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fgs-Semestereröffnung: Vortrag und Studienhinweise


Vortragsveranstaltungen des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums

Wie in jedem Semester bietet der fgs seinen Mitgliedern und Freunden, aber auch darüber hinaus allen interessierten Gästen Musikaufführungen und allgemeinverständliche Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Themen an.


Semestereröffnungsveranstaltung des Fördervereins

Jeweils zu Semesterbeginn lädt der fgs die Gasthörerinnen und Gasthörer zu einer Präsentation, einer musikalischen Darbietung oder einem Vortrag als Veranstaltungseinführung, einer Vorstellung der Angebote für das anlaufende Semester und zu einem anschließenden Empfang ein. Dies ist für die Studierenden eine hervorragende Gelegenheit, Anregungen für Arbeitskreise, Vorlesungen und Seminare zu bekommen und Kontakte zu Kommilitoninnen und Kommilitonen aufzubauen und zu pflegen.

Ablauf der fgs-Semesterereröffnung Sommersemester 2017
Jeweils zu Semesterbeginn lädt der fgs die Gasthörerinnen und Gasthörer zu einer Präsentation, einer musikalischen Darbietung oder einem Vortrag als Veranstaltungseinführung, einer Vorstellung der Angebote für das anlaufende Semester und zu einem anschließenden Empfang ein. Dies ist für die Studierenden eine hervorragende Gelegenheit, Anregungen für Arbeitskreise, Vorlesungen und Seminare zu bekommen und Kontakte zu Kommilitoninnen und Kommilitonen aufzubauen und zu pflegen.

Zeit/Ort: Mittwoch, 19. April 2017, ab 17.30 Uhr im Neuen Senatssaal, Hauptge- bäude, Albertus-Magnus-Platz

Begrüßungsworte
Wissenschaftlicher Vortrag: Brauchen wir Intellektuelle?
Referent: Prof. Dr. Dietz Bering
Zeit/Ort: Mittwoch, 19. April 2017, ab 17.30 Uhr im Neuen Senatssaal, Hauptge- bäude, Albertus-Magnus-Platz
Erläuterung: „Die Intellektuellen sind die Reservearmee der Freiheit, das Immunsystem der Demokratie.“ Diese glänzende Definition Ralf Dahrendorfs spricht den Intellektuellen eine Funktion höchsten Ranges zu. Einen großen Schrecken muss daher die allerorten auftauchende Feststellung machen: Die Intellektuellen sind tot – spätestens seit 1989. Damit scheinen die Kräfte gesiegt zu haben, für die „Intellektueller“ in Deutschland seit je ein Schimpfwort war. Wir fragen: Welche modernen Entwicklungen haben ihnen die Lebensgrundlage entzogen? Können die heutzutage dominierenden „Experten“ ein vollwertiger Ersatz sein? Der Vortragende plädiert für die Unverzichtbarkeit von Intellektuellen und legt eine neue Definition des Begriffs vor, die von den modernen Entwicklungen nicht gebrochen werden kann. Dietz Bering (* 03. September 1935 in Münster, Westfalen) ist ein deutscher Historiker und Sprachwissenschaftler, der vor allem mit seinen Büchern über die Begriffsgeschichte des Intellektuellen und Der Name als Stigma über Antisemitismus
und Namensgebung in Deutschland bekannt wurde. Er lehrte bis zu seiner Pensionierung als außerplanmäßiger Professor an der Universität zu Köln Ältere Sprache und Literatur.

Vorstellung der Arbeitskreise und einiger Projektgruppen

Dozentinnen und Dozenten, Referentinnen und Referenten stellen ihre Veranstaltungen im Sommersemester 2016 vor; um den Studierenden eine gute Basis für ihre individuelle Semesterplanung zu geben.
Zeit/Ort: Mittwoch, 19. April 2017, ab 18.45 Uhr im Neuen Senatssaal, Hauptgebäude, Albertus-Magnus-Platz

Rückfragen und Gespräche
Bei Getränken und einem kleinen Imbiss ist die Möglichkeit der Kommunikation über das anlaufende Semester und andere Studienthemen gegeben.
Zeit/Ort: Mittwoch, 19. April 2017, ab 19.30 Uhr, Bereich hinter der Aula, Hauptgebäude,Albertus-Magnus-Platz

fgs-Konzert-Lesung

Konzert zur Semestereröffnung: Rheinromantik
Zeit/Ort: Donnerstag, 01. Juni 2017, 17.30 Uhr in der Aula der Katholischen Hochschulgemeinde Berrenrather Straße 127
Erläuterung: „Ein Rheinisches Musikfest muss man erlebt haben“, schreiben Rebecka Dirichlet, geb. Mendelssohn Bartholdy und Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy ihren Eltern nach Berlin. Auch Abraham Mendelssohn schwärmte bereits zwei Jahre vor 1836 von der Geselligkeit der Rheinländer, ihrer Freude am geselligen Feiern und der Freude an der Musik. Felix Mendelssohn Bartholdy führte sein Oratorium „Paulus“ zum ersten Mal in Düsseldorf auf, er machte die Symphonien Beethoven, des großen Komponisten aus Bonn, einem breiten Publikum bekannt. Clara und Robert Schumann kamen
nach Düsseldorf, Robert Schumann leitete die Düsseldorfer Konzerte, Clara Schumann konzertierte und machte die Kompositionen Roberts bekannt. Johannes Brahms wollte bei Schumann studieren, er wurde von Schumann hochgelobt und seine Verbindungen zum Rheinland führten zur Uraufführung seiner ersten Symphonie in Köln. Die Komponistin Johanna Kinkel wirkte in Bonn bevor sie mit ihrem Mann Gottfried Kinkel nach London emigrieren musste, schließlich pflegte sie auch eine Freundschaft zu Bettine Brentano, deren Familie in Oestrich-Winkel ein Sommerhaus unterhielt. Die Musik der Komponisten und Komponistinnen im Rheinland wirkt in den Menschen nach und beeindruckt immer
wieder aufs Neue. Die Musik überstrahlt Biographien, die Tragödien und Glück verraten, sie überdauert.

Lesung aus Briefen und Tagebüchern der Komponisten und Komponistinnen. Prof. Dr. Ute Büchter-Römer Musik von Clara und Robert Schumann, Fanny Hensel, geb. Mendelssohn
Bartholdy, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms. Nadja Bulatovic, Klavier

fgs-Literaturkreis

Leitung: Beatrix Becker-Jetzek
Zeit/Ort:
Jeweils Dienstag, 25. April 2017, 30. Mai 2017 und 27. Juni 2017,10.00 - 11.30 Uhr, Raum 0.16, in der Koordinierungstelle, Alte Mensa,Untergeschoss, Universitätsstr. 16a
Erläuterung: Der fgs-Literaturkreis ist ein Kooperationsprojekt des fgs mit dem Kölner Literaturhaus. Im Kölner Literaturhaus wird Literatur lebendig; Autorinnen und Autoren stellen in den Veranstaltungen ihre Werke vor. Zusätzlich wird interessierten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit geboten, im Rahmen von Lesekreisen über Literatur zu sprechen. Die Leiterin des fgs-Literaturkreises, Beatrix Becker-Jetzek, gibt die Lektüre vor. Dabei handelt es sich um Gegenwartsliteratur von Autorinnen und Autoren, die auch zu Gast im Literaturhaus sein werden. Häufig werden nicht die aktuellen Bücher gelesen, sondern frühere, die als Taschenbuch erhältlich sind. Bei den Treffen haben alle das jeweilige Buch schon gelesen. Im Literaturkreis werden Lektüreeindrücke ausgetauscht, Lesarten und Interpretationen debattiert – jeder/jede, der/die mag, kommt zu Wort. Zudem werden einige Grundkenntnisse der Literaturwissenschaft vermittelt. Im Zentrum steht immer das Buch. Gemeinsame
Besuche der Veranstaltungen des Literaturhauses bieten die Gelegenheit, die Autorinnen und Autoren, deren Bücher besprochen werden, kennenzulernen.

25. April 2017
Alissa Walser: Am Anfang war die Nacht Musik
„Wenn man die Nacht und die Musik, die berühmte Mozartsche Einheit, so auseinanderreißt wie Alissa Walser im Titel ihres Romans, dann hat man etwas Besonderes vor. Es soll um die Brüche gehen, nicht um die lieblichen Harmonien am Ende des achtzehnten Jahrhunderts, die in historischen Romanen so gerne aufgesucht werden. Im Mittelpunkt steht eine Episode im Leben des charismatischen und umstrittenen Arztes Franz Anton Mesmer (1734-1815). Alissa Walser lässt dabei alle theoretischen Bewertungen des „Mesmerismus” beiseite, der im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts viele esoterische Auswüchse bekam und ein enormes Nachleben hatte...Walsers Roman konzentriert sich auf Mesmers Behandlung der 18-jährigen Maria Theresia Paradis 1777 in Wien, eines musikalischen Wunderkinds, das im Alter von drei Jahren über Nacht erblindet war. Es handelt sich um einen Schlüsselmoment. Historische Quellen besagen, dass es Mesmer tatsächlich gelang, der Pianistin wieder zum Sehen zu verhelfen. Die Autorin interessiert sich jedoch in erster Linie für etwas anderes. Sie erkennt eine Vorreiterrolle Mesmers, die ihm selbst wohl gar nicht sonderlich bewusst gewesen ist, und charakterisiert ihn als Vorläufer moderner psychotherapeutischer Methoden. Er heilt durch
Musik. Walser ist sich sicher, dass Mesmers Magnetismus-Idee von Autoren wie E.T.A. Hoffmann nicht umsonst für phantastische Erzählungen genutzt werden konnte, in denen die Literatur Sigmund Freuds Entdeckung des Unbewussten um Jahrzehnte vorausnahm.“(Süddeutsche Zeitung 2010 ) Alissa Walser, Tochter des Schriftstellers Martin Walser, wurde 1961 in Friedrichshafen geboren. Sie hat lange auf der Bodenseehalbinsel Höri gelebt. Dort kam sie fast täglich an Mesmers Geburtshaus vorbei. Während ihres Studiums der Malerei in Wien erfuhr sie von seinem historisch verbürgten Versuch, die als Pianistin und Komponistin zu ihrer Zeit sehr bekannte „Jungfer Paradis“ zu heilen. „Man muss von einer Art Liebe sprechen, so heikel sie auch sei, und genau darauf konzentriert sich Alissa Walser in ihrem raffiniert komponierten Debütroman“(Die Zeit 2010) Die Autorin stellt ihr neuestes Werk am 02. April um 18.00 Uhr im Literaturhaus vor.

30. Mai 2017
Olga Grjasnowa - Der Russe ist einer, der Birken liebt

27. Juni 2017
Richard Russo - Diese alte Sehnsucht

2MM. fgs-Vortragsreihe von und für Gasthörer/innen

2MM heißt die Vortragsreihe des fgs, die während des Semesters an jedem zweiten Mittwoch im Monat stattfindet. Hier referieren Gasthörerinnen und Gasthörer vor einer sehr interessierten Zuhörergruppe über ihre Arbeit an der Universität oder aber auch über Erfahrungen aus ihrem privaten oder beruflichen Leben. Jeweils im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung beim „fgs - Jour fixe“ in der Gaststätte „Waschsalon“ (Zülpicher Straße/Ecke Weyertal) mit Gesprächen ausklingen zu lassen. Diese Vorträge finden auch im Sommersemester 2017 wieder im Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde („Burse“), Berrenrather Straße 127, statt. Die folgenden Themen und Vortragenden sind vorgesehen:

Historie der Kirchensteuer
Referent: Walter Weißenberger
Zeit: Mittwoch, 10. Mai 2017, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Erläuterung: Wie ist es in Deutschland zur Kirchensteuer gekommen? Ist sie noch zeitgemäß? Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen.

Entwicklungsgeschichte der Reaktoren zur Kernspaltung
Referent:
Reinhard Storz
Zeit: Mittwoch, 14. Juni 2017, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Erläuterung: Nutzung für Zwecke der Energiegewinnung und zum Bombenbau Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen

Dario Fo persönlich
Referentin: Andrea Matzker
Zeit: Mittwoch, 12. Juli 2017, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Erläuterung: Ein Universalkünstler wie zu Zeiten der Italienischen Renaissance Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen.

Anmerkung: Interessentinnen und Interessenten, die im Wintersemester 2017/18 in dieser Vortragsreihe vor anderen Gasthörerinnen und Gasthörern ein Referat über ein selbstgewähltes Thema (Berufserfahrungen, Reisen, Erlebnisse und Erkenntnisse im Studium, interessante Ereignisse im Familien- und Freundeskreis) halten möchten, sind herzlich willkommen und wenden sich bitte an Dr. Hans-Dieter Baumgart (02131-745494 oder hans.d.baumgart@t-online.de).