe über die ästhetische Erziehung

Leitung: Miriam Haller

Zeit: montags 10.30 - 12.00 Uhr

Ort: Seminarraum F (Hörsaalgebäude)

Beginn: 27. Oktober 1997

 
Arbeitskreis 2: Der Traum von der Informationsgesellschaft

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Hörsaal VIII (Hauptgebäude der Universität)

Beginn: 20. Oktober 1997

 

 
Arbeitskreis 3: Anthropologische Grundlagen der Moral

Leitung: Bodo Günter

Zeit: mittwochs 10.00 - 11.30 Uhr

Ort: Seminarraum 0113 (Philosophikum, EG)

Beginn: 22. Oktober 1997

 

 
Arbeitskreis 4: Nietzsches Historismuskritik

Leitung: Malte Brinkmann

Zeit: mittwochs 16.15 - 17.45 Uhr

Ort: Seminarraum 0112 (Philosophikum, EG)

Beginn: 22. Oktober 1997

 

 
Arbeitskreis 5: Das "bauhaus" als Lebensreformbewegung

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstag 10.00 - 11.30 Uhr

Ort: Vortragsraum im Bibliotheksgebäude

Beginn: 23. Oktober 1997

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Sommersemester 1997

Arbeitskreis 1: Bildung, Lernen und Erfahrung in der Informationsgesellschaft

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags, 15.15 - 16.45 Uhr

 

 
Vorlesung: Multimedia

Leitung: H. Rüppell

Zeit: montags, 11.15 - 12.45 Uhr

Ort: Aula 2, Hauptgebäude


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Wintersemester 1996/1997

Arbeitskreis 1: Freiheit und Verantwortung als fragwürdige Auszeichnungen des Menschen

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Zeit: montags 15.15 - 16.45 Uhr

Ort: Hörsaal B VI (USB)

Beginn: 21. Oktober 1996

 

 
Arbeitskreis 2: Diskussionsbeiträge im Schnittfeld von Biologie und Anthropologie

Leitung: Bodo Günther

Zeit: mittwochs, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars

Beginn: 23. Oktober 1996

 

 
Arbeitskreis 3: Übung und Wiederholung. Annäherung an ein (im europäischen Kulturkreis) vernachlässigtes Problem

Leitung: Ursula Pietsch-Lindt

Zeit: donnerstags, 10.15 - 11.45 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars

Beginn: 24. Oktober 1996

 

 
Seminar: Vom Umgang mit Kunst

Leitung: Linde Salber

Zeit: dienstags, 15.00 - 17.30 Uhr

Ort: Arbeitsraum des Pädagogischen Seminars

Beginn: 22. Oktober 1996

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Sommersemester 1996

Arbeitskreis: Religion und Glaube in einer entzauberten Welt

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Wintersemester 1995/1996

Arbeitskreis: Fundamentalismus und Moderne

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Sommersemester 1995

Arbeitskreis: Toleranz und Vorurteil

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Wintersemester 1994/1995

Arbeitskreis: Die philosophische Idee der Universität und ihre Krise im Zeitalter der Wissenschaften

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Sommersemester 1994

Arbeitskreis: Wissenschaftstheorie

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Wintersemester 1993/1994

Arbeitskreis: Meinungsbildung oder Wissenserwerb. Zur Rolle des Experten in Entscheidungszusammenhängen

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Simmersemester 1993

Arbeitskreis: Medien und Erfahrung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Texte: H. von Hentig, Das allmähliche Verschwinden der Wirklichkeit; M. Mc Luhan, Die magischen Kanäle; N. Postman, Wir amüsieren uns zu Tode

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Wintersemester 1992/1993

Arbeitskreis: Wissenschaft und Verantwortung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Hans Jonas, Das Prinzip Verantwortung. Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation

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Sommersemester 1992

Arbeitskreis: Das Menschenbild in der neueren biologischen Evolutionslehre, Fortsetzung.

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Rupert Riedl, Biologie der Erkenntnis. Die stammesgeschichtlichen Grundlagen der Vernunft


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Wintersemester 1991/1992

Arbeitskreis: Das Menschenbild in der neueren biologischen Evolutionslehre. 

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Konrad Lorenz, verschiedene Aufsätze und Auszüge

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Sommersemester 1991

Arbeitskreis: Das Menschenbild des Existentialismus am Beispiel J. P. Sartres

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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WS 1990/1991

Arbeitskreis: Das Menschenbild der platonischen Lichtmetaphysik

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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Sommersemester 1990

Arbeitskreis: Zusammenhang und Differenz von positiv wissenschaftlicher Selbstkenntnis und existentieller Selbsterkenntnis

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Hannah Arendt, Vita activa oder Vom tätigen Leben

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Wintersemester 1989/1990

Arbeitskreis: Jenseits der Grenzen einer wissenschaftlichen Biographie?Literatur als Medium der Selbstverständigung

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur: Arthur Miller, Der Tod eines Handlungsreisenden

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Sommersemester 1989

Arbeitskreis: Wissenschaft und Selbstverständigung. Möglichkeiten und Grenzen der wissenschaftlichen Biographie

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

Literatur:  Wilhelm Dilthey, Die Biographie

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Wintersemester 1988/1989

Arbeitskreis: Billdung und / oder Ausbildung als Aufgabe der Universität?

Leitung: Hartmut Meyer-Wolters

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