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fgs-Semestereröffnung: Vortrag und Studienhinweise


Vortragsveranstaltungen des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums

Wie in jedem Semester bietet der fgs seinen Mitgliedern und Freunden, aber auch darüber hinaus allen interessierten Gästen Musikaufführungen und allgemeinverständliche Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Themen an.


Semestereröffnungsveranstaltung des Fördervereins

Jeweils zu Semesterbeginn lädt der fgs die Gasthörerinnen und Gasthörer zu einer Präsentation, einer musikalischen Darbietung oder einem Vortrag als Veranstaltungseinführung, einer Vorstellung der Angebote für das anlaufende Semester und zu einem anschließenden Empfang ein. Dies ist für die Studierenden eine hervorragende Gelegenheit, Anregungen für Arbeitskreise, Vorlesungen und Seminare zu bekommen und Kontakte zu Kommilitoninnen und Kommilitonen aufzubauen und zu pflegen.

Ablauf der fgs-Semestereröffnung Sommersemester 2018

Wissenschaftlicher Vortrag: Gewaltlust. Genozidale Gewalt im 20. Jahrhundert
Referent: Prof. Dr. Habbo Knoch
Zeit/Ort: Dienstag, 10. April 2018, ab 17.00 Uhr im Tagungsraum des Seminarge- bäudes, Albertus-Magnus-Platz (hinter Philosophikum und Hörsaalgebäude)
Erläuterung: Damit es zu massenhafter Gewalt und gar zu einem Völkermord kommt, bedarf es immer auch vieler Täterinnen und Täter, die mittelbar oder unmittelbar die Gewalttaten verantworten oder ausüben. Was sind ihre Gründe, und was lässt sich aus historischer Sicht darüber sagen? Beweggründe und Motivationen stellen dabei eine der schwierigsten Fragestellungen für die Geschichtswissenschaft dar, gerade im Zusammenhang mit Handlungen, die während oder nach dem Ereignis rechtlich, moralisch oder sozial negativ sanktioniert werden. Gleichzeitig versuchen Menschen, die solche Grenzen überschreiten, andere (und auch sich selbst) mit Rechtfertigungen ihres Handelns zu überzeugen. Mit dem daraus resultierenden methodischen und Quellenproblem geht die neuere sozialwissenschaftliche Gewaltforschung vor allem so um, dass vor allem nach der Phänomenologie der Gewalttat gefragt wird: Was ist geschehen, wie lässt es sich beschreiben, was sagt dies über Gewalt als sozialem Phänomen aus? Andere, wie Harald Welzer, argumentieren, die allermeisten an Völkermorden wie dem Holocaust Beteiligten seien „normale Männer“ gewesen, die ihre Handlungen vor dem Hintergrund einer temporär anderen moralischen Rahmung verübt hätten, ohne die Gewalt selbst gewollt oder durch sie moralisch korrumpiert worden zu sein. Doch wird in beiden Perspektiven nicht zu schnell ausgeblendet, dass Lust an der Gewalt nicht nur pathologisch oder krankhaft
sein muss, sondern auch durch die Gewalt selbst begründet sein kann?

Vorstellung der Arbeitskreise und anderer Veranstaltungen
Dozentinnen und Dozenten, Referentinnen und Referenten stellen ihre Veranstaltungen im Sommersemester 2018 vor; hierdurch erhalten die Studierenden eine gute Basis für ihre individuelle Semesterplanung.
Zeit/Ort: Dienstag, 10. April 2018, 18.30 Uhr im Tagungsraum des Seminargebäudes, Albertus-Magnus-Platz (hinter Philosophikum und Hörsaalgebäude)

Rückfragen und Gespräche
Bei Getränken und einem kleinen Imbiss ist die Möglichkeit der Kommunikation über das
anlaufende Semester und andere Studienthemen gegeben.
Zeit/Ort: Dienstag, 10. April 2018, ab 19.30, im Tagungsraum des Seminargebäudes, Albertus-Magnus-Platz (hinter Philosophikum und Hörsaalgebäude)

Konzertlesung „Italien in deutscher Literatur und Musik“
mit Prof. Dr. Ute Büchter-Römer und Pianistin Nadja Bulatovic
Zeit/Ort: Donnerstag, 7. Juni 2018 ab 17.30 Uhr, Kirche Johannes XXIII, Katholische Hochschulgemeinde, Berrenrather Straße 127
Lesung: Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Kalvier: Nadja Bulatovic
Sie sehnten sich alle dorthin, sie zog und zieht es alle über die Alpen - über die Alpen nach Italien! Sie alle aufzuzählen würde eine Veranstaltung sprengen, Dichter und Musiker suchten den Weg in den Süden, darunter Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Georg Friedrich Händel, Hans Leo Hassler, Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Joseph von Eichendorff, Felix Mendelssohn Bartholdy, Fanny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Theodor Fontane, Richard Wagner, Eduard Mörike, Rainer Maria Rilke, Hans Werner Henze, Ingeborg Bachmann, von der Fülle der Namen, die die Bildende Kunst repräsentierten, erst gar nicht zu reden. Wie man sieht, erfasste die Faszination auch die Kunstschaffenden des 20. Jahrhunderts. Diese Veranstaltung führt uns auf eine Reise in diese bezaubernde Welt. Musikbeispiele u.a. von W.A. Mozart, Fanny Hensel, Felix Mendelssohn-Bartholdy, und Franz Liszt.
Als begehbare „Beton-Freiplastik“ ist die Kirche Johannes XXIII eine der schönsten modernen Kirchen Kölns.
Sie wurde in der gleichen Zeit und im gleichen Stil erbaut wie die sie umgebenden Gebäude, Betonstil der späten Sechziger, in der auch die neuen Gebäude der Kölner Universität in der Nähe errichtet wurden. Der Beton wird aber in einer anderen Art verwendet, gleichsam als Gestaltungsmaterial.

 

2MM. fgs-Vortragsreihe von und für Gasthörer/innen

2MM heißt die Vortragsreihe des fgs, die während des Semesters an jedem zweiten Mittwoch im Monat stattfindet. Hier referieren Gasthörerinnen und Gasthörer vor einer sehr interessierten Zuhörergruppe über ihre Arbeit an der Universität oder aber auch über Erfahrungen aus ihrem privaten oder beruflichen Leben. Jeweils im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung beim „fgs - Jour fixe“ in der Gaststätte „Waschsalon“ (Zülpicher Straße/ Ecke Weyertal) mit Gesprächen ausklingen zu lassen.
Diese Vorträge finden auch im Sommersemester 2018 wieder im Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde („Burse“), Berrenrather Straße 127 statt. Die folgenden Themen und Vortragenden sind vorgesehen:

Individuelles und kollektives Gedächtnis – Fakten und Gedanken in der Generationenfolge
Referent: Hartmut Hautzel
Zeit: Mittwoch, 11. April 2018, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen.

Energiewende: Irrweg, Weg oder Chance? Die Sicht eines Prosumers und kritischen Befürworters der Energiewende mit Erfahrungen in Elektromobilität und Effizienzmaßnamen im Spannungsfeld von Ökologie/Ökonomie
Referent: Dr. Georg Seidel
Zeit: Mittwoch, 9. Mai 2018, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen

Elektrosmog – Welchen Einfluss haben Mobilfunk- und Hochspannungsnetze?
Referent: Reinhard Storz
Zeit: Mittwoch, 13. Juni 2018, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen.

Maria Sibylla Merian – Eine Insekten- und Naturforscherin im 17. Jahrhundert
Referent: Inke Beyer
Zeit: Mittwoch, 11. Juli 2018, 16.00 Uhr
Ort: Säulensaal der Katholischen Hochschulgemeinde (Burse)
Anschließend ist ein Ortswechsel zum Jour fixe vorgesehen.

Anmerkung:
Interessentinnen und Interessenten, die im Wintersemester 2018/19 in dieser Vortragsreihe vor anderen Gasthörerinnen und Gasthörern ein Referat über ein selbstgewähltes Thema (Berufserfahrungen, Reisen, Erlebnisse und Erkenntnisse im Studium, interessante Ereignisse
im Familien- und Freundeskreis) halten möchten, sind herzlich willkommen und wenden sich bitte mit ihrem Themenvorschlag an Dr. Hans-Dieter Baumgart (02131-745494 oder hans.d.baumgart@t-online.de).